Gliederung
1. Einleitung
2. Migration - Definition - Begriffserklärung
3. Veränderungen in der internationalen Arbeitsteilung -
Globalisierung
4. Assimilationismus - Transnationalismus
4.1 Definition Assimilation
4.2 Definition Transnationalismus
4.3 Assimilationismus und Transnationalismus in der
Migrationsforschung
5. Veränderte Integrationsbedingungen in der Zielgesellschaft, durch
die Zunahme von Transmigranten als Ergebnis der
Globalisierung ?
6. Lässt sich die „neue Migration“ steuern?
7. Resümee
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1. Einleitung
„In den letzten Jahrzehnten ist ein qualitativer Wandel in der Natur von internationalen Migrationsprozessen zu registrieren, und im Zusammenhang der allgemeinen Globalisierungstendenzen ist von einem neuen „Zeitalter der Migration“ (Castle / Miller) die Rede.“ (Pries, 1996: 456)
In dieser Hausarbeit geht es mir darum, herauszuarbeiten, ob es im Zuge der veränderten internationalen Arbeitsteilung, und der zunehmenden Globalisierung, neuer Betrachtungsformen der Migration bedarf. Im ersten Schritt werde ich eine „klassische“ Definition d er Migration entfalten. Nachdem ich dann kurz die Veränderungen auf dem Internationalen Arbeitsmarkt im Zuge der Globalisierung dargestellt habe, werde ich mich mit dem Schwerpunkt der transnationalen Migration als mögliches Resultat der Globalisierung beschäftigen. Die scheinbar konträre wissenschaftliche Diskussion und Definition, zwischen den Positionen des Assimilationismus und Transnationalismus werde ich vorweg erläutern. Hauptsächlich werde ich herausarbeiten, ob es im Zuge der durch die Globalisierung verursachten, veränderten Migration zu Aufgaben bei der Integration - der Assimilation - der Migranten in die Gesellschaft kommt. Im Anschluss werde ich eventuelle Lösungsmöglichkeiten darstellen.
2. Migration - Definition - Begriffserklärung
In den Sozialwissenschaften gibt es keine einheitliche Auslegung des Begriffes Migration, es werden bei der Definition jeweils unterschiedliche Aspekte des Phänomens betrachtet. Je nach wissenschaftlicher Betrachtungsweise der Migrationsforschung wird mit folgenden Definitionen wie zum Beispiel:
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„Migration - unter Migration wird (...) jede Wohnsitzverlegung über eine größere Distanz verstanden. Dabei können - müssen aber nicht -Grenzen überschritten werden. Die jeweilige Staatsangehörigkeit der Migrantinnen und Migranten ist für diese Entscheidung unerheblich.“ (Wenning 1996: 14)
„Migration, der wissenschaftliche Begriff für Wanderung, hat mittlerweile Eingang in die Sprache der Öffentlichkeit und der Politik gefunden. Emigration und Immigration, die Bezeichnungen für die jeweilige unterschiedliche Richtung der Migrationbewegung, sind schon länger geläufig. Nun beginnt sich mit zeitlicher Verzögerung auch der Oberbegriff Migration durchzusetzen. ... Bezüglich Raum und Zeit werden häufig eine gewisse Distanz und eine gewisse Dauer für notwendig erachtet (...), damit aus einer bloßen Ortsveränderung Migration wird. ... Migration als den auf Dauer angelegten bzw. dauerhaft werdenden Wechsel in eine andere Gesellschaft bzw. in eine Region von einzelnen oder mehreren Menschen. “ (Treibel 1999: 101 -102) gearbeitet.
Migration ist als ein Prozess der Zu- und Abwanderung, sowie der Wechselwanderung / Pendelmigration zu begreifen. Migranten werden aus mehreren Gründen zu Migranten, diese können sowohl freiwilliger Art -Arbeitsplatzwahl, Aussteiger, Familienzusammenführung oder
Beziehungsmigration, als auch unfreiwilliger Art, Vertreibung (z.B. durch ethnischen Säuberungen wie in Jugoslawien), politische Verfolgung oder ökonomischer Druck im eigenen Lebensraum sein. Neben der Zu- und Abwanderung gibt es auch die Pendelmigration -Transmigration, ein Hin -und Herwandern, z.B. aus beruflichen Gründen, der geographischen Verlegung des Arbeitsplatzes für die Dauer der Erwerbstätigkeit. Diese Transmigration nimmt, bedingt d urch die Globalisierung in der westlichen Welt, mehr und mehr zu. Sie wird, empirisch
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betrachtet, in der Zukunft die „klassische“ Migration, der Auswanderung aus einer Herkunftsgesellschaft und der Einwanderung in eine Zielgesellschaft, ersetzen.
Eine meiner Meinung nach, für den Schwerpunkt dieser Hausarbeit, der Frage stellung ob die zunehmende Globalisierung ein verändertes Migrationsverhalten zur Folge hat, zutreffende Definition der Migration: „Denn Migration in der modernen Gesellschaft bezeichnet den Versuch der Teilnahme an sozialen Systemen an einem anderen geographischen Ort.“ (Bommes1999: 11)
Diese Definition halte ich für die am ehesten zutreffende da sie, erstens von dem Versuch und der Teilnahme am sozialen System in der Zielgesellschaft spricht, was implizit nicht zur Folge haben muss, das der Migrant sich im klassischen Sinne ganz in die Zielgesellschaft integriert. 3. Veränderungen in der internationalen Arbeitsteilung durch die
Globalisierung
Wie definiert man Globalisierung, und unter welchen wissenschaftlichen Betrachtungswinkel, deutet man diesen Prozess?
Antony Giddens formulierte: „Definieren lässt sich der Begriff Globalisierung im Sinne einer Intensivierung weltweiter sozialer Beziehungen, durch die entfernte Orte in solcher Weise miteinander verbunden werden, dass Ereignisse an einem Ort durch Vorgänge geprägt werden, die sich an einem viele Kilometer entfernten Ort abspielen, und umgekehrt.“ (Giddens, 1995: 85).
Neben der Kommunikationsrevolution, der technischen Explosion der Kommunikationsmöglichkeit (Mobilfunktelefo nnetze und das World Wide Web), der Akkumulation internationaler Finanztransaktionen, gehört der Aspekt der Veränderung des Gefüges der internationalen Arbeitsteilung zu den Resultaten und Bedingungen der zunehmenden Globalisierung.
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Arbeit zitieren:
Diplom Sozialwissenschaftler Thomas Kruthaup, 2005, Migration unter den Bedingungen der sich verändernden internationalen Arbeitsteilung und der Globalisierung, München, GRIN Verlag GmbH
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