Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis. III
Abbildungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Begriffserklärung 2
2.1 Motiv und Motivation. 2
2.2 Intrinsische Motivation. 3
2.3 Extrinsische Motivation 4
3 Motivationstheorien. 4
3.1 Menschenbilder und Entwicklung. 5
3.2 Prozesstheorien 6
3.2.1 Die VIE-Theorie von Viktor H. Vroom 6
3.2.2 Die Zirkulationstheorie von Lyman W. Porter und Edward E. Lawler 7
3.3 Inhaltstheorien. 9
3.3.1 Das hierarchische Motivationsmodell von Maslow 9
3.3.2 Die E.R.G.-Theorie von Alderfer. 10
4 Herzbergs Zwei Faktoren Theorie 12
4.1 Entstehung 12
4.1.1 Motivatoren 13
4.1.2 Hygienefaktoren 13
4.2 Theorie - Modellstruktur 15
4.3 Bedeutung 18
Inhaltsverzeichnis II
5 Kritische Würdigung der Herzberg Theorie 21
5.1 Methodische Kritik 21
5.2 Inhaltliche Kritik 22
6 Praxisbeispiele 23
Literaturverzeichnis 26
Abkürzungsverzeichnis III
Abb. Abbildung Bsp. Beispiel bzw. beziehungsweise d.h. das heißt usw. und so weiter z.B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis IV
Abbildung 1: Die neun Variablen des theoretischen Modells von Porter und Lawler 1968 (vgl. Drumm 1995, S. 387) .............................................................................8 Abbildung 2: Die Bedürfnispyramide nach Maslow
(vgl. Rosenstiel 1972, S. 140)- ...................................................................... 10 Abbildung 3: Historische Entwicklung der Motivationstheorien
(eigene Darstellung) ..................................................................................... 12 Abbildung 4: Ergebnisse der Pittsburgh Studie
( vgl. Herzberg 2003, S. 57) .......................................................................... 15 Abbildung 5: Vergleich Traditioneller Theorien mit Herzbergs Zwei -Faktoren-Theorie (eigene Darstellung nach Jung, S. 384) .......................................................... 17
Einleitung 1
1 Einleitung
In der heutigen Personalwirtschaftslehre wird zunehmend davon ausgegangen, dass der Erfolg eines Unternehmens im Wesentlichen von seinen Mitarbeitern abhängt. Der Produktionsfaktor Mensch ist, im Gegensatz zu früheren Betrachtungsweisen, in den Mittelpunkt moderner Unternehmensführung geraten. Die und Motivation
Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter werden als immer wichtigere Quellen für den Unternehmenserfolg angesehen.
„Die Motivation der Mitarbeiter“ wurde bei einer Auflistung der größten Herausforderungen des Personalmanagement im Jahr 1990 noch nicht als Themenpunkt aufgeführt. Im Jahr 1995 nahm die „Motivation der Mitarbeiter“ als Kriterium an Bedeutung zu und rückte auf Platz neun (Westdeutschland) und Platz fünf (Ostdeutschland). Fünf Jahre später steht auch für westdeutsche Personalmanager die Motivation als entscheidende Herausforderung auf dem
fünften Rang, was eine steigende Präsenz dieser Thematik im Laufe der Zeit verdeutlicht. 1 Die Frage nach der Motivation der Mitarbeiter rückt immer mehr in den Vordergrund.
In dieser Arbeit werden verschiedene Motivationstheorien anhand wissenschaftlicher Überlegungen im geschichtlichen Verlauf betrachtet. Es wird nach einer kurzen Begriffsdefinition von Motiv und Motivation in Kapitel 2 auf den Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation eingegangen. Anschließend wird in Kapitel 3.1 das sich verändernde Menschenbild, das den unterschiedlichen Motivationstheorien zugrunde liegt, kurz erläutert, bevor in Kapitel 3.2 und 3.3 ein Überblick zu verschiedenen Motivationstheorien gegeben wird. Nach einer Einordnung des Herzbergmodells in den geschichtlichen Verlauf in Kapitel 4.1 wird in Abschnitt 4.2 im Speziellen die Zwei Faktoren Theorie von Herzberg, hinsichtlich seiner Theorie und Modellstruktur, beschrieben. Im weiteren Verlauf erfolgt in Kapitel 5 eine kritische Würdigung des Herzbergmodells hinsichtlich Methodik und Inhalt. Abschließend wird (Kapitel 6) anhand zweier Bei spiele untersucht, ob Herzbergs Zwei Faktoren Theorie auch heute noch auf die Praxis anwendbar und umsetzbar ist und eine persönliche Meinung zu der Thematik abgegeben.
