2
I INHALTSVERZEICHNIS
I INHALTSVERZEICHNIS 2
II PROLOG 4
1. E-COMMERCE 6
1.1. DEFINITION 6
1.2. GENERELLE TENDENZEN FÜR INTERNET UND E-COMMERCE 6
1.3. E-COMMERCE IM TOURISMUS 7
1.4. TOURISMUS UND E-COMMERCE IN DEN USA 8
1.5. TOURISMUS UND E-COMMERCE IN EUROPA UND DEUTSCHLAND 8
2. GENERELLE VERKAUFSSTRATEGIEN DER HOTELLERIE 10
2.1. DIREKTER VERKAUF 11
2.2. INDIREKTER VERKAUF 11
3. ONLINE MULTIMEDIA IM VERKAUF VERTRIEB 12
4. DIREKTE ONLINE-DISTRIBUTION 13
4.1. DIE EIGENE HOMEPAGE 13
4.1.1. Technische Vorraussetzung 15
4.1.2. Einbindung in Suchmaschinen 15
4.1.3. E -Commerce Zahlungssysteme 16
4.2. BEISPIEL AM MADISON HOTEL HAMBURG 17
5. INDIREKTE ONLINE-DISTRIBUTION 20
5.1. ENTWICKLUNG DER CRS 21
5.1.1. Technische Vorraussetzungen für CRS 22
5.1.2. Funktion von CRS 23
5.1.3. Verwendung der CRS von Endkunden 25
5.2. ZENTRALE VERKAUFS- UND RESERVIERUNGSORGANISATIONEN 27
5.2.1. SRS World Hotels 27
5.2.1.1. Geschichte von SRS World Hotels 29
5.2.1.2. TRUST 31
3
5.2.1.3. Geschichte von TRUST 34
5.3. ONLINE-HOTELMITTLER 34
5.3.1. HRS 34
5.3.2. Ebay 37
III EPILOG 39
IV LITERATURVERZEICHNIS 40
4
II. Prolog
Die touristische Vertriebslandschaft musste sich in den vergangenen Jahren an viele neue Rahmenbedingungen anpassen. Der technologische Fortschritt und der elektronische Direktvertrieb stellen traditionell gewachsene Anbieter- und Nachfragebeziehungen in Frage. Außerdem bergen Globalisierungstendenzen im internationalen Reisegeschäft und der damit einhergehende strukturelle Wandel der Tourismusunternehmen (Konzentrationsprozesse wie strategische Allianzen, Kooperationen und Fusionen) enorme Herausforderungen für die Unternehmen. Der Markt ist schnelllebiger geworden und die Ansprüche der Marktteilnehmer wachsen stetig.
Unabhängig von diesen veränderten Rahmenbedingungen ist die Vermarktung und der Vertrieb von Reisen seit jeher von einem guten Informations- und Kommunikationsfluss abhängig. Die Information ist wichtigstes Bindeglied zwischen Leistungsträgern, Reisemittlern und Endkunden. Während früher Printmedien zu den wichtigsten Informations- und Vertriebsmitteln zählten, kamen mit der Liberalisierung des Luftverkehrs vermehrt computergesteuerte Reservierungssysteme (CRS) zum Einsatz. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte wurden die CRS funktional ausgebaut und erreichten weltweite Verbreitung. Parallel zur Entwicklung der globalen CRS verbreiteten sich das Internet und Online- Dienste und es entstanden viele neue Arten von Informations-, Kommunikations - und Reservierungssystemen.
Diese neuen Vertriebswege werden im Folgenden fokussiert und genauer aufgezeigt. Der Betrachtungsschwerpunkt wird dabei auf der Hotellerie als einem wichtigen Bestandteil der Tourismusbranche liegen.
Im ersten Teil werden zunächst generelle Tendenzen, bezogen auf die gesamte Tourismusbranche und die Entwicklung des Onli ne-Vertriebs, (E-Commerce) aufgezeigt.
Im folgenden Abschnitt wird sich näher mit den Online- Vertriebsmöglichkeiten in der Hotellerie beschäftigt. Dieser Teil gliedert
5
sich in die direkte und indirekte Online-Distribution, wobei für die unterschiedlichen Vertriebswege beispielhaft das Hotel Madison Hamburg, die weltweite Hotelkooperation SRS World Hotels, das computergesteuerte, globale Reservierungssystem Trust und der Online - Hotelmittler HRS dargestellt werden.
