Inhaltsverzeichnis
0 Vorwort 3
1 Einleitung 3
2 Morphologische Wirkungsanalyse Titanic (USA 1997) 4
2.1 Inhaltsangabe 4
2.2 Werben 6
2.3 Modellieren 6
2.4 Verwandeln 9
2.5 Antworten 9
2.6 Schlussfolgerung 10
3 Literaturverzeichnis 11
2
0 Vorwort
Dem Referat „Morphologische Wirkungsanalyse des Kinofilms Titanic (USA 1997)“ liegt als einzige Literatur das Buch „Erlebniswelt Kino“ von Dirk Blothner zugrunde. Deshalb wird in den Fußnoten auf eine vollständige Buchangabe verzichtet und es werden lediglich die Seitenzahlen angeführt.
Wie diese Arbeit in Form eines Referates bereits vermuten lässt, soll sie einen zusammenfa ssenden Charakter haben. Demzufolge wird versucht, die einzelnen Aspekte, wenn auch ve rkürzt, verständlich und adäquat darzustellen.
1 Einleitung
Der Autor und Psychoanalytiker Dirk Blothner hat an der Universität Köln u.a. bei Wilhelm Salber Psychologie studiert. Bei ihm erlernte er eine Methode, die Wirkung eines Films zu beschreiben und zu erklären, ohne die Begeisterung für den Film selber zu verlieren. Blothner stellt fest, dass die Filmwelt das Seelenleben der Zuschauer bildlich wiederspiegelt. Er fährt fort, dass wirksame Filme einen Einblick in unsere Kultur und Zeit geben, die von Hoffnungen und Befürchtungen geprägt sind. Grundlage seines Buches stellt die morphologische Psychologie dar. Diese beschäftigt sich nicht mit der sichtbaren Komponente der Filmwirkung, sondern mit dem psychischen Prozess von Gestaltung und Umgestaltung, der zwischen Zuschauer und Leinwand stattfindet. Die morphologische Filmwirkungsanalyse forscht nach den unbewussten Verwandlungserlebnissen, welche die Zuschauer durchleben, und bestimmt thematische Schwerpunkte, Wendepunkte und Strukturen. 1
Blothner führt den Leser seines Buches in dem ersten Teil „Kino und Seelenleben“ zunächst in das morphologische Konzept des Spielfilms ein. Der Ablauf eines Kinobesuchs und seine Rolle für den Alltag sowie bedeutsame Wirkungsprozesse werden erläutert. In seinem zweiten Abschnitt „Inhalt und Dramaturgie“ finden sich wichtige Modelle für die praktische Umsetzung von Filmstoff, welche besonders für Autoren, Stoffentwickler und Produzenten geeignet sind, die anhand derer ein Feingefühl für Wirkungsmechanismen entwickeln können. In diesem Kapitel wird auf wirksame Filmthemen, Fesselungstechniken und die morphologische Dramaturgie eingegangen.
Der dritte Teil des Buches „Kino und Alltagskultur“ zeigt auf, dass die Zuschauer durch Filme in kulturelle Dramen ihrer Zeit miteinbezogen werden.
1 S. 7ff.
3
Im letzten Abschnitt wird schließlich die morphologische Wirkungsanalyse auf zwei Filme angewandt. 2 Bei ihr handelt sich um ein ganzheitliches Einschätzungsinstrument, da sie Wirkungsprozesse vor der eigentlichen Filmrezeption beachtet, den Film nicht auf Teilaspekte reduziert, die vom Zuschauer bewussten und unbewussten Wirkungsprozesse berücksichtigt und den kulturellen Kontext bedenkt. 3
2 Morphologische Wirkungsanalyse Titanic (USA 1997)
2.1 Inhaltsangabe
Der Kinofilm Titanic beinhaltet mindestens drei ineinander verwobene Geschichten, die sich in einem einheitlichen Erlebnisprozess vereinigen.
Brock Lovett (Bill Paxton), welcher den Protagonisten der Rahmenhandlung darstellt, ist ein moderner Schatzsucher. Angeblich soll mit dem Dampfer ein Riesendiamant untergegangen sein - den will Lovett finden. Etliche Tauchgänge mit einem Mini U-Boot zum Wrack bringen aber außer ein paar Zeichnungen und eigentlich wertlosen Gegenständen nicht besonders viel zu Tage. Doch eines der Bilder, auf welchem in der rechten unteren Ecke das Datum 14. April 1912 vermerkt ist, scheint mehr als interessant für Lovett und sein Team zu sein: zu sehen ist eine junge Frau, die um ihren Hals den besagten Diamanten trägt.
Wie es der Zufall will, wird im Rahmen einer Berichterstattung über Lovett auch dieses Bild im Fernsehen gezeigt. Die 101 Jahre alte Rose (Gloria Stuart) erkennt sich auf dem Bild wieder und fliegt auf die Einladung von Lovett auf dessen Forschungsschiff, das am Atlantik genau über den Überresten der Titanic positioniert ist. Da erzählt Rose ihre geheime Geschichte, die sich vor 85 Jahren ereignet hat. Dadurch wird den Forschern bewusst, dass der Untergang der Titanic mit Einzelschicksalen von Menschen verbunden gewesen ist. Mit ihrer Erzählung setzt die Haupthandlung ein.
Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet), eine 17 Jahre junge Dame der oberen Gesellschaft, geht mit ihr er Mutter Ruth (Frances Fisher) und ihrem Verlobten, dem amerikanischen Großindustriellensohn Cal Hockley (Billy Zane), an Bord der Titanic. Die Überfahrt nach Amerika soll eine neue Ära in Rose’s Leben einläuten - sie soll in Boston wider Willen Cal heiraten, nicht zuletzt, um ihre eigene Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten. Jack Dawson (Leonardo DiCaprio ) ist ein mittelloser Weltreisender, der nur ein paar Minuten vor der Abfahrt beim Pokern ein Ticket nach Amerika gewinnt. Er stürzt sich voller Freude an Bord ohne zu ahnen, was ihn alles erwarten wird.
2 S. 19ff.
3 S. 269.
4
Arbeit zitieren:
Yvonne Dämgen, 2002, Morphologische Wirkungsanalyse des Kinofilms Titanic (USA 1997), München, GRIN Verlag GmbH
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