Sprache , Sprachentwicklung und ihre Störungen: Stottern
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Stottern:
2.1. Definition 2
2.2. Symptome 2
2.3. Ursachen 4
2.4. Therapie 5
3. Der Stotterer - soziale Aspekte:
3.1. Die Persönlichkeit des Stotterers 7
3.2. Folgen des Stotterns 7
4. Prognose 8
5. Literaturverzeichnis 9
6. Abbildungsverzeichnis 9
II
Sprache, Sprachentwicklung und ihre Störungen: Stottern
1. Einleitung
Die Sprache ist ein Kommunikations- und Verständigungsmittel für den Menschen. Sie ist ein System, bestehend aus der Phonologie (Lautsystem), der Morphologie (Wortschatz und Regeln der Wortbildung) und der Syntax (Regeln der Wortkombination). Darüber hinaus ist der Sprechvorgang ein Zusammenspiel von Muskeln, Knochen, Zahnstellung, Form der Stimmbänder, usw., das vom Gehirn gesteuert wird.
Eine normale Entwicklung der Sprache zeigt sich, wenn der Mensch sie zur richtigen Zeit erwirbt und in der Lage ist, sie zur vollständigen Kommunikation und Verständigung, angemessen an sein Bildungs- und Sozialniveau, einzusetzen. Dieses komplexe System kann in jeder Entwicklungsphase Störungen unterliegen. Dabei werden Sprachstörungen von den Sprechstörungen unterschieden. Sprachstörungen sind Abweichungen im Bereich der stimmlichen und sprachlichen Fähigkeiten. Sprechstörungen dagegen bezeichnen die motorischen Störungen der Sprechorgane. Sprechstörungen fallen als ungenaue oder verlangsamte Lautbildung (Artikulationsstörungen) und gestörte Sprechabläufe auf.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit eine r der bekanntesten Sprechstörung: das Stottern. Nach der Definition dieser Redeflussstörung werden die Symptome des Stotterns näher erläutert. Anschließend wird auf die Ursachenforschung eingegangen, bevor die Therapiemöglichkeiten aufgezeigt werden. Im dritten Teil dieser Arbeit werden die Persönlichkeit eines Stotterers und die Folgen des Stotterns dargestellt. Die Arbeit endet mit der Prognose des Stotterns.
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Sprache, Sprachentwicklung und ihre Störungen: Stottern
2.1. Definition
Stottern ist eine Redeflussstörung oder Sprechablaufsstörung, bei der es zu Unterbrechungen im Redefluss kommt. Das stockende, unflüssige Sprechen tritt willensunabhängig und situativ auf und äußert sich in vielfältiger Form. Über 1% der Bevölkerung leidet unter dieser Sprechstörung. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, jedoch sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen. Bei vielen Kindern tritt im Laufe der Sprachentwicklung zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr das sogenannte Entwicklungsstottern auf, das sich aber meist wieder legt. Hält das Stottern über längere Zeit an, spricht man vom chronischen Stottern, das so früh wie möglich behandelt werden sollte.
2.2. Symptome
Die Symptome des Stotterns können in primäre und sekundäre Symptome unterteilt werden. Die primären Symptome sind individuell bei den Stotterern ausgeprägt. So kann das Stottern charakterisiert sein durch Blockaden (tonisches Stottern): „W…Ww…Was soll das“, Wiederholungen (klonisches Stottern): „Pa-Pa-Papi…“, die Kombination beider Formen (tonisch-klonisch/ klonisch-tonisch) oder Dehnungen: „Geeehen wir…“.
Je nachdem wie der Stotterer auf diese Symptome reagiert, zeigen sich die sekundären Symptome als Folge auf das individuelle Verhalten. Offene sekundäre Symptome sind zum Beispiel Störungen der Atmung, Schmatz- oder Schluckgeräusche, Anspannen des Körpers, Schwitzen usw. Da der Stotterer sich der Störung bewusst ist, kommt es oft auch zu verdeckten sekundäre n Symptome n, wie Vermeidungstaktiken und Umgehung bestimmter Situationen, also Fluchtverhalten.
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Arbeit zitieren:
Simone Petz, 2005, Stottern, München, GRIN Verlag GmbH
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