Christian Ley
Die demografische Entwicklung in Deutschland und die daraus resultierenden Veränderungen für die Pflege
Inhalt
Inhalt 2
1 Einleitung. 3
2 Demografische Fors chung 4
2.1 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland von 1950 bis 2000. 4
2.2 Ausblick über die vermutete Entwicklung bis 2050 6
3 Auswirkungen für die Pflege 9
4 Die Rolle der Politik. 12
5 Schlussfolgerungen 15
6 Literaturverzeichnis 17
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Die demografische Entwicklung in Deutschland und die daraus resultierenden Veränderungen für die Pflege
1 Einleitung
Der Begriff ‚Demografie’ erfährt in dieser Zeit eine geradezu inflationär häufige Verwendung. Es vergeht kaum eine Polit-Talk-Sendung im Fernsehen, in der nicht von demografischer Entwicklung oder Ähnlichem gesprochen wird. Auch die Tagespresse und die großen Wochenzeitungen beric hten laufend über politische Themen, die sich auf die demografische Forschung beziehen.
Die deutsche Legislative beschäftigt sich momentan mit einigen großen Re-formvorhaben. Das Rentensystem soll zukunftsfähig gemacht werden, die Gesundheitsversorgung bezahlbar bleiben und auch die Pflegeversicherung steht bereits 8 Jahre nach ihrer Einführung wieder auf dem Prüfstand. Insgesamt muss - so die einhellige Meinung großer Teile unserer Gesellschaftdas gesamte Sozialversicherungssystem den Rahmenbedingungen unserer Zeit und der kommenden Jahre und Jahrzehnte angepasst werden. Diese Überlegungen, welche die politische Diskussion momentan derart dominieren, liegen allesamt in den Analyseergebnissen und Vorausberechnungen der demografischen Forschung begründet.
In den folgenden Kapiteln werde ich zunächst die demografische Entwicklung von 1950 bis heute sowie eine Prognose der Entwicklung bis zum Jahr 2050 aufze igen. Die große Bedeutung dieses Themas für die Pflege wird herausgestellt. Auch werde ich versuchen, die Rolle der Politik in den nächsten Jahrzehnten im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung darzulegen.
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Die demografische Entwicklung in Deutschland und die daraus resultierenden Veränderungen für die Pflege
2 Demografische Forschung
Übersetzt in die deutsche Sprache bedeutet Demografie Bevölkerungsforschung. Die Bevölkerung eines Landes, einer Region oder der gesamten Erde ist keine feste Größe, sondern unterliegt einer ständigen Entwicklung. „Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit oder ethnische Herkunft sind die wichtigsten Kriterien, nach denen eine Bevölkerung gegliedert werden kann.“ (Münz & Ulrich, 2000, S. 1) Um die Veränderung der Bevölkerung zu erfassen, beschäftigt sich die demografische Forschung mit unter anderem mit Faktoren wie Geburten und Sterbefällen, Fertilität und Migration. Auch wirtschaftliche und sonstige gesellschaftliche Faktoren werden analysiert, um die oben genannten Hauptfaktoren zu erklären und zu begründen.
In hoch entwickelten Industrienationen wie Deutschland werden eine Vielzahl von Daten über die Bevölkerung des Landes ermittelt. „Wichtigste In-formationsquelle der Bevölkerungswissenschaft ist die amtliche Statistik.“ (Münz & Ulrich, 2000, S. 2) In Deutschland liegt die Ermittlung und Verarbeitung dieser Daten in den Händen des statistischen Bundesamtes.
2.1 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland von 1950 bis
2000
In der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg verzeichnete man ein deutliches Bevölkerungswachstum. In den fünfziger Jahren war ein deutlicher Geburtenüberschuss zu beobachten. Zudem setzte die Zuwanderung langsam ein. Bis 1964 kamen etwa 1,2 Millionen Ausländer nach Deutschland (West). Die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland verlief in manchen Phasen unterschiedlich voneinander, was durch die Betrachtung der unterschiedlichen politischen Maßna hmen erklärbar ist. Dies will ich jedoch im Folgenden außer Acht lassen, da sich die Zahlen in Ostdeutschland nach 1990 zunehmend an das Westniveau angeglichen haben (siehe Abbildung 1).
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Die demografische Entwicklung in Deutschland und die daraus resultierenden Veränderungen für die Pflege
Nach 1970 kam es zu einem signifikanten Rückgang der Geburtenrate. Dieses Phänomen erklärt sich zumindest teilweise durch die aufkommenden oralen Kontrazeptiva, aber auch durch einen Anstieg der Anzahl von Frauen, die einer Arbeitstätigkeit nachgingen. In den neunziger Jahren erholte sich die G eburtenrate leicht; mittlerweile sinkt sie jedoch wieder. Insgesamt hat sich die Fertilität - also die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau - von
ca. 1,8 im Jahr 1950 auf ca. 1,3 bis 1,4 in den ersten Jahren dieses Jahrtausends - abgesenkt. Die Nettoreproduktionsrate, die angibt, „in welchem Umfang eine Fraue nkohorte (= weiblicher G eburtsjahrgang) bei den aktuell beobachteten Fruchtbarkeits- und Sterbewahrscheinlichkeiten durch ihre Töchterkohorte zahlenmäßig ersetzt wird,“ (Herder & Münz, 2000, S. 6) sank zwischen 1960 und 1998 von 1,1 - was noch über Bestandhaltungsniveau liegt - auf 0,65.
Während die Geburtenraten sanken, stieg die Lebenserwartung der Menschen stetig an. Dies erklärt sich vor allem durch die verbesserte Gesund-heitsversorgung der Menschen. Aber auch die Verbesserung der Individua lhygiene im Wohnumfeld sowie die verbesserte Ernährungslage hat ihres zu dieser Entwicklung beigetragen. Insgesamt wuchs die Lebenserwartung je nach Region und Geschlecht zwischen 1960 und 1998 um 8,5 bis 12 Jahre. Heute liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Neugeborenen bei ca. 74 Jahren (Männer) bis 81 Jahren (Frauen).
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Arbeit zitieren:
Dipl. Berufspädagoge (FH) Christian Ley, 2004, Die demografische Entwicklung in Deutschland und die daraus resultierenden Veränderungen für die Pflege, München, GRIN Verlag GmbH
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