Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. II
Tabellenverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis. IV
1. Einleitung. 1
2. Formen der Wirtschaftskriminalität. 2
2.1. Begriffsklärung. 2
2.2. Erscheinungsformen. 2
2.3. Charakteristika der Akteure 5
3. Ausprägungen von Wirtschaftskriminalität. 7
3.1. Aktuelle Situation. 7
3.2. Betroffene Branchen. 8
3.3. Rolle der Informationstechnologie 9
3.4. Unterschätzung. 10
4. Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität. 11
4.1. Systematisierung der Möglichkeiten. 11
4.2. Forensic Services. 12
4.3. Typologisierung der externen Möglichkeiten. 13
4.4. Typologisierung der internen Möglichkeiten. 15
5. Aktuelle Fälle aus der Praxis. 18
5.1. Der Fall Parmalat. 18
5.2. Der Fall Flowtex 19
6. Schlussbemerkungen. 21
Literaturverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Täterprofil allgemein und intern Seite
Abb. 2: Fallentwicklung und Aufklärung von Wirtschaftskriminalität Seite
Abb 3: Vergleich der Entwicklung von Wirtschaftskriminalität 1997-2002 Seite
Tabellenverzeichnis III
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Ausprägungen der Betrugsarten
Seite 3
Tab. 2: Übersicht über externe Bekämpfungsalternativen Seite 13
Tab. 3: Unternehmensinterne Bekämpfungsalternativen Seite 15
Abkürzungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis
a.a.O. -am angeführten Ort
ASW -Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit in der Wirtschaft e. V
BCC -Business Crime Control
BKMS -Business Keeper Monitoring System
BND -Bundesnachrichtendienst
IT -Informations-Technologie
OLAF -office européen de la lutte anti-fraude
S. -Seite
Tab. -Tabelle
UCLAF -unité de coordination de la lutte anti-fraude
uvm. -und vieles mehr
www - world wide web
1. Einleitung 1
1. Einleitung
Wirtschaftskriminalität ist zwar ein Thema von dem schon vor Jahrzehnten gesprochen wurde, allerdings ist in letzter Zeit ein vermehrtes Aufkommen wirtschaftskrimineller Handlungen zu verzeichnen. Gründe hierfür sind der sich im Rahmen der Globalisierung verschärfende Wettbewerb durch Verschmelzung der Kapital- und Gütermärkte sowie der technologische Fortschritt. Durch Wirtschaftskriminalität wird allein der deutschen Wirtschaft Schaden in Milliardenhöhe zugefügt. Durch die oben genannten Gründe entstehen im Wandel der Zeit auch immer wieder neue Formen von Wirtschaftskriminalität. Das bedeutet, dass sich die Täter wirtschaftskrimineller Handlungen an die in der Wirtschaft und in den Unternehmen vollzogenen Veränderungen anpassen, um auf diese Weise Profit für sich zu erlangen.
Ziel dieser Arbeit ist es, Erscheinungsformen und Ausprägungen der Wirtschaftskriminalität zu erläutern, Bekämpfungsalternativen aufzuzeigen und auf bekannt gewordene Fälle aus der Praxis einzugehen. Daher soll sich die Arbeit mit vier Aufgabenfeldern befassen.
In einem ersten Schritt soll untersucht werden, welche Reichweite der Begriff Wirtschaftskriminalität hat. Dann soll das Augenmerk auf die Vielzahl von Erscheinungsformen gerichtet werden, wobei besonders markante Formen näher erläutert werden. Des Weiteren soll aufgezeigt werden, welche Akteure an wirtschaftskriminellen Handlungen beteiligt sind, d.h. hier wird versucht, die Frage nach den Eigenschaften von Tätern und Opfern zu beantworten.
Gegenstand des zweiten Aufgabenfeldes ist es, die Ausprägungen und Reichweite von Wirtschaftskriminalität zu beleuchten. Schwerpunktmäßig wird an dieser Stelle die aktuelle Situation mit Fakten und Daten dargestellt, es wird auf die Betroffenheit der unterschiedlichen Branchen sowie auf die Rolle der Informationstechnologie eingegangen. Außerdem wird aufgezeigt, warum die Unternehmen Wirtschaftskriminalität unterschätzen und wie dieses Problem zu lösen ist.
Die Aufgabe des dritten Teils ist darzustellen, welche Möglichkeiten der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zur Verfügung stehen und wie diese dann ein- und umgesetzt werden können. Es erfolgt eine Trennung in interne und externe Handlungsalternativen, die entweder als präventive oder repressive Maßnahmen ihre Anwendung finden.
Der letzte und vierte Aufgabenteil beschäftigt sich mit den aktuellen Fällen aus der Praxis. Hier soll auf den Fall des pleite gegangenen Lebensmittelkonzerns Parmalat und auf den von der Bohrmaschinen-Firma Flowtex eingegangen werden. Anhand dieser beiden Fälle sollen die in den vorausgegangenen Kapiteln gewonnenen Erkenntnisse abgebildet werden, um das Ausmaß und die Folgen von Wirtschaftskriminalität darzustellen.