Ziel dieser Arbeit ist es, sowohl einen generellen Eindruck vom Wachstum und der Bedeutung des Internets für den Tourismus zu vermitteln, als auch die Möglichkeiten und die Vielfalt der Vertriebswege über das Internet aufzuzeigen und anhand konkreter Beispiele zu präsentieren.
6
1. E-Commerc e
1.1. Definition
„Allgemein wird Electronic Commerce als Möglichkeit beschrieben, Geschäftstransaktionen unter Einsatz von Computertechnik, Multimedia- Anwendungen, Telekommunikationstechnik, -infrastrukturen und Online-
1
Diensten aufzubauen, durchzuführen und zu steuern.“
1.2. Generelle Tendenzen für Internet und E-Commerce
Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2003 rund 500 Millionen Menschen weltweit das Internet nutzen. Europa wird die Vereinigten Staaten zahlenmäßig sogar überholen. Der Internetgemeinde der alten Welt werden 2005 etwa 190 Millionen Surfer angehören. Laut Computer Industry Almanach wird die weltweite Internetcommunity im Jahr 2006 sogar über 717 Millionen Mitglieder haben. In Nordamerika sollen dann über 230 Millionen Menschen das Internet nutzen, und in Europa werden es 202 Millionen sein. Bisherigen Expertenmeinungen entgegen stehen die Chancen für eine positive Entwicklung des E-Commerce in Europa mittlerweile nicht schlecht – so lauten zumindest die Ergebnisse der Studie "e-Europe takes off" der Unternehmensberatung Andersen Consulting. Bei einer Umfrage unter 300 Unternehmen in Europa ist zutage getreten, dass rund 82 Prozent der Führungskräfte der Ansicht sind, dass E -Commerce große Auswirkungen auf die strategischen Geschäftsfelder der Unternehmen haben werde. 2 Dem europäischen E- Commerce wird bescheinigt, an einem Scheideweg zu stehen, woraus sich zwei völlig unterschiedliche Szenarien entwickeln lassen: Zum einen könne sich ein E -Europe entwickeln, bei dem E -Commerce der Katalysator für Handel, wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze ist. Oder aber das Ganze gerate in eine Sackgasse, in der eine abwartende Haltung europäischer Unternehmen der übrigen Welt erlaube,
1 Mit eCommerce zum Markterfolg (2000), S. 205
2 Quelle: http://www.gfk.com
7
ihre Führung im Bereich E -Commerce auszudehnen und Europa das Wasser völlig abzugraben. Jedoch sei dieses Rennen noch lange nicht gelaufen, da im europäischen Markt und durch den Euro große Wachstumspotentiale im Bereich E -Commerce zu erwarten sind, Wachstumschancen, an denen auch die Reisebranche partizipieren kann. 3
1.3. E-Commerce im Tourismus
Der Tourismus ist weltweit eine Wachstumsbranche trotz des tragischen Ereignisses vom 11. September 2001. Seit Jahren erzielen die wichtigsten Marktteilnehmer bei Umsätzen und Kunden Zuwächse bis zu zehn Prozent. Ein Blick in die USA zeigt, dass dort E-Business Unternehmen im Bereich Tourismus bereits mehrere Milliarden US-Dollar jährlich umsetzten. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat in ihrer 7. Erhebungswelle 2000/2001 ermittelt, dass die Zahl der Buchungen per Internet in Deutschland mittlerweile bei mehr als sechs Millionen liegt. Der Online -Reisesektor ist zwischen den Jahren 2001 und 2002 um 53% gewachsen und hat im Jahr 2002 einen Umsatz von € 7,3 Milliarden und im Jahre 2003 € 9,7 Milliarden Euro umgesetzt, was einem Anstieg von 32% gleichkommt. Im Jahr 2006 dürfte der Onlineumsatz € 16,4 Milliarden betragen. 38% der Geschäftreisen haben im Jahr 2003 nach Betrachtung einer Webseite eine Online -Buchung vorgenommen. Bei den anderen Reisenden waren es 30%. Der Anstieg in den Jahren 2002 und 2003 betrug daher 5% bzw. 4%. Die Buchungen von Hotelzimmern über Internet stehen nach dem Erwerb von Online- Flugtickets an vorderster Stelle. 4
3 Ouelle: http://www.secure-res.com
4 Quelle: http://www.tourismusmagazin.de
8
1.4. Tourismus und E-Commerce in den USA
