Gliederung:
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1. Einleitung 3
2. Was sind soziale Netzwerke 4
2.1 Die Definitionen von Netzwerken 4
2.2 Die Definition der Netzwerkanalyse 5
2.3 Die Beschreibung von Netzwerken 5
2.4 Das einzelne Individuum im Netzwerk 6
3. Die Erhebung von Netzwerkdaten 7
3.1 Die formale Netzwerkanalyse 8
3.2 Erhebungsschwerpunkte bei beiden Netzwerken 8
3.3 Gesamtnetzwerke 9
3.4 Ego-zentrierte Netzwerke 10
3.5 Zuverlässigkeit und Gültigkeit 11
3.6 Die Darstellung 12
4. Beschreibung der Merkmale 13
4.1 Allgemeines 13
4.2 Merkmale der Individuen 13
4.3 Relationen und Analyseebenen 15
5. Veränderungen der Netzwerke im Leben eines Menschen 17
6. Erhebung der Daten 20
6.1 Die Thesenbildung 20
6.2 Die Stichprobenermittlung 20
6.3 Der Aufbau der Fragebögen 21
7. Die Auswertung 22
7.1 Daten und Fakten 22
7.2 Die qualitative Auswertung 22
7.3 Die Zusammenfassung der Auswertung 34
7.4 Erkannte Fehler bei dem Fragebogen 36
8. Abschluss 37
Anhänge:
leerer Fragebogen
Soziale Netzwerke als Grafiken
Literaturliste
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1. Einleitung
Es war einmal eine Schiffsmannschaft. Sie segelten um die Welt und wurden eine Gemeinschaft. Sie halfen sich gegenseitig und waren aufeinander angewiesen. Der eine konnte nur überleben mit Hilfe aller anderen an Bord. Doch plötzlich wurde alles anders. Einer nach dem anderen starb und Robinson war plötzlich allein. Lange hatte er niemanden, mit dem er sich unterhalten konnte oder der ihm half. Er fühlte sich sehr einsam und verlassen. Aus seinen Aufzeichnungen über „Das Böse:
• Ich bin verlassen und abgetrennt von aller Welt und dazu verurteilt, ein elendes Leben zu führen.
• Ich bin wie ein Einsiedler von der Menschheit getrennt und aus der menschlichen Gesellschaft ausgestoßen.
• Ich habe niemand, mit dem ich reden oder von dem ich mich trösten lassen könnte, niemand, der mir im Krankheitsfalle Hilfe leistet oder mich pflegt.“ Doch dann kam Freitag.
Wir alle leben in sozialen Netzwerken. Es gibt immer Menschen, die uns helfen und mit uns reden. Wir brauchen diese Netzwerke und ihre Mitglieder. Wenn alle Mitglieder aller unserer Netzwerke nicht mehr vorhanden wären, würden wir uns einsam und verlassen fühlen – wie Robinson auf seiner Insel. Soziale Netzwerke sind alle Verbindungen im Leben, die unser Sein und Tun bestimmen und die unser Leben erst lebenswert machen.
Es gibt verschiedene Arten und Entstehungsmöglichkeiten eines Netzwerkes. Sie können sich überschneiden, oder aber auch unabhängig voneinander existieren.
Diese Arbeit wird zunächst darstellen, was soziale Netzwerke sind und Möglichkeiten, wie sie erhoben werden können. Dabei werde ich gezielt auf die Art der ego- zentrierten Netzwerke eingehen.
Es werden dann die Merkmale aufgezeigt, die ein soziales Netzwerk bestimmen.
Netzwerke und die Art wie sie entstehen können, verändern sich im Laufe des Lebens. Diese Veränderungen werden in Kapitel 5 beschrieben. Danach gehe
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ich anhand selbst erhobener Netzwerke auf die Unterschiede im Kommunikationsverhalten, auch in Bezug auf die Intensität der Beziehungen innerhalb der verschiedenen Netzwerke, ein.
2. Was sind soziale Netzwerke?
2.1 Die Definitionen von Netzwerken
Ein Netzwerk ist ein „abgegrenzter Set von Akteuren und den zwischen ihnen verlaufenden Relationen“ (WEYER, Seite 36) bzw. Beziehungen. Netzwerke werden in so genannten Soziogrammen dargestellt.
