GLIEDERUNG
1. TEXTTEIL 1
1.1. Einleitung 3
1.2. Kurzbiographie der Autorin 5
1.2.1. Ihr Leben 5
1.2.2. Ihre Werke und Auszeichnungen 6
2. TEXTTEIL 2
2.1. Inhaltsangabe 7
2.2. Die Exilliteratur und die Gattung des Romans 8
2.3. Der Aufbau des Romans 10
3. TEXTTEIL 3
3.1. Die Symbolik in Das siebte Kreuz von Anna Seghers S.16
3.2. Der Roman Das siebte Kreuz im Zusammenhang mit
der Ideologie der Autorin Anna Seghers 21
3.3. Resümee und Bewertung 27
4. BIBLIOGRAPHIE
4.1. Primärliteratur 29
4.2. Sekundärliteratur 29
4.3. Internet-Quellen 29
5. ANHANG
5.1. Personenverzeichnis 31
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1. TEXTTEIL 1
1.1. EINLEITUNG
In meiner Seminararbeit über den Roman Das siebte Kreuz von Anna Seghers werde ich zunächst eine formale und gattungsspezifische Analyse des Werkes durchführen und dann auf zwei spezifische Themen eingehen und versuchen, diese anhand von Zitaten und mit Hilfe der Sekundärliteratur, ausreichend zu belegen. Meine Arbeit besteht aus fünf Teilen, die wiederum untergliedert sind. Der erste Textteil enthält eine Kurzbiographie der Autorin Anna Seghers, bei der ich mich auf die wichtigsten Angaben beschränkt habe und die ich in zwei Teile gespalten habe: ihr Leben, sowie ihre Werke und Auszeichnungen. Der zweite Textteil besteht aus einer kurzen Inhaltsangabe zum Roman und behandelt dann die formalen und gattungsspezifischen Aspekte. Unter 2.1. werde ich die Gattung des Romans bestimmen und ihn im Rahmen der Literaturgeschichte untersuchen, da diese Aspekte für ein Literaturseminar unabdinglich sind. Unter 2.2. werde ich den Aufbau des Romans analysieren und dabei genau auf die verschiedenen Zeitebenen und Erzählperspektiven eingehen. Ich habe mich dafür entschieden, in diesem Textteil vor allem den Aufbau des Buches zu untersuchen, da die Autorin für ihre Montagetechnik des Geschehens bekannt ist, mit der sie ein Meisterwerk geschaffen hat. Außerdem steht diese Montagetechnik in engem Zusammenhang mit dem Thema, das ich unter 3.2. behandeln werde. Der dritte Textteil behandelt die inhaltlichen Aspekte des Buches. So werde ich unter 3.1. die Symbolik in Das siebte Kreuz analysieren. Ich halte dieses Thema für interessant, da die Symbole den ganzen Roman durchziehen, einige dem Leser direkt ins Auge stechen, andere aber ohne eine genauere Lektüre und Analyse vielleicht nicht gleich zu erkennen sind. Aus diesem Grund war es für mich wichtig, auf dieses Thema einzugehen, da ich glaube, dass ein Teil des Romans „verloren geht“, wenn diese Symbole nicht verstanden werden. Unter 3.2. werde ich den Roman im Zusammenhang mit der Ideologie der Autorin Anna Seghers analysieren. Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil ich der Meinung bin, dass die Politik in der Literatur eine große Rolle spielt und in vielen Werken patent ist, vor allem aber in der deutschen Exilliteratur von 1933 bis 1945. Da diese Seminararbeit im Rahmen des Seminars über Exilliteratur geschrieben wurde, hielt ich es für angemessen, auch ein Thema zu behandeln, das an konkrete
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Inhalte des Seminars anknüpft, was hiermit geschehen ist. Hierbei muss jedoch angemerkt werden, dass dieses Thema in gewissem Maße delikat oder zumindest sehr subjektiv ist, weswegen es hier verschiedene Meinungen geben kann. Ich habe mich bei der Ausarbeitung dieses Teils vor allem an eine Quelle der Sekundärliteratur gehalten, die meiner eigenen Meinung am nächsten stand, jedoch gibt es sicherlich auch andere Auslegungen.
Der vierte Teil enthält die Bibliographie mit der Primärliteratur, Sekundärliteratur und den Internetquellen.
Der fünfte Teil enthält den Anhang, das Personenverzeichnis, das zu Beginn des Romans zu finden ist. Da ich unter 2.2. auch kurz auf dieses Verzeichnis eingehen werde hielt ich es für angemessen, das Personenverzeichnis mit in diese Arbeit einzubauen. Außerdem wird es das Verständnis einiger Zitate erleichtern und einen besseren Überblick über die Personen des Romans geben.
