Gliederung
1. Einleitung
2. München
2.1. Räumliche und Demographische Entwicklung
2.2. Suburbanisierungsprozesse in München
2.2.1 Die erste Suburbanisierungswelle der 60er Jahre
2.2.2 Die zweite Suburbanisierungswelle der 70er Jahre
2.2.3 Entwicklung seit den 80er Jahren
3. Fazit
4. Abbildungen
5. Literaturverzeichnis
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Die Verlagerung städtischer Funktionen und die Veränderung der räumlichen Erschließung des ländlichen Raums werden heute zumeist mit dem Begriff Suburbanisierung zusammengefasst. Darunter wird die:
"Verlagerung von Nutzungen und Bevölkerung aus der Kernstadt, dem ländlichen Raum oder anderen metropolitanen Gebieten in das städtische Umland bei gleichzeitiger Reorganisation der Verteilung von Nutzungen und Bevölkerung in der gesamten Fläche des metropolitanen Gebietes" (FRIEDRICHS, 1995) verstanden.
Suburbanisierung ist demnach mehr als die Expansion der Stadt in ihr Umland (wie in vergangenen Epochen der Stadtentwicklung) sondern zugleich ein Prozess der Dekonzentration von Bevölkerung, Produktion, Verwaltung und Handel. Die Umschreibung von Suburbanisierung setzt zunächst die Definition folgender Begriffe voraus:
Kernstadt, ländlicher Raum, städtisches Umland und metropolitanes Gebiet. Ausgehend von einer Stadt und der mit ihr funktional verknüpften umgebenden Region, bezeichnet der Begriff Kernstadt die eigentliche Stadt, d.h. die durch administrative Grenzen definierte Stadtregion. Der Begriff städtisches Umland oder suburbaner Raum dagegen den breiten Saum um eine Kernstadt, der aufgrund enger Verflechtungen (z.B. hohe Zahl der Berufspendler) funktional zur Stadt gerechnet werden muss, jedoch außerhalb der vorhandenen administrativen Stadtgrenzen liegt. Die Gesamtheit dieser beiden Raumeinheiten wird als metropolitanes Gebiet bezeichnet.
Beim Versuch, eine Stadt nach ihrer tatsächlichen Ausdehnung im Raum zu definieren, entsteht das Problem, ein geeignetes Merkmal (z.B. Bevölkerungsdichte, Arbeitsmarktstruktur, zusammenhängende Siedlungsfläche, Verkehrsaufkommen) für die Abgrenzung zu finden. Diese Abgrenzung ist nicht nur für die Beschreibung des Phänomens der Suburbanisierung bedeutsam, sondern hat für die meisten Städte eine ganz praktische Bedeutung, da bei stagnierender oder abnehmender Bevölkerung und einem begrenzten Steueraufkommen Dienstleistungen wie z.B. öffentliche Verkehrsmittel,
Bildungseinrichtungen, Polizei etc. für in manchen Fällen Hunderttausende von Pendlern bereitgestellt werden müssen, die die Verwaltungsgrenzen täglich überschreiten. Als ländlicher Raum wird der Bereich außerhalb der Stadt bezeichnet, der funktional nicht oder jedenfalls in nur geringem Umfang mit der Kernstadt verknüpft ist.
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Arbeit zitieren:
Frank Schneider, 2002, Suburbanisierung im Münchner Umland, München, GRIN Verlag GmbH
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