Im Jahr 2005 wird der Reise- und Urlaubsmarkt laut ETI (Europäisches Tourismus Institut an der Universität Trier) der wichtigste Sektor im Bereich E-Commerce sein und sogar den Hard- und Softwarebereich überholen. 5 Nahezu ein drittel der Internetnutzer in den USA besuchen Websites, die in irgendeiner Form mit Reisen zu tun haben, weist eine Studie der NPD Group aus. In den USA buchten 1999 rund 31 Prozent der Kunden einer Website von Fluglinien online einen Flug, während es 1998 lediglich 21 Prozent waren. 28 Prozent der User von Hotelbuchungs-Sites reservierten 1999 online, im Jahr zuvor waren es 21 Prozent. Interessant dabei ist, dass die Zufriedenheit der Kunden, die über das Internet eine Reise gebucht haben, größer sein soll, als bei jenen, die das Web nur zur Informationssammlung benutzt haben. 89 Prozent der User, die eine Flugreservierung über das Netz vornahmen, gaben an, sehr oder zumindest ziemlich zufrieden mit dem Ablauf der Transaktion gewesen zu sein. 6 Die Erwartungen für Onlinebuchungen sind wenigstens in den USA groß, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Onlinebuchung mit der Verweildauer auf der Site gekoppelt sei. Bei erfahrenen Internetnutzern sei die Hemmschwelle Kreditkarte mittlerweile gefallen. Für jene Nutzer, die lediglich durchs Web surfen, sei es nur eine Frage der Zeit, sich von "Lookern zu Bookern" zu wandeln. 7
1.5. Tourismus und E-Commerce in Europa und Deutschland
In Europa hält sich die Reisekundschaft noch zurück. Während in den
USA der Reisebereich zu den viel genutzten Angeboten gehört, rangieren
Buchungen für Bahn-/Flugtickets auf Platz 6 hinter Angeboten aus dem Bereich Auktionen, Telekommunikationsdienstleitungen, Versandkauf- häusern, Immobilien. Hotelbuchungen stehen auf Platz 7, und Reisebuchungen nehmen den elften Platz ein. 8 In einer aktuellen Umfrage
5 Quelle: http://www.eti.de
6 Quelle: http://www.npd.com
7 Quelle: http://www.ecommerce-trends.de
8 Quelle: http://www.gfk.com
Arbeit zitieren:
Hanna Krieger, 2004, E-Commerce in der Hotellerie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Innovative Vertriebssysteme in der Hotellerie am Beispiel von alpinhot...
Hotelfach / Gaststättengewerbe
Seminararbeit, 44 Seiten
Erfolgsfaktoren einer erfolgreichen Markenführung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 55 Seiten
Das Geschäftsmodell von Low-Cost Airlines - Unterschiede und Wettbewer...
Diplomarbeit, 156 Seiten
Preispolitik in der Touristik am Beispiel von Fluggesellschaften und R...
Hauptseminararbeit, 37 Seiten
Auswirkungen der Low-Cost-Carrier auf traditionelle Vertriebswege
Geowissenschaften / Geographie - Fremdenverkehrsgeographie
Hauptseminararbeit, 25 Seiten
Chancen, Möglichkeiten und Grenzen der Individualhotellerie zum Aufbau...
Bachelorarbeit, 52 Seiten
Tabakwerbung - Zulässigkeit und Umfang von Maßnahmen der EG
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Hausarbeit, 29 Seiten
Eine Globalisierung der Urlaubskultur? Die weltweite Veränderung der t...
Geowissenschaften / Geographie - Fremdenverkehrsgeographie
Seminararbeit, 40 Seiten
Benchmarking - Erfolg durch Lernen von den Besten
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 21 Seiten
Hauptstadt Berlin - Folgen der Expansion im Luxussegment des Hotelmark...
Hotelfach / Gaststättengewerbe
Studienarbeit, 23 Seiten
Distributionspolitik in der Versicherungswirtschaft
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 20 Seiten
Das Konzept des Produkt-Markt-Lebenszyklusmodells - Bedeutung und Auss...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 21 Seiten
Hanna Krieger hat den Text E-Commerce in der Hotellerie veröffentlicht
Hanna Krieger hat einen neuen Text hochgeladen
Fachwörterbuch für Hotellerie und Gastronomie
deutsch-englisch/ english-germ...
Edgar E. Schaetzing, Stephanie Boss
Hotellerie-Restauration.com: Methode de Francais de L'Hotellerie Et de...
Chantal Dubois, Laurent Semichon
Status und Perspektiven in der...
Christopher Jahns, Stefan Walter, Christine Schüffler
Direktwerbung für Hotellerie und Gastronomie
Ideen - Konzepte - Musterbrief...
Ulrich Grothues, Bernhard Dany, Rolf Schmitz
0 Kommentare