Man könnte ein Netzwerk auch beschreiben als einen „Graph aus einer endlichen Menge Knoten, der durch Kanten zwischen diesen (event uell auch mit dem Ausgangs- als Endpunkt, „Schleifen“) zusammenhängt.“ (Lexikon zur Soziologie, Seite 463) Es gibt nach WEYER (Seite 14) zwei Strategien, sich dem Phänomen des sozialen Netzwerkes zu nähern.
Einerseits, indem man es in einem eher formalen Sinn als „Beziehungsgeflecht versteht, dessen Komponenten individuelle oder korporative Akteure sind und dessen Strukturen mit Hilfe quantitativer Methoden erfasst werden können.“ Andererseits können „Netzwerke als planvolles Konstrukt strategisch handelnder Akteure“ sein, „die ihre Handlungen in Erwartung konkreter Vorteile koordinieren; hier geht es eher um die Beschreibung eines qualitativ eigenständigen Typus der Handlungskoordination und der in ihm ablaufenden substantiellen Interaktionen“.
Ein soziales Netzwerk ist demzufolge „eine eigenständige Form der Koordination von Interaktion“ verstehen, „deren Kern die vertrauensvolle Kooperation autonomer, aber interdependenter (wechselseitig voneinander abhängiger) Akteure ist, die für einen begrenzten Zeitraum zusammenarbeiten und dabei auf die Interessen des jeweiligen Partners Rücksicht nehmen, weil sie auf diese Weise ihre partikularen Ziele besser realisieren können als durch nicht-koordiniertes Handeln.“ (WEYER Seite 11)
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2.2 Die Definition der Netzwerkanalyse
Um Netzwerke zu untersuchen ist die Netzwerkanalyse entwickelt worden. Im Zentrum der Ana lyse stehen nicht die Eigenschaften von isolierten Akteuren, sondern vielmehr die Beziehungen der Akteure untereinander. Nicht der Ak teur als solches, sondern seiner Einbettung in eine reale Struktur gilt das Interesse. Dabei werden Akteure gerade nicht als unabhängig voneinander begriffen/verstanden. Die Struktur entsteht durch die Beziehungen zwischen den Akteuren.
Eine Netzwerkanalyse ist „das Modell eines Netzwerkes. Die Knoten stellen die soziale n Aktoren (Personen, Gruppen) und die gerichteten Kanten die Verhältnisse der Aktoren zueinander dar. Seine Analyse befasst sich u.a. mit der Netzwerkdichte, der Aktorenerreichbarkeit sowie der Mehrwertigkeit von Verhältnissen und wird bei größeren Netzwerken rasch kompliziert. Die gegenseitige Beeinflussung zwischen einem Aktor und seinem s.n N. wurde vor allem in der Stadtethnologie und -soziologie untersucht.“ (Lexikon zu Soziologie, Seite 463) Eine Netzwerkanalyse ist eine strukturelle Analyse. Das bedeutet, „Strukturen werden als wesentliche soziale Eigenschaften begriffen und formal beschrieben. Das Ziel besteht darin, sie für Erklärung individuellen Handelns heranzuziehen und Entstehung bzw. Veränderung von Strukturen über individuelles Handeln zu erklären.“ (JANSEN, Seite 13)
Nach JANSEN ist eine Netzwerkanalyse gleichzeitig ein statistisches Instrumentarium zur Analyse der Netzwerke und eine Theorieperspektive. „Die Theorieperspektive behauptet die Bedeutsamkeit der Netzwerke, des Eingebettetseins von individuellen oder korporativen Akteuren für deren Handlungsmöglichkeiten.“ (JANSEN, Seite 11)
2.3 Die Beschreibung von Netzwerken
In jedem Netzwerk existiert zwischen den Akteuren ein soziales Kapital. Dieses Kapital bedeutet das Resultat von Beziehungen zwischen den Personen,
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die Verbindung individueller Interessen und Ziele und die Kombination individueller Ressourcen im Netzwerk. Ich möchte allerdings in dieser Arbeit nicht näher auf das soziale Kapital eingehen, da dies nicht Inhalt dieser Arbeit ist.