1 ) Vgl. Bellmann, L., 2001, S.4 ff.
Einleitung 2
Zielsetzung dieser Arbeit ist es, dem Leser ein klares Verständnis zur Zwei Faktoren Theorie zu vermitteln, ihm die Einordnung in den geschichtlichen Verlauf aufzuzeigen und Parallelen bzw. Gegensätze zu anderen Theorien aufzuzeigen. Weiter soll der Leser für sich entscheiden können, inwieweit er Herzbergs Theorie auf seinen Arbeitsalltag anwenden kann oder möchte.
2 Begriffserklärung
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Definitionen hinsichtlich Motiv und Motivation entwickelt. Folgend wird auf die Begriffe eingegangen und für den Verlauf der Arbeit wird sich auf eine Definition der Wortbedeutungen geeinigt, die für die hier beschriebenen Modelle gelten sollen. Die Anzahl der Motivationstheorien ist sehr hoch und der Begriff Motivation lässt sich oft nur im Zusammenhang mit der jeweiligen Theorie verstehen, deshalb gibt es keine allgemeingültige Definition für Motivation, sondern es haben sich zu diesem Begriff
unterschiedliche Vorstellungen entwickelt 2 . In den verschiedenen Theorien wird der „allgemeine“ Begriff Motivation meist durch spezifische Begriffe oder Konstrukte ersetzt. 3 Im folgenden Abschnitt der Arbeit wird nicht versucht, eine oder gar die beste Wortbedeutung für die untersuchten Begrifflichkeiten zu finden, sondern es wird eine Erklärung der Begriffe zum Verständnis der angeführten Theorien geliefert. Weiter erfolgt eine Abgrenzung der Begriffe intrinsischer und extrinsischer Motivation, da deren Verständnis als Voraussetzung für nachfolgende Theorien zugrunde gelegt wird.
2.1 Motiv und Motivation
„Grundlage der Motivation sind die individuellen Bedürfnisse des Menschen. Aus dem Streben des Menschen, seine Bedürfnisse zu befriedigen, resultieren Verhaltensbereitschaften, die als Motive bezeichnet werden. Mit Motiv wird alles das bezeichnet, was eine zielgerichtete Handlung in Gang setzt. Motivation ist ein Sammelbegriff für viele umgangssprachliche Ausdrücke, z.B. Trieb ( 4 ), Drang, Streben, Wollen“. 5 Das Verhalten des Menschen gründet nicht nur, wie lange Zeit angenommen, aus Reizen der Umwelt (Reiz à
2 ) Vgl. Rheinberg, F., 2000, S. 16 f.
3 ) Vgl. Keller, J.A., 1981, S. 22.
4 ) Vgl. Freud: Motivationstheorie: Goller, H., 1995, S. 89 ff.
5 ) Jung, H., 2001, S.359.
