2
Inhaltsverzeichnis Seiten
1. Einleitung 3
2. Jahre des Umbruchs (1803-1815)
2.1 Die erste Angliederung an Preußen (1802-1806) 3-5
2.2 Die französische Herrschaft (1806-1813) 5-6
2.3 Wiederanschluss an Preußen (1813-1815) 6
2.4 Die katholische Kirche in den Jahren des Umbruchs 6-7
3. Zur Person Anna Katharina Emmerick
3.1 Biografisches 8
3.2 Die Krankengeschichte Emmericks 9-10
3.3 Die mystischen Erfahrungen Emmericks 10-11
3.4 Die Wirkung der Symptome und Erfahrungen Emmericks auf 11
die damaligen Zeitgenossen vor dem Hintergrund der Romantik
4. Zusammenfassendes Fazit - Bezug zwischen der damaligen 12
(kirchen-)politischen Situation und Emmerick
5. Literaturverzeichnis 13
3
1. Einleitung
In dieser Arbeit soll untersucht werden, wie Anna Katharina Emmerick, die „Mystikerin des Münsterlandes“, die katholische Kirche und das politische Leben in Münster in Jahren der Veränderung und des Umbruchs beeinflusst hat. Dazu wird zunächst allgemein die Situation Münsters zur Zeit der Angliederung an Preußen, Säkularisation und französischen Fremdherrschaft geschildert und im Anschluss auf die Rolle und die Entwicklung der katholischen Kirche zu dieser Zeit eingegangen. Als Quellen hierfür dient Sekundärliteratur die Geschichte der Stadt und des Bistums Münster betreffend. Im darauf folgenden Teil soll es um die Person Anna Katharina Emmerick gehen, um ihre mystischen Erfahrungen, ihre Krankheitsgeschichte und um ihre Wirkung auf die damaligen Zeitgenossen vor dem Hintergrund der Romantik. Hierzu werden als Literatur einschlägige Sekundärwerke über Emmerick verwendet. Im Fazit wird versucht, die beiden Teile, also die damalige (kirchen-)politische Situation und die Geschichte der Anna Katharina Emmerick in Bezug zueinander zu setzen, indem einerseits die Auswirkungen der politischen Situation auf das Leben Emmericks herausgestellt werden und andererseits schwerpunktmäßig die Bedeutung Emmericks für die Entwicklung Münsters in der damaligen Zeit betrachtet wird.
2. Jahre des Umbruchs (1803-1815)
2.1 Die erste Angliederung an Preußen (1803-1806)
Der 3. August 1802 ist der Tag, an dem Münster von Preußen in Besitz genommen wurde. Was folgte waren dreizehn durch Unruhe geprägte Jahre, in denen die politische Zugehörigkeit mehrfach wechselte. Die einstige fürstbischöfliche Landeshauptstadt Münster erlebte in dieser Zeit einen tiefgreifenden Verfassungs- und Verwaltungswandel die kirchliche Ordnung, die Gesellschaft, sowie Wirtschaft und Kultur betreffend, in Zuge dessen jahrhundertealte Traditionen umgekrempelt wurden.
