Autozentriker sehnen sich nach personeller Verwirklichung und wollen alle ihre Bedürfnisse befriedigen. Sie sehnen sich danach sich als autonome Person zu verwirklichen und neigen zu „informellen“ Umgangsformen; sie träumen davon angstfrei, unabhängig und nicht kontaktscheu zu sein.
Die Autozentriker haben das Bedürfnis nach Echtheit oder Unmittelbarkeit des eigenen Verhaltens im gesellschaftlichen Umfeld, sie wollen das, was man jeweils fühlt, unverstellt zum Ausdruck bringen. Es besteht bei ihnen der Wunsch und die Bemühung, was der Einzelne als sein Potential ansieht, möglichst uneingeschränkt zu realisieren. Die Bedeutung einer kooperativen Führung steigt an und die Gestaltung des Arbeitsplatzes wird als ein Ziel innerbetrieblicher Organisationsarbeit aufgewertet. Die Menschen brauchen einen Handlungsspielraum, wollen eigene Fähigkeiten zeigen und sie an der Gestaltung der Arbeitsbedingungen mitwirken. Die Arbeit soll ihnen nicht nur Spaß machen, sondern auch neue Erfahrungen ermöglichen und das Gefühl der „Beherrschung“ des eigenen Handlungsspielraums vermitteln.
Weil man grundsätzlich gegen Monotonie, einfache und langwierige Arbeit ist, müssen sich die Betriebe etwas einfallen lassen. Sie müssen die Arbeitsaufgaben so gestalten, daß sich eine intrinsische Arbeitsmotivation entfalten kann. Eine zunehmende Rolle spielen solche Programme, wie zum Beispiel job enlargement oder job enrichment.
Mit all diesen Bedürfnissen werden die Betriebe konfrontiert und sie müssen alles dafür tun, um die Motivation der Menschen zu steigern und die Arbeit wieder attraktiv zu machen. Das ist nicht einfach, da die Freizeit sehr an Bedeutung gewonnen hat und die Arbeit, wie schon erwähnt, nur als Mittel zum Zweck verstanden wird.
Es gilt nicht mehr als Schande, keinen festen Job zu haben, aber auch nicht als Dummheit, auf sozialen Aufstieg und Berufskarriere zu verzichten. Das bürgerliche Ideal der Selbstverwirklichung durch Arbeit verliert seine Anziehungskraft. „Tätigkeit“ verspricht mehr Befriedigung: Reisen, Musizieren, Freundschaften pflegen, miteinander reden. In den 50er Jahren wurde Arbeit als Pflicht, für den Wiederaufbau des eigenen Landes gesehen. Die Lebensphilosophie hieß damals „mehr Disziplin und Leistung, mehr Ware und Prestige“. Früher wurde Arbeit als Befriedigung, als sinnvolle Erfüllung einer Aufgabe gesehen. Seit den späten Sechzigern konnte man aber bereits einen Rückgang dieser Einstellung von etwa 10 Prozent erkennen. Damit waren schon die ersten Anzeichen eines Wertewandels zu erkennen. Es kam zur Verlagerung der Askese (streng enthaltsame und entsagende Lebensweise) zum Hedonismus (Natur, Nähe, Geborgenheit, Gefühl und Glück). Hier wäre die Frage, ob die Arbeit als Selbstzweck oder nur als einfaches Mittel zur Erfüllung
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Arbeit zitieren:
Petra Sedlackova, 2001, Von den Pflicht- und Akzeptanzwerten zu den Selbstentfaltungswerten, München, GRIN Verlag GmbH
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