Was die Wahl des Buches betrifft, so habe ich lange gezweifelt. In die Engere Wahl habe ich diejenigen Werke gezogen, die im dritten Reich spielten, also die Situation in Deutschland und nicht im Exil beschreiben, da diese eher mein Interesse geweckt haben. Nach einer kurzen Recherche im Internet nach Buchrezensionen habe ich mich für Das siebte Kreuz von Anna Seghers entschlossen, da mir die Fluchtgeschichte eines KZ-Häftlings spannend erschien. Bei der Ausarbeitung bin ich systematisch vorgegangen: zuerst habe ich den Roman gelesen, dann die Hintergrundinformation zusammengetragen und mich für die verschiedenen Themen entschieden. Nach einer nochmaligen Lektüre, bei der ich die für die Arbeit wichtigen Textstellen herausgeschrieben habe, habe ich direkt mit dem Schreiben begonnen. Der Aufbau dieser Arbeit wurde einige Male geändert bevor es zu der vorliegenden Endfassung kommen konnte.
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1.2. KURZBIOGRAPHIE DER AUTORIN 1
1.2.1. Ihr Leben
19.11.1900 Anna Seghers wird in Mainz als einziges Kind des jüdischen
1920-1924 Nach ihrem Abitur an einer höheren Mädchenschule studiert
1924 Reiling promoviert an der Universität Heidelberg mit der Arbeit Jude und Judentum im Werke Rembrandts. 1925 Heirat mit László Radványi, einem kommunistischen
1927 Veröffentlichung der Erzählung Grubetsch unter dem
1928 Publikation der Erzählung Aufstand der Fischer von St.
1929 Seghers wird Mitglied im Bund Proletarisch-Revolutionärer Schriftsteller (BPRS). 1933 Die Autorin wird von der Geheimen Staatspolizei kurzzeitig
1940 Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Frankreich
1 Diese Biographie ist zusammengestellt aus den Angaben in BERNHARDT, Rüdiger: Erläuterungen zu Anna
Seghers Das siebte Kreuz. C. Bange Verlag, Hollfeld, 2001 und
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SeghersAnna/
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1941 Flucht nach Mexiko, wo sie als deutsche Literatur- und
1947 Seghers kehrt ohne ihren Mann nach West-Berlin zurück.
1948 Vizepräsidentin des "Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands". 1950 Umzug nach Ost-Berlin.
1952 Die Schriftstellerin wird Präsidentin des Schriftstellerverbands der DDR. 1981 Seghers wird Ehrenbürgerin in ihrer Heimatstadt Mainz. 01.06.1983 Anna Seghers stirbt im Alter von 82 Jahren in Ost-Berlin.
1.2.1. Ihre Werke und Auszeichnungen
1924 Die Toten auf der Insel Djal. Erzählung. 1927 Grubetsch. Erzählung. 1928 Kleist-Preis für die Erzählung Aufstand der Fischer von St. Barbara. 1932 Die Gefährten. Roman. 1933 Der Kopflohn. Roman. 1935 Der Weg durch den Februar. Roman. 1942 Das siebte Kreuz wird in Boston auf Englisch veröffentlicht:
1944 Transit. Der Roman erscheint in spanischer und englischer Sprache, erst 1948 auf deutsch. 1947 Georg-Büchner-Preis. 1949 Die Toten bleiben jung. Gesellschaftsroman. 1968 verfilmt. Die Hochzeit von Haiti. Erzählung. 1951 Nationalpreis 1. Klasse der DDR.
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1959 Die Entscheidung. Roman.
1967 Das wirkliche Blau. Erzählung. 1971 Die Überfahrt. Liebesgeschichte. Nationalpreis der DDR. 1980 Drei Frauen aus Haiti. Erzählungen. Ehrentitel „Held der Arbeit“.
