1.2 Aufbau der Unterrichtsreihe
• Gottes Schöpfung:
Einstieg in die Unterrichtsreihe und Anknüpfung an das Vorwissen der Kinder anhand einer Betrachtung des Bildes „Die Schöpfung“ von Sieger Köder. (1 Sequenz)
• Kennen lernen der biblischen Vorstellung von der Erschaffung der Welt anhand einer gestalterischen Auseinandersetzung mit der ersten Schöpfungserzählung: Die sieben Tage zur Erschaffung der Schöpfung werden arbeitsteilig gestaltet und zu einem Gesamtbild angeordnet, welches zur vertiefenden Textbesprechung herangezogen wird. (2 Sequenzen)
• Die Schöpfung mit allen Sinnen erleben - ein Erkundungsgang in die Natur: Unter Einbezug aller Sinne sollen die alltäglichen Wunder der Schöpfung in der Lebenswelt der Kinder von ihnen erfahren bzw. bewusst wahrgenommen werden. Anschließend werden für sie besonders wichtige, individuell ausgewählte Objekte auf einem Schmuckblatt festgehalten und vorgestellt. (2 Sequenzen)
• Psalm 104- ein Loblied an die Schöpfung:
Eine vertiefende Auseinandersetzung mit den einzelnen Abschnitten des Psalms anhand einer malerischen und instrumentalen Ausgestaltung unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte „Einheit der Schöpfung“ und „Danksagung an die Wunder de r Schöpfung“. (2 Sequenzen)
• Persönliche Danksagung für die Schöpfung- eine Sammlung verschiedener Möglichkeiten der Danksagung mit der Schwerpunktsetzung „Dankgebet“ und „Danktext“: Nach der Thematisierung eines Beispiels schreiben und gestalten die Schü ler/innen ihr persönliches Dankgebet bzw. ihren persönlichen Danktext für die Schöpfungselemente. (1 Sequenz)
• Die Schöpfung ist bedroht - Konfrontation mit zwei provokativen Bildern zum Thema „ Gefährdung der Umwelt“ und Sensibilisierung für die Rolle des Menschen als „Hüter der Schöpfung“: nach der Auseinandersetzung mit den Bildern erstellen die Schüler/innen einen Handlungskatalog zur Wahrung der Schöpfung mit Umsetzungsmöglichkeiten für den Alltag. (2 Sequenzen)
Anmerkung: Eine Sequenz entspricht 45 Minuten.
2.1 Thema der Unterrichtsstunde
Psalm 104- ein Loblied an die Schöpfung:
Eine vertiefende Auseinandersetzung mit den einzelnen Abschnitten des Psalms anhand einer malerischen und instrumentalen Ausgestaltung unter besonderer Berü cksichtigung der Aspekte „Einheit der Schöpfung“ und „Danksagung an die Wunder der Schöpfung“. (1. Sequenz von 2 Sequenzen)
2
2.2 Ziele der Unterrichtsstunde
2.2.1 Schwerpunktziel der Unterrichtsstunde (1. Sequenz)
Die Schüler/innen sollen den Psalm 104 kennen lernen und sich gestalterisch mit einem Psalm-Ausschnitt auseinander setzen.
2.2.2 Weiteres Ziel der Unterrichtsstunde (1. Sequenz)
Die Schüler/innen sollen ihre Sozialkompetenz festigen und ggf. erweitern.
2.3 Situation der Lerngruppe und Lernausgangslage
2.3.1 Situation der Lerngruppe
• Von Februar bis zu den Sommerferien habe ich in der jetzigen 3a vier Stunden pro Woche (2 Stunden Religion und 2 Stunden Deutsch) unter Anleitung unterrichtet. Seit dem -. erteile ich in dieser Klasse eine Stunde pro Woche eigenverantwortlichen Religionsunterricht und eine Stunde unter Anleitung.
• Der Lerngruppe gehören 18 Schüler/innen an: 13 Mädchen und 5 Jungen im Alter von acht bis neun Jahren.
• G.ist zugezogen und seit zwei Wochen vor den Ferien Mitglied der Klasse. Durch seine freundliche und offene Art konnte er sich schnell in den Klassenverband integrieren.
• A. spricht Deutsch als Zweitsprache. Sie hat bereits die 2. Klasse zum zweiten Mal besucht und es wurde ein VOSF-Verfahren eingeleitet und abgeschlossen. Bis zur abschließenden Klärung (Hilfeplan, Eingliederungshilfe) verbleibt A. in der Grundschule . Sie kann weder lesen noch schreiben, so dass sie für die Erarbeitung von Lese - bzw. Schreibaufgaben zwingend die Kooperation mit einem Partner bzw. einer Partnerin benötigt.
Die Kinder sind an dieses Verfahren gewöhnt, akzeptieren es, sind gerne hilfsbereit und wechseln sich ab.
Für die geplante Unterrichtsstunde bedeutet das, dass A.s Partner/in ihr den Text der Psalmkarte vorliest und sie sich anhand des Gehörten Gedanken zur malerischen Umsetzung machen kann.
2.3.2 Personaler Entwicklungsstand
• Die Kinder der Klasse 3a stehen dem Religionsunterricht offen gegenüber und arbeiten in der Regel interessiert mit.
• Die Kinder sind in der Lage, Texte selbstständig zu erlesen . Bei der Erschließung biblischer Texte benötigt allerdings die Mehrheit der Schüler/innen aufgrund der bildhaften Sprache die Unterstützung der Lehrperson bzw. eine Rückmeldung.
3
• Die Kinder scheuen sich nicht, ihre Klassenkameraden oder die Lehrperson bei Problemen oder Anliegen um Hilfe zu bitten.
