Inhaltsverzeichnis:
I. Einleitung 3
II. Die grundlegenden Elemente der Optimality Theory 5
1. Die Constraints 5
2. Markedness vs. Faithfulness 7
III. Beispiele von Anwendungen der Optimality Theory auf das Spanische. 9
1. Beispiel: „Codas and Obstruents in Eastern Andalusian Spanish“ 9
a) Vorüberlegungen 9
b) Erklärung mit der Optimality Theory. 9
2. Beispiel „Strong Onsets and Spanish Fortition“: 11
a) Vorüberlegungen 11
b) Erklärung mit der Optimality Theory. 11
IV. Schlußbemerkungen 14
V. Literatur 15
2
I. Einleitung
„The basic idea we will explore is, that Universal Grammar consists large ly of a set of constraints representational well- formedness, out of which individual grammars are constructed. [...] We argue further that this conception is an essential prerequisite for a substantive theory of UG.“ 1
Auch der Optimality Theory liegt demnach das Streben nach einer Universellen Grammatik 2 zugrunde. Eine Universelle Grammatik besteht aus Prinzipien, die allgemein gültig sind, d.h. auf jede einzelne Sprache Anwendung finden. Mit diesen allgemeinen Regeln ließe sich jede Sprache der Welt beschreiben.
Nach der absoluten Interpretation der Universellen Grammatik dürfte keine Sprache auch nur ein universelles Prinzip verletzen. Die etwas flexiblere Interpretation läßt jedoch sprachspezifische Regeln zu, indem sie allen Arten linguistischer Strukturen zwei Werte (Values) gibt. Einen markierten Wert (marked value) und einen nicht markierten Wert (unmarked value). Letztere sind Basis jeder Grammatik. Die markierten Werte werden jedoch nur von einzelnen Grammatiken benutzt, und dies mit dem Ziel sic h abzugrenzen, d.h. sie sind nicht universell.
In der folgenden Arbeit soll nun dargestellt werden, wie die Optimality Theory mit dem Problem der Universellen Grammatik umgeht. Um eine grobe Vorstellung des Konzepts der Optimality Theory zu bekommen, werden im ersten Teil der Arbeit die Grundgedanken der Optimality Theory zusammengefaßt und erläutert. Anschließend werden in einem zweiten Teil Beispiele für die Anwendung auf zwei verschiedene sprachliche Phänomene gegeben. Hier wurde aus der Vielzahl von A rbeiten, die es zu verschiedensten Sprachen gibt, zwei Studien zum Spanischen ausgewählt. Diese Arbeiten werden jeweils nur oberflächlich behandelt, da jede intensivere Beschäftigung den Rahmen dieser Arbeit weit übersteigen würde.
1 Prince, Alan/Smolensky, Paul: Optimality Theory - Constraint interaction in generative grammar, Rutgers
University Center for Cognitive Science. Cambridge, Mass.: MIT Press 1993, S. 2
3
Beide Studien bewegen sich im, für die Optimality Theory, traditionellen Bereich der Prozessphonologie, auch wenn
„...in recent years this approach has been applied successfully to a range of syntactic phenomena, and it is currently gaining popularity in semantics and pragmatics as well“ 3
2 Grammatik ist hier zu verstehen als die gesamte Struktur einer Sprache.
3 Jäger, Gerhard: Some notes on the formal properties of bidirectional Optimality Theory, in: Blutner,
Reinhard/Jäger, Gerhard (hrsg.): Studies in Optimality Theory, Linguistics in Potsdam 8, Potsdam 2000, S. 41
4
II. Die grundlegenden Elemente der Optimality Theory (OT)
Die Optimality Theory versucht, Regeln zu finden, die von einem bestimmten Input, d.h. von einer zugrundeliegenden Form zum Output, d.h. zur sprachlichen Realisierung an der Oberfläche führen. Im Unterschied zur vorherigen Prozessphonologie, legt die OT jedoch den Schwerpunkt nicht auf die Generierung verschiedener möglicher Outputs aus dem Input, sondern auf die Regeln 4 , die den optimalen Output aus verschiedenen Output- Kandidaten d.h. möglichen Oberflächenformen auswählen. 5 Diese Regeln sind die sog. Output Constraints. Im folgenden Schaubild wird dargestellt, wie man in verschiedenen Schritten vom Input zum optimalen Output gelangt:
Schaubild 1: 6
Generator (Gen) = bringt aus einem Input alle möglichen Outputvarianten hervor Evaluator (Eval) = Gruppe von hierarchisch angeordneten constraints, die den optimalen Output herausfiltern
1. Die Constraints
Die Output Constraints werden von Aussagen über markierte und nicht markierte Werte 7 gebildet. Wie schon in der Einleitung angedeutet, kommen nicht markierte Phänomene kommen in allen Sprachen vor, d.h. sie sind universell. Markierte Phänomene hingegen sind
4 man könnte sie auch als Filter bezeichnen. Eine völlig zufriedenstellende Übersetzung vom englischen
constraint gibt es nicht, deswegen werde ich weiterhin die englische Bezeichnung verwenden.
5 Prince, Alan/Smolensky, Paul: Optimality Theory - Constraint interaction in generative grammar, Rutgers
University Center for Cognitive Science. Cambridge, Mass.: MIT Press 1993, S. 4
6 vgl.: Kager, René: Optimality Theory, Cambridge University Press 1999, S. 24
7 direkte Übersetzung des englischen marked and unmarked values
5
Arbeit zitieren:
Désirée Kleiner, 2002, Optimality Theory - mit Beispielen aus dem Spanischen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die 60er Jahre in den USA und ihre Auswirkungen auf den amerikanischen...
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Hausarbeit, 26 Seiten
Was ist Armut und wie kann sie bekämpft werden?
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Hausarbeit, 18 Seiten
Die naive Weltanschauung des György Köves im 'Roman eines Schicksa...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 35 Seiten
Die Entwicklungspolitik der Armutsbekämpfung - Aktuelle Konzepte und H...
Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik
Seminararbeit, 17 Seiten
Der PRSP-Prozess in Uganda: Eine Kritik
Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
PRSP - Das neue Konzept zur Armutsreduzierung?
Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände
Seminararbeit, 10 Seiten
Mikroanalytische Betrachtung von Aussprachesstörungen bei Kindern - En...
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Examensarbeit, 109 Seiten
PR und Journalismus - Eine gute Nachbarschaft?
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Hausarbeit, 26 Seiten
Die Voraussetzungen für den Spracherwerb
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Seminararbeit, 16 Seiten
Désirée Kleiner hat den Text Optimality Theory - mit Beispielen aus dem Spanischen veröffentlicht
Désirée Kleiner hat einen neuen Text hochgeladen
Deterministic Global Optimization: Theory, Methods and Applications
Christodoulos A. Floudas
Parallel Optimization: Theory, Algorithms, and Applications
Yair Censor, Stravos A. Zenios, Stavros Zenios
0 Kommentare