Thesen:
Seit dem 01.01.2005 sind alle deutschen börsennotierten Konzerne verpflichtet Ø
einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Accounting Standards aufzustellen.
Ziel der IAS ist es, den Jahresabschlussinteressenten einen einheitlichen, ver- Ø
lässlichen und wahrheitsgemäßen Überblick über die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des aufstellenden Unternehmens zu verschaffen.
Die in IAS 14 für alle börsennotierte Unternehmen verpflichtend vorgeschriebe- Ø
ne Segmentberichterstattung dient der besseren Beurteilung der Geschäftslage und Unternehmensentwicklung der heute meist sektoral und regional stark diversifizierten Konzerne.
Jedes betroffene Unternehmen hat demnach seine Jahresergebnisse nach Ge- Ø
schäftssegmenten und geografischen Segmenten gegliedert auszuweisen.
Die Abgrenzung der Segmente erfolgt nach dem „Risk and Rewards Approach“ Ø
bzw. dem „Management Approach“.
Auszuweisen bzw. berichtspflichtig sind nur Segmente, die bestimmte Wesent- Ø
lichkeitsgrenzen überschreiten.
Der Umfang der auszuweisenden Segmentinformationen für beide Segmentarten Ø
ist abhängig vom zugewiesenen Berichtsformat.
Für das primäre Berichtsformat sehen die IAS-Vorschriften wesentlich umfang- Ø
reichere Ausweispflichten als für das sekundäre Berichtsformat vor.
Daneben existieren für die Unternehmen zahlreiche Ermessensspielräume durch Ø
den Ausweis freiwilliger Zusatzangaben.
Der Ansatz und die Bewertung der Segmentinformationen unterliegen grund- Ø
sätzlich den auch für den Jahresabschluss maßgeblichen Bilanzierungs- und Stetigkeitsgrundsätzen.
Die verbesserte Informationsfunktion des Jahresabschlusses durch die Segment- Ø
berichterstattung wird durch den Einfluss bilanzpolitischer Überlegungen bei der Segmentbildung, dem Ausweis und der Bewertung teilweise relativiert.
II
Inhaltsverzeichnis:
Abbildungsverzeichnis : IV
Abk ürzungsverzeichnis. V
1. Einleitung - 1 -
1.1. Problemstellung und Zielsetzung. - 1 -
1.2. Gang der Untersuchung. - 1 -
1.3. Abgrenzung wesentlicher Begriffe. - 2 -
1.3.1. International Accounting Standards. - 2 -
1.3.2. Segmentberichterstattung. - 2 -
2. Anwendungsbereich und Zielsetzung der Segmentberichterstattung. - 2 -
3. Segmentberichterstattung nach IAS 14. - 3 -
3.1. Abgrenzung und Bildung der Segmente. - 3 -
3.1.1. Geschäftssegmente. - 3 -
3.1.2. Geographische Segmente. - 4 -
3.1.3. Ansätze zur Bildung der Segmente: “Management Approach und
“Risk and Rewards Approach - 5 -
3.2. Vorschriften zur Bestimmung der berichtspflichtigen Segmente. - 7 -
3.2.1. Zusammenfassung homogener Segmente. - 7 -
3.2.2. Wesentlichkeitsbedingung der Segmente. - 7 -
3.2.3. Behandlung von unwesentlichen und vertikal integrierten Segmenten- 8 -
3.3. Umfang der auszuweisenden Segmentinformationen. - 9 -
3.3.1. Bestimmung des primären und sekundären Segmentberichtsformat.- 10 -
3.3.2. Offenlegungspflichten für das primäre Segmentberichtsformat. - 10 -
3.3.2.1. Pflichtangaben. - 10 -
3.3.2.2. Überleitung der Segmentangaben. - 11 -
3.3.2.3. Freiwillige Angaben. - 12 -
3.3.3. Offenlegungspflichten für das sekundäre Segmentberichtsformat. - 12 -
3.4. Stetigkeit von Bilanzierungsgrundsätzen und -politik. - 14 -
4. Analyse und Beurteilung der Segmentberichterstattung am deutschen Ka-
pitalmarkt im Vergleich zur Deutschen Lufthansa AG und der Bayer AG. - 15 -
5. Schlussbetrachtung. - 16 -
Anhang : VII
Quellenverzeichnis : XI
III
Abbildungsverzeichnis :
Abbildung A1: Segmentbericht der Lufthansa nach Geschäftsfeldern 2004.
Abbildung A2: Segmentbericht der Lufthansa nach Regionen 2004.
Abbildung A3: Überleitungsrechnung der Lufthansa 2004.
Abbildung A4: Segmentbericht der Bayer AG nach Geschäftsfeldern 2003 / 2004.
Abbildung A5: Segmentbericht der Bayer AG nach Regionen 2003 / 2004.
