Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Einordnung des Private Equity- und Venture Capital-Konzepts in die
Unternehmensfinanzierung 2
2.1 Finanzierung mit Fremdkapital 2
2.2 Finanzierung mit Eigenkapital 3
3. Relevante Ausgangssituationen für die Betrachtung von Venture Capital und Private
Equity 4
3.1 Ausgangssituation für die Finanzierung mit Venture Capital 4
3.1.1 Seed-Financing 5
3.1.2 Start Up-Financing 5
3.1.3 First Stage-Financing 6
3.2 Ausgangssituationen für die Finanzierung mit Private Equity 7
3.2.1 Second Stage-Financing 7
3.2.2 Third Stage-Financing 7
3.2.3 Fourth Stage-Financing 8
3.3 Die Deinvestitionsphase - Möglichkeiten des Exit 8
3.3.1 Buy-Back 9
3.3.2 Trade Sale 9
3.3.3 Going Public 10
4. Mögliche Bezugsquellen von Venture Capital und Private Equity und die Beziehung
zwischen Kapitalbeteiligungsgesellschaft und deren Portfoliounternehmen 11
4.1 Natürliche Personen und andere Wirtschaftssubjekte als Kapitalgeber 11
4.1.1 Business Angels zur Finanzierung junger, innovativer Unternehmen 11
4.1.2 Kapitalbeteiligungsgesellschaften als Kapitalgeber von Venture Capital und Private Equity 12
4.2 Erwartungen in der Beziehung zwischen Kapitalgeber und Portfoliounternehmen 13
4.2.1 Anforderungen an den Kapitalnehmer 13
4.2.2 Entscheidungskriterien bei der Auswahl des passenden Venture Capital und Private Equity Partners 14
II
4.3 Schrittweise zur Venture Capital und Private Equity-Finanzierung 15
4.3.1 Kontaktphase mit dem Wunschpartner 15
4.3.2 Die Due diligence als Hauptbestandteil der Unternehmensprüfung 16
4.3.3 Der Beteiligungsvertrag 16
5. Die Bedeutung von Venture Capital und Private Equity für bundesdeutsche Unternehmen
in den Phasen des Early Stage- und Expansion Stage-Financing 17
5.1 Die Bedeutung von Innovationsfinanzierung in Form von Venture Capital 17
5.2 Mögliche Probleme der Beteiligung durch Venture Capital-Gesellschaften 19
5.3 Private Equity als Wachstumsfinanzierung 20
5.4 Private Equity unter Wirtschaftlichkeitsaspekten 20
6. Schlussbetrachtung 22
Literaturverzeichnis V
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Phasenschema einer idealtypischen Venture Capital-Finanzierung
Abbildung 2: Funktionsprinzip von Venture Capital
Abbildung 3: Langfristige Entwicklung der Early-Stage-Investitionen.
Abbildung 4: Bedeutung des Private Equity Investments analog zum positiven Leverage
Effekt bei Fremdkapital
IV
Abkürzungsverzeichnis
a.a.O. = am angegebenen Ort
BVK = Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungs-
gesellschaften
bzw. = beziehungsweise
ca. = circa
d.h. = das heißt
GE = Geldeinheiten
GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Hrsg. = Herausgeber
IKB = Deutsche Industriebank
IPO = Initial Public Offering
MBG = Mittelständische Beteiligungsgesellschaft
Mrd. = Milliarden
VC = Venture Capital
VCG = Venture Capital Gesellschaft
PU = Portfoliounternehmen
Vgl. = vergleiche
z.B. = zum Beispiel
z.T. = zum Teil
V
Dirk Heimburger Seminar Rechnungswesen Sommersemester 2005
1. Einleitung
Nach Berichten der Deutschen Industriebank IKB unterliegt die deutsche Unternehmensfinanzierung einem Wandel. Besonders in Hinblick auf die Neuregelung der Kreditvergabe an private Unternehmen durch die internationalen Vereinbarungen zur Bankenaufsicht, auch Basel II genannt, kommt der Finanzierung von Eigenkapital eine immer bedeutendere Rolle zu. Aufgrund des Rating, welches für die Vergabe von Krediten in Zukunft ausschlaggebend sein wird, wird die gesamte Finanzierungsstruktur des Unternehmens genauestens betrachtet und daraufhin der jeweilig zu zahlende Zinssatz für ausgestellte Kredite festgelegt. 1
Gerade für junge Unternehmen stellt sich oft die Frage nach der richtigen Finanzierung, da eine Kreditfinanzierung aufgrund der mangelnden Besicherung meist nicht möglich ist und eine solche hinsichtlich der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrades eine Verschlechterung bringen würde. 2
