Im Jahr 2003 wurden etwa 3,2 Mio. Neu-PKW in Deutschland abgesetzt. Knapp 2,1 Mio. dieser Fahrzeuge waren deutsche Modelle. Somit hat die deutsche Automobilindustrie weiterhin mit 64,5% einen hohen Marktanteil im eigenen Land. Ausländische Modelle realisierten folglich einen Marktanteil von 35,5% und konnten so Ihren Anteil um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr steigern. Dieser Trend ist nicht zuletzt in der Stärke der asiatischen Automobilindustrie begründet, die stark zulegen konnte. Vergleicht man diese Werte mit den Zahlen aus 2002, in denen die deutschen Marken einen Marktanteil von 66 % für sich verzeichnen konnten und den Werten aus 2001 in denen der Marktanteil sogar 71% betrug, so stellt man einen deutlichen Negativtrend fest.
Ausländische Modelle sind in Deutschland also auf dem Vormarsch. Insbesondere die japanischen, amerikanischen und französischen Hersteller stellen die Konkurrenten auf dem deutschen Automarkt dar.
Inhaltsverzeichnis
II. Flops in der deutschen Automobilindustrie
1. Einleitung
2. Lage der deutschen Automobilindustrie
2.1. Geschichtliche Entwicklung
2.2. Wirtschaftliche Bedeutung
2.3. Aktuelle Situation
3. Flops in der deutschen Automobilindustrie - ausgewählte Beispiele
3.1. Der VW-Phaeton
3.2. Der Audi A2
3.3. Der Smart
4. Zukünftige Entwicklung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit analysiert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und aktuellen Herausforderungen der deutschen Automobilindustrie, wobei ein besonderer Fokus auf dem Phänomen gescheiterter Fahrzeugmodelle liegt. Ziel der Arbeit ist es, die Gründe für das enttäuschende Abschneiden spezifischer Fahrzeugtypen zu identifizieren und die strategischen Implikationen für die Markenidentität und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hersteller zu erörtern.
- Analyse der konjunkturellen Lage und Wettbewerbssituation der deutschen Automobilbranche.
- Untersuchung von ausgewählten "Flops" (VW-Phaeton, Audi A2, Smart).
- Empirische Auswertung von Kaufentscheidungs- und Qualitätskriterien durch eine Kundenbefragung.
- Diskussion von Zukunftsstrategien wie Markenprofilierung und Kostenoptimierung.
Auszug aus dem Buch
3.1. Der VW-Phaeton
Das Luxusschiff der Volkswagen AG verkauft sich schlecht. In 2003 konnte das Modell insgesamt nur 6000mal verkauft werden. Angesichts einer Zielabsatzzahl von 20.000 St pro Jahr ein mageres Ergebnis. Im selben Zeitraum verkaufte Mercedes die S-Klasse mehr als 10mal so häufig. Selbst VW-Chef Pischetsrieder räumte Fehler ein: „Der britischen Zeitung "Car" sagte er, das umstrittene Luxusmodell verkaufe sich nicht, weil es nicht "unverwechselbar" genug sei.“
Eine nachvollziehbare Aussage, betrachtet man doch nur die Ähnlichkeit des Phaeton mit seinem Konzernkollegen, dem Passat. So ähnlich sich die beiden im Aussehen sind, so unterschiedlich sind sie im Preis. Mit einem Einstiegspreis von 63.500 € liegt der Phaeton doch deutlich über dem Passat. Der hohe Preis scheint auch eines der K.O.- Kriterien für das Luxusmodell zu sein. In der durchgeführten Befragung bekommt der Phaeton nur eine 3,7 für die Angemessenheit seines Preises und somit den schlechtestem Wert aller untersuchten Fahrzeuge.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Marktposition der deutschen Automobilindustrie im Vergleich zu internationalen Wettbewerbern und führt in die Problematik von Fahrzeug-Flops und hohen F+E-Investitionen ein.
2. Lage der deutschen Automobilindustrie: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entwicklung der Branche sowie deren hohe wirtschaftliche Bedeutung und analysiert die aktuelle Situation unter Berücksichtigung von Marktdaten und Wettbewerbsstrukturen.
3. Flops in der deutschen Automobilindustrie - ausgewählte Beispiele: Es werden konkrete Fallstudien zu den Modellen VW-Phaeton, Audi A2 und Smart präsentiert, um die Ursachen für deren Misserfolg anhand von Befragungsdaten zu ergründen.
4. Zukünftige Entwicklung: Das Kapitel befasst sich mit den notwendigen strategischen Anpassungen der Automobilhersteller, insbesondere im Hinblick auf Markenidentität und Kostenmanagement, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der betont wird, dass Hersteller ihre Kernkompetenzen wahren müssen, um zukünftige Erfolge zu sichern.
Schlüsselwörter
Automobilindustrie, Fahrzeugflops, Marktanteile, Markenidentität, Kaufkriterien, VW-Phaeton, Audi A2, Smart, Kostenreduktion, Innovationsvorsprung, Wettbewerbsfähigkeit, Marktanalyse, Kundenbefragung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Performance und das Scheitern spezifischer deutscher Automobilmodelle in einem gesättigten, global wettbewerbsintensiven Markt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die gesamtwirtschaftliche Lage der deutschen Autoindustrie, die Analyse von gescheiterten Fahrzeugmodellen und strategische Zukunftsansätze für die Branche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die spezifischen Gründe für das schlechte Marktabschneiden von VW-Phaeton, Audi A2 und Smart zu identifizieren und Empfehlungen zur Markenführung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer Literaturanalyse der Markt- und Branchenentwicklung führt der Verfasser eine empirische Befragung durch, um die Wahrnehmung der Fahrzeuge anhand verschiedener Kaufkriterien zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Betrachtung der drei genannten Fahrzeugbeispiele und deren Vergleich in Bezug auf Parameter wie Preis, Design und Qualität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Automobilindustrie, Markenidentität, Fahrzeugflops und Wettbewerbsfähigkeit beschreiben.
Welche Rolle spielt der Preis laut der Untersuchung für den Erfolg eines Fahrzeugs?
Der Preis ist eines der entscheidenden Kaufkriterien; die Untersuchung zeigt, dass insbesondere hochpreisige Produkte bei mangelnder Differenzierung vom Kunden als "Flops" wahrgenommen werden.
Warum wird der Strategiewechsel von VW kritisiert?
Der Autor kritisiert den Sprung von Volkswagen in das Luxussegment, da dies die angestammte Marktposition gefährde und das Markenimage durch Verwirrung bei den Konsumenten schwäche.
- Quote paper
- Tobias Lorenz (Author), 2005, Flops in der deutschen Automobilindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43976