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Inhalt
Einleitung , 3
1. Was ist Soziolinguistik?, S 4
2. Gesprächsanalyse, 5
2.1. Der Dialog, 5
2.2. Der Gesprächsbegriff, S 5
2.3. Makrostruktur des Gesprächs, S. 6 - 8
(3-Phasen-Modell)
2.4. Gesprächsthemen, 9
3. Lästern und Frotzeln:
Zwei alltagskommunikative Gesprächsmuster im Vergleich
3.1. Lästern, 10
3.1.1. Begriffserklärung, 10
3.1.2. Rahmenbedingungen, S. 10, 11
3.1.3. Objektthematisierung, 11
3.1.4. Spannungsaufbau, S. 11, 12
3.1.5. Kritik, 12
3.1.6. Thematische Fokussierung, 12
3.1.7. Reflexionsphase, 12
3.2. Frotzeln
3.2.1. Begriffserklärung, 13
3.2.2. Grundstruktur der Frotzelaktivitäten, S. 13, 14
3.2.3. Techniken des Frotzelns, S. 14, 15
3.2.4. Reaktion des Frotzelobjektes, S. 15, 16
3.2.5. Reaktion des Publikums/Abschluss, 16
4. Schlusswort, Resümee, 17
Literaturverzeichnis , 18
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Einleitung
In vorliegender Hausarbeit zum Seminar „Grundlagen der mündlichen Kommunikation“ beschäftige ich mich mit dem Thema „Lästern und Frotzeln“ im Hinblick auf sprachwissenschaftliche bzw. soziolinguistische Elemente. Die Begriffe „Lästern“ und „Frotzeln“ sind mir aus meinem alltäglichen Sprachgebrauch bekannt, d. h. ich habe dazu aufgrund von alltagssprachlichen Erfahrungen eine grobe Vorstellung. Die scherzhafte Rede allgemein spielt in unserem alltäglichen Leben eine große Rolle. Ich denke dabei an verschiedenste Arten von Humor und Witz in der täglichen Interaktion, an Imitation von Mitmenschen („Nachäffen“), an lustige Geschichten, Satire, Necken und Frotzeln von Freunden und Bekannten und vieles mehr. Dabei ist zu beachten, dass diese Art von Kommunikation erfahrungsgemäß eine so genannte „Doppelbödigkeit“ besitzt, d. h. „ernste und scherzhafte Rede fließen häufig untrennbar ineinander“. 1 Dies etwas genauer zu betrachten setze ich mir als ein Ziel dieser Arbeit. Ich werde einleitend einige Informationen zum Bereich der Soziolinguistik geben, um dann auf die Gesprächsanalyse einzugehen. Zu Anfang ist eine Begr iffsklärung notwendig. Hierbei werden die Begriffe „Dialog“ und „Gespräch“ erläutert, sowie die „Makrostruktur des Gesprächs“ und „Gesprächsthemen“ thematisiert. Im Anschluss werden die alltagskommunikativen Gattungen „Lästern“ und „Frotzeln“ analysiert, w obei der Unterschied zwischen ihnen klar werden soll.
Interessant und zugleich schwierig stelle ich mir vor, diese Alltagsbegriffe wissenschaftlich zu betrachten und zu untersuchen.
1 Kotthoff, 1996, Vorwort
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1. Was ist Soziolinguistik?
Die Soziolinguistik ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit der Verbindung von Sprache und Gesellschaft auseinandersetzt.
Der Mensch als ein soziales Wesen benutzt Sprache zur Kommunikation in einer Gesellschaft. Wenn Personen sprachlich miteinander kommunizieren wollen, brauchen sie die selben oder ähnliche Kenntnisse einer Sprache. Die sprachliche Handlung ist immer zugleich wesentliches Mittel zur Interaktion, da man mit jemandem spricht, wenn man etwas von ihm erreichen will. 2 Eine Sprechsituation kann somit auch als Handlungssituation beschrieben werden.
In der Soziolinguistik findet also ein In-Beziehung-Setzen von sprachlichen mit sozialen Daten statt. Die Kernfrage in dieser Wissenschaft ist die Beziehung zwischen den soziologischen Merkmalen der Kommunikationspartner einerseits und den sprachlichen Merkmalen ihrer Sprechweise andererseits. Das Referatsthema lässt sich in Folge dessen klar der soziolinguistischen Richtung zuordnen.
2 Clément, 2000, S. 233
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2. Gesprächsanalyse
Die Gesprächsanalyse sieht es als ihre zentrale Aufgabe an, die Bedingungen und Regeln systematisch zu erforschen, die die „natürliche“ Gesprächskommunikation, d. h. dialogisches sprachliches Handeln in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen (Alltag, Institutionen, Medien usw.), bestimmen. 3
Um auf das Thema „Lästern“ und „Frotzeln“ einzugehen, sind vorab grundlegende gesprächsanalytische Begriffe zu klären. Die Folgenden geben einen Rahmen an, in dem „Lästern“ und „Frotzeln“ eingebettet ist und erst stattfinden kann.
2.1. Der Dialog
Laut Duden handelt es sich bei dem Dialog um einen “mündlichen Gedankenaustausch zweier oder mehrerer Personen in Rede und Gegenrede über ein bestimmtes Thema.“ 4 Der Brockhaus kommt zu einer ähnlichen, nicht so ausführlichen Definition: “Unterredung zwischen zwei oder mehreren Personen.“ 5
2.2. Der Gesprächsbegriff
Bei Brinkers „linguistischer Gesprächsanalyse“ hingegen wird lieber der Begriff “Gespräch“ statt “Dialog“ oder “Konversation“ verwendet, da diese Begriffe eine eingeschränkte Bedeutung haben. Dialog wird meistens für ein ernsthaftes Gespräch über ein wichtiges Thema verwendet, während Konversation eher für ein oberflächliche und unverbindliche Unterhaltung, wie Small- Talk, verwendet wird.
“Die Grundeinheit sprachlicher Kommunikation ist Anrede und Erwiderung, oder einfacher ausgedrückt, die Grundeinheit sprachlicher Kommunikation ist das Gespräch.“ 6
Bei Brinker wird auf dieser Grundlage ein Gespräch wie folgt definiert: “Gespräch ist eine begrenzte Folge von sprachlichen Äußerungen, die dialogisch ausgerichtet ist und eine thematische Orientierung aufweist.“ 7
Generell werden hier zwei Auffassungen zum Begriff “Gespräch“ genannt:
1) Interaktionen, die ein bestimmtes Thema sprachlich konstituieren (dies b einhaltet kein handlungsbegleitendes Sprechen).
3 Brinker, Sager, 1996, S. 18
4 Drosdowski, 1989
5 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 1989
6 Henne, Rehbock, 1979, S. 11
7 ebd., S. 11
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Arbeit zitieren:
Jennifer Lückerath, 2005, Mündliche Kommunikation - Lästern, Frotzeln, München, GRIN Verlag GmbH
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