Bei Unternehmensgründern sind meist keine oder nur unzureichend Eigenmittel vorhanden. In der Anfangsphase werden Verluste erwirtschaftet, so dass hier eine Finanzierung aus Umsatzerlösen ausgeschlossen werden kann. 3
In den letzten Jahren hat somit die Aufnahme von Eigenkapital in Form des so genannten Private Equity und Venture Capital an Bedeutung gewonnen. In beiden Fällen handelt es sich um „eine eigenkapitalstärkende Form der Unternehmensfinanzierung.“ 4
Die Ursprünge liegen in den USA, wo diese Finanzierungsformen bereits seit längerer Zeit in Anspruch genommen werden. Nach Deutschland drang diese Art der Beteiligungsfinanzierung erst in den achtziger Jahren durch. Trotz der Tatsache, dass die Ursprünge in den Vereinigten Staaten liegen, gibt es dort noch keine genaue Definition für diese zwei Begriffe. Im Allgemeinen wird in den USA das Venture Capital definiert als Eigenkapital, welches dem Unternehmen langfristig zur Verfügung gestellt wird, bei gleichzeitiger Betreuung des Managements. In Deutschland gibt es mehrere Übersetzungsversuche. So haben sich die Begriffe Wagniskapital, Risikokapital und Chancenkapital im deutschsprachigen Raum durchgesetzt. Bei all diesen Begriffen jedoch liegt die Betonung auf den Worten „Wagnis“ und „Risiko“, um auf
1 Vgl. Deutsche Industriebank (Hrsg.): IKB Information, Mittelstandsfinanzierung, März 2003, S.1
2 Vgl. Deutsche Industriebank (Hrsg.):Mittelstandsfinanzierung.. a.a.O., S.1
3 Vgl. Stephan/Häupler: Die Finanzierung von Unternehmensgründungen, in: Tytko, D./Krimphove, D.(Hrsg.):
Praktiker-Handbuch, Unternehmensfinanzierung, Stuttgart 2002, S.49-70, S.50
4 Deutsche Industriebank (Hrsg.): IKB Mezzanine-Fonds, April 2003, S.3
1
Dirk Heimburger Seminar Rechnungswesen Sommersemester 2005
eine mögliche Gefahr des Verlustes aufmerksam zu machen, die mit einer solchen Finanzierung verbunden ist. 1
Der Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) definiert das Venture-Capital als „langfristige Eigenkapitalbeteiligung an Unternehmen durch spezialisierte Beteiligungsgesellschaften, verbunden mit Beratung und Unterstützung des Unternehmers über die Finanzierung hinaus“ 2 .
Analog kann diese Definition auch auf das Private Equity übertragen werden, welches die gleiche Form der Beteiligungsfinanzierung darstellt, jedoch im Unterschied zum Venture Capital eine andere Unternehmenssituationen anspricht, welche im weiteren Verlauf dieser Arbeit noch näher erläutert wird.
Mit der weitgehenden Erläuterung der Erfordernisse im Umfeld einer Finanzierung durch Venture Capital und Private Equity, soll der Blick eröffnet werden, welche Bedeutung diese Finanzierungsformen in den Phasen des Early Stage- und Expansion Stage-Financing erlangen können.
2. Einordnung des Private Equity- und Venture Capital-Konzepts in die Unternehmensfinanzierung
2.1 Finanzierung mit Fremdkapital
Bei der Finanzierung durch Fremdkapital unterscheidet man zwischen Fremdfinanzierung und Finanzierung aus Rückstellungsgegenwerten. Olfert und Reichel bezeichnen die Fremdfinanzierung auch als Kreditfinanzierung. 3 Die Höhe des Fremdkapitales hängt davon ab, wie hoch der jeweilige Kapitalbedarf des Unternehmens ist, jedoch auch von den möglichen Sicherheiten des Unternehmens gegenüber dem Kapitalgeber. Als Kapitalgeber kommen Kreditinstitute, der Staat, andere Unternehmen, Lieferanten, Kunden sowie Versicherungen und Kapitalsammelstellen in Betracht. Die Rückzahlung des Fremdkapitals erfolgt in regelmäßigen Tilgungssätzen oder am Ende der Laufzeit durch eine einmalige Rückzahlung. Auf das gewährte Kapital werden Zinsen erhoben, welche fest oder variabel sein können. Man unterscheidet bei der Fristigkeit des Fremdkapitals zwischen kurzfristigem, mittelfristigem und langfristigem Fremdkapital.