Motivationstheorien 3
Reaktion 6 ), sondern entsteht zusammen mit einem Bedürfnis à Motiv + Anreiz = Aktion (Verhalten). 7
Motive sind die Beweggründe menschlichen Handelns und können eingeteilt werden in 8 :
1) Physische, psychische und soziale Motive
2) Primäre (instinktiv) und sekundäre 9 (Mittel zur Befriedigung anderer Motive) 3) Intrisische und extrinsische Motive
Dies zwei letzteren Motive veranlassen Mitarbeiter zu ihrer Leistung. Entweder sie interessieren sich für das, was sie selber tun, dann sprechen wir von intrinsischen Motiven oder sie werden für ihre Tätigkeit belohnt, was man als extrinsische Motive bezeichnet. 10 Intrinsische und extrinsische Motivation lassen sich empirisch nicht immer exakt unterscheiden, da sich für ein intrinsisches Motiv, z.B. aus Freude an der Bewegung ins Fitnessstudio zu gehen, fast immer ein extrinsisches Motiv, wie hier z.B. Anerkennung durch
Freunde, finden lässt. 11
2.2 Intrinsische Motivation
Die intrinsische Motivation stellt eine unmittelbare Bedürfnisbefriedigung dar und existiert in drei Ausformungen. Zum einen kann ein Mitarbeiter durch die Freude an der Arbeit intrinsisch motiviert sein, z.B. ein Berufsmusiker, dem es Spaß macht zu musizieren. Ein weiteres Motiv kann das Einhalten von Normen darstellen, wie z.B. ethische Normen, Fairness oder Teamgeist, denen man sich aus Einsicht verpflichtet fühlt. Schließlich kann eine intrinsische Motivation zum Handeln/ Arbeiten auch das Erreichen selbstgesetzter Ziele zur
Ursache haben, wie z.B. das Erstellen einer Seminararbeit. 12 Eine Person kann als intrinsisch motiviert bezeichnet werden, wenn sie aus eigenem Antrieb handelt. 13
6 ) Vgl. Reiz Reaktionsmodell, Keller, J.A., S. 34 ff. oder Reiz-Reaktions-Theorien, Heckhausen, H., 1980, S. 40.
7 ) Vgl. Jung., 2001, S.359 f.
8 ) Vgl. ebd, S.362.
9 ) Vgl. Wiswede, G., 1980, S.90.
10 ) Vgl. Frey, B., 2000, S.23.
11 ) Vgl. Wiswede, G., 1980, S.91.
12 ) Vgl. Frey, B., 2000, S.24.
13 ) Vlg. Rheinberg, F., 2000, S. 148.
Motivationstheorien 4
2.3 Extrinsische Motivation
„Eine extrinsische Motivation dient einer mittelbaren oder instrumentellen Bedürfnisbefriedigung. So ist Geld fast immer Mittel zum Zweck, z.B. um sich eine Urlaubsreise zu finanzieren oder ein Auto zu kaufen und nicht der Zweck selber. Extrinsisch motiviert ist man im Beruf dann, wenn die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung ausserhalb (!) der Arbeit gesucht wird. Die Arbeit selbst ist in diesem Fall lediglich ein Instrument, um auf
dem Umweg über die Entlohnung die eigentliche Bedürfnisbefriedigung zu erreichen.“ 14 Ein Mitarbeiter ist also extrinsisch motiviert, wenn seine Motivation durch externe Belohnung
zustande gekommen ist. 15
3 Motivationstheorien
Motivationstheorien sind theoretische Aussagensysteme, die beobachtbares Verhalten zu erklären versuchen. Es gibt sehr viele verschiedene Ansätze der psychologischen Motivationsforschung, die sich unterschiedlich kategorisieren lassen. Um die Zwei Faktoren Theorie von Herzberg in den geschichtlichen Verlauf einzuordnen und relevante, gegensätzliche, aufbauende oder weiterführende Gedanken zu dieser Thematik anführen zu können, wird im Rahmen dieser Arbeit zwischen Prozess- und Inhaltstheorien unterschieden. Zunächst zeigt dieses Kapitel einen Überblick über die verschiedenen Menschenbilder, die den unterschiedlichen Motivationstheorien zugrunde liegen. Ferner wird die Weiterentwicklung dieser Menschenbilder vom Zeitalter der Industrialisierung bis in die Moderne dargelegt. Dies ist die Basis für die weitergehende Untersuchung der Prozess- und Inhaltstheorien, anhand ausgewählter beispielhafter Motivationstheorien. Es wird versucht den Unterschied zwischen Prozess- und Inhaltstheorien aufzuzeigen und mit stellvertretenden Theorien zu verdeutlichen. Die Entstehung von Motivation und Leistung beinhal tet hier sowohl eine inhaltliche als auch prozessuale Perspektive, da Motivation sowohl durch die Motive als auch durch den Ablauf erklärt werden kann.
14 ) Frey, B., 2000, S.24.
15 ) Vgl. Jost, P.J., 2000, S. 98.
Arbeit zitieren:
Dipl. Betriebswirtin Nicole Möller, 2005, Kritische Würdigung der Motivationstheorie von Frederick Herzberg, München, GRIN Verlag GmbH
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