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Analyse des Kinderbuches „Plotter will nicht schwimmen“ zur Thematik Kinderängste und didaktische Überlegungen

Title: Analyse des Kinderbuches „Plotter will nicht schwimmen“ zur Thematik Kinderängste und didaktische Überlegungen

Seminar Paper , 2002 , 14 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Kathrin Lückmann (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Angst ist ein gewöhnlicher, aber leider auch oft bedrohlicher Prozess des menschlichen Körpers. Gerade wenn Kinder Ängste zeigen, kommen in den Eltern oft Schuldgefühle auf, in der Erziehung etwas falsch gemacht zu haben. Doch zur kognitiven Entwicklung des Kindes gehören Ängste, wie alle anderen Gefühle auch. Es gibt erziehungs- und entwicklungsbedingte Ängste, die durch bestimmte Faktoren beeinflusst werden. Wenn Eltern ihre Kinder nicht mit Angst erziehen und die Angst nicht für ihre persönlichen Zwecke funktionalisieren, dann kann das Kind eine produktive Angst entwickeln, die das Kind schützt und stärkt.
Da die Schule ein entscheidender Wegbegleiter im Leben eines jeden Kindes ist, ist es die Aufgabe des Lehrers dem Kind mögliche Angstbewältigungsstrategien mit auf den Weg zu geben. Diese Aufgabe kann der Lehrer mit verschiedenen spielerischen Interaktionen angehen oder auch mit Hilfe von Kinder- und Jugendbüchern, in denen die Problematik der Angst aufgegriffen wird. Hierzu möchte ich ein meiner Meinung nach sehr nützliches Bilderbuch analysieren, um dann anschließend mögliche Einsatzmöglichkeiten im Deutschunterricht der Grundschule zu geben.
Das Buch „Plotter will nicht schwimmen“ analysiere ich bezüglich seines Realismusgehalts, der Bewältigungsstrategien, der Darstellung der Angstintensität und bezüglich der dargestellten Erziehung und dem damit verbundenen Beziehungsumfeld des Protagonisten, wobei ich mich stark am Lehrplan für den Deutschunterricht der Primarstufe orientiere.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Analyse von „Plotter will nicht schwimmen“

1. Inhaltsanalyse

1.1. Inhaltsangabe

1.2. Bewältigungsstrategien

1.3. Darstellung der Angstintensität

1.4. Die Figur Plotter

1.5. Plotter und sein Umfeld

1.6. Die Erziehung

2. Stilanalyse

2.1. Äußere Aufmachung

2.2. Gattung und Funktion

2.3. Struktur und Aufbau

2.4. Handlungs- und Spannungsverlauf

2.5. Erzählperspektive

2.6. Sprache

II. Didaktische Begründung und Einsatzmöglichkeiten im Deutschunterricht der Grundschule

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Kinderbuch „Plotter will nicht schwimmen“ hinsichtlich seiner Darstellung von Kinderängsten und Bewältigungsstrategien zu analysieren sowie didaktische Anknüpfungspunkte für den Deutschunterricht der Grundschule aufzuzeigen, um Kindern den Umgang mit Angstgefühlen zu erleichtern.

  • Analyse der Angstbewältigungsmechanismen des Protagonisten
  • Strukturelle und sprachliche Untersuchung des Bilderbuchs
  • Rolle der Klassengemeinschaft und sozialer Unterstützung
  • Didaktische Umsetzung durch Methoden wie Rollenspiel und Antizipation
  • Förderung der Ausdrucksfähigkeit eigener Gefühle im Grundschulalter

Auszug aus dem Buch

1.2. Bewältigungsstrategien

Die Autorin Hilde Schuurmanns stellt die Problematik der Angstbewältigung sehr realistisch dar. Sie bezieht sich bezüglich der Bewältigungs- und Abwehrmechanismen auf die psychoanalytischen Ansätze von Freud. Plotter verleugnet die Realität seiner Angst, indem er angibt „schwimmen blöd zu finden“ Immer wieder betont er, dass er keine Angst habe. Der Angstabwehrmechanismus Verleugnung wird abgelöst von dem Mechanismus der Vermeidung. Plotter versucht durch verschiedene Ausreden den Schwimmunterricht, also das Angst auslösende Element „Wasser“ zu vermeiden. Einmal gibt er an, krank zu sein und wegen Bauchschmerzen nicht zur Schule gehen zu können. Ein anderes Mal gibt er an, sein Schwimmzeug in dem Klassenraum vergessen zu haben, um sich im Zuge dessen hinter einer Mauer zu verstecken. Als seine Lehrerin ihn aber doch findet, tritt wieder die Strategie des Verleugnens auf.