Das Konzept von sozialen Netzwerken geht davon aus, dass sich Verhalten am ehesten aus bestehenden sozialen Beziehungen zwischen den Individuen und abstrakteren sozialen Einheiten (z.B. Rollen, Positionen, Organisationen etc.) erklären und verstehen lässt.
Auch hier gilt dabei: Das Ganze ist mehr als Summe seiner Teile. Man muss das Ganze (Netzwerk) untersuchen, um das Verhalten der einzelnen Teile (Netzwerkelemente) verstehen und erklären zu können. Damit ist die Überzeugung verbunden, dass das Ganze Eigenschaften hat, die Individuen nicht haben können. Diese Eigenschaften nennt man emergent. 1 Sie entstehen auf einer höheren Aggregierungsstufe.
Dabei ist das zentrale Problem der soziologischen Theorie das Verhältnis zwischen den einzelnen Individuen und ihrem Handeln und den Strukturen, Institutionen oder Systemen auf der Makroebene. (JANSEN, Seite 13)
Damit dient die Netzwerkanalyse als Instrument zur Verbindung von Akteur- und Handlungstheorien mit Theorien über Institutionen, Strukturen und Systemen. Sie wird als zusätzliche Ebene der Handlungskoordination "neben" oder "über" den individuellen oder korporativen Akteur verstanden. (JANSEN, Seite 11)
2.4 Das einzelne Individuum im Netzwerk
Kontakte zwischen den Individuen werden nach MITCHELL grob in drei Kategorien eingeteilt:
• Kommunikation
1 Emergenz bedeutet einen qualitativen Sprung oder einen neuen Zustand eines Systems, der nicht auf frühere Zustände oder Eigenschaften auf niedrigeren Aggressionsniveaus linear zurückgeführt werden können. (Lexikon zur Soziologie, Seite 164)
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• Austausch von Gütern, Diensten usw.
• Einstellungen, Werte, Normen Da jeder Mensch mit einem oder mehreren anderen Personen in Netzwerken existiert, bedeutet dies, dass eine soziale Unterstützung besteht, die die Akteure aus den Netzwerken beziehen können. Dabei wird d er Akteur in seiner strukturellen Einbettung in den Mittelpunkt gestellt.
3. Die Erhebung von Netzwerkdaten
Bei sozialen Netzwerken werden die Beziehungen zwischen den Elementen oder Individuen erhoben.
Soziale Netzwerke werden gegliedert in formale Netzwerkanalyse, Akteur- Netzwerke und Interorganisations-Netzwerke. Letztere unterscheiden sich in symmetrische (regionale, Innovationsnetzwerke) und asymmetrische (strategische, Policy-Netzwerke) Netzwerke.
Bei der formalen Netzwerkanalyse unterscheidet man zwischen Märkten, Hierarchien, Beziehungsnetzwerken und Policy-Netzwerken. Unter Beziehungsnetzwerken sind Gesamtnetzwerke und ego-zentrierte Netzwerke zu verstehen.
Ich werde mich im Folgenden mit der Datenerhebung der Beziehungsnetzwerke unter Einordnung in die formale Netzwerkanalyse beschäftigen.
LAUMANN, MARSDEN und PRENSKY unterscheiden die Art der Abgrenzung von Netzwerken nach:
• nominalistischen Methoden und
• realistischen Methoden.
Unter nominalistischen Methoden versteht man die Erhebung der Ele mente des Netzwerkes, die für das Forschungsinteresse durch ein bestimmtes Merkmales dazugehören. Dabei ist nicht entscheidend, ob sich die Individuen zum Netzwerk dazugehörig fühlen, oder nicht.
Hingegen ist bei der realistischen Methode entscheidend, ob eine Person zum Netzwerk gehört oder sich als dazugehörig betrachtet.
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3.1 Die formale Netzwerkanalyse
„Soziale Netzwerke, die formale Netzwerkanalyse konstruiert, sind also ein methodisches Konstrukt; sie können, müssen aber nicht durch faktische Interaktionen realisiert und somit den Beteiligten präsent sein. Oftmals sind sie latente Strukturen, die sich hinter dem Rücken der Beteiligten entwickeln. Aus der Einbettung der Akteure in derartige Kontexte leitet die formale Netzwerkanalyse Aussagen über deren Handlungsfähigkeit ab.“ (WEYER, Seite 16).
