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Inhaltsverzeichnis:
I Einleitung
S. 3
II Erziehung
S. 3
1. Geschichte und Allgemeines S. 3
2. Ziele, Normen und Werte S. 4
III Bildung
S. 6
1. Geschichte und Allgemeines S. 6
2. Struktur von Bildung S. 6
3. Bildungstheorien S. 7
4. Verfall der Bildung S. 7
5. Charakterbildung S. 8
IV Sozialisation
S. 8
1. Allgemeines S. 8
2. Sozialisationstheoretische Ansätze S. 8
2. Phasen, Felder, Dimensionen und Ebenen der Sozialisation S. 10
3. Schicht- und Milieuspezifische Sozialisation S. 10
V Inwieweit hängt das Phänomen Zivilcourage mit
Erziehung und Sozialisation zusammen
S. 11
1. Begriffsklärung Zivilcourage S. 11
2. Gründe für Zivilcourage anhand ausgewählter Beispiele S. 11
VI Schluss
S. 13
VII Bibliographie
S. 15
3
Erziehung, Bildung und Sozialisation
I Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich drei grundlegende Konzepte der Erziehungswissenschaft (Erziehung, Sozialisation, Bildung) kurz vorstellen. Diese sind jedoch so eng miteinander verwoben, dass in manchen Fällen eine strikte Trennung der Begriffe schwer fällt. Wer erzieht, bildet und sozialisiert gleichzeitig, wer sozialisiert wird, wird dabei auch erzogen. Trotz dieser Vernetzungen hat jeder Bereich aber seine spezifischen Merkmale, die ich herausarbeiten möchte.
Den Begriff der Erziehung werde ich in Bezug auf Zivilcourage vertiefend darstellen, wobei ich hierbei den Schwerpunkt auf die Bedeutung der Erziehung für potenzielle couragierte Helfer lege.
II Erziehung
1. Geschichte und Allgemeines
Historisch gesehen ist Erziehung das Konzept der Aufklärung. Der Schwerpunkt wurde zu dieser Zeit auf die Erziehung zu Toleranz und Freiheit gelegt. Kant, als einer der Vorreiter der deutschen Pädagogik, sah in der Erziehung das Mittel zur Moralisierung der Kinder, dass er mit Hilfe der Disziplinierung und Zivilisierung erreichen wollte. (vgl. Liebbau 1999: 25)
Der Begriff der Erziehung ist schwer zu fassen, bis heute gibt es keine einheitliche Definition. Erziehung hat etwas von Fremdbestimmung und Manipulation. Doch der Mensch ist im Vergleich zum Tier, das mit seinen Instinkten bereits für das Leben gerüstet ist, ein Mängelwesen. Er muss sich seine Umwelt formen, sie anpassen und durch seine Lernfähigkeit zur Kultursphäre machen. Der Mensch braucht Erziehung, um mit ihrer Hilfe kulturelle Werte und Normen zu vermitteln. Der Mensch wird erst durch die Erziehung zum Menschen. Es erfolgt also zwangsläufig eine Normierung, durch die kulturell bedingten Vorstellungen von „gut“ und „böse“. (vgl. Gudjons,1997: 177/178)
4
Kant sagt hierzu: „Der Mensch kann nur zum Menschen werden durch Erziehung. Er ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht...“ (Kant, zitiert nach Gudjons, 1997: 181)
Gudjons stellt die Frage: Entwickelt der Mensch keine Wertvorstellungen wenn sie ihm nicht von anderen vermittelt werden? Sicherlich fehlt ihm dann die kulturelle Prägung, aber ist er dadurch weniger Mensch?