2. Formen der Wirtschaftskriminalität 2
2. Formen der Wirtschaftskriminalität
2.1. Begriffsklärung
Der Begriff Wirtschaftskriminalität ist in vieler Munde, allerdings ist keine einheitliche Begriffsabgrenzung zu finden, da je nach eingenommenem Blickwinkel eine andere Definition Anwendung findet. Dennoch haben sich spezielle Merkmale herausgebildet, die auf alle Fälle und Formen von Wirtschaftskriminalität zutreffen. So muss es sich um Unternehmen oder Organisationen handeln, die einer wirtschaftlichen Betätigung nachgehen. Wirtschaftskriminalität ist oft durch die berufliche Rolle des Täters, Vertrauensmissbrauch durch Ausnutzen beruflicher Befugnisse und Rechte, Kollektivität und Anonymität des Opfers und eine geringe Sichtbarkeit des Rechtsbruchs gekennzeichnet. 1
Demgegenüber argumentiert Berg anders. Er führt an, dass es eine Reihe von Merkmalen gibt, die auf viele wirtschaftskriminelle Handlungen zutreffen, aber eben nicht auf alle Ausprägungen anwendbar sind. Dies bedeutet, dass Fälle von Wirtschaftskriminalität nicht mehr als solche gelten können, wenn nur eine, der in die Definition aufgenommenen Kriterien nicht mehr zutreffen. 2 Somit ergibt sich für Berg folgende Definition, die uneingeschränkt für alle Formen von Wirtschaftskriminalität gilt: „Unter Wirtschaftskriminalität werden alle Gesetzesverstöße zusammengefasst, bei denen eine wirtschaftliche Betätigung auf Täter- und Opferseite vorliegt.“ 3
2.2. Erscheinungsformen
„Die Erscheinungsformen werden bestimmt durch Wirtschaftssystem und -verfassung, Sozialstruktur, technischen Stand und Wirtschaftsentwicklung.“ 4 Durch Entwicklungen in Technik und Wirtschaft werden neue Formen wie Cybercrime und grenzüberschreitende, organisierte Wirtschaftskriminalität erst möglich gemacht. 5 Die Erscheinungsformen treten intern im Unternehmen auf, oder es kommt zu wirtschaftskriminellen Taten von außerhalb des Unternehmens. Auch eine Zusammenarbeit zwischen internen und externen Tätern ist denkbar. Im folgenden sollen einzelne Erscheinungsformen herausgegriffen und näher erläutert werden.
1 Vgl. H-J Albrecht: „Forschungen zur Wirtschaftskriminalität in Europa: Konzepte und empirische Befunde“ (2003) S.40
2 Vgl. A. Berg: „Wirtschaftskriminalität in Deutschland - Ursachen und Bekämpfung von Korruption und Untreue“ (2001) S. 13ff
3 Ebenda S. 22
4 R. Berthel: „Wirtschaftskriminalität in Deutschland-Der Stand der Dinge“ in Schriftenreihe der Polizei-Führungsakademie (2003) S. 15
5 Vgl R.Berthel: a.a.O. S.15
2. Formen der Wirtschaftskriminalität 3
Bilanzmanipulation
Die Bilanzpolitik ist ein Kommunikationsinstrument der Unternehmen, mit der es mit seiner Umwelt in Kontakt treten kann. Von Bilanzmanipulation spricht man, wenn die Adressaten der Rechnungslegung absichtlich irregeführt werden, z.B. durch Auswahl, Auslassung und Zusätze relevanter Informationen. 6 Ziel der Bilanzmanipulation ist der Wunsch von Vertretern des Managements nach Maximierung ihrer Einkünfte. Die Folgen und Auswirkungen von Bilanzmanipulation sind enorm. Es kommt zu negativen Effekten für das betroffene Unternehmen, für finanziell Involvierte, und auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, den Staat und die Versicherungen sind realistisch. 7 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Bilanzmanipulationen zu den Taten zählen, „die von Personen begangen werden, die mit dem Unternehmen verbunden sind. Opfer vorsätzlicher Falschdarstellungen und das Verschweigen wesentlicher Tatsachen in Abschlüssen sind neben dem Unternehmen vor allem Außenstehende als Adressaten des Abschlusses oder der Berichterstattung.“ 8
Betrug
Betrug stellt den Kern der erfassten wirtschaftskriminellen Handlungen in Europa dar. Durch Betrug wird eine dritte Person dazu gebracht ihr Vermögen für etwas einzusetzten, das sie unter Kenntnis der wahren Sachlage nie investiert hätte. Sie ist somit Opfer der Bereicherungsabsicht des Täuschenden geworden. Betrug tritt in unterschiedlichen Formen auf, deren Häufigkeit und Ausmaß verschieden ausfällt.
Tab. 1: Ausprägungen der Betrugsarten
Diese Betrugsarten kommen häufig in kleinen Unternehmen vor, allerdings können sich auch große Unternehmen unter den Betrügern befinden. 9
6 Vgl. M. Hain: „Anforderungen an die Polizei bei der Verfolgung von Bilanzmanipulation“in Schriftenreihe der Polizei-Führungsakademie (2003) S. 123
7 Vgl. Ebenda S. 126f
8 Ebenda. S. 128
9 Vgl. H.-J. Albrecht: a.a.O. S. 47ff
Arbeit zitieren:
Melanie Rheindorf, 2004, Management und Märkte: Erscheinungsformen, Ausprägungen und Bekämpfungsmöglichkeiten der Wirtschaftskriminalität, München, GRIN Verlag GmbH
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