Hat sich ein Unternehmen entschieden, eine Fremdkapitalfinanzierung in Anspruch zu nehmen, so hat es eine Vielzahl an Schritten zu durchlaufen, die im Folgenden kurz dargestellt werden.
1 Vgl. Geigenberger, I.: Risikokapital für Unternehmensgründer, 1. Auflage, München 1999, S.1
2 Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften: Directory 2000: Leitfaden für Unternehmer und
Mitgliederverzeichnis 2000 zitiert in: Weber, C.,Dierkes,M: Risikokapitalgeber in Deutschland, Berlin 2002, S.7
3 Vgl. Olfert K.(Hrsg.)/Reichel Ch.: Finanzierung, 12. Auflage, Ludwigshafen 2003, S. 263
2
Dirk Heimburger Seminar Rechnungswesen Sommersemester 2005
Zunächst erfolgt eine Kreditwürdigkeitsprüfung, welche man in eine persönliche- und eine wirtschaftliche Kreditwürdigkeitsprüfung gliedern kann. Hierbei werden neben den wirtschaftlichen Verhältnissen auch die finanziellen Verhältnisse, die Vermögensverhältnisse sowie die Zukunftsaussichten des Unternehmens begutachtet. Vor allem die Eigenkapitalquote der einzelnen Unternehmen ist von großem Interesse. 1
In Hinblick auf Basel II kann dies von entscheidender Bedeutung sein. Die Unternehmen werden geratet, d.h. Unternehmen mit geringer Bonität und einem schlechten Rating bekommen keinen oder nur einen Kredit mit einer erhöhten Eigenkapitalunterlegung seitens der kreditgebenden Bank. 2
2.2 Finanzierung mit Eigenkapital
Die Finanzierung mit Eigenkapital kann unterschiedlich stattfinden. Zum einen besteht die Möglichkeit aus der Selbstfinanzierung des Unternehmens. Zu diesem Zwecke muss das Unternehmen Gewinne erwirtschaften und diese für Rücklagen verwendet werden. Das Eigenkapital wird somit erhöht. Die Einstellung von Gewinnen in Rücklagen wird als Gewinnthesaur ierung bezeichnet. 3
Eine andere Möglichkeit der Finanzierung mit Eigenkapital stellt die Beteiligungsfinanzierung dar. „Als Beteiligungsfinanzierung wird die Zuführung von Eigenkapital verstanden, die von außerhalb des Unternehmens erfolgt.“ 4
Es wird zwischen nicht-emissionsfähigen Unternehmen und emissionsfähigen Unternehmen unterschieden. Zu den emissionsfähigen Unternehmen gehören die Rechtsformen der Aktiengesellschaft und die Kommanditgesellschaft auf Aktien. Als nicht-emissionsfähige Unternehmen bezeichnen Olfert und Reichel diejenigen Unternehmen, welche nicht die Möglichkeit besitzen, an einem organisierten Eigenkapitalmarkt teilzuhaben. Solche Unternehmen sind z.B. Einzelunternehmen, Offene Handelsgesellschaften,
Kommanditgesellschaften, Stille Gesellschaften, Gesellschaften bürgerlichen Rechts und Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Diese Rechtsformen haben oft Schwierigkeiten, Eigenkapital aus Beteiligungsfinanzierungen zu bekommen. Durch die Aufnahme neuer Gesellschafter kann es unter Umständen zu Problemen kommen. Die bisherigen Gesellschafter können in ihrem Mitspracherecht durch einen weiteren Gesellschafter beeinträchtigt werden sowie die Aufteilung der stillen Reserven und Gewinne möglicherweise sich schlechter gestalten. Für neue Gesellschafter haben die neu erworbenen Geschäftsanteile nur eine geringe
1 Vgl. Olfert (Hrsg.)/Reichel: a.a.O., S.268ff
2 Vgl. www.unternehmensfinanzierung.at/cms/9/270, 19.03.05, S.1
3 Vgl. Olfert (Hrsg.)/Reichel: a.a.O., S. 365
4 OIfert (Hrsg.)/Reichel: a.a.O., S. 183
3
Arbeit zitieren:
Dirk Heimburger, 2005, Die Bedeutung des Private Equity und Venture Capital Konzepts in den Phasen des Early Stage- und Expansion Stage-Financing bei und nach der Unternehmensgründung, München, GRIN Verlag GmbH
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