II
INHALTSVERZEICHNIS
I. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ------------------------------------------------------------- IV
II. ABBILDUNGSVERZEICHNIS --------------------------------------------------------------- V
0. EINLEITUNG --------------------------------------------------------------------------------------6
1. GESCHICHTLICHER HINTERGRUND DER ENTSTEHUNG VON
WELTBANK UND IWF--------------------------------------------------------------------------8
2. DIE WELTBANK----------------------------------------------------------------------------------- 10
2.1 Aufgaben und Ziele -------------------------------------------------------------------------------------------------------11
2.2 Rechtscharakter der Weltbank ----------------------------------------------------------------------------------------11
2.3 Aufbau und Organisation der Weltbankgruppe ------------------------------------------------------------------12
2.3.1 Die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD)----------------------------------- 12
2.3.2 Die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) ---------------------------------------------------------- 13
2.3.3 Die Internationale Finanz-Corporation (IF)C------------------------------------------------------------------- 13
2.3.4 Die Multilaterale Investitionsgarantie-Agentur (MIGA) ----------------------------------------------------- 13
2.3.5 Das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID)------------------- 14
2.4 Tätigkeitsbereiche----------------------------------------------------------------------------------------------------------14
2.5 Finanzierungsmechanismus ---------------------------------------------------------------------------------------------16
2.6 Entwicklung und Reformierungsmaßnahmen----------------------------------------------------------------------17
3. DER INTERNATIONALE WÄHRUNGSFOND (IWF) ----------------------------------- 19
3.1 Die Idee des IWF bei seiner Gründung-------------------------------------------------------------------------------20
3.2 Rechtscharakter des IWF------------------------------------------------------------------------------------------------21
3.3 Aufbau und Organisation------------------------------------------------------------------------------------------------21
3.4 Aufgaben und Ziele--------------------------------------------------------------------------------------------------------25
3.5 Tätigkeitsbereiche----------------------------------------------------------------------------------------------------------26
3.6 Finanzpolitik und Kreditvergabepolitik -----------------------------------------------------------------------------27
3.7 Finanzierungsmechanismus ---------------------------------------------------------------------------------------------28
3.7.1 Reguläre Fazilitäten----------------------------------------------------------------------------------------------------- 28
3.7.2 Konzessionäre Hilfe ----------------------------------------------------------------------------------------------------- 29
3.7.3 Sonderfazilitäten -------------------------------------------------------------------------------------------------------- 30
3.7.4 Sonderziehungsrechte (SZR)------------------------------------------------------------------------------------------ 31
3.8 Entwicklung und Reformierungsmaßnahmen----------------------------------------------------------------------32
4. GEGENÜBERSTELLUNG WELTBANK - IWF ---------------------------------------- 34
III
4.1 Ursprung und Struktur---------------------------------------------------------------------------------------------------34
4.2 Ziele und Tätigkeitsfelder------------------------------------------------------------------------------------------------35
4.3 Finanzierungsquellen------------------------------------------------------------------------------------------------------36
4.4 Rechtliche Aspekte in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Weltbank und IWF ------------------37
4.5 Zusammenarbeit zwischen Weltbank und IWF -------------------------------------------------------------------37
5. ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNGEN UND FAZIT------------------------ 43
III. ANHANG --------------------------------------------------------------------------------------- XLV
IV. LITERATURVERZEICHNIS ----------------------------------------------------------------- L
I. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
BIP Bruttoinlandsprodukt (ehemals: Bruttosozialprodukt = BSP) d. h. das heißt EL Entwicklungsländer ESAF Erweiterte Strukturanpassungsfazilität HIPC Highly Indebted Poor Countries [= hoch verschuldete arme EL] IBRD Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung IDA Internationale Entwicklungsorganisation IFC Internationale Finanz- Corporation IMF International Monetary Fund [è IWF] IWF Internationaler Währungsfonds [è IMF] MIGA Multilaterale Investitions-Garantie -Agentur PRGF Poverty Reduction and Growth Facility [= Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität] PRSP Armutsreduzierungsprojekte SAP Strukturanpassungsprogramm SDR Special Drawing Right [è SZR] SZR Sonderziehungsrecht [è SDR] WEO World Economic Outlook
V
II. ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Reaktion von IWF und Weltbank auf die Tsunami-Katastrophe
Abbildung 2: Konferenz in Bretton Woods.
Abbildung 3: Portrait von James D. Wolfensohn, Weltbankpräsident seit 1995
Abbildung 4: Anstieg der IWF-Mitgliderzahlen von 1945 bis 1998.
