Inhaltsverzeichnis
Einleitung S. 2
Georg Philipp Telemann 2
„Gulliver-Suite“ S. 4
Intrada S. 5
Lilliputsche Chaconne 5
Brobdingnagische Gigue 6
Reverie der Laputier, nebst ihren Aufweckern 6
Loure der gesitteten Houyhnhnms und Furie der unartigen Yahoos 7
Programmusik S. 8
Allgemeines S. 8
Die „Gulliver-Suite“ und Programmusik 9
Schlu ßwort 10
Literaturverzeichnis S. 11
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Einleitung
Ich möchte in meiner Hausarbeit einen kurzen tabellarischen Überblick über Georg Philipp Telemanns Leben geben, mich dann aber schnell dem zu besprechenden Werk, der „Gulliver-Suite“, zuwenden. Hierbei habe ich mich eigentlich an keiner Literatur orientiert, lediglich die Vorlage, „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift, aufmerksam gelesen. Der zweite Teil widmet sich der Programmusik. Hier werden erst allgemeine Thesen zur Programmusik dargestellt und die Problematik, mit der dieser Begriff verbunden ist, erläutert. Danach habe ich versucht, mit Hilfe dieser allgemeinen Aufstellung zu zeigen, was an der „Gulliver-Suite“ Programmusik sein könnte und ob man sie unter diesem Begriff einordnen kann. Hauptsächliche Literatur hierbei war der Artikel „Programmusik“ von Detlef Altenburg aus der MGG und das Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft, Bd. 6, hg. von Constantin Floros, Hans Joachim Marx und Peter Peterson.
Georg Philipp Telemann
Telemann hat sein Leben mehrmals in Autobiographien, einem Brief und einer „anonymen“ Biographie beschrieben.
♦ 1681 Magdeburg: Georg Philipp Telemann wird am 14. März als Sohn des Diaconus (= 2. Pfarrers) an der Heilig-Geist-Kirche, Heinrich Telemann, und seiner Ehefrau Maria Haltmeier geboren. Er besucht die Altstädtische Schule, ist dort Schüler des Generalkantors und Musikdirektors der sechs Hauptkirchen Benedictus Christiani und danach die Domschule, wo ihm Konrektor Christian Müller „die erste Liebe zur deutschen Dichtkunst einpflanzete“. Er erhält angeblich keinen regelmäßigen Instrumentalunterricht und bildet sich autodidaktisch. Erste Kompositionsversuche; Komposition und Aufführung einer Oper “Sigismundus“ (ca. 1693). Telemann schreibt 1718: „Es wird aus allen Umständen erhellen, daß Gott und Natur mich zur Music recht gezogen haben“. ♦ 1694 Zellerfeld: Telemann besucht die unter Obhut des Superintendenten Caspar Calvoer stehende Schule, beschäftigt sich mit Geometrie, Latein, aber auch mit Musik; er komponiert für die Kirche und für den Stadtmusikanten.
♦ 1697 Hildesheim: Telemann besucht das Gymnasium Andreanum; er komponiert für die Schulschauspiele und Lehrbücher des Direktors Johann Christoph Losius. ♦ 1701 Magdeburg: Telemann legt die Reifeprüfung ab.
♦ 1701 Leipzig: Telemann beginnt ein Jurastudium, gründet und leitet ein studentisches Collegium musicum (1702). Er dirigiert Opern und tritt als Opernsänger auf. 1704 wird er Organist (und damit Musikdirektor) an der Neuen Kirche. Komposition von Kantaten für die Thomaskirche und von Opern für Leipzig und Weißenfels. 1701 bei der Fahrt über Halle Begegnung mit Georg Friedrich Händel, bei gegenseitigen Besuchen gemeinsame Kompositionsstudien, Beginn ihrer lebenslangen Freundschaft. ♦ 1705 Sorau (Zary): Telemann wird Kapellmeister des Grafen Erdmann von Promnitz. Komposition von französischen Ouvertürensuiten. In Pszczyna (südlich von Katowice)
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und in Krakau erste Begegnung mit polnischer und hanakischer (mährischer) Volksmusik; sie bestimmt lebenslang Telemanns Schaffen.
♦ 1708 Eisenach: Telemann wird Konzertmeister, später Kapellmeister des Herzogs Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach. Er komponiert Kirchenmusik, Geburtstags- und Huldigungsmusiken für die herzogliche Familie, Triosonaten und Solokonzerte, weiterhin auch Opern für Leipzig. Eisenach war für Telemann „die hohe Schule“. ♦ 1712 Frankfurt: Telemann wird städtischer Musikdirektor (Kapellmeister an der Barfüßerkirche, später auch an der Katharinenkirche) sowie Sekretär und Verwalter der „hochadligen“ Gesellschaft Frauenstein (der führenden Vereinigung des Frankfurter Bürgertums). Komposition von Kirchenmusik für die Sonn- und Festtage des Kirchenjahres. Zahlreiche Gelegenheitswerke, Orchester- und Kammermusik. 1714 wird Telemann der Taufpate von Carl Philipp Emanuel Bach. 1718 Telemann schreibt seine erste Autobiographie, die aber erst 1731 in Johann Matthesons „Großer Generalbaßschule“ veröffentlicht wird. ♦ 1721 Hamburg: Telemann wird Kantor am Johanneum und Musikdirektor der fünf Hauptkirchen. Komposition von gottesdienstlichen Kantaten und alljährlich einer Passionsmusik, von Opern und Intermezzi für das Hamburger Opernhaus (bis 1738), von Festmusiken zu städtischen, kirchlichen, schulischen und privaten Anlässen (darunter alljährlich ein „Oratorio“ und eine „Serenata“ zum Konvivium der Kapitäne der Bürgerwache).
1737/38 unternimmt Telemann eine erfolgreiche achtmonatige Reise nach Paris. 1755 Es beginnt die Reihe von Telemanns bedeutenden Alterswerken. ♦ 1767 Hamburg: Telemann stirbt am 25. Juni. 1
In seiner Hamburger Zeit schrieb Telemann 1728/29 die „Gulliver-Suite“.
1 Hobohm, S. 6
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Arbeit zitieren:
Corinna Schumann, 2001, Georg Philipp Telemann - Gulliver-Suite, München, GRIN Verlag GmbH
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