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Der Begriff „ t o coach“ (engl.) bedeut et auf deut sch so viel wie „ einpauken“ , „ t rainieren“ , „ Tipps und Anweisungen geben“ , „ mit Fakt en voll st opfen“ . Unt er einem Coach 1 verst eht man einen Bet reuer oder Unt erst üt zer. Coaching ist eine Gesprächsform bzw. ein „ int erakt iver, personenzent riert er Berat ungs-und Bet reuungsprozess“ 2 , der sowohl berufliche als auch privat e Inhalt e umfassen kann. „ Int erakt iv“ bedeut et , dass im Coaching keine Dienst leist ung am Gecoacht en vollzogen wird, sondern Coach und Gecoacht er gleichermaßen gefordert sind. Dem Gecoacht en wird keine Verant wort ung abgenommen. Das Coaching ist eine individuelle Berat ung auf der Prozessebene, d.h. der Coach liefert keine direkt en Lösungsvorschläge, sondern begleit et den Gecoacht en und regt dabei an, wie eigene Lösungen ent wickelt werden können 3 . Coaching ist somit keine Berat ung „ von der St ange“ sondern richt et sich nach den individuellen Bedürfnissen des Gecoacht en. Wicht ig ist , dass eine aufgeschlossene Gesprächsat mosphäre herrscht und dass gegenseit ige Akzept anz und gegenseit iges Vert rauen zwischen den Gesprächspart eien vorliegt 4 . Ebenso ist es not wendig, dass der Gecoacht e freiwillig das Gespräch führt sowie von dem Coach absolut e Diskret ion zugesichert und eingehalt en wird.
Durch das Coaching soll die Selbst wahrnehmung des Gecoacht en gefördert werden, d.h. die so genannt e Bet riebsblindheit soll abgebaut und neue Gesicht spunkt e erkannt werden. Dies hat zur Folge, dass neue Handlungsmöglichkeit en erkannt werden, die vorher nicht gesehen wurden. Coaching set zt ein Coaching-Konzept voraus, „ welches das Vorgehen des Coachs erklärt und den Rahmen dafür fest legt , welche Int ervent ionen und Met hoden der Coach anwendet , wie angest rebt e Prozesse ablaufen können
1 In den folgenden Ausführungen soll der Begriff „ Coach“ sowohl in weiblicher als auch in männlicher Form verst anden werden.
2 Rauen, Christ opher: Coaching als Personalent wicklungsinst rument , in:
Wirt schaft spsychologie 1/ 2001, Seit e 16 - 25
3 in Anlehnung an: Rauen, Christ opher: a.a.O., Seit e 16 - 25
4 in Anlehnung an: Rauen, Christ opher: a.a.O., Seit e 16 - 25
und welche Wirkungszusammenhänge zu berücksicht igen sind“ 5 . Zudem sollt e das Konzept dem Gecoacht en t ransparent gemacht werden, um Manipulat ionen auszuschließen und damit der Gecoacht e verst eht , wie die Berat ung funkt ioniert .
Beim Coaching wendet sich ein Problemt räger an eine geeignet e Person, um von dieser durch ein Gespräch eine Problemlösung zu erhalt en. Der Coach liefert im Gespräch keine direkt en Lösungsvorschläge sondern begleit et den Gecoacht en und regt dabei an, wie eigene Lösungen ent wickelt werden können. Das oberst e Ziel des Coaching ist die Leist ungsverbesserung. Die Frage ist in diesem Zusammenhang, wie man sie am best en erreicht . Das Coaching findet in mehreren Sit zungen st at t und ist zeit lich begrenzt . Es richt et sich immer an eine best immt e Person bzw. bei Gruppen-Coaching an eine definiert e Personengruppe.
Beim Coaching geht es in gleichem Maße darum, wie et was gemacht wird als auch darum, was gemacht wird. Coaching bet rifft in erst er Linie die Art der Beziehung zwischen dem Coach und dem Gecoacht en und die Mit t el und den St il der verwendet en Kommunikat ion. Das oberst e Ziel des Coaching ist die Leist ungsverbesserung. Die Frage ist in diesem Zusammenhang, wie man sie am best en erreicht .
