Pressearbeit ist nach wie vor eines der wichtigsten Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen. Durch sie wird ein "heißer Draht" zwischen Massenmedien und dem Unternehmen geschaffen. Diese gezielte Kommunikation zwischen beiden soll ein einheitliches Bild des Unternehmens zur Öffentlichkeit "transportieren", das mit dem Selbstverständnis des Unternehmens übereinstimmt. Dieser Teil der integrierten Kommunikation eines Unternehmens ist bereits als kritischer Erfolgsfaktor erkannt worden, da durch ihn die Beziehung zu bestimmten Gruppen der Unternehmensumwelt beeinflußt werden kann.
Somit stammt nicht nur die Werbung, die von Marketingabteilungen geschaltet wird, direkt aus den Unternehmen sondern auch Teile des Inhalts der Artikel. Public Relations Abteilungen geben Pressemappen heraus oder halten Pressekonferenzen, die teilweise in den Artikeln der Unternehmensberichterstattung verarbeitet, zitiert oder direkt übernommen werden. Damit ist das Bild der deutschen Wirtschaft, das über Unternehmensberichterstattung der Zeitungen vermittelt wird, auch von den Unternehmen selber stark geprägt.
Dieses Bild der Unternehmen in der Presse wird durch eine Inhaltsanalyse der Unternehmensberichterstattung von vier deutschen Tageszeitungen untersucht. In der vorliegenden Arbeit werden die Daten dieser Analyse auf den Unterschied zwischen lokaler/regionaler und überregionaler Unternehmensberichterstattung ausgewertet und die Ergebnisse gedeutet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Untersuchungsgegenstand
2.1 Anteil/Umfang
2.2 Themen der Beiträge
2.3 Autoren/Urheber
2.4 Tendenz
3 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer Inhaltsanalyse die Unterschiede in der Unternehmensberichterstattung zwischen lokal/regionalen und überregionalen deutschen Tageszeitungen, um den Einfluss von Public Relations auf die journalistische Darstellung deutscher Unternehmen zu beleuchten.
- Vergleich der Anteile und Umfänge von regionalen vs. überregionalen Berichten
- Analyse der behandelten Hauptthemen in der Unternehmensberichterstattung
- Untersuchung der Urheberschaft (Journalisten vs. Presseagenturen)
- Bewertung der Tendenz (positiv/negativ/neutral) in der Berichterstattung
- Reflektion über die Rolle von PR und die journalistische Unabhängigkeit
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Pressearbeit ist nach wie vor eines der wichtigsten Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen. Durch sie wird ein „heißer Draht“ zwischen Massenmedien und dem Unternehmen geschaffen. Diese gezielte Kommunikation zwischen beiden soll ein einheitliches Bild des Unternehmens zur Öffentlichkeit „transportieren“, das mit dem Selbstverständnis des Unternehmens übereinstimmt. Dieser Teil der integrierten Kommunikation eines Unternehmens ist bereits als kritischer Erfolgsfaktor erkannt worden, da durch ihn die Beziehung zu einer Gruppe der Unternehmensumwelt beeinflußt werden kann.
Somit stammt nicht nur die Werbung, die von Marketingabteilungen geschaltet wird, direkt aus den Unternehmen sondern auch Teile des Inhalts der Artikel. Public Relations Abteilungen geben Pressemappen heraus oder halten Pressekonferenzen, die teilweise in den Artikeln der Unternehmensberichterstattung verarbeitet, zitiert oder direkt übernommen werden. Damit ist das Bild der deutschen Wirtschaft, das über Unternehmensberichterstattung der Zeitungen vermittelt wird, auch von den Unternehmen selber stark geprägt.
Dieses Bild der Unternehmen in der Presse sollte durch eine Inhaltsanalyse der Unternehmensberichterstattung von vier deutschen Tageszeitungen untersucht werden. Im Folgenden werden die Daten dieser Analyse auf den Unterschied zwischen lokaler/regionaler und überregionaler Unternehmensberichterstattung ausgewertet und die Ergebnisse gedeutet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung der Pressearbeit als Instrument der Unternehmenskommunikation ein und legt das Ziel der vorliegenden Inhaltsanalyse dar.
2 Untersuchungsgegenstand: Hier werden die methodischen Grundlagen der Studie, der Untersuchungszeitraum sowie die Charakteristika der vier betrachteten Tageszeitungen erläutert.
2.1 Anteil/Umfang: Dieses Kapitel vergleicht quantitativ den Anteil und die durchschnittliche Länge von Beiträgen in der regionalen gegenüber der überregionalen Berichterstattung.
2.2 Themen der Beiträge: Hier werden die Inhalte der Artikel in übergeordnete Kategorien zusammengefasst und die thematischen Schwerpunkte in Abhängigkeit von der Regionalität analysiert.
2.3 Autoren/Urheber: Dieser Abschnitt untersucht, wer als Urheber der Beiträge fungiert und wie sich namentlich genannte Journalisten von Presseagenturen unterscheiden.
2.4 Tendenz: Dieses Kapitel befasst sich mit der wertenden Tendenz der Artikel und der Frage, inwieweit „Lokalpatriotismus“ oder PR-Einflüsse eine Rolle spielen.
3 Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die kritische Gefahr, dass die Presse zum unkritischen Sprachrohr von PR-Abteilungen werden könnte.
Schlüsselwörter
Unternehmensberichterstattung, Pressearbeit, Public Relations, Inhaltsanalyse, Tageszeitungen, Regionalität, Wirtschaftsjournalismus, Medienanalyse, Unternehmensimage, Journalistische Unabhängigkeit, Presseagenturen, Medienwirkung, Themenanalyse, Tendenz, Wirtschaftsberichterstattung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen regionaler und überregionaler Berichterstattung über Unternehmen in deutschen Tageszeitungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen der Umfang der Beiträge, die behandelten Hauptthemen, die Urheberschaft der Artikel sowie die tendenzielle Einordnung (positiv/negativ/neutral).
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die Presse durch PR-Material der Unternehmen beeinflusst wird und wie unterschiedlich Unternehmen auf lokaler versus überregionaler Ebene dargestellt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Der Autor führt eine Inhaltsanalyse von 3808 Artikeln aus vier verschiedenen Tageszeitungen durch, die im Zeitraum Oktober bis November 2000 erschienen sind.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auswertung der Anteile, der Themenverteilung, der Autoren-Struktur sowie einer Analyse der Berichterstattungstendenz in den ausgewählten Medien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Unternehmensberichterstattung, Inhaltsanalyse, Public Relations, Medienwirkung und Wirtschaftsjournalismus.
Warum ist der Anteil an Jahresabschlussthemen in überregionalen Medien so hoch?
Der Autor führt dies auf die Rechtsform von Aktiengesellschaften, die Publizitätspflicht und den gewählten Untersuchungszeitraum zurück, der in die Phase der Jahresabschlusspräsentationen fiel.
Welchen Einfluss hat die Regionalität auf die Tendenz der Berichterstattung?
Die Studie deutet darauf hin, dass regionale Journalisten öfter wertend berichten, was sowohl auf Lokalpatriotismus als auch auf die engere Bindung zwischen Lokalredaktion und den regionalen Wirtschaftsakteuren zurückgeführt wird.
- Quote paper
- Dr. Michael Krupp (Author), 2001, Unterschiede zwischen regionaler und überregionaler Wirtschaftsberichterstattung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4521