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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis. 3
Abk ürzungsverzeichnis 4
1 Einleitung. 5
2 Aktuelle Situation der Altersversorgung in Deutschland 5
2.1 Demographische Entwicklung in Deutschland 6
2.2 Bedeutung von Pensionsrückstellungen 7
3 Internationale Rechnungslegung. 8
3.1 Bedeutung internationaler Rechnungslegung 9
3.2 Internationale Rechnungslegungssysteme 12
3.2.1 US-GAAP 13
3.2.2 IFRS/IAS 14
3.2.3 Grundsätzliche Unterschiede zwischen US-GAAP und IFRS/IAS 14
4 Bilanzierung von Pensionsrückstellungen. 15
4.1 Bilanzierung nach HGB. 15
4.1.1 Bildung von Rückstellungen. 15
4.1.2 Ansatz von Pensionsrückstellungen. 16
4.1.3 Bewertung von Pensionsrückstellungen 18
4.1.4 Ausweis von Pensionsrückstellungen. 22
4.2 Bilanzierung nach IFRS/IAS 23
4.2.1 Bildung von Rückstellungen. 23
4.2.2 Ansatz von Pensionsrückstellungen. 24
4.2.3 Bewertung von Pensionsrückstellungen 24
4.2.4 Ausweis von Pensionsrückstellungen. 25
4.3 Bilanzierung nach US-GAAP 26
5 Vergleich von deutscher und internationaler Rechnungslegung 27
6 Zusammenfassung. 30
Literaturverzeichnis 32
Verzeichnis der Gesetze 33
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1, Demographische Entwicklung in Deutschland (Quelle: BWV 2002,
S.590) ...............................................................................................................6 Abbildung 2, Gestaltungsformen der betrieblichen Altersversorgung ( Quelle:
COENENBERG 2001, S. 350) .............................................................................7 Abbildung 3, Aufteilung der Deckungsmittel in der betrieblichen Altersversorgung nach Durchführungswegen 2000 (Quelle: BWV 2002, S.
628) ..................................................................................................................8 Abbildung 4, Aufwandsverteilung beim Anwartschaftsdeckungs- und Teilwertverfahren (zugrundeliegende Daten entnommen aus THOMS-MEYER
2002, S.140f)..................................................................................................29
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung AICPA American Institute of Certified Public Accountants BetrAVG Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung BilRiLig Bilanzrichtlinien-Gesetz BFH Bundesfinanzhof bzw. beziehungsweise EGHGB Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuche EstG Einkommenssteuergesetz EU Europäische Union FASB Financial Accounting Standard Board GKV Gesamtkostenverfahren GoB Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung GuV Gewinn- und Verlustrechnung HGB Handelsgesetzbuch IAS International Accounting Standards IASB International Accounting Standards Board IASC International Accounting Standards Committee i.d.R. in der Regel IFRS International Financial Reporting Standards IFRIC International Financial Reporting Interpretations Committee IOSCO International Organization of Security Exchange Commission i.V.m. in Verbindung mit Mrd. Milliarden NYSE New York Stock Exchange o.g. oben genannt SEC Securities and Exchange Comission SFAS Statement of Financial Accounting Standard s.o. siehe oben sog. sogenannt u.a. und andere UKV Umsatzkostenverfahren US-GAAP US-Generally Accepted Accounting Standards vgl. vergleiche
1 Einleitung
Die gesetzliche Rentenversicherung ist in Deutschland nicht mehr alleine in der Lage, für ein ausreichendes Einkommen im Rentenalter zu sorgen. Traditionell betreiben in Deutschland viele Unternehmen aus sozialer Fürsorge für ihre Mitarbeiter zusätzliche Vorsorge. Diese betriebliche Altersversorgung schlägt sich in vielen Fällen in der Bilanz nieder. Diese bilanziellen Verpflichtungen können beim Übergang der Rechnungslegung vom deutschen Standard nach HGB auf internationale Standards zu teilweise deutlichen Änderungen der Bilanzstruktur führen. So erhöhten sich z.B. bei der Daimler-Benz AG im Abschluss 1997 die Pensionsrückstellungen von ca. 14,0 Mrd. DM um 23% auf ca. 17,2 Mrd. DM, nur weil die Rechnungslegung von HGB auf US-GAAP übergeleitet wurde (vgl. DANGEL u.a. 2001, S.118f). ThyssenKrupp wurde Anfang 2003 von der renommierten Rating-Agentur Standard & Poor´s deutlich herabgestuft. Die Begründung für die Herabstufung war eine veränderte Berücksichtigung der in Deutschland traditionell intern finanzierten Pensionsverpflichtungen (vgl. PELLENS u.a. 2004, S. 43).
