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Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Entstehung ethnologischer Filmfestivals 3
3. Filmfestivals 5
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3.1. NAFA (Nordic Anthropological Film Associaction)
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3.2. RAI (Royal Anthropological Institute)
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3.2.1. Konzept
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3.2.2. Organisation, Planung und Durchführung
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3.3. Bilan
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3.3.1. Gründung
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3.3.2. Entwicklung, Ziele, Struktur und Konzept
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3.3.3. Kooperationen
10
3.3.4. Projekte
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3.4. Freiburger Film Forum
10
3.4.1. Gründung
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3.4.2. Konzept, Struktur und Finanzierung
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3.4.3. Entwicklung des Freiburger Filmforums
12
3.4.4. Organisation
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3.4.5. Thematische Schwerpunkte
4. Schluss 14
5. Quellenverzeichnis 15
3
1. Einleitung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung, der Entwicklung und den unterschiedlichen Strukturen und Konzepten ethnologischer Filmfestivals. Dabei wird auch der Frage nachgegangen wann die ersten Festivals beginnen ethnologische Filme zu zeigen, und wie sich diese Entwicklung zu rein ethnologischen Filmfestivals fortsetzt. Exemplarisch werden verschiedene Festivals vorgestellt. Dabei wird kein Anspruch auf Vollständigkeit der Darstellung erhoben, da die Datengrundlage nicht immer zufriedenstellend ist. Es soll lediglich ein Eindruck der verschiedenen Facetten der „Szene“ vermittelt werden. M it der Auswahl die, im Rahmen dieser Arbeit, als repräsentativ angesehen werden kann, soll ein Überblick geschaffen werden. Ausgewählt wurden die NAFA aufgrund ihrer besonderen institutionellen Organisationsform. Das RAI und das Bilan als Vertreter „großer“ Festivals und als Repräsentant eines „kleineren“ Festivals das Freiburger Film Forum.
Im Schluss werden Parallelen und Unterschiede in der Konzeption verglichen und gegenübergestellt.
Die Quellenlage bei diesem Thema ist leider mehr als dürftig, so d ass es abgesehen von Internetquellen praktisch keine Literatur zu diesem Thema vorhanden ist. 1 Einige der Veranstalter von Filmfestiva ls (Bilan, RAI, Freiburger Film Forum) waren so freundlich mir Insiderinformationen zukommen zu lassen, die in Form von Interviews bzw. Fragebögen erhoben wurden.
2. Entstehung ethnologischer Filmfestivals
Von den 50er bis zu den 70er Jahren, wurden Filme meistens mit Spezialisten (Ethnologen) gemacht, die selbst wenig Interesse an der Kunst des Filmemachens an sich hatten. D.h. es wurde wenig Wert auf Regeln gelegt und die Filme waren wenig „kunstfertig“. Dafür gab es viele ungewöhnliche Ideen. Aus diesen Gründen hatte der ethnologische Film um die Anerkennung in der Fachwelt, bei Dokumentarfilmern sowie auch unter Ethnologen, zu
1 Colette Piault plant die Veröffentlichung eines Buches zu diesem Thema im Frühjahr 2004. Leider konnte Sie
mir keine Informationen vor der Veröffentlichung zur Verfügung stellen.
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kämpfen. Diese Ausgrenzung führte zu einer gewissen Isolation die aber auch Freiheiten mit sich brachte. Die Ethnologie selber war noch nicht überall als eigenständige wissenschaftliche Disziplin anerkannt.
Zu dieser Zeit, als es noch keine Videos und so gut wie kein Forum im Fernsehen gab, waren die ethnologischen Filmemacher darauf angewiesen, sich selbst ein solches Forum in Form von Filmfestivals zu schaffen. Bis heute hat keine andere Wissenschaft so viele Filmfestivals hervorgebracht.
Diese Filmfestivals erhielten wenig institutionelle Unterstützung, und übernahmen deshalb selbst die Aufgabe Kontinuität und Netzwerke zu schaffen. Die Form des Filmfestival s als Forum, um sich auszutauschen und gemeinsame Ideen und Projekte zu verwirklichen ist bis heute geblieben. Erst in den späten 90er Jahren bieten die verschiedenen ethnologischen Institute Seminare zu Visuellen Anthropologie an.
