II
i Inhaltsverzeichnis -II-
ii Abbildungsverzeichnis -III-
iii Abkürzungsverzeichnis -IV-
1. EINLEITUNG 1
2. TECHNISCHE GRUNDLAGEN 2
2.1. MOBILFUNKTECHNOLOGIEN 2
2.1.1. 2G 2
2.1.2. 2 5G 2
2.1.3. 3G 3
2.1.4. 4G 4
2.2. DRAHTLOSE NETZZUGANGSTECHNOLOGIEN 5
2.2.1. Bluetooth 5
2.2.2. WLAN (802 11) 5
2.2.3. WiMax (802 16) 5
2.3. REGULIERUNG IM BEREICH WIMAX VS UMTS 6
2.4. MOBILE ENDGERÄTE 8
3. TERMINUS MOBILES INTERNET 9
3.1. MOBILITÄT 9
3.2. ILLUSION MOBILES INTERNET 10
4. ÖKONOMISCHE BEDEUTUNG 13
4.1. MARKTANALYSE 13
4.1.1. Marktgröße 13
4.1.2. Mobilfunkpenetration 13
4.1.3. Umsätze im Mobilfunk 14
4.1.4. Mobilfunk vs Telekommunikationsumsätze 15
4.1.5. Internetpenetration 16
4.1.6. PDA-Penetration 16
4.1.7. Wettbewerbsintensität und Marktregulierung 16
4.1.8. Internationaler Preisniveauvergleich 18
4.1.9. Zwischenfazit und Übersicht der ökonomischen Einsatzgebiete 20
4.2. -MBUSINESS 20
4.2.1. -MCOMMERCE 21
4.2.2. GESCHÄFTSMODELLE 22
4.2.2.1. Unabhängige Dienstangebote 23
4.2.2.2. Offenes Kioskmodell 23
4.2.2.3. Integrierte Dienstangebote 24
4.2.3. PROZESSKOSTENOPTIMIERUNG 24
4.3. -MGOVERNMENT 26
4.4. AKTUELLE FORSCHUNGSPROJEKTE 28
4.4.1. 3GET 28
4.4.2. KING 28
4.4.3. WIRELESS INTERNET INITIATIVE 29
4.4.4. WIGWAM 29
4.4.5. 4GRADIO 30
4.4.6. MEDIACONOMY 30
4.4.7. BERLINTAINMENT 31
FAZIT 32
iv Literaturverzeichnis -33-
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Mobilfunktechnologien in Darstellung von Reichweite und Datenrate 6
Abbildung 2: Herfindahl-Index Konzentrationsgrad der Mobilfunknetzbetreiber 17
Abbildung 3: Durchschnittlicher Mobilfunkpreiskorb in Euro 18
Abbildung 4: Jährliche Kosten der UMTS-Versorgung pro Einwohner 19
Abbildung 5: Ökonomische Sichtweise des mobilen Internets 19
Abbildung 6: MobilMedia Wertschöpfungskette 19
Abbildung 7: Traditionelle Interaktion zwischen Zentrale und Außendienst 19
Abbildung 8: Interaktion zwischen Zentrale und Außendienst nach mobiler
Prozessoptimierung 19
IV
Abkürzungsverzeichnis
APRU Average Revenue per User
B2B Business To Business
B2C Business To Customer
B2E Business To Employee
BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung
CDMA Code Division Multiple Access
DECT Digital Enhanced Cordless Telecommunication
EDGE Enhanced Data Rates for Global Evolution
ETSI European Telecommunications Standard Institute
GHz GigaHertz
GPRS General Package Radio Service
GSM Global System Of Mobile Communication
HF Hochfrequenz
HSCSD High Speed Circuit Switched Data
I2A Individual to Administration
IEEE Institute of Electrical and Electronics Engineers
IHP Innovation for High Performance Microelectronic
IMT International Mobile Telecommunications
ISDN Integrated Services digital Network
ITU International Telecommunication Union
kBit/s Kilobit pro Sekunde
M2M Machine To Machine
MBit/s Megabit pro Sekunde
MDA Mobile Digital Assistent
OECD Organisation for Economic Cooperation and Development
OFDM Orthogonal Frequency Division Multiplexing
OFTEL Office of Te lecommunications of the United Kingdom government
PDA Personal Digital Assistent
ROI Return On Investment
SMS Short Message Service
TCP/IP Transmission Control Protocol/Internet Protocol
UMTS Universal Mobile Telecommunications Systems