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Abl. Amtsblatt Abschn. Abschnitt AG Aktiengesellschaft Aufl. Auflage Bayer Bayer Aktiengesellschaft (Konzern) BB Betriebs-Berater (Zeitschrift) Bd. Band bzw. beziehungsweise B&B Bilanz & Buchhaltung (Zeitschrift) ca. circa CFRoI Cash Flow Return on Investment DB Der Betrieb (Zeitschrift) d.h. das heißt DRS Deutscher Rechnungslegungs Standard DRSC Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee EBITDA Earnings Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation EG Europäische Gemeinschaft EU Europäische Union ff. fortfolgende GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GuV Gewinn und Verlustrechnung HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber IAS International Accounting Standards IASB International Accounting Standards Board IASC International Accounting Standards Committee IASCF International Accounting Standards Committee Foundation IFRS International Financial Reporting Standards IT Informationstechnologie
V
Lufthansa Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft (Konzern) Mio. Millionen Nr. Nummer Rn. Randnummer Rz. Randzahl S. Seite sog. sogenannt StuB Steuern und Bilanzen (Zeitschrift) Stud. Studenten US-GAAP United States - Generally Accepted Accounting Principles Vgl. Vergleiche WPg Die Wirtschaftsprüfung z.B. zum Beispiel
VI
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
Durch die seit Jahren immer stärkere Globalisierung und Diversifizierung von Konzernen werden die Forderungen nach einer einheitlichen Jahresabschlusserstellung und Veröffentlichung seitens der Bilanzadressaten immer lauter. Das Erreichen dieses Ziels soll durch die Entwicklung und flächendeckende Anwendung international einheitlicher Rechnungslegungsstandards gewährleistet werden. Oberziel der IAS ist es, dem Jahresabschlussinteressenten einen möglichst wahrheitsgemäßen Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der aufstellenden Unternehmen zu verschaffen. Jedoch kann allein durch die isolierte Angabe zusammengefasster Daten im Jahresabschluss von Konzernen dieser Forderung nach detaillierter Information nicht genügend Rechnung getragen werden. Ziel dieser Arbeit ist es, die Regeln der internationalen Rechnungslegung zur Segmentberichterstattung darzustellen und sie im Hinblick auf ihre Zweckmäßigkeit für eine detaillierte Informationsdarstellung zu würdigen.
1.2. Gang der Untersuchung
Zu Beginn der Arbeit werden die Relevanz der IAS-Regelungen für deutsche Unternehmen sowie die Zielsetzungen und der Anwendungsbereich der Segmentberichterstattung nach IAS 14 erläutert. Der Kernbereich der Arbeit liegt in der ausführlichen Darstellung der einzelnen Regelungen und Vorschriften zur Segmentberichterstellung. Zunächst wird dabei auf die Abgrenzung und Bildung der Segmente sowie auf die Vorschriften zur Bestimmung berichtspflichtiger Segmente eingegangen und diese analog am Beispiel des Geschäftsberichts 2004 der Lufthansa direkt dargestellt und veranschaulicht. Bei der folgenden Darstellung des Umfangs der Segmentberichterstattung werden die Pflichtbestandteile nur stichpunktartig dargestellt. Im Anschluss daran wird ausführlicher auf die unterschiedlichen Ausprägungen der Segmentberichterstattung, hervorgerufen durch die zahlreichen Ausweis- und Bewertungswahlrechte im Rahmen freiwilliger Zusatzangaben, eingegangen. Zur besseren Veranschaulichung der Unterschiede und der Möglichkeit eines direkten Vergleichs wird ab diesem Abschnitt der Arbeit die Segmentberichterstattung des Jahres 2004 des Bayer Konzerns als ein weiteres Beispiel hinzugezogen. Im Schlussteil werden die Anwendung und Bedeutung der Segmentberichterstattung für den deutschen Kapitalmarkt kurz dargestellt und analysiert. Abgerundet wird die Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung im Hinblick auf
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die Frage, inwiefern die Segmentberichterstattung nach IAS 14 einen positiven Beitrag zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeitsbeurteilung von Unternehmen leisten kann.
1.3. Abgrenzung wesentlicher Begriffe
1.3.1. International Accounting Standards
Hinter dem Begriff der International Accounting Standards verbirgt sich ein Regelwerk zur internationalen Rechnungslegung. Dieses besteht im wesentlichen aus einem Rahmenkonzept mit allgemeinen Definitionen und einzelnen Standards, welche spezielle Sachverhalte regeln. Entwickelt werden diese Standards zunächst vom IASC, um dann in einem zweiten Schritt vom IASB in Absprache mit den nationalen Rechnungslegungsinstitutionen wie dem deutschen DRSC auf jeweils nationaler Ebene verabschiedet zu werden. Ziel der IAS ist die globale Harmonisierung und Vereinheitlichung von Vorschriften, nach denen Unternehmen Jahresabschlüsse erstellen und veröffentlichen 1 .
1.3.2. Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung ist wesentlicher Bestandteil des IAS Regelwerkes und wird im Standard IAS 14 explizit beschrieben. Die Segmentberichterstattung schreibt Unternehmen vor, im Rahmen des Jahresabschlusses ihre Daten nach Segmenten gegliedert gesondert auszuweisen. Sie dient der besseren Beurteilung der Geschäftslage und der Prognose der Unternehmensentwicklung der heute meist sektoral und regional stark diversifizierten Konzerne 2 .
2. Anwendungsbereich und Zielsetzung der Segmentberichterstattung
Die Zielsetzung von Abschlüssen nach IAS besteht laut dem IAS Rahmenkonzept im Wesentlichen in der wahrheitsgemäßen Vermittlung von Informationen über die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des berichtenden Unternehmens sowie deren Veränderungen 3 . Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, diversifizieren große, multinationale Unternehmen zunehmend ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot, produzieren an unterschiedlichen Standorten und bedienen internationale Absatzmärkte. In Folge dieser Heterogenität wird die Gewährleistung der Informationsvermittlung durch den Konzernbzw. Jahresabschluss zunehmend schwieriger, da der Bilanzadressat aus den stark ag- 1 Vgl.Buchholz, R.: Rechnungslegung, S. 7-9.
2 Vgl. Langguth, H.: DB 2005, S. 621.
3 Vgl. Hütten, C., Haufe IAS / IFRS Kommentar, § 36, Rz. 1.
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Arbeit zitieren:
Diplomkaufmann Dominic Sinzger, 2005, Segmentberichterstattung nach IAS 14, München, GRIN Verlag GmbH
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