INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 3
2 Begriffsklärung. 5
2.1 Sexueller Missbrauch. 5
2.2 Prävention. 5
2.2.1 Allgemein 5
2.2.2 Der Präventionsbegriff bezogen auf sexuellen Missbrauch. 6
3 Notwendigkeit der Präventionsarbeit. 6
3.1 Zahlen und Fakten. 7
3.2 Das traditionelle Präventionsmuster 7
3.3 Geschlechtsspezifische Sozialisation. 8
4 Zielsetzung und Grundsätze 10
5 Anforderungen an den Sozialpädagogen vor und während einer
Pr äventionsveranstaltung. 15
5.1 Selbstreflexion. 15
5.2 Auswahl der Methode für eine bestimmte Präventionsveranstaltung 16
5.3 Schaffung einer offenen und sicheren Atmosphäre innerhalb der
Pr äventionsveranstaltung. 16
6 Schluss 18
Literaturverzeichnis 20
Anhang. 22
2
1 Einleitung
„Prävention ist eine Investition i n die Zukunft“ ist die Botschaft eines Buches von Barbara Kavemann und dem Bundesverein zur Prävention von sexuellem Mißbrauch an Mädchen und Jungen e.V..
Dieses Zitat verdeutlich, um was es in der Präventionsarbeit im Hinblick auf sexuellen Mis sbrauch geht - die Veränderung von gesellschaftlichen Strukturen um Missbrauch zu verhindern!
Das Thema meiner Hausarbeit ist „Missbrauchsprävention bei Kindern im Grundschulalter“. Ich entschied mich, dieses Thema zu behandeln, weil ich selbst schon aktiv an einer Prävent ionsveranstaltung im Rahmen eines Praktikums teilgenommen habe und somit schon Vorstellungen vom Ablauf und Durchführung einer Präventionsveranstaltung habe. Die Hausarbeit bot mir die Möglichkeit, dieses praktische Wissen theoretisch zu untersuche n. Aus Umfangsgründen wird es mir nicht möglich sein, speziell auf die Grundlagen der Präve ntionsarbeit einzugehen, sofern diese von Instanzen wie Schule und Elternhaus ausgehen (beispielsweise die Wichtigkeit der Sexualerziehung in der Schule oder Einbezug der Eltern in Präventionskonzepte).
In meiner Hausarbeit beschränke ich meine Ausführungen des weiteren auf eine Präventionsveranstaltung in einer Schule, die beispielsweise von einem Sozialpädagogen einer bestimmten Beratungsstelle gestaltet werden kann.
Der Grund für meine Entscheidung, die Präventionsarbeit mit der Gruppe der Grundschulkinder zu beleuchten, liegt darin, dass Grundschulkinder statistisch gesehen die größte Gruppe der sexuell Missbrauchten darstellt und somit in diesem Bereich eine gesteigerte Handlungsnotwendigkeit besteht.
In meiner Hausarbeit gehe ich ausschließlich auf die Primärprävention ein. In diesem Zusammenhang behandele ich jedoch nicht die Arbeit mit Eltern.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Kinder fremder Herkunft in der Schulklasse sind, die möglicherweise eine andere Erziehungsart genossen haben - ich werde jedoch in meiner Hausarbeit den Aspekt der interkulturellen Prävention nicht beleuchten.
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Der Hauptteil meiner Hausarbeit gliedert sich in die Punkte Begriffsklärung, Notwendigkeit der Präventionsarbeit, Zielsetzung und Grundsätze der Präventionsarbeit und Anforderungen an den Sozialpädagogen vor und während einer Präventionsveranstaltung. In der Begriffsklärung werde ich die Begriffe sexueller Missbrauch und Prävention erläutern. Die Begriffsklärung soll dazu dienen, Zusammenhänge zu verdeutlichen. Beispielsweise werde ich die Begriffe Sekundärprävention und Tertiärprävention definieren, obgleich ich in me iner Arbeit nicht weiter darauf eingehe. Die Klärung dieser Begriffe ist jedoch von Nöten, da Primär - und Sekundärprävention oft nahtlos ineinander übergehen. Im dritten Kapitel werde ich die Notwendigkeit von Präventionsarbeit aus den hohen Zahlen von Missbrauchsfällen an Kindern heraus darstellen. Danach werde ich die geschlechtsspezifische Sozialisation von Jungen und Mädchen sowie das althergebrachte Präventionsmuster als gesellschaftliche Aspekte, die Präventionsarbeit nötig machen, erklären. Im Kapitel 4 - Zielsetzung und Grundsätze der Präventionsarbeit - werde ich ausgehend von der Notwendigkeit der Präventionsarbeit Möglichkeiten erläutern, wie Änderungen von gesellschaftlichen Strukturen zur Verhinderung von Missbrauch herbeigeführt werden können bzw. wie diese in einer Präventionsveranstaltung unter Zuhilfenahme von sechs Präventions-grundsätze umgesetzt werden können.
