1 Einleitung 3
2 Emile oder Über die Erziehung / 1. Buch 5
2.1 Grundgedanken über die Erziehung 5
2.2 Erziehung zum Bürger oder Menschen 6
2.3 Soziale versus natürliche Ordnung 7
2.4 Über die gegenwärtigen Situation der Erziehung 8
2.5 Der Erhalt der Ursprünglichkeit des Kindes 9
2.6 Der Erzieher. 10
2.7 Der Zöglin g. 10
2.8 Das Verhältnis von Erzieher und Zögling. 11
2.9 Über die Amme und die erste Pflege des Kindes. 12
2.10 Der Beginn der Erziehung. 13
2.11 Der Eigensinn des Kindes. 14
2.12 Über die Ernährung. 15
2.13 Das erste Sprechen. 15
2.14 Das Ende des ersten Lebensabschnittes 16
3 Literatur. 17
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1 Einleitung
Jean Jacques Rousseau wurde am 28.06.1712 in Genf als Sohn von Isaac Rousseau und dessen Frau Suzanne geboren. Durch seinen 1762 publizierte n Erziehungsroman „Emile oder Über die Erziehung“ gilt Rousseau als Begründer der modernen Pädagogik, der Wissenschaft der Erziehung.
Mit dem Jahrhundert der Aufklärung begann eine pädagogische Umorientierung. Das Kind war nicht mehr länger nur ein kleiner Erwachsener, dessen Kindsein es auszutreiben galt, sondern man begann die Kindheit als Zustand mit eigenen Rechten anzuerkennen. Bereits vor Rousseau hatte es schon Erziehungspläne in Richtung einer kindesorientierten Erziehung gegeben, doch erst Rousseau „postulierte die Güte des Menschen als Prinzip der Erziehung“ (Günther 2001, http://geist-odermaterie.de/Philosophie/französische_Phil_/Rousseau/rousseau.html). Damit gilt
Rousseau zu Recht als Entdecker des Eigenrechts der Kindheit. In seinem Erziehungsroman „Emile“ stellt Rousseau sein Erziehungsideal dar, das vor allem darauf angelegt ist, das Kind von den schädlichen Einflüssen der Gesellschaft fernzuhalten. Rousseau macht die Gesellschaft dafür verantwortlich, dass den Menschen die natürlichen Stärken verloren gingen. In seinem Erziehungsroman setzt sich Rousseau mit dem Problem auseinander, wie eine Erziehung ohne negative Beeinflussung seitens der Gesellschaft möglich sein könne. Der Erhalt der natürlichen Anlagen des Menschen stellt die wegweisende Richtung für seine Erziehung dar. Rousseau legt in seinem Werk das Leben des Waisen Emile dar, dessen Erziehung er übernommen hat. Er begleitet dabei Emile von seiner Geburt bis hin zu seiner Heirat mit Sophie. Gegliedert in 5 Bücher, beschreibt Rousseau in seinem Werk die Erziehung in den verschiedenen seelischen Entwicklungsstufen von Emile. Dabei kann die Teilung des Werkes im Sinne einer Altersstufeneinteilung betrachtet werden unter dem Aspekt des Ganges der Natur (vgl. Rang 2001, S. 71). Das bedeutet, dass Rousseau die Entwicklung des Individuums nicht nur als ein gesellschaftliches Phänomen ansieht, sondern als ein natürliches Prinzip, an dem sich der Erzieher orientieren muss.
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Obwohl Rousseaus Werk in Frankreich, sofort nach Erscheinen konfisziert und durch das Pariser Parlament verdammt und exemplarisch im Hof des Justizgebäudes verbrannt wurde (vgl. o.V: http://aphorismen-archiv.de/autoren-r/rousseau.html -20.05.2005), gilt „Emile“ heutzutage als eine der wichtigsten Werke über die Erziehung,
das in vielerlei Hinsicht auch heute noch Gültigkeit besitzt. Die vorliegende Arbeit soll das erste Buch und damit den ersten Lebensabschnitt von Emile darstellen. Eingangs beschreibt Rousseau seine grundlegenden Gedanken über die Erziehung des Menschen und kritisiert die bestehenden Missstände seiner Zeit in Bezug auf den Umgang mit Kindern. Schließlich beginnt er mit der Darstellung der Erziehung in den ersten Lebensjahren des jungen Emile. Rousseau betont jedoch im Laufe seines Werkes immer wieder, dass es sich bei dem, von ihm angeführten Erziehungsplan, um eine fiktive Erzählung handelt. Rousseau spricht selbst davon, dass es den perfekten Erzieher nicht gibt. Jedoch dichtet er sich selbst all jene Eigenschaften und Qualitäten an, die ein solcher Erzieher besitzen müsste, damit von einer erfolgreichen, naturgemäßen Erziehung gesprochen werden kann.
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2 Emile oder Über die Erziehung / 1. Buch
2.1 Grundgedanken über die Erziehung
„ Alles was aus den Händen des Schöpfers kommt, ist gut; alles entartet unter den Händen des Menschen“ (Rousseau 1762/2001, S. 107).
In dieser zentralen These zeigt sich sowohl das grundlegende Bild, das Rousseau vom Menschen hat, begründet zum zweiten jedoch auch die Notwendigkeit einer Erziehung. Rousseau geht bezüglich seines Menschenbildes davon aus, dass der Mensch gut geboren wird, dieses Gute jedoch mit der Zeit durch die Menschen selbst verdorben wird. Denn der Mensch ist darauf au, alles zu ändern, auch wenn es sich dabei nicht zum Besseren wandelt. „Nichts will er so, wie es die Natur gemacht hat, nicht einmal den Menschen“ (Rousseau 1762/2001, S. 107).
Würde nun der Mensch ohne Erziehung in der Gesellschaft aufwachsen, würde all das Gute in ihm verloren gehen, da ihn die Gesellschaft mit all ihren Vorschriften, Vorurteilen und Anweisungen, nach ihrem Gedenken zurechtstutzen würde. Dabei würde die ursprüngliche Natur, für deren Erhalt Rousseau sich einsetzt, verloren gehen. In diesem Sinne setzt Rousseau sich für eine „negative Erziehung ein, in der der Mensch so wenig wie möglich durch äußere Einflüsse verbildet wird. Erziehung sollte sich nach Rousseau darauf beschränken, schädliche Einflüsse fernzuhalten, damit sich das Kind zu einem guten Menschen entwickeln kann. Rousseau geht hier von einem Prinzip des Wachsenlassens aus, in dem er die Erziehung des Menschen mit der Pflege einer Pflanze vergleicht.
Das zweite Argument für die Erziehung, liegt im Umstand, dass der Mensch schwach geboren wird. „Wir werden schwach geboren und bedürfen der Kräfte; wir werden hilflos geboren und bedürfen des Beistandes; wir werden dumm geboren und bedürfen des Verstandes“ (Rousseau 1762/2001, S. 109). Der Mensch wird schwach geboren und bedarf der Hilfe, Vernunft und Stärke anderer. Der Mensch braucht die Erziehung, die ihm das vermittelt, was ihm bei der Geburt noch fehlt.
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Arbeit zitieren:
Catharina Prilepeck, 2004, Die pädagogische Gedankenwelt J. J. Rousseaus - Emile oder über die Erziehung 1. Buch, München, GRIN Verlag GmbH
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