Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 2
Einleitung 3
1. Lage der Ausgrabung 4
2. Geschichte der Ausgrabung 4
3. Allgemeines 5
4. Hauptgebäude 5
4.1 Langhäuser - Typ A 5
4.1.1 Typ AI: Langhäuser nur mit Dachpfosten 6
4.1.2 Typ AIa: Gleichmäßig Anlage der Dachpfosten 6
4.1.3 Typ AIb: Langhäuser mit Dachpfosten und
doppelten Wandpfosten 7
4.1.4 Typ AII: Langhäuser mit Dachpfosten und
doppelten Wandpfosten 7
4.1.5 Typ AIIa: Zweigeteilte Langhäuser mit Dachpfosten
und einem klar abgegrenzten Teil Doppelwandpfosten 8
4.1.6 Typ AIIb: Dreigeteilte Langhäuser mit Dachpfosten
und doppelten Wandpfosten 10
4.1.7 Typ AIII: Einzigartige Langhäuser 11
4.1.8 Typ AIV: Unvollständig, und deshalb nicht
klassifizierbare Langhäuser 11
4.2 Kurzhäuser - Typ B 12
4.2.1 Typ BI: kürzere AIIa Häuser 12
4.2.2 Typ BII: Unabhängig entworfene Kurzhäuser 13
4.2.3 Typ BIIa: Kurz Häuser nur mit doppelten Wandpfosten 13
4.2.4 Typ BIIb: Kurz Häuser mit doppelten Wandpfosten und
Dachpfosten 13
4.2.5 Typ BIIc: Einzigartige Kurz Häuser 14
5. Nebengebäude 15
5.1 Grubenhäuser 15
5.1.1 Sechs Pfosten Grubenhäuser 15
5.1.2 Zwei Pfosten Grubenhäuser 16
5.1.3 Große Grubenhäuser 16
5.2 Speicher 17
5.2.1 Vier Pfosten Speicher 18
5.2.2 Sechs Pfosten Speicher 18
5.2.3 Zwölf Pfosten Speicher 18
5.3 Schuppen 19
6. Brunnen 19
6.1 Baumstammbrunnen 19
6.2 Brunnen aus Brettern 20
7. Gruben 21
7.1 Ofengruben 21
7.2 Lagergruben 21
7.3 Tiergräber 22
8. Das Siedlungsmuster in den einzelnen Phasen 22
9. Wirtschaft 29
Fazit 31
Literaturverzeichnis 32
Abbildungsverzeichnis: Abbildungen:
Abb. 1 - Typ AIa (van Es, Wijster: Fig. 8) Abb. 2 - Typ AI (Ebd.: Fig. 8) Abb. 3 - Typ AIIa kurze Version (Ebd.: Fig. 14) Abb. 4 - Typ AIIa lange Version (Ebd.: Fig. 17.2) Abb. 5 - Typ AIIb (Ebd.: Fig. 21) Abb. 6 - Typ AIII (Ebd.: Fig. 26) Abb. 7 - Typ BI (Ebd.: Fig. 30) Abb. 8 - Typ BIIa (Ebd.: Fig. 32) Abb. 9 - Typ BIIb (Ebd.: Fig. 34) Abb.10 - Typ BIIc (Ebd.: Fig. 36) Abb.11 - Typ BIIc (Ebd.: Fig. 36) Abb.12 - Sechs Pfosten Grubenhaus (Ebd.: Fig. 37) Abb.13 - Zwei Pfosten Grubenhäuser (Ebd.: Fig. 37) Abb.14 - Große Grubenhäuser (Ebd.: Fig. 39) Abb.15 - Sechs Pfosten Speicher (Ebd.: Fig. 41) Abb.16 - Sechs Pfosten Speicher (Ebd.: Fig. 41) Abb.17 - Zwölf Pfosten Speicher (Ebd.: Fig. 42) Abb.18 - Baumstammbrunnen (Ebd.: Fig. 47) Abb.19 - Brunnen aus Brettern (Ebd.: Fig. 50) Abb.20 - Ofengruben (Ebd.: Fig. 52) Abb.21 - Lagergruben (Ebd.: Fig. 55) Abb.22 - Tiergräber (Ebd.: Fig. 54) Pläne:
Plan 1 - Die Lage Wijsters in den Niederlanden (http://www.worldatlas.com/ aatlas/infopage/holndmap.htm)
Plan 2 - Die Lage der Ausgrabung bei Beilen (van Es, Wijster: Fig.1) Plan 3 - Periode I (Ebd.: Plan IV) Plan 4 - Periode II (Ebd.: Plan V) Plan 5 - Periode IIIa (Ebd.: Plan VI) Plan 6 - Periode IIIb (Ebd.: Plan VII) Plan 7 - Periode IIIc (Ebd.: Plan VIII)
2
Die folgende Hausarbeit soll einen Gesamtüberblick über die Siedlung Wijster, die in den heutigen Niederlanden liegt, von ihrem Auftauchen 150 n.Chr. bis zu ihrem Niedergang 430 n.Chr., geben. Dabei soll anhand der Befunde ihre Wirtschaftliche Struktur herausgearbeitet werden. Außerdem soll die besondere Stellung in Bezug auf die schnelle Weiterentwicklung und die vielfältigen Varianten an Gebäudetypen gezeigt werden. Als erstes wird die Position der Siedlung gezeigt, als nächstes ein kurzer Geschichtlicher Abriss über die Grabung und dann werden ein paar allgemeine Besonderheiten angesprochen. Das erste große Kapitel widmet sich den Hauptgebäuden. Dazu gehören Lang- und Kurzhäuser. Das zweite große Kapitel beschäftigt sich mit den Nebengebäuden, zu ihnen gehören Grubenhäuser, Speicher und Schuppen. Dann wird auf die gefundenen Brunnen und Gruben Bezug genommen. Nach dieser Einführung in die gefundenen Befunde, werden diese in den Kontext der einzelnen Siedlungsperioden eingeführt. Abschließend wird auf diesem Hintergrund versucht, eine ungefähre Darstellung der Wirtschaft zu geben.