Seine Lehrerin fragt ihn, ob er Angst hat und Plotter begründet sein Verhalten damit, „schwimmen blöd zu finden“. Plotter ist es sehr wichtig zu betonen, dass er keine Angst habe, was auch daran liegen kann, dass er Angst vor dem Spott seiner Mitschüler hat, denn die können alle schon schwimmen, was auf den Bildern des Buches dargestellt wird. Durch diese unterschiedlichen Verhaltensweisen wird Plotter zum Außenseiter und er wird zunehmend unsicherer. Die Bilder des Buches stellen diese Unsicherheit sehr gut durch Mimik und Gestik Plotters dar. Als Plotter dem Bademeister erklären will, warum er nicht schwimmen darf, zeigt der Bademeister Verständnis und Plotters Angst verringert sich ein wenig. Plotter behauptet „er verwandelt sich in ein Monster, wenn er nass wird“ und der Bademeister zwingt ihn zu nichts. Er versucht Plotter mit dem Umfeld und dem Wasser vorsichtig vertraut zu machen. Der Bademeister erklärt ihm alles und zeigt ihm was die anderen machen. Als Plotter so langsam beginnt „aufzutauen“ wird er von zwei Klassenkameraden ins Wasser geschubst. Die beiden Mitschüler Samir und Meike lachen über Plotter dessen Angst sich dadurch vorübergehend verstärkt hat. Durch die plötzliche Realisierung seiner Angst bekennt sich Plotter und schreit laut „Ich hab Angst vor dem Wasser. Ich will nicht schwimmen!“

Zusammenfassung der Kapitel

Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel gibt eine Zusammenfassung der Geschichte und untersucht die Strategien des Protagonisten zur Bewältigung seiner Angst vor dem Schwimmunterricht.

Stilanalyse: Hier werden die formale Gestaltung, die Gattung, die Erzählperspektive sowie die sprachlichen Mittel des Bilderbuchs kritisch betrachtet.

Didaktische Begründung und Einsatzmöglichkeiten im Deutschunterricht der Grundschule: Dieser Abschnitt erörtert die pädagogische Relevanz des Themas Angst für Grundschulkinder und schlägt konkrete Unterrichtsmethoden wie Rollenspiele und Antizipation vor.

Schlüsselwörter

Kinderbuch, Angstbewältigung, Deutschunterricht, Grundschule, Bilderbuch, Verleugnungsmechanismus, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Rollenspiel, Antizipation, Schuurmanns, Plotter, Schwimmunterricht, Angst, Identifikation, Sozialverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse des Bilderbuchs „Plotter will nicht schwimmen“ im Hinblick auf den Umgang mit kindlichen Ängsten und deren didaktischer Aufarbeitung im Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Darstellung von Angst, verschiedene Angstbewältigungsstrategien, die Rolle des sozialen Umfelds sowie die formale Gestaltung des Buches.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie das Buch nutzen können, um mit Kindern über Ängste zu sprechen und sie bei der Entwicklung von Bewältigungsstrategien zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Inhalts- und Stilanalyse sowie eine fachdidaktische Auswertung basierend auf den Lehrplänen für den Deutschunterricht der Primarstufe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die inhaltlichen Aspekte, wie die Figur Plotter und ihr Umfeld, und die stilistischen Mittel des Buches analysiert, gefolgt von einer didaktischen Einordnung für den Schulunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Angstbewältigung, Bilderbuch, Grundschule, didaktische Anwendung, Rollenspiel und kindliche Emotionen.

Wie bewertet die Autorin die Darstellung der Lehrerin im Buch?

Die Rolle der Lehrerin wird als unrealistisch eingestuft, da sie Druck auf den Protagonisten ausübt, anstatt ihn in seiner angstvollen Situation einfühlsam zu begleiten.

Warum spielt die Klassengemeinschaft eine so zentrale Rolle bei der Überwindung der Angst?

Die Arbeit betont, dass Plotter seine Angst erst effektiv überwinden kann, nachdem er sie verbalisiert hat und durch die Unterstützung sowie Akzeptanz seiner Mitschüler Hilfe erfährt.

Welche didaktischen Methoden werden zur Anwendung empfohlen?

Empfohlen werden vor allem handlungs- und produktionsorientierte Methoden wie das Rollenspiel zur Perspektivübernahme sowie die Antizipation, um das kreative Denken und Problemlösen zu fördern.

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Details

Title
Analyse des Kinderbuches „Plotter will nicht schwimmen“ zur Thematik Kinderängste und didaktische Überlegungen
College
University of Münster  (Institut für deutsche Sprache und Lieratur und ihre Didaktik)
Course
Schreiben und Lesen in psychischen Krisen
Grade
2,2
Author
Kathrin Lückmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
14
Catalog Number
V42934
ISBN (eBook)
9783638408455
ISBN (Book)
9783656519331
Language
German
Tags
Analyse Kinderbuches Thematik Kinderängste Schreiben Lesen Krisen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Lückmann (Author), 2002, Analyse des Kinderbuches „Plotter will nicht schwimmen“ zur Thematik Kinderängste und didaktische Überlegungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42934
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