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Begründung der Willensmetaphysik in den §§17 bis 21
und des Kapitels 18 der „Welt als Wille und Vorstellung“
A. Einleitung
B. §§ 17 bis 21 der „Welt als Wille und Vorstellung“ Band 1
1. § 17 - Das Problem der Bedeutung der anschaulichen Vorstellungen
2. § 18 - Der Wille und seine Objektivierung im Körper
3. § 19 - Der Analogieschluss
4. § 20 - Das Verhältnis von Wille und Motiv
5. § 21 - Der Wille als das Ding an sich
C. Kapitel 18 der „Welt als Wille und Vorstellung“ Band 2
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A. Einleitung
Die Aufgabe des Verfassers der Hausarbeit bestand darin, anhand der §§ 17 bis 21 des ersten Bandes und des Kapitels 18 des zweiten Bandes der „Welt als Wille und Vorstellung“ Arthur Schopenhauers Begründung der Willensmetaphysik, dem - laut Seminarplan - Thema der Seminarveranstaltung vom 19.05.2000, darzustellen. Der genannte Text ist daher auch alleinige Grundlage für das vorliegende Elaborat. B. §§ 17 bis 21 der „Welt als Wille und Vorstellung“ Band 1
Nachdem Arthur Schopenhauer im ersten Buch des ersten Bandes seines Hauptwerkes „Die Welt als Wille und Vorstellung“ seine Konzeption der Welt als individuelle Vorstellung jedes erkennenden Wesens dargelegt hat, entwickelt er in den §§ 17 bis 21 des zweiten Buches seinen Willensbegriff.
1. § 17 - Das Problem der Bedeutung der anschaulichen Vorstellungen
Zunächst wirft er in § 17 die Frage auf, welche Bedeutung die Vorstellungen haben, da sie vom Menschen nicht nur als neutral empfunden werden, sondern vielmehr ihn unmittelbar berühren und wesentlich interessieren. Dabei sind für den Verfasser nur die sog. „anschaulichen“ Vorstellungen relevant - im Gegensatz zu den bloß „abstrakten“ Vorstellungen, welche von den ersteren abhängig in allgemeinen Begriffen formuliert werden können. Schopenhauer sucht die Lösung des Problems der Bedeutung der anschaulichen Vorstellungen in der Philosophiegeschichte und diversen Zweigen der Naturwissenschaft. Die Philosophie bietet ihm keine Lösung an: Skeptiker und Idealisten negieren von vornherein ein der Vorstellung zu Grunde liegendes Ob-
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jekt; andere Philosophen nehmen ein solches Objekt zwar an, doch gleicht dieses zu sehr der Vorstellung selbst. Dagegen argumentiert der Autor mit der Ununterscheidbarkeit von Objekt und Subjekt, da ersteres immer zweiteres voraussetzt und das Objekt folglich stets Vorstellung ist. Auch das Kausalitätsgesetz (der sog. Satz vom Grunde) erweist sich als wenig hilfreich. Kausal sind nämlich einzig die Verbindungen aller Vorstellungen untereinander, aber nicht die Verbindung aller Vorstellungen mit etwas nicht Vorstellbarem wie eben der Bedeutung der anschaulichen Vorstellungen. Ebenso kann die Mathematik keine Antwort auf diese Frage geben. Diese beschäftigt sich mit den anschaulichen Vorstellungen nur insoweit, als diese rechnerische und untereinander vergleichbare Größen darstellen. So gelangt Schopenhauer schließlich zu den Naturwissenschaften, welche er in die zwei Haup tkategorien der Ätiologie und der Morphologie unterteilt. Die Morphologie ist als Botanik, Zoologie, Geologie oder Mineralogie mit der Betrachtung und Beschreibung bleibender Formen befaßt. Mit der Katalogisierung ihrer Gegenstände beschreibt sie zwar einen Großteil des Inhalts der anschaulichen Vorstellungen, läßt aber den Betrachter mit der Frage nach deren Bedeutung allein. Die Ätiologie wiederum beschäftigt sich als Mechanik, Physik, Chemie oder Physiologie mit der Veränderung der Materie; dabei führt sie dieselbe auf das Kausalitätsgesetz zurück. Das innere Wesen der verschiedenen Naturerscheinungen wird von der Ätiologie als „Naturkraft“ bezeichnet; die Regelmäßigkeit des Auftretens einer derartigen Kraft unter günstigen räumlich- zeitlichen Bedingungen wird „Naturgesetz“ genannt. Mit der Feststellung des Naturgesetzes erschöpft sich jedoch die Ätiologie; eine Erklärung der sog. Naturkraft liefert sie gleichwohl nicht.
Nach diesem - hinsichtlich der Beantwortung der Frage nach der Bedeutung der anschaulichen Vorstellungen erfolglosen - Ausflug in Mathematik und Naturwissenschaften konstatiert Schopenhauer, dass eine Antwort nichtsdestotrotz zu finden sein muß, da der Mensch die Welt nicht bloß als substanzlose Vorstellung unbeachtet an sich vorü-
Arbeit zitieren:
Dr. phil. Ass. iur. M.A. Reiner Scheel, 2000, Begründung der Willensmetaphysik in den §§ 17 bis 21 und des Kapitels 18 von Arthur Schopenhauers "Die Welt als Wille und Vorstellung" Band 1 und 2, München, GRIN Verlag GmbH
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