Erziehung ist, wie schon erwähnt, nicht eindeutig festzulegen, sie beschreibt vieles: einen Prozess, dessen Ergebnis, eine Absicht, ein Handeln etc. Es existieren verschiedene Bilder über Erziehung, grundsätzlich kann man diese in zwei Richtungen unterscheiden:
1.) Die Metapher des Bildhauers: Hierbei geht es um die Herstellung eines Produktes, der Erzieher formt mit Hilfe verschiedener Mittel und Methoden den zu Erziehenden
2.) Die Metapher des Gärtners: Dieser Ansatz geht davon aus, das Kinder sich auf natürliche Art und Weise entwickeln. Die Aufgabe des Erziehers liegt eher im schützend und pflegenden Begleiten dieses Wachstumsprozesses. (vgl. Gudjons, 1997: 186/187)
In beiden Fällen geht es darum Werte zu vermitteln, im ersten Fall sollen die eigenen Werte nur übernommnen werden, im zweiten dagegen soll der zu Erziehende seine eigenen Werte entwickeln. Die Kunst der Erziehung liegt im Vereinen dieser zwei unterschiedlichen Ansätze, denn reines Wachsenlassen, hat nicht mehr viel mit Erziehung zu tun und ein zu autoritärer Ansatz hindert den zu Erziehenden sich natürlich zu entwickeln.
2. Ziele, Normen und Werte
Erziehung hat ein Ziel, das vom Erziehenden bestimmt wird. Dieses Ziel sollte im Einklang mit den gültigen Normen und Werten stehen. Ziele sind eine konkrete Aufgabe deren Erfüllung man sich annähern sollte.
Normen sind die von der Gesellschaft vorgegebenen Vorstellungen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Diese Normen stehen hinter den Zielen.
5
Werte unterscheiden sich in Grundwerte (religiöse/moralische/politische) und individuelle Werte die sich der Erzieher im Laufe seines Lebens angeeignet hat. Sie beeinflussen die Festlegung der Normen. Der alte Begriff der Tugend liefert praktische Verhaltenshinweise und reflektiert die vorherrschenden Wertvorstellungen. (vgl. Gudjons 1997: 191/192)
Ein Beispiel: Aus dem Grundwert, „Ehrfurcht vor dem Leben“ ist die Norm, „Du sollst nicht töten“ entstanden. Als Erziehungsziel folgt daraus z.B. die „Erziehung zur Friedfertigkeit“. (vgl. Gudjons 1997: 192)
Diese Normen und Werte werden von jeder Generation neu aufgegriffen, und gegebenenfalls der veränderten Situation angepasst (modifiziert). Erziehungsziele brauchen bestimmte Erziehungsmittel (Lob/Tadel/Beraten/Gebieten etc.), und der Erziehungsstil sollte im Einklang mit dem Erziehungsziel stehen. Des weiteren muss man bei den Zielen unterscheiden zwischen Teilzielen, und
Allgemeinen Zielen. Mehrere Teilziele(z.B. andere Meinungen akzeptieren, etc.) sollen letztendlich zum Allgemeinen Ziel führen(z.B. Erziehung zur Friedfertigkeit). (vgl. Gudjons 1997: 193)
Seit den sechziger Jahren lässt sich ein Wertewandel feststellen, der manchmal auch als Werteverfall bezeichnet wird. Grundsätzlich geht die Tendenz weg von der Normorientierung und hin zu einem ich-orientiertem Weltbild. Es wird argumentiert, dass diese „neuen“ Werte wie Fairness, Verantwortungsbereitschaft, Kooperation und Selbstständigkeit durchaus moralischen Wert haben. (vgl. Gudjons 1997: 194)
Die Erziehung zu selbstständigen Bürgern legt zunehmend größeren Wert auf die Vorstellungen, Wünsche und Ziele der zu Erziehenden. Dies führt dazu, dass die Wertordnungen sich stärker an der „neuen Generation“ orientieren.
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Dominque Buchmann, 2001, Erziehung, Bildung und Sozialisation - Darstellung der drei grundlegenden Konzepte der Erziehungswissenschaft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Bano Linda
Wenn Sie eine wissenschaftliche Hausarbeit schreiben möchten, sollen Sie Personalpronomen "ich", "mein" vermeiden.
Auch in dem Vorwort haben solche Wörter nichts zu suchen.
"die Arbeit bezieht sich auf..." "die Arbeit beschäftigt sich mit..."
lg
Bano
on Thursday, February 04, 2010-