Inhalt
1 Was sind Mandalas? 2
2 Herkunft von Mandalas. 3
2.1 Europa. 3
2.2 Asien 3
2.3 Australien 5
2.4 Amerika 5
3 Wirkung von Mandalas 5
3.1 Wirkung auf das psychische Befinden. 6
3.2 Wirkung auf das körperliche Befinden. 6
4 Mandalas für Kinder 7
4.1 Weshalb benötigen Kinder Entspannung und Meditation? 7
4.2 Weshalb Mandalas malen als Entspannungstechnik für Kinder? 7
5 Mandalas im Unterricht. 9
5.1 Didaktisch-methodische Umsetzung 9
5.2 Ideen für den Unterricht. 13
5.2.1 Sand-Mandalas 13
5.2.2 Transparente Mandalas 13
5.2.3 Schnur-Mandalas 13
5.2.4 Mandalas aus Scherben 13
5.2.5 Mandalas schreiben 13
5.2.6 Mandala-Tänze 14
5.2.7 Natur-Mandalas. 14
6 Literaturhinweise und -empfehlungen. 14
1
1 Was sind Mandalas?
Der Begriff Mandala stammt aus dem Altindischen und bedeutet Kreis (Brockhaus, 1986; Bernhardt 1996, S. 6; Hoppe, 1995, S. 7) oder Ring (Friebel, 1998, S. 7). Mandalas sind Bilder, Ornamente oder ornamentartig angelegte Gegenstände, die in vielen Kulturen als Meditationszeichen dienen und drei Dinge gemeinsam haben: die Grundform Kreis, eine Mitte und einen auf dieses Zentrum konzentrierten symmetrischen Aufbau (Friebel, 1998; Wuillemet/ Cavelius, 1997; Bernhardt 1996; Hoppe, 1995). Durch die kreisförmig um einen Mittelpunkt angeordneten und miteinander verbundenen geometrischen Figuren, abstrakten Symbole,
gegenständlichen Abbildungen oder realen Objekte soll der Betrachter und Gestalter des Mandalas zur Ruhe kommen, seine ganze Aufmerksamkeit auf sich selbst konzentrieren (Bernhardt, 1996) und zu seiner eigenen Mitte zu finden. Die Grundstruktur von Mandalas - der Kreis - ist ein sog. Archetypisches bzw. archaisches Symbol, ein Urbild (Wuillemet/ Cavelius, 1997, S. 8, Bernhardt, 1996, S. 12), das im Unbewussten aller Menschen und aller Völker verankert ist. Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende; er steht für die innere Ordnung der Natur, die Vollkommenheit, die Welt, den Kosmos, das Göttliche, die Unendlichkeit aber auch für die Schöpfung, das Leben und nicht zuletzt den Menschen selbst. Der Kreis ist auch die Urform kindlichen Zeichnens; Kinder zeichnen oft ganz spontan und intuitiv, also unbewusst Kreise (Bernhardt, 1996, S. 7, 12).
Mandalaartige Formen sind auch überall in der Natur zu finden: bei Schneeflocken, dem Mond, der Sonne, den Jahresringen eines gefällten Baumstamms, Blumen und Blüten, Schneckenhäusern, Spinnennetzen, der Wellenbewegung, wenn ein Stein ins Wasser fällt, u. v. m. (Friebel, 1998, S.7; Wuillemet/ Cavelius, 1997, S. 8; Bernhardt 1996, S.12 f.; Hoppe, 1995, S. 66). Vielleicht üben Mandalas deshalb seit Urzeiten und in allen Kulturen solch eine Faszination auf die Menschen aus. Die Dinge in der Natur sind jedoch nicht von sich aus Mandalas. Sie werden erst durch die meditative Betrachtung und Interpretation der Menschen dazu. Oder wie Friebel (1996, S. 7) sagt: „’Mandala’ zu sagen ist eine Art, Dinge anzuschauen. ‚Mandala’ zu
2
sagen heißt die Dinge zu sehen - und eine Struktur, die ihnen zugrunde liegt: der Kreis.“
2 Herkunft von Mandalas
Mandalas gab es in den alten Hochkulturen wie auch bei den sog. primitiven Völkern. Alle verfolgten mit der Erstellung der Kreisbilder das Ziel, intuitiv ihren Geist und ihre Seele zu beruhigen und sich so wieder der eigenen Natur zu nähern (Wuillemet/ Cavelius, 1997).
2.1 Europa
Bereits in der Frühgeschichte Europas war den Menschen die Urform Kreis wichtig und heilig und fand sich im Grundriss ihrer Wohnstätten, Zelte, Hütten, ihrer rituellen Stätten. So ist auch der Aufbau von Stonehenge, des heiligen Platzes der keltischen Druiden, konzentrisch aufgebaut; ebenso fand man spiralförmige Höhlenmalereien in der französischen Höhle von Lascaux.
Im Mittelalter und in der Neuzeit beschäftigten sich zunehmend Künstler mit der Kreisform und beeinflussten besonders im abendländischen Raum die christliche Baukunst, wie z. B. Fensterrosetten in gotischen Kirchen, Kuppelbauten, sog. Sternstädte in Italien, Heiligenbilder etc. Auch das berühmte Labyrinth von Chartres und das Schloss Castlemonte in Süditalien erinnern an ein Mandala.