3
1. Lage der Ausgrabung
Die Siedlung Wijster liegt in den heutigen Niederlanden, in der Provinz Drenthe ( Plan 1 ). Die Provinz Drenthe ist eine von vier größeren Geestlandschaften, die voneinander isoliert sind, in den Niederlanden. 1 Das Ausgrabungsgelände liegt südlich von Beilen und nördlich des heutigen Dorfes Wijster. Zwischen dem Westufer der Leek und dem Ostufer der Aue, an einem verlandeten Tümpel ( Plan 2 ). 2
2. Geschichte der Ausgrabung
Nach ersten Funden im Jahr 1925, folgte eine erste Ausgrabung von Prof. Dr. A.E. Giffen, dabei wurde ein Friedhof ausgegraben. Am Anfang wurde für das Fundareal der Name Looveen verwendet bis man sich auf Wijster einigte. 1958 kam bei Pflugarbeiten ein Hölzerner Brunnen hervor, es folgten daraufhin Grabungen von 1958-1961. 3
1 vgl. Waterbolk, Siedlungskontinuität im Küstengebiet der Nordsee zwischen Rhein und Elbe, S. 2
2 vgl. van Es, Wijster, S. 29ff
3 vgl. Ebd. S. 40ff
4
3. Allgemeines
Auf dem gesamten Gelände finden sich Spuren von Lattenzäunen. Es gibt große Tiefenunterschiede, selbst bei einem durchgehenden Zaun finden sich Grubentiefen von wenigen Zentimetern bis zu 40 cm. 4 Die Auswertung der Häuser stellt sich als schwierig dar, da es oft Störung und Überlappungen gibt. Auffällig sind die rechteckigen, anstatt sonst runden, Pfostenlöcher. Diese sind hauptsächlich von den Römern bekannt.
4. Hauptgebäude:
Die in Wijster gefundenen Hauptgebäude zeigen eine große Vielfalt und eine daraus resultierende schnelle Entwicklung der einzelnen Häusertypen durch die Besiedlungsphasen. Bestimmte Charakteristika finden sich in den meisten Gebäuden wieder. So finden sich die Dachpfosten und Eingänge Paarweise. Die Eingangspfosten sind leicht versetzt und weisen deutliche sichtbare Größen-und Tiefenunterschiede auf. Es gibt zwei Grundtypen von Hauptgebäuden, die dann noch einmal untergliedert sind. Die Langhäuser stellen den ersten Grundtyp, sie sind mindestens zwei Mal so lang wie breit. Der zweite Grundtyp sind die Kurzhäuser, sie fallen unter die Mindestlänge der Langhäuser. 5 Die Funktion der meisten Räume ist nicht exakt zu bestimmen, Ausnahme ist der Stallteil. 6
4.1 Langhäuser - Typ A
Die Langhäuser kommen häufiger vor als die Kurzhäuser und gehören zu den
4 vgl. van Es, Wijster, S. 44ff
5 vgl. Ebd., S. 49
6 vgl. van Es, A.W.: Genetische Siedlungsforschung in den Niederlanden mit besonderer Berücksichtigung der ländlichen Siedlungsarchäologie im ersten Jahrtausend n.Chr., S. 347
5
dreischiffigen Hallenhäusern. In einigen finden sich nur die zwei durchgehenden Reihen an Dachpfosten über die gesamte Länge des Hauses, in anderen finden sich in einem Teil des Hauses doppelte Wandpfosten, in denen dann weniger Dachpfosten stehen. 7
4.1.1 Typ AI
Im Typ AI sind Langhäuser, in denen sich nur Dachpfosten finden, zusammengefasst. Es wurden nur 7 komplett erhaltene Häuser gefunden. Der Typ AI ist unterteilt in die Typen AIa und AIb. 8
4.1.2 Typ AIa ( Gebäude XIV, Abb.1 )
Es gibt nur ein komplett erhaltenes Gebäude dieses Typs, dass durch seine gleichmäßige Anlage der Dachpfosten auffällt, die ein breites Mittelschiff von 4 m und zwei engere Seitenschiffe bilden. Es ist in zwei Räume geteilt, im Osten liegt der Stallbereich und im Westen der Wohnraum. Beide Räume haben etwa die gleiche Größe. Im Stallteil stehen die Pfosten eng zusammen, die Abstände vergrößern sich ab den Eingängen, im Wohnraum liegen sie doppelt so weit auseinander als im Stallteil. Insgesamt sind die Dachpfosten tiefer versenkt als die Wandpfosten. Es findet sich kein Eingang auf der kurzen Seite des Stallteils. Die einzelnen Ställe sind 1,50m - 2,00 m breit (in anderen Gebäuden nur 0,80 m - 1,00 m) 9