„Die formale Netzwerkanalyse konzentriert sich zudem auf die Form und blendet damit den substantiellen Gehalt der Beziehungen weitgehend aus.“ (WEYER, Seite 17)
3.2 Erhebungsschwerpunkte bei beiden Netzwerken
Wenn Beziehungsnetzwerke betrachtet werden, ist zu beachten, dass dabei immer die einzelnen Individuen eines sozialen Netzwerkes befragt werden. Bei der Erhebung von sozialen Netzwerken ist es sehr wichtig, eine Abgrenzung und Definition gegenüber anderen, außenstehenden Elementen vorzunehmen. Hierbei muss auch entschieden werden, ob man eine Totalerhebung durchführt oder nur eine bestimmte Auswahl trifft. Bei einer Totalerhebung müssen alle Alteri eines Netzwerkes zu ihren Beziehungen zu allen anderen Alteri befragt werden (Gesamtnetzwerk). Bei einer Auswahl kann nur ein Akteur (Ego) zu den Beziehungen zu den anderen Alteri befragt werden (ego- zentriertes Netzwerk).
Danach sollte festgelegt werden, welches das für die Fragestellung beste Erhebungsverfahren für die aktuelle Fragestellung ist. Es besteht die Möglichkeit, die Daten mit Hilfe von Beobachtung zu sammeln. Dabei beobachtet man, wie die Akteure miteinander umgehen und zusammenarbeiten. Eine weitere Möglichkeit ist die Auswertung von Archivmateria lien. Dies nennt man auch Sekundäranalyse.
Die wohl am häufigsten verwendete Methode ist die Befragung der einzelnen Akteure.
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3.3 Gesamtnetzwerke
Hier ist die Erhebung des gesamten Netzwerkes entscheidend. Dies können zum Beispiel Arbeitskollektive oder Schulklassen sein.
Problematisch ist dabei, dass es zu Fehlern in der Erhebung kommen kann, wenn sich nur ein Akteur weigert, die Fragen zu beantworten oder einfach einzelne Fragen nicht beantwortet werden. In diesem Falle ist keine fehlerfreie Erhebung mehr möglich.
Am Anfang sollte eine Liste mit allen Akteuren eines sozialen Netzwerkes erstellt werden.
Danach werden die Relationen festgelegt. Beispiele dafür sind Informationsaustausch oder affektive Beziehungen zwischen den Individuen. Dann ist über die S kalierung der Relationsintensität zu entscheiden. Man unterscheidet hier zwischen
• binär (vorhanden oder nicht)
• ordinal ( bestimmte Anzahl von einflussreichsten Akteuren) und
• metrisch (nur möglich, wenn Zeit- und Ressourcenaufwand erfassbar) Als nächstes muss geprüft werden, welche Form der Relation berücksichtigt wird. Hier unterscheidet man zwischen gerichteten und ungerichteten Beziehungen.
Gerichtete Beziehungen – auch asymmetrisch genannt - gehen nur von einer Person zur anderen, nicht aber umgekehrt. Deutlich wird dies zum Beispiel bei der Frage zur Abstammung. Person A kann die Mutter von Person B sein, aber
B nicht die Mutter von A.
Ungerichtete Beziehungen – auch symmetrisch – können sowohl von Person A zu Person B, wie auch von B zu A gehen, zum Be ispiel bei einer Freundschaftsbeziehung.
Für die Erhebung der Daten in einem Gesamtnetzwerk gibt es drei Möglichkeiten der Entscheidungen:
1. zwischen Akteurliste oder freier Abfrage von Beziehungspersonen
2. Zahl der möglichen Nennungen von Beziehungspersonen
(Schneeballsystem)
3. Messung der Relationsintensität über Bewertungsangaben oder
Rangordnung
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3.4 Ego-zentrierte Netzwerke
Die ego-zentrierte Netzwerkanalyse stellt „einen minimalen netzwerkanalytischen Zugang zur Realität dar, insofern nur Daten über einzelne fokale Akteure, nicht aber über Gruppen oder Gesamtnetzwerke erhoben werden.“ (JANSEN, Seite 79) Bei dieser Analyse ist keine Erhebung von Positionen oder Rollenverflechtungen möglich.
