Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Die Entwicklung von Allfinanzkonzepten 1
2.1 Zur Problematik des Allfinanzbegriffs 1
2.2 Zielsetzungen 2
2.3 Allfinanzstrategien 3
2.3.1 Produktebene 3
2.3.2 Vertriebsebene 4
2.3.3 Organisationsebene 6
2.4 Zwischenergebnis 7
3 Internationale Nederlanden Groep (ING) 8
3.1 Entwicklung 8
3.2 Mission und strategische Ziele 8
3.3 Two-tier board structure 10
3.4 Vertriebsphilosophie: „Click-Call-Face“ 10
3.5 Kernaktivitäten 11
3.5.1 Bankengeschäft 11
3.5.2 Versicherungsgeschäft 12
3.5.3 Asset Management 13
3.6 Branding Offensive 14
4 Schlussbetrachtung 15
Anhang IV-V
Literaturverzeichnis VI-X
Eidesstattliche Erklärung XI
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Vor- und Nachteile von Allfinanz: Spiegelung in der Literatur…..……3
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung brit. britische bzgl. bezüglich ehem. ehemalige FDL-Finanzdienstleistungsinternat. International Jhdts. Jahrhunderts Mill. Millionen z.B. zum Beispiel
III
1 Einleitung
Die erste Hälfte des 20. Jhdts. war von einer klaren wirtschaftlichen Abgrenzung zwischen den Märkten der Banken, Versicherungen und den übrigen Anbietern von Finanzdienstleistungen (FDL) geprägt. 1
Seit dem Beginn der achtziger Jahre unterliegt der Finanzdienstleistungsmarkt allerdings einem bedeutenden Strukturwandel. 2 Die nationa len Banken und Versicherungen sahen sich mit einem verschärften Wettbewerb konfrontiert, sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Um wettbewerbsfähig zu bleiben waren die Anbieter von FDL gezwungen, sich strategisch neu zu orientieren. Sie haben begonnen über ihre traditionellen Geschä ftsfelder hinaus Aktivitäten zu entwickeln. Es kam europaweit zu vielen Formen von Zusammenschlüssen zwischen Wettbewerbern des FDL-Sektors, der Allfinanzgedanke wurde geboren. 3 Der Schwerpunkt des zweiten Kapitels liegt auf den verfolgten Zielsetzungen s owie den möglichen Ausgestaltungen von Allfinanzstrategien. Im Vordergrund steht dabei eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken die sich aus Allfinanzanstrengungen ergeben können und die im Unternehmen im Rahmen der Planung der strategischen Neuorientierung Berücksichtigung finden müssen.
Im dritten Kapitel erfolgt dann eine Erfolgsanalyse der Internationalen Nederlanden Group, kurz ING, die sich selbst als „Erfinder des europäischen Allfinanzkonzerns“ 4 sieht. Es wird untersucht mit welchen Aktivitäten die ING seit ihrer Entstehung versucht hat sich den stetig verändernden Marktbedingungen anzupassen und welche Erfolge sie damit erzielt hat. In einer Schlussbetrachtung wird dann versucht die Frage zu beantworten ob es der ING mit ihrer Allfinanzstrategie gelungen ist, sich am FDL-Markt erfolgreich zu etablieren.