UWC Universal Wireless Communication
VoIP Voice over Internet Protocol
WAP Web Application Protocol
W-CDMA Wideband Code Division Multiple Access
WiFi Wireless Fidelity
Wimax Worldwide Interoperability for Microwave Access
WLAN Wireless Local Area Network
1
1.Einleitung
«Jederzeit und überall erreichbar»: Dieses Motto gilt für die Telekommunikation des 21. Jahrhunderts. Ebendies wird bald auch für die mobile Datenkommunikation unabdingbar sein. Die mobile Kommunikation hat mit ihren zahlreichen Funktionen und Einflüssen einen so rasanten Einzug in das alltägliche Leben unserer Gesellschaft gehalten wie kaum eine andere Technologie[BUL04]. Durch die Konvergenz vom Internet mit dem digitalen Mobilfunk scheint das Mobile Internet ein logischer Schritt in der Entwicklung der Kommunikationstechnologie zu sein. Zugangstechnologien wie UMTS werden dem ubiquitous computing einen weiteren Wachstumsschub geben. Diese wachsende Bandbreite wird dem Nutzer im privaten und wirtschaftlichen Sektor erweiterte Möglichkeiten der Mobilkommunikation bieten sowie eine Grundlage für weitere innovative Anwendungen im Bereich der internationalen Internettechnologie und Ausrüstung schaffen[DUD03]. Mit Hilfe von tragbaren drahtlosen Endgeräten und digitalen Mobilfunknetzen soll das mobile Internet eine situationsbedingte Versorgung von Informationen, unabhängig von Zeit und Ort ermöglichen.
In der vorliegenden Arbeit soll in einem grundlegenden Schritt kurz auf den Stand der Technik bzw. der Produkte für die Nutzung des mobilen Internets eingegange n werden. Darauf aufbauend, werden eine Erläuterung des noch relativ jungen Begriffs „Mobiles Internet“ und eine Abgrenzung zum stationären Internet stattfinden.
Im nächsten Schritt sollen die wirtschaftlichen Einflüsse dieses wohl am schnellsten wachsenden Marktes veranschaulicht werden. Hierzu findet einleitend eine Analyse des Marktes für das mobile Internet statt. Weiter wird die immer größer werdende Bedeutung und Nutzbarkeit der mobilen Kommunikationstechnologien im Kontext des M -Business dargestellt, die sich zum einen im Zweig des M -Commerce als neue Anwendungsmöglichkeiten und Geschäftsmodellen zeigt, zum anderen aber auch ein großes Potential an Flexibilität und vor allem Kosteneinsparungen durch Prozessoptimierung bietet. Ein kurzer Exkurs soll dem neuen Gebiet des M-Government, welches sich mit der mobilen Beziehung zwischen den Akteuren Staat und Unternehmen bzw. Staat und Volk befasst, gewidmet werden.
Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland auf den internationalen Te lekommunikationsmärkten zu gewährleisten, bedarf es ständig neuer, innovativer Produkte und Dienstleistungen. Aus diesem Grunde, wird im letzten Teil der Arbeit ein Auszug derzeitiger Forschungsprojekte vorgestellt.
2
2.Technische Grundlagen
An dieser Stelle soll zunächst ein Überblick über vorhandene drahtlose
Übertragungstechnologien, gegliedert nach den Generationen, gegeben werden, da sie die Vorraussetzung der Übermittlung von Datenmengen und Multimediadiensten sind. Anschließend wird auf die sich im Gebrauch befindlichen mobilen Endgeräte welche als
Ausgabemedium für das mobile Internet dienen, eingegangen.