• N. benötigt häufig, auch bei einfachen Aufgaben, den besonderen Zuspruch der Lehrperson. Für die geplante Unterrichtsstunde ist daher für ihn ein/e Partner/in angedacht, welche/r sicher und selbstständig arbeiten und ihn in seinen Entscheidungen unterstützen kann.
• Die Konfessionen in der Lerngruppe sind verschieden: zwei Kinder sind islamisch, vier Kinder evangelisch, sieben Kinder römisch-katholisch und fünf Kinder ohne Bekenntnis. Da die Grundschule Meckinghoven eine katholische Bekenntnisschule ist, nehmen alle Kinder am katholischen Religionsunterricht teil. Lediglich die beiden türkischen Kinder nehmen am muttersprachlichen Ergänzungsunterricht einschließlich islamischer Unterweisung teil.
• Alle Kinder sind neuen Unterrichtsinhalten gegenüber aufgeschlossen und bereit, sich damit zu befassen.
• Das Thema der Unterrichtsstunde wurde noch nicht behandelt. Die wissenschaftliche Seite der Entstehung der Welt ist den Kindern nur ansatzweise bekannt. Jedes Kind hat Erfahrungen mit der Umwelt, der Natur und mit Tieren gemacht.
• Die meisten Schüler/innen können über einen längeren Zeitraum konzentriert arbeiten. N., A. , L. und K. sind nach einer kurzen Arbeits -/ Konzentrationsphase leicht ablenkbar. In der geplanten Unterrichtsstunde sind daher für diese Kinder Partner/innen vorgesehen, die ruhig und konzentriert arbeiten können und weniger leicht ablenkbar sind. Für die Darbietungs- und Gesprächsphase bedeutet es, dass wahrscheinlich bildgestütztes Material eingesetzt wird, um die Konzentration, das Interesse und die Verstehensprozesse der Kinder zu unterstützen.
• Die meisten Schüler/innen sind in der Lage, offen ihre Gefühle zu zeigen und darüber zu sprechen. E., L., J., K. und W. können sich besonders gut emotional artikulieren.
2.3.3 Sozialer Entwicklungsstand
• Die Lerngruppe hat eine gut funktionierende soziale Struktur und ein gutes Sozialverhalten untereinander. Die Zusammenarbeit in der Gruppe funktioniert sehr gut. Die Kinder nehmen Rücksicht aufeinander, sind sehr hilfsbereit und halten die abgesprochenen Regeln ein.
• Die Lerngruppe ist an Gespräche gewöhnt und die meisten Kinder beteiligen sich rege. Sie kennen die Gesprächsregeln und halten sie gut ein.
• Die Schüler/innen sind in der Lage Kritik behutsam zu üben und di ese anzunehmen, ohne sich persönlich angegriffen zu fühlen.
• Die meisten Kinder sind offen. Es herrscht insgesamt eine gemeinschaftliche, vertrauensvolle Atmosphäre in der Klasse. M., K., M., M. und N. sind in der unterrichtsbezogenen Gesprächsrunde insgesamt ruhiger und halten sich häufig etwas zurück.
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2.3.4 Sachstruktureller Entwicklungsstand
• Alle Kinder haben im Hinblick auf ihre Umwelt (Umweltverschmutzung, Natur, Tiere) in ihrem Alltag Vorerfahrungen machen können.
• Der Psalm 104 ist den Kindern nicht bekannt.
• Sie kennen zwar Geschichten aus der Bibel, sind aber im Umgang mit der bildlichen Sprache noch ungeübt. Luisa, Emma, Wiebke und Julia fällt der Zugang etwas leichter. Für die geplante Unterrichtsstunde sind daher diese Kinder für die Teamarbeit mit schwächeren Schüler/innen vorgesehen.
• Notwendige Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten:
- Die Kinder kennen den ersten Schöpfungsbericht.
- Die Schüler/innen wurden für die Schönheit und Einzigartigkeit der Welt sensibilisiert.
- Sie haben sich intensiv Gedanken zu Elementen der Schöpfung gemacht, ein für sie persönlich besonders wichtiges Element herausgenommen und sich damit auseinander gesetzt.
- Die Kinder sind in der Lage Gehörtes sinngemäß in eigenen Worten wieder zu geben.
- Die Schüler/innen können ihre Ideen in selbstgemalten Bildern zum Ausdruck bringen.
- Sie verfügen ansatzweise über die Fähigkeit, Symbole zu deuten.
- Die Schüler/innen sind fähig, selbstständig ihr Arbeiten (Arbeitsplatz, Bereitstellung von Buntstiften etc.) zu organisieren und bei Bedarf nachzufragen.
2.3.5 Arbeitsmethodischer Entwicklungsstand
• Die Kinder sind in der Partner- und Gruppenarbeit geübt und können produktiv und kooperativ zusammenzuarbeiten und ihre Ergebnisse vorstellen.
• Der Stuhlkreis ist ein bekanntes Ritual u.a. für die Begrüßung, für Gesprächsrunden und für das Vorlesen von Geschichten.
• Die Kinder sind in der Lage, einem Gespräch zu einem bestimmten Thema zu folgen und sie beherrschen die Gesprächsregeln.
2.3.6 Sonstiges
Die Schüler/innen kommen an diesem Tag erst zur zweiten Stunde. Dadurch dass einige Kinder aus der Betreuung bzw. Ganztagschule und die restlichen Kinder von zu Hause kommen, kann es u. U. zu Verspätungen kommen.
2.4 Geplanter Unterrichtsverlauf
1. Phase: Einstieg
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Arbeit zitieren:
Melanie Lappe, 2005, Unterrichtsreihe: Psalm 104- ein Loblied an die Schöpfung (3. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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