Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4
1. Bedingungsfeldanalyse 5
1.1 Beschreibung der Praktikumsschule 5
1.2 Beschreibung der Praktikumsklasse 9
1.2.1 Stundenplan 13
2. Bearbeitung des Schwerpunkthemas: Das
„Aufmerksamkeits-Defizit- Hyperaktivitäts
Syndrom“ bei Grundschulkindern 14
2.1 Definition: ADHS ADS 15
2.2 Ursachen 15
2.3 Diagnose 16
2.4 Beschreibung des Störungsbildes bei ADHS-Kindern 17
2.5 Die soziale Situation von Schulkindern mit ADHS 20
2.6 Trainingsprogramm zur sozialen Integration 21
von ADHS-Kindern in die Klassengemeinschaft
2.6.1 Übungen zur Förderung der Interaktion zwischen dem
ADHS- Kind und seinen Mitschülern 22
2.6.2 Übungen zur Förderung eines positiveren Selbstbildes 23
2.6.3 Übung zur Förderung der Interaktion zwischen Lehrkraft
und dem ADHS-Kind 24
2.7 Fazit 24
3. Schülerbeobachtung 26
3.1 Einleitendes 26
3.2 Schülerbeobachtung des Schülers A 27
3.2.1 Allgemeine Angaben zum Schüler A 27
3.2.2 Das Verhalten des Schülers A im Unterrichtsverlauf 27
3.3 Einordnung des Schülerverhaltens in
das Krankheitsbild von ADHS 29
2
4. Planung und Durchführung einer Unterrichtsreihe 31
4.1 Darstellung der Unterrichtsreihe 31
4.1.1 Thema der Unterrichtsreihe: 31
4.1.1.1 Thema der Unterrichtsstunde 1(Doppelstunde): 31
4.1.1.2 Thema der Unterrichtsstunde 2: 31
4.1.1.3 Thema der Unterrichtsstunde 3: 31
4.2 Lernziele 31
4.2.1 Grobziel der Unterrichtsreihe 31
4.2.1.1 Grobziel der Unterrichtsstunde 1 32
4.2.1.2 Grobziel der Unterrichtsstunde 2 32
4.2.1.3 Grobziel der Unterrichtsstunde 3 32
4.2.3 Feinziele 32
4.2.3.1 Feinziele der Unterrichtsstunde 1 32
4.2.3.2 Feinziele der Unterrichtsstunde 2 33
4.2.3.3 Feinziele der Unterrichtsstunde 3 34
4.3 Aufbau der Unterrichtsreihe 34
4.4 Lernvoraussetzungen 36
4.4.1 Themenunabhängige Lernvoraussetzungen 36
4.4.2 Themenabhängige Lernvoraussetzungen 36
4.5 Sachanalyse 37
4.5.1 Was sind und worin unterscheiden sich die Phasen des
Schriftspracherwerbs 37
4.5.2 Der Buchstabe A 41
4.6 Reflexion über die Unterrichtsreihe 41
5. Meine Praktikumszeit ein Fazit 43
Literaturliste 45
Anhang
3
Den auf mich zukommenden vier Praktikumswochen stand ich zunächst erfreut gegenüber. Ich hatte das Gefühl endlich das bisher Erlernte anwenden zu dürfen und auch zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum den gesamten Schulalltag miterleben zu können. Andererseits hatte ich Bedenken, dass mein bisheriges Können für die eigentliche Praxis möglicherweise nicht ausreichen würde. Da während des Studiums überwiegend die Unterrichtsinhalte und –methoden vermittelt werden und anderweitige alltägliche Aufgaben und Verhaltensweisen der Lehrer nur bedingt erwähnt werden, konnte ich mir vor dem Praktikum nur vage ein wirkliches Bild über die Anforderungen an den Lehrerberuf machen. Erstmals bei einem Einblick in den gesamten Schulalltag kann man vermutlich feststellen, ob man den Anforderungen an den heutigen Lehrerberuf gewachsen ist. Gerade deshalb war ich sehr gespannt, welche neuen Erkenntnisse in Bezug auf meine Kompetenz und meine Berufswahl ich während der nächsten vier Wochen gewinnen würde…
4
1.1 Beschreibung der Praktikumsschule
Meine Praktikumsschule, die Baedekerschule in …, ist 1971/72 auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes gebaut worden und hat am 01.08.1972 als städtische Gemeinschaftsgrundschule den Schulbetrieb aufgenommen.
