III
Inhaltsverzeichnis
Darstellungsverzeichnis. IV
Einf ührung in das Thema 5
A. Begriffsdefinitionen und statistische Daten 6
A.1. Begriffsklärung. 6
A.2. Daten, Fakten, Zahlen 6
B. Argumentationen zum Thema 9
B.1. Notwendigkeit einer „inszenierten Solidarität“ 9
B.1.1. Soziale Risiken. 9
B.1.2. „Informelle Solidarität“ versus „Inszenierte Solidarität“ 10
B.2. Die Ressource Frau. 11
B.2.1. Aufgaben der Frau in der Geschichte 11
B.2.2. Wandel der weiblichen Normalbiographie 12
B.3. Motive und Argumente zum Ausbau der öffentlichen Erziehung. 13
B.3.1. Pädagogische Argumente 13
B.3.2. Bildungspolitische Argumente 14
B.3.3. Frauen- und beschäftigungspolitische Argumente 15
B.3.4. Bevölkerungspolitische Argumente 16
C. Konsequenzen. 17
C.1. Rückkehr zu traditionellen Werten? 17
C.2. Wandel der Vaterrolle? 18
C.3. Bedeutung und Konsequenzen für die Pädagogik und die öffentlichen Erziehung
19
Literaturverzeichnis. 21
1. verwendete Literatur 21
2. weiterführende Literatur 21
IV
Darstellungsverzeichnis
Darstellung 1: Erwerbs-, Beschäftigungs- und Teilzeitquote............................................7 Darstellung 2: Arbeitszeit von Frauen und Männern im Vergleich..................................8 Darstellung 3: Berufstätigkeit der Frauen im Jahr 1999....................................................8
5
Einführung in das Thema
Im Seminar „Der zeitgeschichtliche Wandel der Familie und die Folgen für die Erziehung“ wurden im ersten Abschnitt des Seminars die Entwicklungen der Familie und im zweiten Abschnitt die Konsequenzen dieser Entwicklung diskutiert. Dabei wurde das Problem, welches in der heutigen arbeitsmarktpolitischen Debatte Anklang findet, angesprochen: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Der Ausbau öffentlicher Erziehung soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Die Gesellschaft braucht einen Zuwachs an Betreuungsmöglichkeit für die Kinder. Die öffentliche Erziehung mit dem Angebot an Kindertagesstätten, Ganztagsschulen und einiges mehr muss in Deutschland besser ausgebaut werden. Dafür spricht vor allem die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland und die Unzufriedenheit der Mütter, denn die „geringe Partizipation von Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist nicht nur aus gesamtwirtschaftlicher Sicht unbefriedigend, sie entspricht auch nicht mehr dem, was die Frauen heute anstreben.“ 1 Trotz starker Nachfrage „sind die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren in Deutschland unterentwickelt. Gleiches gilt für die Betreuung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren in den Kindergärten über Mittag und am Nachmittag. Auch in den Grundschulen sind Ganztagsangebote noch sehr gering verbreitet… [Ebenso ist die] Verlässlichkeit der Betreuung und … Versorgung während der Ferien von Kindergärten und Grundschulen…“ sehr gering ausgebaut. 2
Da stellt man sich die Frage, ob der Ausbau der familienergänzenden Tageseinrichtungen für Kinder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf begünstigen kann, um somit vor allem auch die gesamtwirtschaftliche und soziale Situation in Deutschland zu verbessern. Um diese Frage zu beantworten sollen in dieser Arbeit die Argumente vorgestellt werden, die dazu beigetragen haben, dass die öffentliche Erziehung ausgebaut werden müsste. Dabei sollen zunächst die wesentlichen Begriffe definiert werden und aktuelle Statistiken hergezogen werden. Anschließend wird der geschichtliche Wandel der weiblichen Normalbiographie dargestellt, um darauf folgend die Argumente anzuführen, die den Ausbau der öffentlichen Erziehung begünstigen. Abschließend sollen die Konsequenzen und die Bedeutung des Ausbaus für die Pädagogik diskutiert werden.
1 Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) 2002, S. 8.
2 a.a.O.
6
A. Begriffsdefinitionen und statistische Daten
A.1. Begriffsklärung
STIMMER bezeichnet öffentliche Erziehung als „die Gesamtheit der unter öffentlicher Aufsicht stehenden Erziehung (z.B. schulische Erziehung, Heimerziehung).“ 3 Da nach RAUSCHENBACH die „inszenierte Solidarität“ vor allem durch die Risikogesellschaft hervorgerufen wurde, ist es notwendig diesen Begriff zu definieren. 4 SCHUBERT und KLEIN definieren die Risikogesellschaft als einen „ … politischsoziologischen Begriff, der darauf verweist, dass in hoch entwickelten Industriegesellschaften inzwischen mehr (soziale, ökologische, individuelle und politische) Risiken entstanden sind und laufend entstehen, als die bestehenden Sicherungsmechanismen und können… .“ 5 Kontrolleinrichtungen des Staates bewältigen
A.2. Daten, Fakten, Zahlen
Die folgenden Diagramme und Daten wurden dem Bericht der Bertelsmann Stiftung entnommen. Die Bertelsmann Stiftung bezieht sich dabei auf Studien der OECD Employment von 2001 und der europäischen Arbeitskräfteerhebung.
In der ersten Darstellung wird deutlich, dass sowohl die Erwerbsquote der Frauen von 62,8% als auc h die Beschäftigungsquote von 56,9% unter denen der Männer von 69,8% und 72,9% liegen. Die Teilzeitquote der Frauen von 33,9% zeigt eine deutlich höhere Teilzeitbeschäftigung der Frauen gegenüber den Männern bei einer Quote von lediglich 4,8%.
3 Stimmer, F., 2000, S. 458.
4 Vgl. Rauschenbach, T., 1994.
5 Schubert/Klein, 2001.
Darstellung 1: Erwerbs-, Beschäftigungs- und Teilzeitquote bezogen auf den Mittelwert der
Jahre 1997 bis 2001 (Quelle: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) „Vereinbarkeit von Familie und
Beruf“)
Die zweite Darstellung zeigt einen Unterschied zwischen den Arbeitszeitstunden sowohl bei der Vollzeit- als auch bei der Teilzeitbeschäftigung. Während die Frauen mit 39,8 Wochenstunden in Vollzeitbeschäftigung 2 Stunden weniger arbeiten als die Männer, arbeiten die Frauen mit 18,7 Wochenstunden in Teilzeitbeschäftigung 2,3 Stunden länger als die Männer. Auffällig ist der Unterschied der Wochenarbeitsstunden zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung.
Darstellung 2: Arbeitszeit von Frauen und Männern im Vergleich (Quelle: B ertelsmann
Stiftung (Hrsg.) „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“)
Die dritte Darstellung gibt einen Überblick über die Berufstätigkeit der Frauen im Jahr 1999. Ein genereller Anstieg der Erwerbstätigkeit lässt sich auch bei Müttern mit kleinen Kindern beobachten, wobei sich die Zahl der Haushalte mit mehreren Kindern verringert hat und die Zahl der allein erziehenden Mütter gestiegen ist. Es ist deutlich, dass Frauen ohne Kinder (67,3%) häufiger berufstätig sind als Frauen die in Paarhaushalten leben (51,4%) und allein erziehenden Müttern (49,7%).
Arbeit zitieren:
Janine Kempin, 2005, Bedeutungszuwachs öffentlicher Erziehung, München, GRIN Verlag GmbH
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