2.1. Mobilfunktechnologien
2.1.1. „2G“
GSM (Global System for Mobile Communication) wurde 1992 vom ETSI als europäischer
Standard eingeführt und ist mit einem aktuellen Marktanteil von zwei Drittel, der weltweit meist genutzte digitale Mobilfunkstandard für Sprach- und Datenübertragung[GRI04]. GSM
ist ein typisches System der zweiten Generation. Die D- und E-Netze arbeiten nach dem GSM Standard und ermöglichen eine D ichte von mehr als 1000 Teilnehmern pro
Quadratkilometer[PCD01]. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 9,6 kbit/s, was für Text und Sprache völlig ausreichend ist, jedoch nicht für höhere Datenaufkommen wie zB multimediale Anwendungen. Dies soll dagegen durch den Einsatz von HSCSD sowie GPRS
ermöglicht werden.
HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) ist eine Erweiterung von GSM, die durch
Kanalbündelung ähnlich wie bei ISDN eine schnellere Übertragung mit maximal 57,6 kbit/s über GSM-Netze ermöglicht[SCH00]. Der Vorteil gegenüber GSM ist eine stabilere Bandbreite. Der Nachteil im Hinblick auf die Nutzung von Datendiensten ist die
unwirtschaftliche Reservierung mehrer Kanäle. D a im Web meist e ine stoßartige Datenübertragung stattfindet, wird die gesamte Bandbreite dauerhaft nicht ausgeschöpft und
verursacht somit nur Kosten für die Reservierung[SCH00].
2.1.2. „2.5G“
GPRS (General Packet Radio Service) ermöglicht im Vergleich zur bisher
leitungsvermittelten, eine Paket-basierte Übertragung von Informationen i m GSM-Netz und umgeht somit die Probleme von HSCSD[SCH00]. Durch die Paket-basierte Übertragung mit in der Praxis üblichen 50 kbit/s[PHA02] ist es möglich die Netzressourcen effizienter zu
nutzen. Der Vorteil von GPRS besteht darin, dass mobile Endgeräte ständig online sind und somit nur dann Kapazitäten im Netz belegt werden, wenn tatsächlich Datentransfer
3
ansteht[VEH01]. Da weitestgehend nach Datenvolumen und nicht nach der Onlinezeit
abgerechnet wird, ist es dem Nutzer so möglich durchgehend online zu sein ohne Kosten zu verursachen. Anders als bei HSCSD, ist eine unterschiedliche Providerwahl bei GPRS nicht möglich, sondern nur mit dem eige nen Netzbetreiber durchzuführen[SCH00].
EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) ist ebenfalls eine Weiterentwicklung von
GSM in Richtung UMTS und bietet durch fortgeschrittene Modulationstechniken eine
maximale Datenübertragungsrate von bis zu 384 kbit/s[SCH00]. Ebenso wie GPRS
ermöglicht EDGE eine Abrechnung nach Zeit- oder Datenvolumen[LEH03]. EDGE wird vor alle m dort zum Einsatz kommen, wo der Aufbau eines eigenständigen UMTS-Netzes aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte nicht rentabel ist. Netzanbieter, die keine UMTS-
Lizenz erworben haben, könnten mit dieser Technik Mobilfunkdienste der dritten Generation anbieten[GRI04]. UMTS-Netzanbieter werden diesen Zwischenschritt aufgrund der hohen
Investitionskosten auslassen.
