Inhalt
1. Biografie. 3
1.1. Bedeutende Werke 5
2. Ein fiktives Inerview. 7
2.1. Vorüberlegung 7
2.2. Interview. 7
3. Reflexion / Bewertung 15
4. Quellen. 16
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1. Biografie (SCHEUERL, S.33 ff -und- MÄRZ, 266 ff.)
Der genaue Geburtstag von Ignatius von Loyola ist unbekannt. Lediglich das Jahr ist den Historikern bekannt. Der gebürtige Baske wurde im Jahre 1491 im Schloss Loyola unter dem bürgerlichen Namen Iñigo López de Oñoz y Loyola geboren. Das Schloss war Teil der Provinz Guipúzca in den westlichen Pyrenäen. Die Basken waren sowohl auf spanischem Gebiet als auch auf französischem Gebiet verteilt. Aber aufgrund einer gemeinsamen Sprache bildeten sie eine eigenständige und selbstbewusste Kultur. Das Gebiet von Ignatius war politisch ein annektiertes Gebiet von Spanien. Die Annexion führt aber kaum zu politischen und nationalen Gegensätzen. Im Jahre 1518 trat Ignatius sogar unter die Dienste des damaligen spanischen Vizekönigs und verteidigte das Land als Offizier gegen die französischen Truppen.
Bevor ich aber genauer auf sein Leben als Erwachsener eingehen werde, möchte ich einige Informationen zu seiner Zeit als Kind und Jugendlicher geben, über die recht wenig bekannt ist.
Seine Kindheit auf Schloss Loyola verlief in streng höfischen Bahnen. Man weiß zumindest, dass die Erziehung seiner Kindheit nicht humanistisch ausgerichtet war - beispielsweise war Latein kein Teil der Ausbildung junger baskischer Adliger, demnach auch nicht der des Ignatius. Erst gegen viel später, als 30-Jähriger musste sich Ignatius klassische Sprachen mühsam aneignen. Ignatius lebte im Humanismus. Auch wenn dies kaum Einfluss auf seine Erziehung und Bildung hatte, war der streng katholische Glauben Teil seines Lebens. Weiterhin wäre noch zu erwähnen, dass Ignatius zur Zeit der Reconquista seine Jugendzeit erlebte. Nachdem die Mauren (so wurden die Besetzer von den Spaniern genannt) ihre Macht wieder an Spanien abgeben mussten, entfaltete sich ein sehr starkes Nationalbewusstsein, das auch bis zu Ignatius durchdrangt. Das Land entwickelte das Bewusstsein „Vormacht der römischkatholischen Kirche in der Welt zu sein“ (SCHEUERL, S.35). Auch viel später wurde „die Ausbreitung des katholischen Glaubens nach innen und nach außen, durch Gegenreformation und Missionierung, […] zur Hauptaufgabe der spanischen Politik…“ (SCHEUERL, S.35).
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Nach seiner privaten schulischen Ausbildung im Schloss Loyola trat Ignatius, wie schon erwähnt, in die spanische Armee ein. Ignatius verbrachte „zuerst als Page, dann als Offizier, beinahe bis zur Lebensmitte seine militärische Karriere“ (MÄRZ, S.266). Dieser militärische Lebensweg endete, als er aufgrund einer Verwundung ein Jahr lang im Lazarett verbringen musste. Nach diesem Aufenthalt verlor Ignatius zuerst sein Ziel im Leben. „Nach einer Zeit inneren Trostes folgten heftige Skrupel, Anfälle von Trostlosigkeit und Verzweifelung bis zu Selbstmordgedanken. Dann aber wurde unerwartet mit hohen mystischen Erleuchtungen begnadet“ (SCHWAIGER, S.243). Er entschloss sich, sich völlig dem Glauben an Gott hinzugeben. Daraufhin unternahm er eine Pilgerreise ins „Heilige Land“ und zum Kloster Montserrat. Diese Pilgerreisen festigten für Ignatius den Entschluss für den Einsatz in der Kirche. Nur dieser Weg erwies oft als beschwerlich. Nach Arbeiten in der Armenpflege und Seesorge entschloss sich Ignatius zu philosophischen und theologischen Studien. Sein akademischer Lebensweg begann an den Universitäten von Alcalá und Salamanca. Im stellten sich viele Hürden in den Weg: Neben oft hoch gesteckten Zielen und zu früh begonnenen höheren Studium machten ihm vor allem die Lateinstudien stark zu schaffen, denn Latein war ihm fremd, da er in der Kindheit in diesem Bereich nie unterrichtet wurde. Weiterhin gilt es zu bemerken, dass er zu Beginn seiner Studien schon über 30 Jahre alt wardieser Umstand macht das Lernen nicht unbedingt leichter. Erst als er Pariser Sorbonne, er studierte hier von 1528 bis 1535, konnte er sein Studium nicht nur abschließen, sondern auch mit Bravour bestehen und den Titel Magister Artium, „was etwa dem heutigen Doktorgrad entspricht“ (SCHEUERL, S.36), erlangen.