Wird in Deutschland deutlich anders bilanziert als im Rest der Welt? Ist die deutsche Bilanzierungspraxis wirklich so rätselhaft, wie der Economist behauptet: „German accounts are still a mystery to many“ (zitiert in GLAUM/MANDLER 1996, S. 86f). Im folgenden will ich betrachten, wie die deutsche und internationale Bilanzierungspraxis von Pensionsrückstellungen aussieht und anschließend beide miteinander vergleichen. Davor gehe ich noch auf die aktuelle Situation der Altersversorgung in Deutschland ein und auf die Bedeutung der internationalen Rechnungslegung für deutsche Unternehmen.
2 Aktuelle Situation der Altersversorgung in Deutschland
In den letzten Jahren wurde das Sozialsystem der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland mehrfach reformiert. So trat 1992 das Rentenreformgesetz in Kraft. Dieses Gesetz, bei seiner Verabschiedung noch als „Jahrhundertreform“ bezeichnet, wurde schon 1997 vom Rentensparpaket abgelöst. Im Jahr 1999 gab es das nächste Rentenreformgesetz. Als nächstes verabschiedete der Bundestag im Juni 2001 dann das Altersvermögensgesetz, welches explizit eine Absenkung des Rentenniveaus vorsah (vgl. BWV 2002, S. 540). Der nächster Schritt zur Lösung des Rentenproblems war im Juni 2004 die
Verabschiedung des Nachhaltigkeitsgesetzes, das erneut eine Senkung des Rentenniveaus beinhaltete. Gleichzeitig wurde auch noch das Alterseinkünftegesetz erlassen, welches ab sofort schrittweise die nachgelagerte Besteuerung der Altersrenten einführt (O.V. 2005, S. 8f). Die Situation der gesetzlichen Altersversorgung in Deutschland spitzt sich also immer mehr zu und ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht in Sicht. Die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts alleine durch die gesetzliche Absicherung ist für die meisten Bürger nicht mehr gewährleistet.
2.1 Demographische Entwicklung in Deutschland
Die Problematik der gesetzlichen Rentenversicherung ergibt sich aus zwei Faktoren. Zum einen ist das System umlagefinanziert. Dies bedeutet, dass die Einzahlungen der Beitragszahler direkt wieder an die Rentenempfänger ausgeschüttet werden. Es wird also kein Guthaben für den einzelnen Versicherten aufgebaut oder in geeigneter Form Kapital zurückgestellt. Das System ist insgesamt unter dem Namen „Generationenvertrag“ bekannt. Zum anderen ändert sich die demographische Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung. Die Geburtenrate sinkt und die Lebenserwartung steigt (siehe Abb. 1).
Abbildung 1, De mographische Entwicklung in Deutschland (Quelle: BWV 2002, S.590)
Dadurch steht einer immer geringer werdenden Anzahl an jungen Beitragszahlern eine immer größer werdende Zahl von älteren Menschen entgegen, die Renten- leistungen beziehen. Um dieses wachsende Ungleichgewicht auszugleichen,
könnte der Beitragsanteil für die arbeitenden Beitragszahler erhöht werden. Diese sind aber durch Steuern und Sozialabgaben kaum noch weiter belastbar. Deshalb wird in der aktuellen deutschen Praxis die Höhe des Rentenniveaus weiter gesenkt. Dadurch wird versucht, Einnahmen und Ausgaben jeder Periode auf ein gleiches Niveau zu bringen (vgl. BWV 2002, S. 590).
2.2 Bedeutung von Pensionsrückstellungen
Will der einzelne Arbeitnehmer im Alter seinen Lebensstandard halten, so kommt er an zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht vorbei. Viele Unternehmen betreiben deshalb betriebliche Altersversorgung aus sozialer Verantwortung für ihre Mitarbeiter heraus oder um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig an sich zu binden (vgl. DANGEL u.a. 2001, S. 110). Das BetrAVG kennt fünf verschiedene Durchführungswege zur betrieblichen Altersversorgung (siehe Abb. 2): Unmittelbare Versorgungszusage, Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Unterstützungskasse. Diese können in zwei Gruppen aufgeteilt werden: Die unmittelbare Versorgungszusage, bei der das Unternehmen im Versorgungsfall direkt die Pensionsleistungen erfüllt und die mittelbaren Versorgungszusagen, bei denen das Unternehmen das Versorgungsrisiko auf externe Unternehmen wie Versicherungen, Pensionskassen- und fonds oder Unterstützungskassen überträgt.