Um ein breiteres Publikum erreichen zu können, adaptierten sich manche Filmemacher an die gängigen Fernsehstandards, was zu einem Qualitätsverlust führte. In den Anfängen waren die Produktionskosten niedrig und Universitäten hatten mehr Geld zur Verfügung. Seit den 80/ 90er Jahren wurde es zunehmend schwieriger Gelder aufzutreiben. Durch die gestiegenen Produktionskosten wurde oft ein Sponsoring erforderlich, was Gefahren für die Qualität brachte.
Die ersten Filmfestivals auf denen ethnologische Filme gezeigt wurden, waren nicht von Ethnologen organisiert. Das Forum waren damals Sozialdokumentationsfestivals (z. B. „Cinema du Réel“ in Frankreich) welche sich mit der Gesellschaft, Gemeinschaften und Minderheiten beschäftigten.
Durch die fehlende Unterstützung der ethnologischen und filmischen Institutionen sind es oft einzelne Personen, die zu einer bestimmten Zeit, einen großen Einfluss auf den ethnologischen Film ausübten. So entstand z. b. in Frankreich um Jean Rouch 2 eine lebendige Szene.
Das erste ethnologische Filmfestival war das „Festival dei Popoli“ in Florenz, dass 1959 gegründet wurde. 1966 veranstaltete die UNESCO einen „Round Table on ethonographic Film“ in Sydney, und 2 Jahre später die U.C. in L.A: ein Colloquium über ethnographischen Film. 1973 lädt die UI in Chicago zur „Conference on Visual Anthropologie“ ein, dass den Grundstein der Visuellen Anthropologie legte. Seit diesem Zeitpunkt wurden internationale Treffen als essentiell angesehen, und es entwickelten sich einmalige und kontinuierliche Festivals auf der ganzen Welt.
2 Vgl. Kap. 3.3.1
5
Die Bezeichnung für Festivals variiert zwischen ethnologisch, ethnographisch und anthropologisch, die synonym verwendet werden. Es ist aber ein Trend zu anthropologisch, zu erkennen. 3
3. Filmfestivals
3.1. NAFA (Nordic Anthropological Film Associaction)
Die NAFA entstand aus einer Initiative, bei der alle skandinavischen Länder beteiligt waren. Sie wurde 1975 gegründet, mit dem Ziel anthropologische Filme für Schulen, Universitäten und Museen bereitzustellen.
Die NAFA ist ein Sonderfall, da sie eine Institution ist, die sich ausschließlich den anthropologischen Filmen widmet. Abgesehen von der Ausrichtung von Filmfestivals veranstaltet sie Konferenzen und Seminare die sich mit der visuellen Anthropologie beschäftigen.
Seit 1979 organisiert sie jährlich Veranstaltungen. Eines der Hauptthemen dabei ist immer wieder die Beziehung zwischen der Kunst des Films und der Anthropologie als Wissenschaft. Anfänglich war die NAFA für die interne Kommunikation der skandinavischen Länder gedacht, wurde allerdings im Laufe der Jahre immer internationaler. Diese Veranstaltungen werden jeweils von einem der Mitgliedsländer ausgerichtet.
Neben der Sammlung von Filmen und der Organisation von Veranstaltungen publiziert die NAFA (u.a. gibt sie den „Visual Anthropology Newsletter“ raus). In den letzten Jahren wurde damit begonnen Filme zu produzieren.
Das Film Festival, das die NAFA 2003 veranstaltete “Festival of Visual Culture“ legte den Schwerpunkt auf das Regionalgebiet der NAFA, im weiteren Sinne. D.h. es waren u.a. viele russische und skandinavische Filmemacher vertreten, und damit verbunden eine Themenhäufung dieser Region.
Die NAFA ist innerhalb der visuellen Anthropologie sehr aktiv, und bildet eines der Zentren in Europa. Durch ihre institutionelle Form und vielseitige Arbeit hat sie Modellcharakter. Sie arbeitet mit vielen anderen Instituten zusammen, die sich der visuellen Anthropologie verschrieben haben 4 .
3 vgl. Piault 2001 und
http://www.iwf.de/Navigation/Projekte/GSW/GSW-Archiv/Origins/index.jsp
4 Crawford 1993 und http://www.viscult.net/englanti_program.htm
Arbeit zitieren:
Dominque Buchmann, 2003, Entstehung, Entwicklung und Struktur ethnologischer Filmfestivals mit besonderem Fokus auf das 'Freiburger Film Forum', München, GRIN Verlag GmbH
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