Abbildung 5: Der Hauptsitz des IWF in Washington D.C.
Abbildung 6: Portrait von Rodrigo Rato, seit 2004 geschäftsführender Direktor des IWF.
Abbildung 7: Organisationsstruktur des IWF.
Abbildung 8: Die größten Mitglieder des IWF
Abbildung 9: Der Internationale Währungs- und Finanzausschuss
0. Einleitung
Immer wieder begegnet man Weltbank und Internationalem Währungsfonds in der Presse und in Diskussionsrunden. In letzter Zeit wurden diese beiden Institutionen in den Medien vor allem im Zusammenhang mit der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien genannt. Dass Weltbank und IWF den betroffenen Ländern sehr viel Geld für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen, war in vielen Artikeln zu lesen und in zahlreichen Schaubildern illustriert:
Abbildung 1: Reaktion von IWF und Weltbank auf die Tsunami-Katastrophe
Quelle: Grafik: RNZ, Januar 2005; Hintergrund: eigene Darstellung
Doch trotz der häufigen „Begegnungen“ mit Weltbank und IWF haben die Wenigsten eine Vorstellung von Aufbau, Idee und Funktion dieser Institutionen. Oft werden ihre Namen auch missbräuchlich verwendet, mit denen anderer internationaler Organisationen oder auch untereinander verwechselt.
Dass Weltbank und IWF von vielen Seiten, vor allem aber von den Globalisierungsgegnern kritisiert werden, ist nicht zu übersehen bzw. zu überhören. Vor allem im Zusammenhang mit Diskussionen über Entwicklungspolitik sind die Bretton-Woods-Organisationen stark umstritten.
So erscheint es angebracht, sich einmal näher mit diesen so wenig bekannten und zugegebenermaßen mitunter auch etwas unübersichtlichen Institutionen zu beschäftigen. Dabei stößt man unweigerlich auf die Frage, ob und inwieweit Weltbank und IWF zusammenarbeiten oder, ob sie sich - wie vielfach behauptet - gegenseitig behindern und die eine Organisation die Entwicklungsprogramme der anderen konterkariert.
Im Rahmen dieser Arbeit sollen die beiden Bretton-Woods-Organisationen und der historische Hintergrund ihrer Entstehung kurz vorgestellt werden. Die Weltbank und der IWF werden zunächst jeweils für sich betrachtet und ihre Aufgaben und Ziele, sowie ihre Vorgehensweise erläutert werden. Dabei kann in dem begrenzten Rahmen dieser Arbeit kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden, da es sich um besonders komplexe und umfangreiche Institutionen mit einer schon relativ langen Geschichte handelt. Im Anschluss an die Einzelbetrachtung von IWF und Weltbank folgt eine Gegenüberstellung, deren Ergebnis die Frage klären soll, ob es sich bei den beiden Institutionen eher um Partner oder Konkurrenten handelt. Auch hier kann keine allgemeingültige Aussage erwartet werden, wohl aber eine tendenzielle Annäherung daran.
1. Geschichtlicher Hintergrund der Entstehung von Weltbank und IWF 1
In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat die große Depression die Weltwirtschaft völlig aus de m Gleichgewicht gebracht und das internationale Finanz- und Währungssystem nahezu komplett lahm gelegt. Konkurse, Arbeitslosigkeit, Inflation und Massenarmut sind nur einige der Probleme, mit denen die Welt zu kämpfen hatte. Das Vertrauen in Papiergeld war so tief verletzt, dass es zu einer derart vermehrten Goldnachfrage kam, dass diese von den Finanzministerien der einzelnen Staaten nicht befriedigt werden konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Wert jeder Währung als eine bestimmte Goldmenge festgesetzt. Das Gold hatte dem Geld also einen bekannten und stabilen Wert verliehen. Als der vermehrten Goldnachfrage nicht mehr entsprochen werden konnte, brach das System zusammen.
Um über diese Probleme zu verhandeln und mit dem Ziel, sie zu überwinden, trafen sich vom 1. bis 22. Juli 1944 Delegierte aus 44 Staaten in Bretton Woods im US-amerikanischen Bundesstaat New Hampshire zur United Nations Monetary and Financial Conference. Auf d ieser Konferenz wurden zwei Pläne für die Schaffung eines neuen Weltwährungssystems diskutiert, zum einen der Vorschlag des US-Amerikaners Harry Dexter White und der Entwurf des britischen Wirtschaftswissenschaftlers John Maynard Keynes.
