1
Inhalt
1. Einleitung 2
2.1. Parlamentarische vs. Präsidentielle
Demokratie 4
2.2. Konkurrenz- vs. Konkordanzdemokratie 6
2.3. Direktdemokratie 7
3. Schluss 9
4. Bibliographie 10
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1. Einleitung
In dieser Hausarbeit soll das Buch von Manfred G. Schmidt mit dem Titel ‚Demokratietheorien’ behandelt werden. Hierbei wird es besonders um die Frage gehen, ob einzelne spezifische Formen von Demokratien aufgrund ihrer Struktur anfälliger als andere für eine militarisierte Außenpolitik sein können. Ältere Demokratietheorien müssen vernachlässigt werden, da aufgrund des Rahmens dieser Hausarbeit nur einige ausgewählte aktuelle, empirisch-analytische Demokratietheorien untersucht werden können. Im Einzelnen sollen gegenübergestellt werden die Parlamentarische und die präsidentielle Demokratie, wobei die Bundesrepublik Deutschland und die USA als Beispiele dienen, ferner die Konkurrenz- und Konkordanzdemokratie und schließlich noch die Direktdemokratie. Dass gefestigte Demokratien untereinander keine Kriege führen, kann aus der Erfahrung bislang bestätigt werden. Jedoch gibt es seit einiger Zeit eine heftige Kontroverse darüber, ob man wegen dieser Erfahrung hier von einem empirischen Gesetz sprechen könne oder ob die Tatsache, dass Demokratien bisher keinen Krieg untereinander führten, Zufall sei und andere Ursachen habe 1 . Aus der Annahme, Demokratien führen untereinander keinen Krieg, die schon Immanuel Kant in seiner Schrift ‚Zum Ewigen Frieden’ formulierte, folgt automatisch eine Theorie, nämlich die des ‚Democratic Peace’. Sie beinhaltet, dass es keinen Krieg mehr gebe, wenn alle Staaten dieser Welt demokratische Verfassungen besäßen. Roman Herzog, deutscher Bundespräsident a.d. sagte in einer Rede zum 50. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 1995, dass Westeuropa seit 1945 zu einer Insel des Friedens, der Freiheit und des Wohlstandes geworden sei und dass diese Insel größer werden müsse. Davon brauche sich niemand bedroht zu fühlen, denn „Frieden, Freiheit und Wohlstand haben in der Geschichte der Menschheit noch keinen bedroht oder gar gefährdet“. 2 Sicherlich meinte er nicht, man solle in alle Staaten intervenieren, falls diese nicht freiwillig eine demokratische Verfassung annehmen. Doch gerade da stellt sich die Frage, wie dieser Demokratisierungsvorgang vor sich gehen soll. Warnunge n, dass eine Außenpolitik im Namen von demokratischen Frieden abzulehnen sei, da sie leicht zu ideologischen Kreuzzügen, zu militärischen Abenteuern und zur Überdehnung der eigenen Macht führen könne 3 , sind nicht von der Hand zu weisen. Und dass Demokratie n gegenüber Diktaturen zu kriegerischer Gewalt durchaus bereit sind, zeigt die Geschichte. Auch die Aussage, dass
1 Vgl. Kley, Roland: Der Friede unter den Demokratien, Bern 1999, S. 6f.
2 Herzog, Roman: Demokratie als Friedensstrategie: Reden und Be iträge des Bundespräsidenten, in: Demokratie,
Frieden, Sicherheit, Bd. 111, hg. Von Dieter S. Lutz, Baden-Baden 1997, S. 38f.
3 Vgl. Waltz, Kenneth N.: The Emerging Structure of International Politics, International Security, vol 18, No.
2(Fall), New York 1993, S. 76-79.
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Demokratien untereinander niemals Krieg führen werden, halte ich für sehr gewagt, da die Zeit, seit der es mehrere reife Demokratien gibt, zu kurz ist, um solche weitreichenden Schlüsse zu ziehen.
Aus diesen Gründen soll nun geprüft werden, ob es Demokratieformen gibt, die anfälliger für die o.g. Gefahren sind.
Arbeit zitieren:
Sebastian Runkel, 2005, Demokratietheorien: Ein kurzer Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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