Ihren Namen bekam die Schule von dem stadtbekannten Apotheker und Ornithologen, Fr. Baedeker.
Die Schule befindet sich im Stadtteil Annen, mit seinen 19 051 Einwohnern, dem zweitgrößten der Stadt. Trotz der zentralen Lage, hält sich das Verkehrsaufkommen im Bereich der Grundschule in Grenzen, so dass dies keine hohe Gefahr für die Schulkinder darstellt.
Das Schulgebäude hat eine Fläche von insgesamt 4200 qm auf der sich zwölf Klassenräume in der Größe von je ca. 65 qm befinden. Fünf dieser Räume haben zusätzlich eine zwölf Quadratmeter große Spielfläche, die sich besonders gut für Freiarbeiten und differenzierten Unterricht eignet. Darüber hinaus wird dieser Bereich häufig als Staufläche für Schulutensilien der Kinder genutzt.
Außerdem ist die Schule im Besitz von zwei Lehrmittelzimmern, einem Sekretariat, einem Rektorzimmer und einem Lehrerzimmer.
Jeder der Klassenräume ist mit einem Computer ausgestattet, welcher auch einen Internetzugang besitzt.
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Des Weiteren befindet sich im Gebäude eine 410,85 qm große Sporthalle, die jedoch morgens auch von einer Hauptschule und in den Nachmittagsstunden täglich von einem Sportverein mitgenutzt wird.
Die Schwimmstunden finden entweder im nahegelegenen Hallenbad statt, das in ca. zehn Minuten zu Fuß erreicht werden kann, oder die einzelnen Klassenverbände werden mit einem Schulbus zu einem zu einer anderen Schule gehörenden Schwimmbad gefahren.
Der Schulhof, der in den letzten Jahren neu ausgestattet wurde, bietet den 226 Schülern und Schülerinnen zahlreiche Spielmöglichkeiten…
Zu jedem der vier Jahrgänge gehören zwei Klassen, die insgesamt von 13 Lehrerinnen (incl. Direktorin), zwei Lehrern und einer Referendarin unterrichtet werden.
Seit einigen Jahren besitzt die Schule - zum Bedauern der Lehrkräfte - keinen eigenen Schulkindergarten mehr. Dieser befindet sich nun in einer 4km entfernten Grundschule und wird von mehreren Grundschulen u.a. auch meiner Praktikumsschule genutzt.
Das Einzugsgebiet besteht aus einigen Einfamilienhäusern und Werkswohnungen eines Großunternehmens, einem Asylbewerberheim und einem hohen Anteil an Sozialwohnungen. Letzteres bringt mit sich, dass ein großer Teil der Schüler in sozialschwachen Familien lebt.
Rund 40 Schüler und Schüleri nnen kommen aus dem Ausland; auch einige Kriegsflüchtlinge sind unter ihnen zu finden. Gemessen an anderen Grundschulen der Stadt, hat die Baedekerschule einen sich im höheren Prozentbereich ansiedelnden Ausländeranteil. Die am häufigsten vorkommenden Herkunftsländer sind die Türkei, Albanien, Serbien und Bosnien. Weitere 25 Kinder sind Aussiedler, die aus östlichen Ländern Europas, wie Polen und Russland, kommen. Allgemein lässt sich kein Urteil über die Sprachkompetenzen der ausländischen SchülerInnen zum Zeitpunkt der Einschulung fällen; diese sind teilweise recht gut, häufig jedoch nicht ausreichend.
Für die türkischen Kinder findet zweimal wöchentlich eine Stunde muttersprachlichen Unterrichts statt, welche von einem türkischen Lehrer, der speziell für dieses Fach an die Schule kommt, erteilt wird. Weitere Sprachangebote, wie Jugoslawisch und Italienisch, finden im gleichen Rhythmus in den Nachmittagsstunden auf freiwilliger Basis statt.
Ein weiteres Angebot, das neben dem eigentlichen Förderunterricht zur Förderung lernschwächerer Kinder initiiert wurde, sind die sog. Silentien, an denen von der Klassenlehrerin ausgesuchte Kinder teilnehmen sollten. Diese finden zu einem geringen von den Eltern zu tragenden Kostenfaktor dienstags und mittwochs von 1415 für die ersten beiden Jahrgänge und von 15-16 Uhr für die Klassen 3 und 4 statt. Das Ziel liegt darin, Kindern, deren Eltern keine ausreichenden Kompetenzen aufweisen oder aber auch bis abends berufstätig sind und sie deshalb keine Hilfe leisten können, bei ihren Hausaufgaben zu helfen.