2 Die Entwicklung von Allfinanzkonzepten
2.1 Zur Problematik des Allfinanzbegriffs
Weder die Praxis noch die Wissenschaft grenzen den Allfinanzbegriff klar ein. „Während die einen darunter alle Formen der Kapitalanlage verstehen, bedeutet Allfinanz für die anderen die Kombination von Bank- und Versicherungsprodukten oder einfach die Summe aller FDL.“ 5
1 Vgl. Lehmann, A./ Ruf, S., 1993, S.5
2 Vgl. Scheele M., S.1
3 siehe Anhang Abb.1
4 Vgl. Lebert, R., http://www.ftd.de, 13.06.2001
5 Vgl. Jansen, Dieter E., 1992, S.93
1
Die allgemeine Uneinigkeit über den Begriff Allfinanz spiegelt sich in folgendem Zitat von dem ehem. Vorsstandssprecher der Deutschen Bank, Herrn Hilmar Kopper wieder: „Jeder redet von Allfinanz, und ich sage immer laut und deutlich, ich hasse dieses Wort. Weil ich nicht weiß, was es bedeutet ... .“ 1
Nach Prof. Dr. Ulf G. Baxmann steht das Schlagwort Allfinanz für „ ... eine geschäftspolitische Strategie von FDL- Unternehmen, die darauf abzielt, Kunden umfassend - also über den eigenen traditionellen Bereich hinaus- mit FDL „von der Wiege bis zur Bahre“ zu versorgen“. 2
2.2 Zielsetzungen
Die Anbieter von FDL sehen sich aufgrund des strukturellen Wandels auf dem FDL- Markt mit einem „wachsenden Erlös- und Kostendruck“ 3 konfrontiert und sind zur „Sicherung der langfristigen Unternehmenserfolge“ 4 gezwungen sich strategisch ne u zu orientieren. Zu den strategischen Zielsetzungen zählen: 5
? Kostenreduzierung durch Schaffung sowie Nutzung von Synergiepotentialen zwischen Finanzintermediären
? stärkere Kundenbindung und Akquisition von Neukunden
? Stärkung der Wettbewerbsposition durch Konkurrenzverdrängung
? Erhöhung von Gewinn und Rentabilität
Unternehmen, die sich nicht auf die geänderten Umweltbedingungen einstellen und neue Strategien entwickeln, werden mit Schwierigkeiten zu rechnen haben. Für Unternehmen die auf den Wandel in der Wettbewerbslandschaft flexibel reagieren ergeben sich gute Ertragschancen, weil FDL zu jenen Diensten gehören, die mit einem wachsenden Wohlstand immer selbstverständlicher nachgefragt werden. 6
1 Vgl. Jansen, Dieter E., 1992, S.100
2 Vgl. Baxmann, Ulf G., 2002, S.10
3 Vgl. Schüller, S., 2002, S.96
4 Vgl. Sondhoff, Harald W., 1990, S.1
5 Vgl. Büschgen, A., 1991, S.120ff.
6 Vgl. Sondhoff, Harald W., 1990, S.240
2
Die in der Literatur geführte Diskussion über Vor- und Nachteile von Allfinanzkooperationen-und Verbünden liefert zu jedem Argument für Allfinanz ein Gegenargument.
Abb. 1 1 : Vor- und Nachteile von Allfinanz: Spiegelung in der Literatur
Es folgt eine Darstellung der möglichen Strategien die Potenziale zur Zielerreichung auf den Ebenen der Produktion, des Vertriebs sowie der Organisation bieten, aber auch Risiken bergen.
2.3 Allfinanzstrategien
2.3.1 Produktebene
„Traditionsgemäß erfüllen Banken und Versicherungen nur einen bestimmten Teil der finanzwirtschaftlichen Funktionen für den Kunden ...“ 2 .
Die Anbieter von FDL sind bestrebt ihr Leistungsangebot zu diversifizieren, indem sie ihre Angebotspalette nach den finanzwirtschaftlichen Bedürfnissen der jeweiligen Kundengruppen ausrichten, das eigene Produktsortiment um komplementäre Finanzprodukte erweitern und die Qualität des Leistungsangebots durch eine besser abgestimmte FDL- Palette verbessern. Durch den zielgerichteten Ausbau des FDL- Angebot sollen „ … bestehende Kundenverbind ungen gegenüber Angeboten anderer Anbieter stärker abgesichert, vorhandene Kundenpotentiale … besser ausgeschöpft und neue Kunden leichter akquiriert werden“ 3 .
