Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 02
2 Historische Entwicklung 03
3 Aristoteles Theorie der Beredsamkeit 06
3.1 Kritik an bisherigen Theorien der Rhetorik 06
3.2 Die Überzeugungsmittel 07
4 Schlussteil 09
5 Literaturverzeichnis 11
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1. Einleitung
Das Thema der vorliegenden Hausarbeit sind Aristoteles Auffassungen darüber, was Rhetorik ist und was seiner Ansicht nach die wesentlichen Bestandteile einer Theorie der Beredsamkeit sind. Die zugrunde liegende Textgrundlage sind hierbei die Kapitel eins und zwei des ersten Buches seiner „Rhetorik“.
Im ersten Kapitel charakterisiert Aristoteles die Rhetorik als Analogon zur Dialektik, übt Kritik an den bis dahin aufgestellten Theorien der Beredsamkeit und bestimmt die für ihn essentiellen Objekte der Rhetorik, sowie die Nützlichkeit der Rhetorik in ihrer Anwendung. Aristoteles Anliegen ist es eine Methode der Glaubhaftmachung durch rhetorische Mittel zu erarbeiten.
Im zweiten Kapitel dann unternimmt Aristoteles eine Definition von Rhetorik und untersucht die Grundlagen der Persuation.
Diese Hausarbeit stellt einen Versuch dar zuerst Aristoteles Untersuchungen in der gebotenen Kürze in den historischen Zusammenhang der bis dahin aufgestellten Theorien der Beredsamkeit einzuordnen und Kritikpunkte herauszuarbeiten, die Aristoteles an den Theorien seiner Vorgänger findet. Danach werde ich anhand seines Textes verdeutlichen, was Überzeugungsmittel sind und wie Aristoteles sie klassifiziert. Der abschließende Teil der Hausarbeit beinhaltet eine kurze kritische Stellungnahme zu den im Seminar behandelten Theorien der Rhetorik.
2. Historische Entwicklung
Praktische Beredsamkeit hat es bei den Griechen schon immer gegeben. Schon Homer kannte die Beratung, Gerichtsverhandlung, die Heeres- und die Volksversammlung. Eine reflektierte Betrachtung (oder eine reflektiert geübte Beredsamkeit) entstand allerdings erst später: In Griechenland kommt nach der
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Zeit der Perserkriege ein zunehmendes Bedürfnis nach Bildung auf. Die Staatsform der Demokratie fordert vom Bürger zunehmend die Fähigkeit elegant reden zu können, zum Beispiel in Volksversammlungen, beim Plädoyer vor Gericht oder bei dem öffentlich vorgetragenen Festvortrag. Im 5. Jahrhundert lehren die Sophisten gegen Bezahlung Bildung und Beredsamkeit. Kritisiert wurde die von ihnen vermittelte Rhetorik von späteren Philosophen vor allem, weil es mit dieser Rhetorik dem Redner ohne Kenntnis des Gegenstandes von dem sie reden, allein durch Anwendung rhetorischer Kniffe, gelingen kann jeden Menschen von etwas Beliebigen, also auch von etwas schlechten zu überzeugen.
Gorgias zum Beispiel kam nach seinen Untersuchungen zu der Überzeugung, dass die Macht der Rede keine Grenzen kenne und bei richt iger Handhabung alles durchzusetzen vermöge. Sein formales Bildungsziel respektierte nur eine sittliche Schranke, das Gewaltverbot; im übrigen hielt er jedes Mittel der Täuschung und Betörung für erlaubt [...] (Fuhrmann, Die antike Rhetorik, 1990, S.19)
In seinem Dialog „Gorgias“ kritisiert Platon genau diese Auffassung scharf. Platon setzt sich hier beinahe wütend mit der Rhetoriklehre der Sophisten auseinander. Die Kritikpunkte, die er anführt sind unter anderem, dass die Zuhörer zu willenlosen Sklaven gemacht werden und dass die Rhetorik keinen ihr eigenen Sachbereich hat, also kein Fach ist. Positiv gedeutet betont letzteres allerdings den universellen Anwendungsbereich der Rhetorik. Für Platon gibt es zwei Arten der Beredsamkeit: zum einen die, die das Publikum überredet ohne Wissen zu glauben, zum anderen die Beredsamkeit, die durch Belehrung dem Publikum Wissen vermittelt.
Die Rhetorik der Sophisten ist seiner Meinung nach von erster Art und befasst sich seiner mit dem Glaubenmachen.
Es entsteht ein dichotomisches Bild: Es gibt entweder Experten, die nicht reden können oder Redner ohne Wissen. Eine Kluft zwischen Philosophie und Rhetorik wird hierdurch verdeutlicht.
Im Dialog „Phaidros“ entwirft Platon sein eigenes idealistisches Rhetorikkonzept. Der gute Redner muss das Wahre erkennen und er muss Wissen über das Wesen der Menschen haben, denn er betreibt Seelenleitung durch Worte. Außerdem muss der Redner Semantiker sein, also die passenden Worte kennen und er muss Dialektiker sein, um angemessen argumentieren zu
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Arbeit zitieren:
Sascha Storck, 2001, Aristoteles' Rhetorikansichten - Darstellung anhand der ersten beiden Kapitel seines Werkes "Rhetorik", München, GRIN Verlag GmbH
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Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
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