Hier in Paris nannte er sich zum ersten Mal Ignatius und stiftete eine neue Ordensgemeinschaft, die der Vorläufer des späteren Jesuitenordens darstellte. Auch in Paris sammelte er seine ersten Gefährten zu einer Gemeinschaft um sich.
1536 unternimmt er Studien in Venedig und empfängt die Priesterweihe. Anschließend entschließt er sich „dem Willen des Papstes bedingungslos zu Verfügung zu stellen“ (SCHEUERL, S.38). Paul III. nimmt diesen Entschluss an und empfängt Ignatius in Rom. Bis zu seinem Lebensende verließ Ignatius Rom nicht mehr. 1540 wird seine „Gesellschaft Jesu“ (auch: Compañia de Jesús,
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Societas Jesu) durch Papst Paul III. bestätigt. 1541 wird Ignatius zum ersten Jesiutengeneral gewählt. Ignatius hält Exerzitien und arbeitet an der Konstitution seiner „Gesellschaft Jesu“.
Sein Tod am 31.7.1556 war unerwartet, aber seine Stiftung hatte eine feste Gestalt, kirchliche Approbation und weltweites Wirken erreicht.
1.1. Bedeutende Werke
Für Ignatius von Loyola war die schulische Erziehung lediglich Mittel zum Zweck - „Pädagogisches hat er selbst eigentlich nicht im Sinn“ (MÄRZ, S.266). Daher existiert ein „pädagogisches“ Werk, das die Erziehung in den Mittelpunkt stellt, nicht. Die meisten Ansichten, die für pädagogisches Denken von Interesse sein könnten, sind Anmerkungen innerhalb seiner Niederschriften. Natürlich können aus den Werken des Jesuitengenerals pädagogische Schlussfolgerungen hergeleitet werden.
Zu den bedeutendsten Werken des Ignatius jedoch zählen sowohl die Exercitia Spiritualia als auch die Geistlichen Übungen:
Die Exercitia Spiritualia, das Exerzitienbuch, begann Ignatius schon im Krankenlazarett zu schreiben. Er konnte es jedoch erst 1548 veröffentlichen. Dieses Exerzitienbuch ist die Grundlage für die „Gesellschaft Jesu“, somit auch natürlich für sein Leben und seine Botschaft.
Die „erzieherische Dimension seiner Ideen und Absichten“ (MÄRZ, S.267) hat Ignatius hauptsächlich in seinen Geistlichen Übungen niedergeschrieben. Somit ist dieses Werk wohl für die Pädagogik am ehesten von Interesse. Weitere Inhalte folgen im fiktiven Interview.
Der Vollständigkeit halber, nicht für den pädagogischen Kontext, stellt folgende Liste die Werke des Ignatius von Loyola dar, neue Ausgaben teilweise auch in deutscher Sprache:
-Catalogus Societatisjesu 1991 (Germaniae, Austriae, Helveriae), Anhang, S. 4 gnatius von Loyola und die Gesellschaft jesu, 1491-1556. Hrsg. von Andreas Falklier und Hans Imliof. Würzburg 1990.
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Arbeit zitieren:
Christoph Mahlberg, 2005, Klassiker der Pädagogik - am Beispiel von Ignatius von Loyola und den Jesuiten, München, GRIN Verlag GmbH
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