2. TEXTTEIL 2
2.1. INHALTSANGABE
In ihrem Deutschlandroman Das siebte Kreuz zeichnet die Autorin Anna Seghers ein Bild des nationalsozialistischen Deutschlands im Herbst des Jahres 1937. Aus dem Konzentrationslager Westhofen sind sieben Häftlinge ausgebrochen: Georg Heisler, die Hauptfigur des Romans, Beutler, Pelzer, Belloni, Wallau, Aldinger und Füllgrabe. Der Lagerkommandant Fahrenberg lässt im Lager sieben Kreuze errichten, die als Pranger für die Flüchtlinge und als Abschreckung für die restlichen Häftlinge dienen sollen. Beutler wird schon nach wenigen Stunden gefasst, zusammengeschlagen und wieder ins Konzentrationslager gebracht. Auch Pelzer erfährt das gleiche Schicksal. Belloni, ein Zirkusartist, kann sich der Verhaftung nur durch einen Sprung in den Tod entziehen. Wallau , Heislers Leitfigur, wird verraten, wodurch auch seine Flucht nicht gelingt. Aldinger gelingt die Flucht bis auf die Hügel vor seinem Heimatort, wo er, völlig erschöpft, stirbt. Füllgrabe stellt sich nach einigen Tagen auf der Flucht freiwillig der Geheimen Staatspolizei, die zusammen mit den Leitern des Konzentrationslagers Westhofen alles daran setzt, die sieben Geflohenen wieder einzufangen. Die gefangenen Flüchtlinge werden an die Kreuze gestellt und dort gefoltert, das siebte Kreuz bleibt jedoch leer, weil Georg Heisler weiterhin auf der Flucht ist. Die Flucht dieser Person steht im Mittelpunkt des Romans und wird daher eingehend beschrieben. Georg ist in den ersten Stunden der Flucht völlig auf sich allein gestellt. Er hofft, bis zu seiner ehemaligen Freundin Leni zu gelangen, von der er sich Hilfe verspricht. Georg verbringt die erste Nacht im Mainzer Dom, der ihm Sicherheit, aber auch Bedrohung vermittelt. Nach der
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zweiten Nacht, die er in einem Schuppen verbringt, ist Georg die Gestapo auf die Spur bekommen, da sie einige Zeugen, denen Georg auf der Flucht begegnet ist, befragt hat. Georg gelingt es schließlich, Leni aufzusuchen. Diese weist ihn jedoch aus Angst zurück. Wieder auf sich allein gestellt, sucht Heisler nach Menschen, die er aus der Vergangenheit kennt, und die ihm weiterhelfen könnten. Da sich das Netz der Verfolgung durch die Lagerkommandanten und die Gestapo immer weiter um Georg zusammenzieht, kommt keiner der alten Weggefährten dafür in Frage. Dann jedoch erinnert sich Heisler an Paul Röder, einen ehemaligen Schulkamaraden, der nicht aktiv im Widerstand tätig ist, und daher weniger bewacht sein würde, als andere Menschen. Paul Röder ist es schließlich, der für Georg die nötigen Kontakte mit Genossen aufnimmt, und so Georgs Rettung in die ·Wege leitet. Dabei spielt Franz Marnet, ein ehemaliger sehr guter Freund von Georg, eine wichtige Rolle. Schon kurz nach Georgs Flucht hatte er begonnen, mehr darüber zu erfahren und zu helfen. Nun reißt ihn Georgs Schicksal aus seiner Isolierung heraus, in der er lange Zeit gelebt hatte, er sucht und findet die Genossen aus dem Widerstand und steigt wieder aktiv in den Kampf gegen das nationalsozialistische Regime ein. Georg verbringt einige Nächte bei dem Ehepaar Kreß, mit dem Röder befreundet ist und bekommt schließlich Geld und einen falschen Pass. Georg gelingt die Flucht ins Ausland auf einem holländischen Schiff. Das siebte Kreuz bleibt also leer, was für die Häftlinge Hoffnung, und für den Lagerkommandanten Fahrenberg seine Ablösung bedeutet. Schließlich werden alle Platanen verbrannt.
2.2. DIE EXILLITERATUR UND DIE GATTUNG DES ROMANS
Anna Seghers Werk Das siebte Kreuz ist in die Exilliteratur einzuordnen. Im Kontext der Literaturgeschichte in deutscher Sprache meint Exilliteratur „in erster Linie die literarische Produktion der unter dem Nazi-Regime emigrierten AutorInnen.“ 2 . Im Allgemeinen ist die Definition der „Exilliteratur“: „allg. jedes durch polit. Radikalismus, Zensur, Schreibverbot, Bedrohung im Mutterland ins ideologisch freie Ausland verdrängte Dichtertum.“ 3
Als Adolf Hitler im Januar 1933 an die Macht kam, gingen nur wenige antifaschistische Schriftsteller ins Exil, da sie die Herrschaft der Nationalsozialisten als vorübergehend betrachteten. Die erste Emigrationswelle deutscher Schriftsteller
2 http://www.uni-essen.de/literaturwissenschaft-aktiv/vorlesungen/literaturge/exilliteratur.htm
3 VON WILPERT, Gero: Sachwörterbuch der Literatur. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, 1968
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Arbeit zitieren:
Stefanie Wimmer, 2005, Zu: Anna Seghers - Das siebte Kreuz, München, GRIN Verlag GmbH
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Anna Seghers: Das siebte Kreuz
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