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Hans Aebli und seine zentralen Werke
Die kognitive Entwicklung nach Aebli
Das System der zwölf Grundformen und die drei Dimensionen didaktischer
Kompetenz
Drei
Dimensionen des Lehrens und Lernens
Drei
Dimensionen der didaktischen Kompetenz
. PADUA - Konzept
Grundform 1: Erzählen und Referieren
4. 2. Didaktischer Teil
Literaturhinweise
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Hans Aebli wurde 1923 in Zürich geboren. Er absolvierte das Studium der Psychologie, der Philosophie und der Pädagogik an den Universitäten Genf und Minnesota/USA. Von 1962 bis 1966 war er Professor der Psychologie an der Freien Universität Berlin. Von 1966 bis 1971 hatte Aebli die Stellung eines ordentlichen Professors der Psychologie und war Leiter der Abteilung Psychologie des Zentrums für Bildungsforschung an der Universität Konstanz und wurde schließlich Direktor der Abteilung pädagogische Psychologie der Universität Bern. Bis zu seinem Tod im Juli 1990 lebte Aebli in Burgdorf bei Bern. Seine Forschungen betreffen die Entwicklungspsychologie, die Psychologie des Denkens und Handelns und deren Anwendung auf das Lehren und Erziehen.
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Der Anfang der wissenschaftlichen Tätigkeit von Hans Aebli wurde durch seine Dissertation „Didactigue psychologigue“ im Jahre 1951 geleistet, die eine didaktische Übertragung der Psychologie von Jean Piaget darstellt, denn Aebli selbst verstand sich als „Piagetianer“. Er entwickelte einen kognitiven didaktischen Ansatz, in dem Lernen als individueller Entwicklungsprozess bestimmt wird. In den fünfziger Jahren arbeitete Aebli an einem seiner Hauptwerke: einer allgemeinen Didaktik auf kognitionspsychologischer Grundlage. „Das 1961 veröffentlichte Buch „Grundformen des Lehrens“, das 1983 in einer Neuausgabe als „Zwölf Grundformen des Lehrens“ erschien und 1998 seine 10. Auflage erfuhr, erlangte in der Form in der Lehrerausbildung den Status eines Klassikers.“ (Berner 1999, 88). Es wurden in diesem Buch traditionelle didaktische Ansätze mit modernen psychologischen Theorien verbunden.
In den sechziger Jahren beschäftigte sich Aebli mit der Frage, wie Entwicklung zustande kommt. Darauf lautete seine Antwort: Durch Sozialisation, Erziehung und Anleitung. „Nach Piaget wird die Welt von den einzelnen Individuen konstruiert, repräsentiert und im Handeln zur Gestalt gebracht oder in Szene gesetzt.“ (ebenda, 88). Diesen Gedanke der Konstruktion übernahm Aebli für seine Überlegungen über kognitive Entwicklung, die unter Anleitung erfolgt und die eigene geistige Leistung des Kindes präsentiert. Das Kind konstruiert sich dementsprechend sein Wissen selbst, aufgrund seiner Erfahrung werden vermittelte Daten zu neuen Strukturen seines Wissens und Denkens. In der Schule geschieht dieser Aufbau auf
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eine systematische Art und Weise, doch dafür müssen die Lehrpersonen eine hohe psychologische und didaktische Kompetenz aufweisen.
Für Aebli bedeutet Lehren folgendes: „ Überall sind es Operationen, welche die Begriffe definieren, und der Unterricht muss daher den Schüler dazu bringen, diese Operationen zu vollziehen, zuerst tatsächlich und dann in „verinnerlichten“ oder stellvertretenden Form. Bevor der Lehrer also die Aufgabe der praktischen Verwirklichung einer Unterrichtseinheit beginnt, muss er sich darüber klar werden, welche Operationen den Begriffen zugrunde liegen, die er die Schüler erwerben lassen will. Nehmen wir an, er will ihnen den Begriff „Winkel“ fassbar machen. Somit wird er sich fragen: Welche Operation definiert diesen Begriff?“ (Aebli 1976, 87; zitiert nach Berner 1999, 89). Bei Lehroperationen geht es nach Aebli nicht primär um Vermittlung von Inhalten, sondern um Handlungssituationen, in denen die Kinder versetzt werden, um Beziehungen zwischen den Dingen und Problemen herzustellen. Die Lehrer sollen ihren Schülern Lernprozesse ermöglichen, in denen kognitive Strukturen von Kindern entwickelt, differenziert und integriert werden. „Die Aufgabe des Lehrers besteht folglich darin, für das Kind psychologische Situationen zu schaffen, in denen es die Operationen aufbauen kann, die es sich aneignen soll. Der Lehrer muss die früheren Schema aufgreifen, über die das Kind bereits verfügt, und von diesen aus die neue Operation entwickeln. Er muss das dieser geistigen Aktivität angepasste Material liefern und darüber wachen, dass die neue Operation in der erstrebten Richtung gesucht wird.“ (Aebli 1976, 88; zitiert nach Berber 1999, 89)
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Nach Aebli bringt jeder Mensch aus seiner Alltagserfahrung die Fähigkeiten und Fertigkeiten mit, die er zu den Fähigkeiten und Fertigkeiten des Lehrens, also zur „Lehrbefähigung“, erweitern und vertiefen kann. Lehrbegabung ist weder eine geheimnisvolle Naturanlage noch eine Wissenschaft, die man im Menschen aus dem Nichts aufbauen kann. Lehrbefähigung baut sich aus elementaren alltäglichen Verhaltensweisen auf und differenziert sich aus den sozialen Tätigkeiten heraus. Schulisches Lehren setzt natürliche Verhaltensweisen fort, die jedermann im Alltag entwickelt. Auf der Grundlage dieser Überlegungen wurden die Grundformen des Lehrens und Lernens herausgearbeitet, die im Folgenden präsentiert werden sollen.
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Natalia Schlichter, 2002, Zwölf Grundformen des Lehrens nach Aebli, Munich, GRIN Publishing GmbH
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