7 vgl. van Es, Wijster, S. 50
8 vgl. Ebd., S. 51
9 vgl. Ebd., S. 51ff
6
Die anderen vom Typ AI ( Gebäude XVII, Abb. 2 ) sind ähnlich aufgebaut, sie weisen Unterschiede in der Regelmäßigkeit der Pfosten auf. Einige haben an der Schmalseite des Stallteils einen dritten Eingang. Vor den Eingängen finden sich rechteckige Gruben wovon einige mit Brettern ausgelegt waren. 10
4.1.3 Typ AIb
Die Gebäude dieses Typs haben Dachpfostenpaare die in kurzen Abständen zueinander und dicht an den Wänden stehen. Diese sind kaum tiefer eingelassen als die Wandpfosten. 11
4.1.4 Typ AII
In ihnen finden sich Dachpfosten und doppelte Wandpfosten. Dieser Typ macht die Größte Zahl an den gefundenen Langhäusern aus. Die Doppelpfosten finden
10 vgl. van Es, Wijster, S. 51
11 vgl. Ebd., S. 54
7
sich nur in den Langseiten. In den meisten Fällen sind sie auf den vorderen Teil des Wohnraums beschränkt, nur manchmal finden sich welche in der Nähe der Eingänge. Sie sind in gegenüberliegenden Paaren geordnet. In ihrer Tiefe sind sie so wie die anderen Pfosten. Sie übernahmen wohl die Aufgabe der Dachpfosten. Dieser Typ ist noch mal in zwei Untertypen gegliedert. 12
4.1.5 Typ AIIa ( Kurze Version: Gebäude XLIX, Abb. 3; Lange Version: Gebäude XXXIX, Abb. 4 )
Typ AIIa sind zweigeteilte Langhäuser mit Dachpfosten und einem klar abgegrenzten Teil Doppelwandpfosten. Davon fand man 14 Gebäude. Ihre Länge variiert zwischen 16,80 m - 38,80 m und sie sind im Durchschnitt alle etwa 6 m breit, wobei der Stallteil oft schmaler ist als der Wohnteil. Es finden sich bei allen drei Eingänge, zwei sich gegenüberliegende in der Mitte der Längsseite und einen an der Schmalseite des Stallteils. In einigen langen Gebäuden dieses Typs gibt es auch Spuren eines zweiten Eingangspaares die in den abgegrenzten Raum im Wohnbereich führen. Sie sind zwischen 0,9 m - 1,20 m breit. Die Eingangspfosten fallen deutlich durch ihre Größe auf und sind in der Regel tiefer als die umliegenden Wandpfosten. Auch hier finden sich vor den Eingängen Spuren von Hölzernen Brettern.
Der Stallteil macht die Hälfte des Gebäudes aus. Er läuft oft zum Ende spitz zu. Die Wandpfosten zeigen Kurvenlinien und die Abstände der Dachpfosten können
12 vgl. van Es, Wijster, S. 55
8
Arbeit zitieren:
Lars Steffes, 2005, Wijster - Eine Siedlung in den heutigen Niederlanden von 150 n.Chr. bis 430 n.Chr., München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Die Siedlungsgeschichte des Norddeutschen Tieflandes aus archäologisch...
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Referat (Ausarbeitung), 21 Seiten
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Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges
Hausarbeit (Hauptseminar), 43 Seiten
Archäologie: Wijster - Eine Siedlung in den heutigen Niederlanden von 150 n.Chr. bis 430 n.Chr. ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Lars Steffes hat den Text Wijster - Eine Siedlung in den heutigen Niederlanden von 150 n.Chr. bis 430 n.Chr. veröffentlicht
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