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Des Weiteren können Kinder, deren beide Elternteile berufstätig sind, nach dem Unterricht den sog. Kidsclub nutzen. Dieser findet täglich von 14 bis 16 Uhr täglich statt. Die monatlichen Kosten in Höhe von ca. 40 Euro müssen von den Eltern getragen werden. Dort finden neben der Hausaufgabenbetreuung gemeinsame oder auch freie Spiel- und Bastelaktionen statt. Dieses Angebot wird gern in Anspruch genommen, so dass mit einer gewissen Wartezeit gerechnet werden muss bis ein Platz frei wird.
Einen recht hohen Zulauf haben ebenfalls die Arbeitsgemeinschaften, so dass die Schule bereits sieben eingerichtet hat; sie finden im Anschluss an den Unterricht oder auch nachmittags statt. Dazu gehören die Flöten-, die Bilderbücher-, die Theater-AG, sowie die Ballspiele -, die Turn-, die Textverarbeitungs- und die Computer-AG.
Weiterführende Schulen sind die Freiligrath-Hauptschule, die Holzkamp-Gesamtschule, die Adolf-Reichwein-Realschule und das Albert-Martmöller-Gymnasium .
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1.2 Beschreibung der Praktikumsklasse
Zu Beginn meines Praktikums besuchte die Klasse 1a, der 21 Kinder angehören, erst zwei Wochen die Schule . Die zwölf Mädchen und neun Jungen werden von der erfahrenen Lehrerin, Frau G., die mehr als 20 Jahre an dieser Schule unterrichtet, geleitet. Sie erteilt in dieser Klasse Unterricht in den Fächern, die im Stundenplan als X dargestellt sind. Dazu gehören Sprache, Sachunterricht, Kunst/ Textilgestaltung, sowie Musik und Religion. Letzteres ist jedoch während meiner Praktikumsdauer leider nicht in der mir zugeteilten Klasse unterrichtet worden.
Frau W. gestaltet regulär nur den Mathematikunterricht in dieser Schulklasse. Sie hat allerdings für das erste Halbjahr eine zusätzliche Hilfsfunktion übernommen, so dass einige Stunden in der Woche von beiden Lehrerinnen, Frau G. und Frau W., betreut werden.
Sport erteilt eine junge Lehrerin, die erst seit einem Jahr an dieser Schule ist. Dreizehn der Kinder haben die deutsche Staatsangehörigkeit, wobei aber zwei in Polen geboren sind und ein Kind in Russland. Zusätzlich gibt es fünf Kinder, die türkischer Abstammung sind, zwei die albanischer und ein Kind, das indischer Herkunft ist. Obwohl die ausländischen Kinder nicht mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind, bestehen nur geringe oder gelegentlich keinerlei Sprachschwierigkeiten. Dies ist, wie ich in anderen Praktika erfahren habe, nicht die Regel, besonders, wenn man bedenkt, dass bei allen diesen Kindern im Elternhaus kaum Deutsch gesprochen wird und die Eltern größtenteils selbst der deutschen Sprache nicht mächtig sind.
Die Arbeitsatmosphäre ist durchaus als diszipliniert zu bezeichnen - die Kinder verhalten sich der Lehrerin respektvoll gegenüber (Ausnahme: siehe Beobachtungsaufgabe). Die Arbeitshaltung der Schüler und Schülerinnen ist überwiegend als positiv zu bewerten. Das Interesse am Unterrichtsgeschehen, die Lernfreude und die Lernmotivation, die sich besonders in der aktive n Beteiligung widerspiegeln, sind bei den meisten Schüler(n)Innen der 1a als relativ hoch einzuschätzen. Dies resultiert vermutlich auch nicht zuletzt d urch die kurze Zeit, die die Kinder an der Schule sind.
Leider gibt es aber auch Ausnahmen. Vereinzelte Kinder lassen sich sehr leicht ablenken und können sich nur schwer, insbesondere in ausgedehnteren Phasen des
9
Arbeit zitieren:
Agnes Slabon, 2003, Bericht zum Blockpraktikum, München, GRIN Verlag GmbH
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