2.1.3. „3G“
In der heutigen Informationsgesellschaft ist die Übermittlung von Daten zu einem wichtigen
Aspekt geworden. Da derzeitige Technologien in erster Linie auf Sprachübermittlung ausgelegt sind, soll mit dem Mobilfunkstandard der dritten Generation eine neue, leistungsfähige Mobilfunktechnologie geschaffen werden, die der zunehmenden
Datenübertragung gerecht wird. Grundlage von UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) sind die Arbeiten der International Telecommunication Union
(ITU) m it dem Projektnamen „IMT-2000“. Da aufgrund der weltweit unterschiedlichen Technologien der einzelnen Mobilfunknetze kein einheitlicher Standard für UMTS/IMT-2000 zustande kam, hat sich die ITU dazu entschlossen, die drei Hauptstandards (1) CDMA 2000,
(2) UWC–136/EDGE und (3) W -CDMA/UMTS unter der IMT-2000-Familie zusammenzufassen[GRI04].
W-CDMA (Wideband Code Division Multiple Access) ist die technische Bezeichnung für die europäisch-asiatische UMTS-Variante. UMTS benötigt beim Netzbetreiber wie beim Empfänger komplett neue Hardware und Software. UMTS kennt drei Geschwindigkeiten:
Beim stationären Betrieb sind 2 MBit/s möglich, im portablen Modus, zB während des Gehens leistet UMTS mindestens 384 kBit/s und im mobilen Modus, zB während des
Autofahrens sind es 144 kBit/s[BÜC00]. Über UMTS-Handys soll der direkte Einstieg ins Internet, inklusive Email, ebenso wie der Einsatz von Multimedia-Anwendungen, Videokonferenzen und der Download von Inhalten aus dem Netz möglich sein, allerdings
wird UMTS von Brancheninsidern aufgrund der relativ geringen Bandbreite im Vergleich zu
4
neueren Projekten lediglich als Übergangslösung angesehen[BRO04]. Derzeitiger Nachteil
von UMTS ist die noch nicht flächendeckende Verfügbarkeit sowie die Unsicherheit über künftige n Tarifgestaltung und Netzaufbau[ERI05].
2.1.4. „4G“
Obwohl die dritte Generation mit UMTS noch nicht ganz angelaufen und die prophezeite Marktpenetration noch nicht ansatzweise erreicht ist, bahnt sich bereits der Nachfolger, die
vierte Generation an. Diese vierte Generation basiert laut dem Mobilfunkgerätehersteller Ericsson, auf der W-CDMA-Technologie der dritten Generation und ist somit definitiv als eine Weiterentwicklung dieser Technologie zu verstehen. Bis zur endgültigen 4G-Einführung
wird das bis dahin bestehende 3G-Netz zum 3,5G-Netz expandieren und Übertragungsraten von ca. 8 – 10 Mbit/s statt der bisherigen maximal 2 Mbit/s erlauben[CED01].
Bisher steht lediglich das Ziel einen neuen Standard zu entwickeln. Anstelle eines einheitlichen Bildes über das Resultat existieren unterschiedliche regionale Vorstellungen über die zukünftige 4G Technologie. In Europa geht man von einem heterogenen Mix,
privater und öffentlicher Systeme inklusive diverser Standards breitbandiger Technologien aus. Eine amerikanische Vision konzentriert sich auf ebenfalls auf Standards mit hohen
Übertragungsraten, allerdings eher auf lizenzfreie Systeme, wie WLAN. Der asiatische Raum sieht in 4G einen globalen Standard mit sehr hohen Übertragungsraten[BOH04].
Durch die hohe Steigerung der Übertragungsraten auf anvisierte 20 – 100 Mbit/s, ergeben sich
jedoch weitere Herausforderungen zB im Bezug auf die Zellenstruktur der Netze. Diese
müssen nach dem Prinzip des Cell Breathing 1 flexibel gestaltet werden, so dass sich die Zellen mit ab- oder zunehmendem Funkverkehr ausdehnen oder verringern[CED01].
1 Cell Breathing ist die auf der Nutzeranzahl basierende dynamische Expansion und Kontraktion einer Funkzelle.
Diese Technik wird zur gleichmäßigen Lastverteilung des Funkverkehrs auf benachbarte Zellen gebraucht.
Arbeit zitieren:
Daniel Hagemann, 2005, Mobiles Internet, München, GRIN Verlag GmbH
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