1 Quelle: Blankenbueg/ Alexander D./ Löw, A., 1999, S.163
2 Vgl. Lehmann, A./ Ruf, S., 1993, S.8
3 Vgl. Amely, T., 1994, S.38
3
Banken und Versicherungen profitieren durch die Z usammenführung unterschiedlichen, branchenspezifischen Know-hows. 1
Zu beachten ist jedoch die sog. Unbundling/Rebundling Problematik: „Die Kunden werden bei Standardgütern immer preissensitiver und bei anspruchsvollen Produkten qualitätsbewusster. Da die Loyalität zur Bank abnimmt, betreiben die Kunden „ cherry picking“, indem sie von jedem Anbieter diejenige Leistung beziehen, bei der er besonders gut ist. Statt Allfinanz wäre demnach eine Konzentration auf die Stärken bzw. Kernkompetenzen sinnvoll.“ 2
2.3.2 Vertriebsebene
Auf der Vertriebsebene bie ten sich im Wesentlichen zwei Ansatzpunkte zur Realisierung von Synergien. Zum einen durch die Gemeinsame Nutzung bzw. Zusammenlegung von Vertriebskanälen (Cross- Selling) und zum anderen durch die gemeinsame Nutzung von Kunden-informationen (zur Ausweitung der Datenbasis für das Cross- Selling). Häufigster Fall beim Cross- Selling ist der Vertrieb von Versicherungsprodukten über Banken. 3 Im Sinne der Kundenorientierung ist es wichtig, die Vertriebsstrategie primär nach den Kundenbedürfnissen auszurichten und nicht allein aufgrund des Kriteriums der physischen und kostengünstigen Erreichbarkeit bestimmter Kunden. 4
In der Praxis ergeben sich einige Probleme, die bei der Entwicklung einer geeigneten Vertriebsstrategie berücksichtigt werden müssen:
? Vertrieb über elektronische Kommunikationsmedien
„Finanzielle Transaktions- und Informationsmöglichkeiten können mittels technologischer Unterstützung unabhängig von Schalteröffnungszeiten angeboten werden“ 5 , Standardprodukte können über Home Financial Service-Systeme billiger angeboten werden als über Zweigstellen oder Vertreter, und zusätzlich kann den Kunden in zeitlicher und räumlicher Hinsicht mehr Bequemlichkeit geboten werden. 6 Der Vertrieb von Versicherungsprodukten über elektronische Kommunikationsmedien von Banken ist vor allem für standardisierte Produkte geeignet. 7
1 Vgl. Weide, T./ Achilles, W./ Morel, C., 1999, S.149
2 Vgl. Blankenbueg/ Alexander D./ Löw, A., 1999, S.163
3 Vgl. Weide, T./ Achilles, W./ Morel, C., 1999, S.149
4 Vgl. Jara, M., 1999, S.243
5 Vgl. Ziegler, Michael, 1992, S.115
6 Vgl. Sondhoff, Harald W., 1990, S.167
7 Vgl. Jara, M., 1999, S.250
4
Arbeit zitieren:
Joachim Hendelkes, 2004, Chancen und Risiken des Allfinanzkonzepts am Beispiel der ING, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Möglichkeiten und Grenzen der Allfinanzstrategie von Finanzdienstleist...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 15 Seiten
Kundenbindung und Kundengewinnung bei Banken: "Erlebnisbanking&qu...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 70 Seiten
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 16 Seiten
Distributionspolitik in der Versicherungswirtschaft
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 20 Seiten
Die Kooperation von Banken und Versicherungen - eine kritische Analyse...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Diplomarbeit, 132 Seiten
Beurteilung des Allfinanzgedankens im Kreditgewerbe
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 41 Seiten
Joachim Hendelkes hat den Text Chancen und Risiken des Allfinanzkonzepts am Beispiel der ING veröffentlicht
Joachim Hendelkes hat einen neuen Text hochgeladen
Klinische Ethikkomitees Chancen, Risiken und Nebenwirkungen
Andreas Frewer, Uwe Fahr, Wolfgang Rascher
Deutsche Unternehmen in China: Chancen und Risiken
Unter Berücksichtigung der Pro...
Nicole Ruppel
Chancen und Risiken der Produktion von Biodiesel aus der Sicht eines m...
Christian Harms-Ensink
Chancen und Risiken der eingetragenen Lebenspartnerschaft
Rechtliche Auswirkungen und Ge...
Stefan Kornmacher
Später Kinderwunsch. Chancen und Risiken
Vorsorge bei Schwangerschaft, ...
Petra Ritzinger, E. R. Weissenbacher
0 Kommentare