2.2 Asien
China
In China weisen Pagoden, Tempel- und Grabanlagen immer einen kreisförmigen Grundriss auf. Im künstlerischen Kulturgut wie Stein-, Holz- und Papierschnitten kann man ebenfalls Mandala-Strukturen finden. Nicht zuletzt das Tai Gi, Symbol des
3
Uranfangs und der Vereinigung von Yin und Yang, gibt durch den Kreis die perfekte Harmonie, die Einheit allen Seins wieder.
Indien
Obwohl Mandalas in allen Kulturen dieser Welt auftauchen, sind sie nirgends so dominant vorhanden wie im vorderindischen Raum, insbesondere im Tantrischen oder Tibetischen Buddhismus. So kehrt auch hier die Mandala-Kunst architektonisch in Gottesstätten wieder, wie beispielsweise beim Javanischen Wallfahrtsort Boro Budur, der wie ein terrassenförmiger Berg aussieht, zu dessen Gipfel Gläubige hinaufsteigen wie zu einem kosmisch-göttlichen Mittelpunkt. Die Mandala-Tradition in Indien beinhaltet seit eh und je ganze Mandala-Rituale als Teil religiöser Meditationszeremonien, bei denen buddhistische Mönche gemeinsam unter völligem Schweigen und Versunkensein in die Tätigkeit mit buntem Sand ein riesiges Mandala auf den Boden des Klosterhofes legen. Das Streuen des Sandes erfordert äußerste Konzentration und Vorsicht, denn ein kleiner ‚Ausrutscher’, ein Niesen oder ein falscher Tritt mit dem Fuß würden nicht nur das Zeichen sondern den gesamten meditativen Vorgang zerstören und das Mandala müsste von neuem begonnen werden.
Interessant ist ebenso, dass das Sand-Mandala der Mönche kein bleibendes Kunstwerk ist, sondern ausschließlich als Meditationszeichen dient und nach der Erstellung wieder aufgelöst wird. Dahinter steckt die Überzeugung, dass das Mandala den gegenwärtigen Seelen- und Geisteszustand eines Menschen bei der Meditation wiederspiegelt, welcher jedoch immer, in jeder Sekunde, jedem noch so kleinen Augenblick unseres Lebens einmalig und authentisch ist und nach ebenso kurzer Zeit wie die seiner Existenz wieder verfliegt, sich dadurch aber auch stetig weiterentwickelt.
Durch das Versinken in die Herstellung des Mandalas erfahren die gläubigen Buddhisten den Weg zu Buddha, ihre Einheit mit den kosmischen Kräften, und finden
4
Arbeit zitieren:
Katja Krenicky-Albert, 2003, Mandalas im Unterricht der Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Stilleübungen, Phantasiereisen, Interaktionsspiele
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Referat (Ausarbeitung), 21 Seiten
Gewalt in der Schule - Präventionsprogramme
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit, 21 Seiten
Umweltkommunikation von Unternehmen
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 32 Seiten
Unterrichtsentwurf für den Kunstunterricht einer 4.Klasse: Picassos ...
Unterrichtsentwurf, 26 Seiten
Der Weg zu Stille im Religionsunterricht
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Hausarbeit, 19 Seiten
Persönlichkeitsentwicklung von Schülern: Einfluss der Schule auf die E...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit, 24 Seiten
Meditation in Kindergarten und Schule - Die Stille als wesentlicher Be...
Seminararbeit, 12 Seiten
Farbige Verkehrsflächen zur Gestaltung des Straßenraumes - Möglichkeit...
Ingenieurwissenschaften - Bauingenieurwesen
Diplomarbeit, 283 Seiten
Keith Haring, Wir hinterlassen unsere Spuren in der Schule
Unterrichtsentwurf, 19 Seiten
Soma-Würfel - Schriftlicher Entwurf
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Unterrichtsentwurf, 9 Seiten
Landart - Ein erlebnispädagogisches Projekt in und mit der Natur
Examensarbeit, 46 Seiten
Snoezelen - Sinnesanregung mit therapeutischer Wirkung
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Seminararbeit, 31 Seiten
Die Fabel "Die beiden Ziegen" von Jean de la Fontaine - Unte...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 18 Seiten
Aspekte einer veränderten Kindheit - Veränderte Grundschule - zu den a...
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Seminararbeit, 25 Seiten
Norbert Elias und der Prozeß der Zivilisation. Eine kritische Aus...
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Seminararbeit, 15 Seiten
Emotionale und soziale Kompetenzen und deren Einübung mit Grundschüler...
Hausarbeit (Hauptseminar), 16 Seiten
Kati Krenický-Albert's Text Mandalas im Unterricht der Grundschule ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Kati Krenický-Albert hat den Text Mandalas im Unterricht der Grundschule veröffentlicht
Kati Krenický-Albert hat einen neuen Text hochgeladen
Mandalas und Linienbilder für den Religionsunterricht in der Grundschu...
Brigitte E. Kochenburger
Erziehen und Unterrichten in der Grundschule
Alle Kinder fördern - soziale ...
Jürgen Budde, Havva Engin, Stefan Jeuk, Marita Pabst-Weinschenk, Kaspar H. Spinner, Volker Ulm, Felix Winter, Klaus Metzger, Werner Wiater
Perspektiven für das Lehren und Lernen in der Grundschule
Theorie und Praxis der Grundsc...
Frank Hellmich
Englisch-unterricht in der Grundschule konkret
Fachdidaktik für das Fach Engl...
Ludwig Waas, Wolfgang Hamm
Die Bibel für den Unterricht in der Grundschule und in der Orientierun...
Josef Quadflieg, Rita Frind
0 Kommentare