4
1802/03 fand eine Säkularisation der deutschen Fürstbistümer statt, die durch die Abtretung linksrheinischer Reichsgebiete als Entschädigungen an das in den Revolutionskriegen siegreiche Frankreich veranlasst wurde. Eine weitere Ursache für die Säkularisation waren aber auch Forderungen nach einer Entflechtung weltlicher und kirchlicher Einflussbereiche im Sinne einer grundsätzlichen Diskussion über die Existenz geistlicher Staaten vor dem Hintergrund des Aufklärungsdenkens. Kritisiert wurde vor allem der häufige Regentenwechsel durch den Wahlstaatscharakter der Fürstbistümer und der angeblich den Fortschritt hemmende Einfluss des Klerus. 1
Anfang 1795, als französische Truppen zum Einmarsch in Westfalen bereit waren, drohte Münster selbst von den Kriegswirren erfasst zu werden. Dann jedoch schied Preußen aus der antifranzösischen Koalition aus und der daraufhin geschlossene Friedensvertrag von Basel erklärte den gesamten norddeutschen Raum als Neutralitätszone. Unmittelbar bevor stand jedoch für Münster die Säkularisation, weil Preußen der Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich und der Entschädigung durch Fürstbistümer zugestimmt hatte. Nachdem sich Hoffnungen Münsters auf Österreich bezüglich der Stütze durch die drei geistlichen Kurfürstentümer nicht erfüllten, leitete Napoleon in Anlehnung an den Reichsdeputationsschluss vom 25. Februar 1803 den Prozess der Reichsauflösung ein, der sich dann 1806 vollendete. Den Reichsdeputationsschluss nicht abwartend annektierte Preußen schon im August 1802 die ihm im französisch-preußischen Vertrag zugesprochenen Gebiete, in dem Preußen etwa fünffach für die linksrheinischen Gebiete entschädigt wurde. Die nördlichen und westlichen Gebiete des Fürstbistums Münster blieben den Preußen jedoch verwehrt, zugesprochen wurden ihnen die Osthälfte einschließlich der Landeshauptstadt. Auch wenn kein ernsthafter Wiederstand die verwaltungsmäßige Angliederung begleitete, so gab es doch abhängig von den einzelnen Bevölkerungsschichten Vorurteile und Sorgen dem ungeliebten Preußen gegenüber, das in Münster für Bürokratie, Steuerbelastung und Militärdrill stand. Zu erwähnen ist aber vor allem das wohl größte Problem in Form der Religionsverschiedenheit zwischen dem katholischen Münster und dem protestantischen Preußen.
1 Vgl. Damberg, Wilhelm. Moderne und Milieu. 1802-1998. (Geschichte des Bistums Münster, 5).
Münster 1998, 17+20.
Arbeit zitieren:
Christoph Braun, 2005, Die Geschichte der Anna Katharina Emmerick vor dem Hintergrund der Angliederung Münsters an Preußen und vor dem Hintergrund der Säkularisation und französischen Herrschaft in ihrer Wirkung auf die katholische Kirche, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Darstellung der Großstadt in der Literatur des beginnenden 20. Jah...
Soziologie - Medien, Kunst, Musik
Seminararbeit, 32 Seiten
Weiblichkeit Anfang der zwanziger und dreißiger Jahre am Bespiel des R...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 26 Seiten
Rituale und Zeremonien als soziokulturelles Gut
Soziologie - Kultur, Technik und Völker
Hausarbeit, 16 Seiten
Das Komische in Friedrich Dürrenmatts Stück 'Die Physiker'
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 10 Seiten
Die sächsische Metropole Dresden
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Das Portrait Martin Luthers - Die Schaffung eines Images
Hausarbeit (Hauptseminar), 34 Seiten
Vinzentinerinnen (Barmherzige Schwestern)
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Curriculum Weltgeschichte - interdisziplinäre Zugänge zu einem global ...
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Heiter oder ideologisch? Der Unterhaltungsfilm im Nationalsozialismus ...
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Seminararbeit, 24 Seiten
Propaganda Audiovisuell - Nationalsozialistische Propaganda in Film- u...
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Seminararbeit, 17 Seiten
Aspekte weiblichen Schreibens in der frühen Lyrik Mascha Kalékos
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Christoph Braun hat den Text Die Geschichte der Anna Katharina Emmerick vor dem Hintergrund der Angliederung Münsters an Preußen und vor dem Hintergrund der Säkularisation und französischen Herrschaft in ihrer Wirkung auf die katholische Kirche veröffentlicht
Christoph Braun hat einen neuen Text hochgeladen
Die Wirkung von Überflutung und Trockenheit auf die Mesofauna (Collemb...
Michael Thomas Marx
0 Kommentare