Man betrachtet hier das um das Ego herum verankerte Netzwerk. Elemente dieses Netzwerkes nennt man Alteri. Erfasst werden die Beziehungen zwischen dem Ego und den Alteri und, wenn möglich, die Beziehungen zwischen den Alteri.
Eine solche Erhebung wird hauptsächlich durch Befragung von Ego durchgeführt. Man kann dazu auch noch die Alteri befragen. Dazu werden absolute Eigenschaften des Egos und der Alteri erhoben, zum Beispiel Alter, Geschlecht usw.
Die Erhebung wird mit Hilfe von Namensgeneratoren und Namensinterpretatoren durchgeführt.
Der Namensgenerator produziert eine umfassende Liste aller Alteri, die zum Netzwerk von Ego gehören. Er leistet die Abgrenzung des Netzwerkes und kann aus einem oder mehreren Beziehungstypen bestehen, zum Beispiel Freund und gleichzeitig Klassenkamerad.
Die Namensinterpretatoren geben Informationen über die Beziehungen zwischen Ego und der Alteri und der Alteri untereinander. Zuerst bittet man Ego, einige wichtige Alteri im Leben aufzuzählen. Die fünf erstgenannten Personen werden für die Erhebung erfasst. Die Begrenzung auf fünf Alteri ist n otwendig, da sich sonst ein überproportional großes Netzwerk ergeben würde und eine Erfassung mit einem erheblichen Aufwand verbunden wäre. „Für jede Beziehung Ego-Alter wird die Enge der Beziehung erhoben. Für jedes Pärchen der Alteri wird erhoben, ob diese einander überhaupt kennen, oder nicht, und ob es sich um eine enge Beziehung handelt.“ (JANSEN, Seite 81)
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Dazu werden absolute Informationen eingeholt, die für die jeweilige Fragestellung wichtig sind, wie zum Beispiel:
• Alter
• Geschlecht
• Beruf
• Religion
• Bildung etc.
Weiterhin wird in Bezug auf die Beziehung zwischen Ego und dem jeweiligen Alter erhoben
• welche Dauer die Beziehung hatte
• die Kontakthäufigkeit zwischen beiden
• die Rolle, die Alter im Verhältnis zu Ego einnimmt
• die Art zwischen beiden besproche nen Themen Da in dieser Art der Analyse meist nur Ego befragt wird, lässt sich nicht feststellen, ob Alter die Beziehung genauso sieht. Deshalb wird von vornherein von einer symmetrische n Beziehung ausgegangen.
3.5 Zuverlässigkeit und Gültigkeit
„Die Methode ego-zentrierter Netzwerkanalyse steht und fällt mit Fähigkeit und Bereitschaft der Ego-Akteure, die Alteri und deren Beziehungen zueinander zutreffend zu beschreiben.“ (JANSEN, Seite 85) Dabei haben HAMMER und FREEMAN und Kollegen festgestellt, dass es aus Perspektive der Netzwerkanalyse nicht auf detailgetreue Schilderung einzelner Interaktionen ankommt, sondern mehr auf die tatsächliche und langfristige soziale Struktur. An diese werden sich die Befragten im Interview erinnern und diese auch wiedergeben und nicht an einzelne Interaktionssequenzen. Bei Netzwerkdaten wird unterschieden zwischen Reliabilität (Zuverlässigkeit) der Messung und ihrer Validität (Gültigkeit).
Reliabilität eines Messinstrumentes zeigt die intertemporale, interpersonelle und i nterinstrumentelle Konstanz der Messergebnisse. Dies kann durch ein Test-Retest-Design überprüft werden. Hierbei erfolgt die Unterstellung, dass
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Grit Noack, 2004, Soziale Netzwerke - Betrachtung der Kommunikation in einem Netzwerk im Hinblick auf die Unterschiede bezüglich des Alters, München, GRIN Verlag GmbH
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