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Ein Grundziel des Coaching ist die „ Hilfe zur Selbst hilfe und die Förderung von Verant wort ung, Bewusst sein und Selbst reflexionsvermögen“ 6 . Damit ist gemeint , dass der Coach dabei hilft , Möglichkeit en zu erkennen und zu nut zen. Die vorhandenen Fähigkeit en und Kennt nisse des Gecoacht en werden eingeset zt und ent wickelt . Ziel eines Coaching-Prozesses ist somit immer, Wahrnehmung, Erleben und Verhalt en des Gecoacht en zu verbessern bzw. zu
5 in Anlehnung an: Rauen, Christ opher: a.a.O., Seit e 16 - 25
6 Rauen, Christ opher: a.a.O., Seit e 16 - 25
erweit ern. Der Coach macht sich als Feedback-Geber daher let zt endlich überflüssig.
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Der Begriff Coaching wurde bereit s im 19. Jahrhundert an Universit ät en im angloamerikanischen Sprachraum verwendet , um Personen auf spezielle Aufgaben - auch außerhalb des Sport s - vorzubereit en. Erst e Popularit ät erlangt e der Begriff in der Personalent wicklung aber erst in den 70er Jahren in den USA, als man darunt er ein ent wicklungsorient iert es Führen der Mit arbeit er durch den direkt en Vorgeset zt en verst and. In Deut schland set zt e sich dieser Trend auch Anfang der 80er Jahre durch.
7 ent nommen aus: Rauen, Christ opher (Hrsg.): Handbuch Coaching, Göt t ingen 2000, Seit e 54
Das Vorgeset zt en-Coaching in der Form wie es in den USA auft rat , konnt e sich nie so in Deut schlang et ablieren. Dies lässt sich auf die kult urellen und arbeit srecht lichen Unt erschiede zurückführen. Mit t e der 80er Jahre erfuhr die Bedeut ung des Coaching in Deut schland eine Veränderung. Es wurde als Einzelberat ung für Top-Manager durch ext erne Berat er propagiert . In dieser Berat ungsform wurden sowohl privat e als auch berufliche Belange besprochen. Durch folgende Veröffent lichungen in verschiedenen Manager-Zeit schrift en kam es dann zu einem „ Coaching-Boom“ . Dadurch wurden Personalent wickler dazu angeregt , das Coaching-Konzept für sich nut zbar zu machen. Es ent st and Ende der 80er Jahre erst e St absst ellen für int erne Coachs, die der Personalabt eilung zugeordnet wurden. Zielgruppe des St ab-Coaching war allerdings weniger das Top-Management . Vielmehr wurde das Coaching mit den Mit arbeit ern der mit t leren Hierarchieebenen geführt . Mit Beginn der 90er Jahre ent wickelt e sich dann das Coaching zu einem „ Modet rend“ , aus dem das Gruppen-, Team- und Proj ekt -Coaching ent st and.
An der Durchführung eines Coaching sind einige Vorausset zungen geknüpft , ohne die ein von der Beziehung zwischen Coach und Gecoacht em get ragener Berat ungsprozess nicht gelingen kann. Diese Vorausset zungen bet reffen sowohl den Coach als auch den Gecoacht en und sollt en daher von beiden beacht et werden. 9HUELQGOLFKNHLWXQG7HUPLQWUHXH
Die gemeinsam vereinbart en Termine müssen konsequent eingehalt en werden. Die Teammit glieder profit ieren nicht nur für sich selbst , sondern sind not wendige und unverzicht bare Lernpart ner und „ Coach“ für alle.
8 einige Vorausset zungen in Anlehnung an: Laut erburg, Christ oph: Gut e Manager f allen nicht vom Himmel, in: Organisat ionsent wicklung 02/ 01, Seit e 4 - 11
Arbeit zitieren:
Wiebke Scheffczyk, 2002, Coaching als Teil der Personalentwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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