3. Praxisbericht Berufsakademie Heidenheim
I
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis 1
1. Kreditrating und die Folgen für die Banken 2
1.1 Begriffsdefinition „Kreditrating“ 2
1.1.1 Bankinterne Ratingsysteme: Beispiel BVR-Rating 3
1.1.2 Kreditrating durch externe Organisationen 4
1.2. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht 5
1.3 Auswirkungen von Basel II auf die Banken 5
2. Auswirkungen des Kreditratings auf mittelständische Unternehmen 6
2.1 Besonderheiten der Kapitalstruktur mittelständischer Unternehmen 6
2.2 Mögliche Auswirkungen auf die Kosten und die Kapitalbeschaffung 7
3. Chance statt Supergau: Vorteile des Kreditratings
f ür deutsche Mittelstandsunternehmen 7
3.1 Rating als Frühindikator für die Steuerung des Unternehmens 8
3.2 „Starke Hand“: Wettbewerbsvorteile durch Kreditrating 8
4. Fit for Basel II : Möglichkeiten der Unternehmen
zur Vorbereitung auf das Ratingsystem 9
5. Fazit 10
Anhang
Quellenverzeichnis
Alexander Schwaier -
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II ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
KWG = min. = o.g. = sog. = u.U. =
Alexander Schwaier -
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1. Kreditrating und die Folgen für die Banken
In vielen Medienberichten sind immer wieder erschreckende Schlagzeilen, wie „Mittelstand klagt über Kreditprobleme“ 1 oder „Kunden-Rating stellt Banken vor Probleme“ 2 zu lesen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter solchen Aussagen?
In diesem ersten Kapitel sollen grundsätzliche Begriffe und direkte Auswirkungen auf die Banken näher erläutert werden.
1.1 Begriffsdefinition „Kreditrating“
Im Zuge der zunehmenden „Verenglischung“ wurde der Begriff „Rating“, dessen ursprüngliche Bedeutung in der englischen Sprache etwa mit „einschätzen“ übersetzt werden kann 3 , in das deutsche Bank-Fachvokabular aufgenommen.
Kreditrating kann also als Einschätzung und Bewertung eines Unternehmens an Hand einer definierten Notenskala verstanden werden. Die externe Rating-Agentur Moody´s beispielsweise definiert Rating als: „..Meinungen über die Fähigkeit und Bereitschaft eines Emittenten zur vollständigen und fristgerechten Erfüllung seiner Zahlungsverpflichtungen aus den von ihm bege benen Schuldverschreibungen während deren Laufzeit.“
Im Rahmen eines Kreditratings wird die Bonität 4 eines Unternehmens näher betrachtet. Dabei fließen sowohl „hard facts“, also belegbares Zahlenmaterial (quantitative Faktoren), als auch sog. „weiche Faktoren“ (qualitative Faktoren) mit in die Betrachtung ein.
Mögliche „hard facts“:
ermittelte Kennziffern aus Bilanzanalysen zu Vermögens- und Ertragslage, →
Kapitalausstattung, Finanzkraft und Rentabilität (z.B. ROE 5 oder ROI 6 ), sowie Daten zu Umsatzwachstum und Marktanteil
Ergebnisse aus Brachenanalysen, in denen das zu untersuchende Unternehmen →
tätig ist (z.B. Insolvenzquote der Branche)
Die Kennziffern aus der Bilanzanalyse können natürlich zusätzlich noch verglichen werden z.B. mit durchschnit tlichen branchenspezifischen Werten, womit ein Ranking 7 des einzelnen Unternehmens innerhalb der Branche möglich wird.
1 vgl. Marschall, Birgit, FTD vom 27.11.2002, Berlin
2 vgl. Rössing/Wanner, FTD vom 03.02.2003, Frankfurt
3 vgl. Langenscheidts Maxi Wörterbuch Englisch, Langenscheidt Verlag, 2001, S. 474
4 Kreditwürdigkeit
5 Return on Equity: Quotient aus Bilanzgewinn und Eigenkapital
6 Return on Investment: Quotient aus Bilanzgewinn und Gesamtkapital
7 Einordnung
Alexander Schwaier -
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Mögliche „weiche Faktoren“:
Managementqualität, Führungsstruktur →
Organisation und Effizienz einzelner Schlüssel -Abteilungen wie z.B. →
Controlling, Marketing oder Rechnungswesen Produkt- und Marktanalysen bezüglich der Zukunftsperspektiven →
Wachstumschancen der Branche / der einzelnen Produktzweige, Marktposition →
Natürlich unterscheiden sich die Gewichtung und Zusammensetzung der einzelnen Faktoren bei den unterschiedlichen Rating-Agenturen und den einzelnen Kreditinstituten, die ihre Kunden raten. Allgemein kann gesagt werden, dass alle Organisationen i.d.R. die wirtschaftliche Situation, das Umfeld, die Perspektiven und die Managementqualität innerhalb des Ratingprozesses berücksichtigen, und somit zu einer nachvollziehbaren, im Rahmen der definierten Skala objektiven Bewertung des einzelnen Unternehmens kommen. Innerhalb des Benotungsverfahrens haben sich die Ratingsymbole der Rating-Agenturen Moody´s und Standard & Poor´s durchgesetzt 8 .
Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Rating-Ansätze unterscheiden, die nun in Kürze vorgestellt werden.
1.1.1 Bankinterne Ratingsysteme: Beispiel BVR-Rating
Diese Ratingsysteme werden von den Kreditinstituten entwickelt und angewandt, um bei ihren eigenen Kunden einer Bonitätsanalyse durchführen zu können. Mit Hilfe eines speziellen Risikoprofils soll eine objektive Entscheidung über die Kreditwürdigkeit des Kunden getroffen werden können. Da d ie Hausbank im Normalfall eine langjährige Geschäftsbeziehung zu dem Kunden hat, und dessen Kontokorrent-Verhalten einsehen kann, verfügt sie über wichtige Kenntnisse, die eine exakte Beurteilung des Kreditrisikos ermöglichen, was außenstehenden Stellen in dieser Form nicht möglich wäre.
Im folgenden soll kurz das interne Rating-System der Volks- und Raiffeisenbanken etwas näher beleuchten.
8 vgl. Anhang: Abb. 1
Alexander Schwaier -
Arbeit zitieren:
Alexander Schwaier, 2004, Basel II: Auswirkungen des Kreditratings auf mittelständische Unternehmen in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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