Im 5. Kapitel möchte ich die Anforderungen an den Sozialpädagogen vor und während einer Präventionsveranstaltung beleuchten. Der Sozialpädagoge hat die zentrale Rolle in der Präventionsveranstaltung und ist zum großen Teil für das Gelingen dieser verantwortlich. Es geht in diesem Kapitel darum, was der Sozialpädagoge beachten muss, damit die Präventionsve ranstaltung erfolgreich verläuft. Ich werde mich dabei auf die persönlichen Anforderung an den Sozialpädagogen durch Selbstreflexion beziehen, jedoch auch auf sein methodisches Vorgehen im Hinblick auf die Auswahl der Methode für die Veranstaltung sowie die Scha ffung einer offenen Atmosphäre, ohne welche die Umsetzung des Präventionsziels nicht mö glich wäre.
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2 Begriffsklärung
2.1 Sexueller Missbrauch
Eine allgemein gültige Definition von sexuellem Missbrauch gibt es bis heute nicht. Dies ist größtenteils drauf zurückzuführen, dass es schwer festzusetzen ist, ob der Körperkontakt zw ischen Erwachsenen und Kindern der normale, für Kinder wichtige Austausch von Zärtlichkeiten ist und ab wann die Grenze zum sexuellen Missbrauch überschritten wird. Jedoch gibt es Definitionskriterien, über welche der Begriff „sexueller Missbrauch“ konkretisiert werden kann (vgl. May 1997, S 226/227; Frei 1997, S. 12): • Befriedigung eigener Bedürfnisse des Missbrauchenden (verbal, physisch aber auch visuell)
• Alters- und Entwicklungsunterschied zwischen Täter und Opfer (somit Ausnutzung einer Vertrauensbeziehung)
• Ausnutzung einer Machtposition des Missbrauchenden durch seine körperliche und geistige Überlegenheit
• Physischer und /oder psychischer Zwang wird vom Missbrauchenden ausgeübt (Druck der Geheimhaltung) • Ausübung körperlicher Gewalt • Fehlende wissentliche Zustimmung des Kindes • Verletzung des körperlichen Selbstbestimmungsrechts des Kindes
2.2 Prävention
2.2.1 Allgemein
Der Begriff Prävention ist vom lateinischen Wort „praevenire“ abgeleitet und bedeutet „zu-vorkommen“. Allgemein wird unter der Prävention verstanden, etwas zu verhindern, bevor es geschehen kann oder einem Handlungsverlauf zuvorzukommen.
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2.2.2 Der Präventionsbegriff bezogen auf sexuellen Missbrauch
Ausgehend von der allgemeinen Definition bedeutet Prävention „(...) sexuellen Missbrauch von vornherein zu verhindern, frühzeitig zu beenden und spätere Täterschaft zu ve rmeiden.“ (Kerger 2000, S.6).
Es werden drei Präventionsebenen unterschieden, die ich im Folgenden auf den Begriff des sexuellen Missbrauchs angewandt kurz darstellen möchte (vgl. ebd., S.6) : 1. Die Primärpräventio n:
Ziel der Primärprävention ist es, sexuelle Übergriffe von vornherein zu verhindern. Dies beinhaltet einerseits die Stärkung und Aufklärung von Kindern, andererseits aber auch die Aufklärung und Information von Eltern. 2. Die Sekundärprävention:
Der Begriff Sekundärprävention ist gleichzusetzen mit dem Begriff Intervention. Das Ziel ist es, stattfindenden Missbrauch zu unterbinden und zurückliegende Missbrauchsfälle aufzudecken. 3. Die Tertiärprävention:
Ziel der Tertiärprävention ist die Minderung der Folgeschäden sexuellen Missbrauchs. Hierbei geht es um die Aufarbeitung von erlebtem sexuellen Missbrauch mit Hilfe von Therapeuten. Tertiärprävention meint die Arbeit mit Opfern, aber auch die Arbeit mit Sexualstraftätern.
3 Notwendigkeit der Präventionsarbeit
Im Folgenden möchte ich klären, welche Aspekte die Präventionsarbeit heute nötig machen: Warum braucht es eigentlich Präventionsarbeit?
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Arbeit zitieren:
Christine Schlapa, 2003, Missbrauchsprävention bei Kindern im Grundschulalter, München, GRIN Verlag GmbH
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