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„In Zukunft wird sich die Utopie beeilen müssen, wenn sie die Realität einholen will.“ 1) Das angeführte Zitat von Freiherr von Braun gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Denn der heutige Fortschritt in den Wissenschaften wird aufgrund ständig neuer Entwicklungen schnell zur Mode vom vorletzten Jahr. Auch das Internet zählt zu diesen Erfindungen. Wer hat 1980, d.h. vor ca. 21 Jahren, schon mit einer weltweiten Vernetzung gerechnet? Im angebrochenen Jahrtausend ist dieser neue Kommunikationsweg nicht mehr wegzudenken, im Privaten sowie v.a. im Geschäftsleben.
Als Teil des Internets spielt der Electronic Commerce (=elektronischer Handel) im Wirtschaftsbereich Handel eine große und wichtige Rolle. Dennoch scheuen sich viele kleine und mittlere Unternehmen in den neuen Markt einzutreten, d.h. den E-Commerce in ihr Geschäft einzuführen. Deshalb setzt sich diese Studie mit Vor- und Nachteilen des elektronischen Handels auseinander mit dem Ziel Unsicherheiten aufzuklären.
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Zu Beginn werden die grundlegenden Aspekte mittels Definitionen dargestellt und durch aktuelle statistische Zahlen begründet.
Danach erfolgt die Dokumentation der Chancen und Risiken des elektronischen Handels. Dabei werden die Unternehmen, d.h. die Anbieter, sowie die Kunden, also die Abnehmer, einer Analyse unterzogen.
Im Schlussteil geht es um die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Erkenntnisse, die sich aus dieser kleinen Studie ableiten lassen. *UXQGODJHQ
Electronic Commerce - die Zukunft des Handels - ein Schlagwort des Internetbooms. Aber was genau versteht man darunter? Und was sagen die Statistiken - sprechen wir wirklich von einem Aufschwung des neuen Mediums? Mit dieser Problematik wird sich der Verfasser im folgenden Kapitel auseinandersetzen.
1) FREIHERR VON BRAUN: Zitat; (14.09.2001); [online]; http://www.zitate.at
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E-Commerce ist noch ein junger Begriff, der im Zuge des Internetbooms entstanden ist. Er hat in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen, so dass auch neuerdings zahlreiche Definitionen in der Fachliteratur zu finden sind. Verständlicherweise sind sich die meisten in ihrer Kernaussage ähnlich.
MULDER beispielsweise versteht unter dem Ausdruck ein „(...) Konzept zur Nutzung von (...) Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Integration und Verzahnung unterschiedlicher Wertschöpfungsketten oder unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse.“ 2)
HIPPNER, MEYER, WILDE definieren den Online Handel als eine „(...) über Telekommunikationsnetzwerke elektronisch realisierte Anbahnung, Aushandlung und Abwicklung von Geschäftstransaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten.“ 3) WEIS erklärt den Begriff folgendermaßen: „Unter E-Commerce (Electronic Commerce) versteht man den Direktabsatz über Online Dienste (z.B. T-Online der Telekom) oder das Internet (World Wide Web).“ 4)
Im Vergleich zu den bisher genannten Definitionen bietet die WEBAGENCY eine eher praxisorientierte Erklärung: „E-Commerce bedeutet,
Die Analyse der Meinungen o.g. Autoren führt zur Erkenntnis, dass beim Electronic Commerce verschiedene Transaktionen, also Geschäfte oder Einkäufe, abgewickelt werden. Die Geschäftspartner stehen dabei über das Medium Internet miteinander in Verbindung. Dieses Kommunikationsnetz ermöglicht ihnen weltweite Handelsgeschäfte, z.B. mit:
Am Prozess des Online Handels nehmen verschiedene Gruppen teil. Daraus resultieren in
2) MULDER: Internet - Strategie; (14.09.2001); [online]; http://www.handel-ec.de
3) HIPPNER, MEYER, WILDE : Computer Based Marketing - Das Handbuch zur Marketinginformatik.
Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, 1999, 2. Auflage Seite 55
4) WEIS: Marketing. Friedrich Kiehl Verlag GmbH, 1999, 11. Auflage, Seite 338 5) Was ist E-Commerce; (14.09.2001); [online]; http://www.webagency.de
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Anlehnung an HIPPNER, MEYER, WILDE i.V.m. AHLERT, BECKER, KENNING, SCHÜTTE nachstehende Ausprägungen des E-Commerce:
1. Business-to-Customer (B2C): Bei dieser Form setzen Unternehmen ihre Produkte direkt an den Endverbraucher ab.
2. Business-to-Business (B2B): Diese Ausprägung beinhaltet den Online Handel zwischen verschiedenen Unternehmen.
3. Business-to-Administration (B2A): Hierbei handelt es sich um Tätigkeiten zwischen Unternehmen und staatlichen Institutionen, die u.a. öffentliche Ausschreibungen etc. betreffen.
4. Consumer-to-Administration (C2A): Da Staat und Bürger sich gegenseitig nichts zu verkaufen haben, ist der Hintergrund dieses Szenariums kaum kommerziell. Es zählen hierzu auch elektronische Steuererklärungen. 5. Consumer-to-Consumer (C2C): Angeboten wird diese Möglichkeit des E-Shopping, um private Kaufgeschäfte abwickeln zu können. Dabei bieten Haushalte sich untereinander verschiedene Waren an, beispielsweise über Kleinanzeigen im Internet.
6. Administration-to-Administration (A2A): Unterstützung beim internationalen Handel erhalten die Unternehmen mittels dieser Ausprägung. (vgl. HIPPNER, MEYER, WILDE 6) i.V.m. vgl. AHLERT, BECKER, KENNING, SCHÜTTE 7) ) Abbildung 1 stellt die eben genannten Zusammenhänge graphisch dar:
6) vgl. HIPPNER , MEYER , WILDE : Computer Based Marketing - Das Handbuch zur
Marketinginformatik. Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, 1999, 2. Auflage Seite 56
7) vgl. AHLERT, BECKER, KENNING , SCHÜTTE ( Hrsg. ) : Internet & Co. im Handel -
Strategien, Geschäftsmodelle, Erfahrungen. Springer - Verlag Berlin, 2000, Seite 80ff.
8) vgl. HIPPNER , MEYER , WILDE : Computer Based Marketing - Das Handbuch zur
Marketinginformatik. Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, 1999, 2. Auflage Seite 56
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Nach Betrachtung verschiedener Definitionen des elektronischen Handels sowie dessen Formen muss abschließend noch die Abgrenzung zum E-Business (=elektronisches Geschäft) erfolgen, da es zwischen den beiden Begriffen häufig zu Verwechslungen kommt. Die WEBAGENCY versteht darunter im Gegensatz zum E-Commerce den gesamten elektronischen Geschäftsprozess (z.B. Abwicklung von Geschäften, Werbung, Online Banking etc.), der mit Hilfe des Internets in einer Firma realisiert wird. Teilweise könne das E-Business auch lokal erfolgen, d.h. über ein Intranet (firmenintern), mit dem Ziel eines schnelleren Informationsaustausches innerhalb des Unternehmens. (vgl. WEBAGENCY 9) ) Abschließend lässt sich festhalten, dass der E-Commerce demzufolge nur einen Bestandteil des E-Business darstellt.
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Bevor ein Unternehmen die Einführung des E-Commerce in einem Geschäft in Betracht zieht, sollte es verschiedene Marktstatistiken analysieren, die beispielsweise
• demographische Daten,
• Bildungsstand der Online-Nutzer,
• Umsatzprognosen,
• Befragungen von Internet-Kunden über Serviceleistungen etc. beinhalten können. Werden diese Auskünfte der vergangenen Jahre verglichen, so lassen sich bestimmte Abweichungen feststellen, die von den Unternehmen in die tagtägliche Arbeit einbezogen werden müssen. Im folgenden wird der Verfasser aktuelle Statistiken darlegen, die Aussagen über den derzeitigen Trend des elektronischen Handels treffen.
a) Demographische Daten (Basisdaten, Bildungsstand):
9) vgl. Internet ABC - E-Business; (19.09.2001); [online]; http://www.webagency.de
10) vgl. KRAUSE : E-Commerce und Online - Marketing : Chancen, Risiken und Strategien. Carl Hanser
Verlag München, Wien, 2000, 2. Auflage, Seite 243
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Arbeit zitieren:
Jenny Künne, 2001, Studie zu Chancen und Risiken bei der Einführung des E-Commerce in einem Fachgeschäft, München, GRIN Verlag GmbH
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