Abbildung 2, Gestaltungsformen der betrieblichen Altersversorgung ( Quelle: COENENBERG 2001, S. 350)
Wie weiter unten noch genauer gezeigt wird, braucht das Unternehmen i.d.R. nur für unmittelbare Versorgungszusagen Pensionsrückstellungen zu bilanzieren (vgl. COENENBERG 2001, S.349f). In Deutschland ist die unmittelbare Pensionszusage
der am meisten genutzte Durchführungsweg. So entfielen im Jahre 2000 ca. 59% der Deckungsmittel aller Durchführungswege auf die unmittelbaren Pensionszusagen. In den Bilanzen aller deutschen Unternehmen waren zu diesem Zeitpunkt 365,7 Mrd. DM für Pensions rückstellungen reserviert (vgl. BWV 2002, S. 628 und siehe Abb. 3). Bei den 30 DAX-Unternehmen Deutschlands betrug der Anteil der Pensionsrückstellungen an der gesamten Bilanzsumme 2002 ca. 7%. Als Spitzenwert erreichten einige Unternehmen sogar einen Anteil von über 20% (vgl. LACHNIT/MÜLLER 2004, S. 501).
Einen solchen Stellenwert bei der betrieblichen Altersversorgung haben im internationalen Vergleich die unmittelbaren Pensionszusagen über bilanzielle Rückstellungen nur in Deutschland. Diese waren insbesondere beim Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg hilfreich, da während der Anwartschaftsphase kein Kapital das Unternehmen verlässt. Die Unternehmen hatten so ein hervorragendes und billiges Innenfinanzierungsinstrument (vgl. ACHLEITNER/BEHR 2003, S. 213).
Abbildung 3, Aufteilung der Deckungsmittel in der betrieblichen Altersversorgung nach Durchführungswegen 2000 (Quelle: BWV 2002, S. 628)
3 Internationale Rechnungslegung
Die Notwendigkeit zur internationalen Rechnungslegung ergibt sich seit gut einem Jahrzehnt in zunehmender Weise auch für deutsche Unternehmen. Spätestens seit dem Gang der Daimler Benz AG an die amerikanische „Wall Street“ (NYSE) im Jahre 1993 sehen sich deutsche Konzerne damit konfrontiert, einen internationalen Rechnungsabschluss zu erstellen. Als eine der Voraussetzungen für diesen Börsengang verlangte die amerikanische Börsenaufsicht SEC eine Überleitungsrechnung vom deutschen HGB-Abschluss
auf einen US-GAAP-konformen Abschluss (vgl. PRANGENBERG 2000, S. XIII f). Mit der Einführung des Segmentes „Neuer Markt“ im Jahre 1997 an der Frankfurter Börse wurde für die dort gelisteten Unternehmen ein nach internationalen Standards erstellter Abschluss verbindlich vorgeschrieben (vgl. ACHLEITNER/BEHR 2003, S. 3). Dies sind nur zwei Beispiele dafür, dass deutsche Unternehmen seit der letzten Dekade dazu gezwungen werden, sich mit den teilweise stark vom HGB abweichenden internationalen Rechnungslegungsstandards auseinander zusetzen.
3.1 Bedeutung internationaler Rechnungslegung
Im Laufe der Entwicklung der Rechnungslegung beginnend bei den frühen Sumerern über die Antike und die mittelalterlichen Kaufleute Italiens kam die Forderung nach einer Vereinheitlichung der verwendeten Systeme auf. So wurden Standards geschaffen, um die Vergleichbarkeit und Transparenz der erstellten Abschlüsse zu ermöglichen. Prinzipiell lassen sich fast alle Rechnungslegungssysteme weltweit auf die Grundelemente Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, sowie Kapitalflussrechnung zurückführen (vgl. PELLENS u.a. 2004, S.3). Da in den unterschiedlichen Ländern verschiedene Rechts- und Steuersysteme, sowie verschiedene Kapitalmarktstrukturen existieren, haben sich im Laufe der Zeit zwei große Entwicklungsrichtungen der Rechnungslegungsstandards gebildet: Die angloamerikanische und die kontinentaleuropäische (vgl. ACHLEITNER/BEHR 2003 S. 13f).
Im angloamerikanischen Raum (insbesondere in Großbritannien und den Vereinigten Staaten) findet sich ein Rechtssystem, das auf dem sog. Case Law, dem Richter- und Fallrecht basiert. Gleichzeitig existiert ein Kapitalmarkt, der kapitalsuchenden Unternehmen eine Vielzahl von potenziellen Eigenkapital- und Fremdkapitalgebern anbietet. In diesem Umfeld hat sich die Entwicklung von Rechnungslegungsstandards weitgehend im Umfeld privater Organisationen ohne gesetzliche Eingriffe abgespielt. Die Informationen der Abschlusswerke sind überwiegend auf die Bedürfnisse der aktuellen oder zukünftigen Investoren abgestimmt (vgl. PELLENS u.a. 2004, S. 34ff). Eine wahrhe itsgemäße Darstellung der Finanz- und Vermögenswerte des Unternehmens ist dabei oberstes Ziel (vgl. SELCHERT/ERHARDT 2003, S. 31).
Arbeit zitieren:
Diplom-Kaufmann Manuel Löbach, 2005, Bilanzierung von Pensionsrückstellungen nach deutscher und internationaler Rechnungslegung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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