Nach langwierigen und durch die Kriegsbedingungen erschwerten Verhandlungen wurde der White-Plan beschlossen, in dessen Mittelpunkt der
1 Zu diesem Kapitel: Driscoll, 1998, 4 - 7; Lucke, 1997, 40
US-Dollar stand, dessen Wert gegenüber dem Gold festgelegt war 2 , verbunde n mit der Verpflichtung der US-Zentralbank, Dollar in Gold einzulösen. Die anderen Mitglieder des Systems vereinbarten starre Wechselkurse gegenüber dem Dollar.
Das System war demnach asymmetrisch gestaltet: Die USA waren vollkommen autonom in ihrer Währungs- und Geldpolitik, während alle anderen Mitglieder des Bretton-Woods-Systems ihren Wechselkurs gegenüber dem Dollar durch Devisenmarktinterventionen sicherstellen mussten. N ur wenn sich dauerhafte Ungleichgewichte ergaben, konnte im Rahmen einer internationalen Vereinbarung der Wechselkurs verändert, also auf- oder abgewertet werden 3 .
Für den Fall, dass das System eine Schieflage bekommen sollte, wurde der IWF als Kontrollinstanz und Instrument für Eingriffe geschaffen. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls die Internationale Bank für Wiederaufbau, die Weltbank, gegründet. Ihre Aufgabe war es zunächst, den Wiederaufbau des vom 2. Weltkrieg zerstörten Europa zu unterstützen.
IWF und Weltbank bilden zusammen das so genannte Bretton-Woods-System, dessen Ziel die reibungslose und von Handelsbarrieren befreite Abwicklung des Welthandels bei festen Wechselkursen war.
Juristen betrachten das Abkommen von Bretton Woods als „das erste kodifizierte multilaterale währungsrechtliche Vertragswerk überhaupt“ 4 , da das internationale Währungssystem vorher gänzlich ohne Rechtssystem auskommen musste. Vor Bretton Woods gab es keine umfassende Währungsordnung. Die Währungsbeziehungen befanden sich meist in einem rechtsfreien, bestenfalls gewohnheitsrechtlichen Raum.
2 35 $ je Unze
3 Realignment
4 Lucke, 1997, 40
2. Die Weltbank 5
Der Begriff Weltbank kann leicht in die Irre führen, da es sich dabei nicht um eine Bank im eigentlichen Sinn handelt, sondern vielmehr um eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Unterschieden werden muss zwischen den Begriffen Weltbank 6 und Weltbankgruppe 7 . Die „eigentlichen“ Weltbank-Institutionen, die
Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung 8 und die Internationale Entwicklungsorganisation 9 , werden zusammen als Weltbank bezeichnet, wohingegen der Begriff Weltbankgruppe neben den genannten Institutionen auch die Internationale Finanz-Corporation 10 , die Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur 11 und das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten 12 umfasst.
Die fünf Institute der Weltbankgruppe arbeiten zwar eng zusammen und stimmen ihre Arbeit aufeinander ab, sie haben aber dennoch unterschiedliche Funktionen. Und obwohl ihre Aufgabenbereiche verschieden sind, sind d och alle fünf Institutionen demselben Ziel verpflichtet, d.h. finanzielle und technische Hilfestellung für die wirtschaftliche Entwicklung zu leisten.
Gegründet wurde die Weltbank, die damals nur die IBRD umfasste, 1944 auf der „United Nations Monetary and Financial Conference“, der Bretton-Woods-Konferenz. Der Hauptsitz der Weltbank ist Washington D. C. Der Weltbankgruppe gehören mittlerweile 184 Mitgliedsstaaten an. Ihr größter Anteilseigner sind die USA. Die Stimmrechte sind nach Anteilseigentum verteilt.
Die Weltbankgruppe hat weltweit rund 10.500 Angestellte, von denen etwa 8.000 in Washington D. C. beschäftigt sind.
5 Zu diesem Kapitel:
http://web.worldbank.org/WBSITE/EXTERNAL/EXTABOUTUS/0,,contentMDK:20121357~pagePK:5000441 0~piPK:36602~theSitePK:29708,00.html
6 englisch: World Bank
7 englisch: World Bank Group
8 = IBRD
9 = IDA
10 = IFC
11 = MIGA
12 = ICSID
Arbeit zitieren:
Katharina Kirsch de Fernandez, 2005, Weltbank und IWF: Partner oder Konkurrenten?, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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