3
Literaturverzeichnis
Bitzer, Bernd
„Das Rückkehrgespräch“
Integrationshilfe und Instrument der betrieblichen Gesundheitsvorsorge Sauer-Verlag, Heidelberg, 1999
Brandenburg, Uwe; Nieder, Peter
„Betriebliches Fehlzeiten-Manage ment“
Anwesenheit der Mitarbeiter erhöhen- Instrumente und Praxisbeispiele“ Gabler-Verlag, Wiesbaden, 2003
Bueren, Hermann
„Weiteres Fehlen wird für Sie Folgen haben“ Fehlzeitenmanagement und Belegschaftsinteressen; Ratgeber für Beschäftigte und Interessenvertretungen 2. Auflage Kellner-Verlag, Bremen 2002
Franz, Klaus
„Hilfe oder Falle für kranke Beschäftigte?“ in Metall 2/99
Höfler, Norbert
„Wir wollen nicht mehr blaumachen“ Der AVP Prozess bei der Opel AG in Stern 25.07.1996
Marr, Rainer (Hrsg.)
„Absentismus“
Der schleichende Verlust an Wettbewerbspotential“ Verlag für angewandte Psychologie, Göttingen, 1996
Nieder, Peter
„Damit das Kümmern nicht verkümmert“ in: Personalführung 6/97
Piorr, Rüdiger
„Rückkehrgespräche- Chance für geringe Fehlzeiten bei gleichbleibender Arbeitsleistung?“ Herbert Utz Verlag, Bochum, 2001
4
Priemuth, Dr. Karin/Wachter, Dr. Bettina
„Fehlzeiten erfolgreich senken“ in Personalwirtschaft 09/2003, S. 34-39
Schließmann, Dr. PD Christoph Ph.
„Das Phänomen Fehlzeiten unter Arbeitsrechtsaspekten“ in Personalwirtschaft 06/2004, S. 48-50
Schnabel, Claus
„Betriebliche Fehlzeiten und Maßnahmen zu ihrer Reduzierung“ in Personal: 6/1998, S. 266-270
Spies, Steffen; Beigel, Holger
„Einer fehlt, und jeder braucht ihn“ 2. Auflage
Wirtschaftsverlag C. Ueberreuter, Wien, 1997
Trebesch, K
„Absentismus und Führung“
In Nieder P. „Fehlzeiten wirksam reduzieren, Konzepte, Maßnahmen, Praxisbeispiele“ Wiesbaden, 1998
Wompel, Mag
„Jagd auf Kranke- Rückkehrgespräche auf dem Vormarsch“ 6. Auflage Express-Verlag, Offenbach, 2003
5
Gliederung
I. Einleitung 6
II. Einführung z. Thema Fehlzeiten- und Rückkehrgespräch 7
1. Definition Fehlzeiten
a) Absentismus 8
b) Krankenstand
2. Auswirkungen von Fehlzeiten auf Unternehmen 9
3. Entwicklung des Fehlzeitenmanagements
4. Rückkehr- u. Fehlzeitengespräche als Maßnahmen des Fehlzeiten-
Mgmts 10
a) Definition Rückkehrgespräche 11
b) Definition Fehlzeitengespräche
c) Kennzeichen der Gespräche 12
aa) Die Standardisierung
bb) Die Stufung der Gespräche
cc) Protokollierung der Gespräche 13
III. Der Anwesenheitsverbesserungsprozess bei der Adam Opel AG
1. Einführung des Prozesses: Gründe und Durchführung
a) Die Standardisierung
b) Die Dokumentation 15
c) Die Visualisierung 16
2. Gesprächsstufen 17
a) Stufe 1 - Das Motivationsgespräch
b) Stufe 2 - Das Mitarbeitergespräch 18
c) Stufe 3 - Das Personalgespräch
d) Stufe 4 - Das Fehlzeitengespräch 19
3. Arbeitsrechtliche Aspekte
a) Krankheitsbedingte Kündigung 20
b) Unerlaubte Fragen 21
IV. Auswertung d. Fehlzeitenmanagements der Opel AG 22
V. Ausblick 23
6
I. Einleitung
Das schöne Wetter hat ihn am Rock gezupft und als er sich umwendet
Das Thema Fehlzeiten hat in der betrieblichen Praxis an Aktualität nicht verloren, wenngleich sich der gesamtwirtschaftliche Krankenstand laut einer Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung (BMGS) auf einem der tiefsten Stände, 4% in 2002 und 3,6% in 2003, seit Jahren bewegt. 1 Nicht zuletzt die Kosten, die durch das Fernbleiben, durch welche Ursachen auch immer, der Arbeitnehmer entstehen, lassen diese Thematik trotzdem als Dauerbrenner erscheinen.
