Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Stufen der sprachlichen Entwicklung 4
1.1 Kritik am Schema von A. K. Markova „Stufen der
sprachlichen Entwicklung“ 5
2. Störungen der Sprachentwicklung 7
2. 1 Sensorische Behinderung 8
2. 2 Neurologische Schädigung 9
2. 3 Mentale Retardierung 10
2. 4 Pervasive Störung 11
3. Kinder mit spezifischer Störung der Sprachentwicklung 12
3. 1 Eingeschränktes Sprachverständnis 13
3. 2 Störungen des Lexikons 13
3. 3 Störungen der Artikulation 14
3. 4 Störungen der Grammatik 14
4. Zum Umgang mit sprachauffälligen Kinder 15
5. Fazit 17
Literaturverzeichnis 18
3
Einleitung
Sprache ist in nahezu allen Bereichen unseres täglichen Lebens relevant. Sie dient vor allem zur Kommunikation mit anderen Menschen, sie hilft uns aber auch, Wünsche, Gefühle und Gedanken auszudrücken und mitzuteilen. Grundlegend für den Erwerb der sprachlichen Kompetenzen sind die ersten Lebensjahre. In dieser Zeit lernen die Kleinkinder - manche etwas früher als andere - sich in ihrer Muttersprache verständlich zu machen. In dieser Arbeit möchte ich daher zunächst auf die Stufen der sprachlichen Entwicklung eingehen und auch aufzeigen, dass sie bei jedem Kind anders verlaufen. Anschließend möchte ich auf die verschiedenen Störungen der sprachlichen Entwicklung eingehen und diese vorstellen. Dabei unterscheide ich zwischen körperlich bedingten Störungen der sprachlichen Entwicklung und denen, deren Ursache nicht genau diagnostiziert werden kann.
Im letzten Kapitel möchte ich kurz auf den Umgang mit sprachauffälligen Kindern eingehen und darlegen, wie wichtig es für sie ist, dass Eltern und Erzieher sich an gewisse „Regeln“ halten.
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1. Die Stufen der sprachlichen Entwicklung
Zum Thema Erstspracherwerb gibt es unzählige Publikationen. Gerade in den letzten Jahren haben sich viele Sprachwissenschaftler wie z. B. Hannelore Grimm, Gerhard Augst, Christel Hannig u. a. zusammengeschlossen und sich zu diesem wichtigen Thema geäußert.
Auch die gute Kooperation zwischen Psychologen, Psycholinguisten, Linguisten, Soziologen und Didaktikern führt zu immer differenzierteren Theorien zum Erstspracherwerb.
Mittlerweile wird Sprache nicht mehr „als ein in sich geschlossenes System aus Lauten (Phonemen), Wörtern (Lexemen, Morphemen) und Satzbauplänen angesehen, deren jeweilige inhärente Strukturen, Funktionen, paradigmatische und syntagmatische Oppositionen es zu beschreiben gilt, sondern als ein Werkzeug, durch das die Menschen denken (= sich die Welt erschließen), miteinander in Beziehungen treten (= ihre Gefühle und Wünsche ausdrücken) und handeln (= (verändernd) einwirken auf Objekte und andere Subjekte).“ 1 Sprache kann „als Bedingung der Möglichkeit menschlicher Existenz“ 2 betrachtet werden. Ihr werden viele unterschiedliche Funktionen zugeschrieben:
- Ausdruck des Denkens,
- Funktion des Denkens,
- Inhalt des Denkens,
- Integrale Komponente des Denkens,
- Implikat des Denkens,
- Mittel des Denkens,
- Substrat des Denkens,
- Bedingung des Denkens,
- Form des Denkens,
- Determinante des Denkens 3
1 Augst, S. 10
2 Lewandowski, S.176
3 Ebd., S. 176
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Daher möchte ich im folgenden Kapitel auf die Stufen der sprachlichen Entwicklung nach A.K. Markova eingehen und dieses Schema beschreiben. Allerdings werde ich auch einzelne Kritikpunkte an diesem Schema erarbeiten. Markova stellt sieben Stufen der sprachlichen Entwicklung eines Kindes im Alter von 0 - 17 Jahren dar. Kleinkindalter 0 - 1.0
Durch Schreien, Lallen und einige Silbenkonturen von Wörtern versucht das Kleinkind auf sich aufmerksam zu machen. Bei ihm erfüllt die Sprache eine kommunikative, indikative und nominative Sprachfunktion. Sie dient dazu, seinen Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen und mit anderen Menschen - in diesem Alter vornehmlich mit den Eltern - emotional in Kontakt zu treten. Frühes Vorschulalter 1.0 - 3. 0
Das Kind beginnt mit Silben- und Lautstrukturen und schließlich mit der Kombination von Wörtern einzelne Sätze und eine situativ - dialogische Sprache zu entwickeln. In dieser Zeit erweitert das Kind in der Kommunikation mit Erwachsenen (vor allem) durch Fragen seinen Wortschatz. Vorschulalter 3.0 - 7.0
Durch verschiedene Spieltätigkeiten z.B. im Kindergarten und (soziale) Rollenspiele nach ´Regeln` kommt das Kind mit gleichaltrigen Kindern in Kontakt und ´probiert` die Erwachsenenwelt aus, indem es das Leben der Erwachsenen nachahmt und nachspielt. Dabei werden die sprachlichen Reaktionen differenzierter und lösen sich von der unmittelbaren Bindung an die Situation. Die Kinder planen in diesem Alter einzelne sprachliche Handlungen (egozentrische Sprache).
Beim Lesenlernen wird ihnen nun die Lautstruktur des Wortes bewusst.
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Arbeit zitieren:
Monja Wessel, 2004, Spracherwerb und Sprachstörung, München, GRIN Verlag GmbH
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