Seit nunmehr fast zehn Jahren arbeitet die Adam Opel AG mit dem so ge nannten „Anwesenheitsverbesserungsprozess“ -kurz AVP- als Mittel zur Fehlzeitenreduzierung. Dieser gilt als Vorreiter des Fehlzeitenmanagements, das zu Beginn der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts langsam an Popularität gewann.
Es ist keineswegs so, dass der AVP die Geburt einer völlig neuen Personaltechnik im Umgang mit Erkrankten darstellt. Rückkehrgespräche 2 gab es bereits vor dem AVP und die Bemühungen der Personalleitungen, den Krankenstand zu senken, reichen lange zurück. Aber AVP wirkte wie ein Katalysator; er beschleunigte bereits vorhandene Entwicklungen. Zu erkennen ist dies an unterschiedlichen Bereichen; an den Reaktionen auf AVP, an einem neuen Denken, das nun in den Vorstandsetagen anderer Betriebe und Verwaltungen Einzug hielt, sowie a n zahlreichen neuen Modellen der Fehlzeitensenkung, die auf AVP aufbauten. 3
Genauso oft wie er jedoch kopiert wird, wird er auch kritisiert und beschimpft. 4
Angelehnt an den AVP Prozess wird an einigen Standorten, wie zum Beispiel Bochum das so genannte Siedler- Konzept durchgeführt.
1 Manager-magazin 29.12.2003 „Job-Ängste senken Krankenstand“
2 in der Literatur wird der Begriff Rückkehrgespräche oftmals einheitlich sowohl für Rückkehr, als auch für Fehlzeitenzeitengespräche verwandt. Dies soll in der Arbeit, aufgrund der besseren Lesbarkeit, ebenfalls angewandt werden.
3 Bueren, Weiteres Fehlen, S. 15f.
4 Vgl. Mag Wompel „Jagd auf Kranke“ als vehemente Gegenstimme von Rückkehrgesprächen, insbesondere des AVP Prozesses
7
Diese Arbeit soll sich mit den Maßnahmen der Opel AG an sich auseinander setzen und auch die kritischen Stimmen nicht ganz außer Acht lassen. Neben Verwendung einschlägiger Literatur- wie das „hauseigene“ Buch über den AVP- Prozess „Einer fehlt und jeder braucht ihn“, die Broschüre der Rückkehrgesprächsgegner „Jagd auf Kranke“ Mag Wompel, zur Verfügung gestellte Unterlagen des Betriebsrates in Bochum und anderen Fachbücher, führte die Verfasserin Interviews mit der Pressesprecherin der Adam Opel AG Frau Dr. Gudrun Langer und dem Vorsitzenden der Personalkommission des Betriebsrates in Bochum Lothar Marquardt.
Diesen beiden sei an dieser Stelle für die kooperative Mitarbeit herzlich gedankt.
1. Definition Fehlzeiten
Unter Fehlzeiten werden alle Zeiten verstanden, in denen der Mitarbeiter seine Arbeitskraft den Unternehmen nicht nur Verfügung stellt. 5
Fehlzeiten werden allgemein unterteilt in den Krankenstand, d.h. die Arbeitsunfähigkeit aufgrund Krankheit im medizinisch-biologischen Sinne-und den Absentismus, die Abwesenheit vom Arbeitsplatz aufgrund besonderer Einstellungen und Motivationen. 6 Zu den Fehlzeiten im weiteren Sinne zählen dann auch noch entschuldigte Fehlzeiten, unentschuldigte Fehlzeiten, Kuren und Rehabilitationen und gesetzliche Regelungen. Diese werden jedoch, aufgrund der mangelnden direkten Beeinflussbarkeit 7 an dieser Stelle vernachlässigt. 8
5 Brandenburg, S. 15; Olfert, S. 338
6 Dr. Priemuth/Dr. Wachter, PW 9/2003, S. 35
7 entsprechend der Definition ergeben sich unterschiedliche Ursachen und Beeinflussungsmöglichkeiten (Vgl. Dr. Priemuth/Dr. Wachter, PW 9/2003, S. 35)
8 Vgl. hierzu auch Brandenburg, S. 17
Arbeit zitieren:
Melanie Fleig, 2004, Fehlzeiten- und Rückkehrgespräche zur Senkung des Krankenstandes bei der Opel AG, München, GRIN Verlag GmbH
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