Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 3
Abbildungs und Tabellenverzeichnis 4
1. Einleitung 5
1.1 Problemstellung 5
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung 6
2. Unternehmensfinanzierung in Deutschland 7
2.1 Unternehmensklassifizierung und Umfeld 7
2.2 Kreditvergabepolitik der Kreditinstitute 7
2.3 Auswirkungen der Kreditvergabepolitik 9
3 Begriffsdefinitionen und Charakterisierung 10
3.1 Was bedeutet Mezzanine 10
3.2 Dept und Equity-Mezzanine 10
3.3 Eigenschaften des Mezzanine-Kapitals 11
3.4 Vergütung und Equity Kicker 11
3.5 Einsatzmöglichkeiten und Grenzen 14
3.6 Anforderungen an das finanzierende Unternehmen 15
4 Finanzierungsinstrumente 17
4.1 Nachrangdarlehen 18
4.2 Verkäuferdarlehen mit Finanzierungsbeispiel der Staatsbank
für Baden-Württemberg 20
4.3 Stille Beteiligung 22
4.3.1 Typisch stille Beteiligung 23
4.3.2 Atypisch stille Beteiligung 25
4.4 Wandel und Optionsanleihe 26
4.5 Genussschein 28
5 Ergebnisse und Fazit der Arbeit 30
5.1 Vorteile der Mezzanine-Finanzierung 30
5.2 Nachteile der Mezzanine-Finanzierung 30
5.3 Zusammenfassung und Ausblick 31
Anhang 32
Literaturverzeichnis 35
Internetverzeichnis 37
Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz
AO Abgabenordnung
AktG Aktiengesetz
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
bzgl. bezüglich
bzw. beziehungsweise
ca. circa
DIHK Deutscher Industrie- und Handelskammertag
EURIBOR European Interbank Offered Ra te
e.V. eingetragener Verein
gem. gemäß
ggf. gegebenenfalls
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
IfM Institut für Mittelstandsforschung
IRB-Ansatz auf internen Ratings basierender Ansatz
i. d. R. in der Regel
i. S. v. im Sinne von
ff. fortfolgende
KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau
KStG Körperschaftsteuergesetz
KWG Kreditwesengesetz
LIBOR London Interbank Offered Rate
MBI Management Buy In
MBO Management Buy Out
Mio. Millionen
Nr. Nummer
STD Standardansatz
vgl. vergleiche
3
Abbildungs und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Eigenmittelunterlegung in Prozent vom Obligo entsprechend Basel-II
Ansätzen 9
Abbildung 2: Grundmodelle der Struktur von Mezzanine-Kapital 12
Abbildung 3: Unternehmensfinanzierungsphasen im Wachstum 17
Abbildung 4: Rating-Stufen für Unternehmen 32
Abbildung 5: Abgrenzung von Eigenkapital Mezzaine-Kapital und Fremdkapital 33
Abbildung 6: Überblick Mezzanine-Kapital 34
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Seit einigen Jahren gewinnen Schlagworte wie Globalisierung, internationaler Wettbewerb, Liberalisierung und Wachstum in der deutschen Wirtschaft stetig an Bedeutung. Diese Umbruchstimmung spiegelt sich letztendlich an den nationalen und internationalen Kapital- und Finanzmärkten wieder, da diese veränderten Rahmenbedingungen, aus finanzwirtschaftlicher Perspektive, viele Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen.
Unter anderem trägt die Diskussion um die geänderte Richtlinie für die Eigenkapitalunterlegung von Krediten, kurz Basel II genannt, dazu bei, dass die Bedeutung von alternativen Finanzierungsinstrumenten und einer soliden Kapitalstruktur in den Vordergrund der Überlegungen rücken 1 .
Insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen werden mit Basel II auf eine harte Bewährungsprobe gestellt, da diese Unternehmensschicht die geringste durchschnittliche Eigenkapitalquote aufweist2. Im Zuge dieses Wandels bekommt das traditionelle Hausbankenprinzip, das das Kreditgeschäft und den Mittelstand über Jahrzehnte vereinte, eine ganz neue Qualität.
„24 Prozent der [kleinen und mittleren] Unternehmen berichten zu Jahresbeginn 2004 von einer weiteren Verschlechterung ihrer Kreditkonditionen seitens der Hausbank“ 3 . Die Unternehmen die den Bonitätsparameter Eigenkapitalausstattung nicht nachhaltig verbessern und stärken können, müssen zukünftig tiefer in die Taschen greifen, oder sogar mit abgelehnten Kreditanträgen rechnen. Das wirtschaftliche Eigenkapital wird in Zukunft der Schlüsselfaktor für die Beschaffung von Fremdkapital sein.
Aus diesem Grund ist es erforderlich nach möglichen Alternativen zum Bankkredit zu suchen, um Bonität, Rating, Kapitalstruktur und Kreditkonditionen zu verbessern und um weiter Wettbewerbsfähig zu bleiben.
1 Vgl. Stadler, W. (2004), S. 15.
2 Vgl. Bundesministerium der Finanzen (2004), S. 70.
3 Zt. DIHK (2004), S. 5.
5
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung
Im zweiten Kapitel werden zunächst die deutschen Unternehmen nach Ihrer Größe klassifiziert, um herauszufinden ob es größenspezifische signifikante Unterschiede in der Kapitalstruktur und im finanziellen Umfeld, bei der Kapitalbeschaffung, gibt. Die abschließenden Erläuterungen zu den w esentlichen Auswirkungen der Kreditvergabepolitik deutscher Kreditinstitute auf die Fremdfinanzierung der Unternehmen, tragen dazu bei die geeignete Zielgruppe für Mezzanine-Finanzierungen zu benennen.
Die Grundbegrifflichkeiten der auch als hybriden Finanzierungsform 4 bezeichneten Mezzanine-Finanzierung werden im dritten Kapitel n äher erläutert. N eben der Charakterisierung und der rechtlichen Behandlung des Mezzanine-Kapitals wird auf die entstehenden Finanzierungskosten, Einsatzmöglichkeiten sowie die notwendigen Anforderungskriterien für eine Mezzanine-Finanzierung eingegangen.
Im darauf folgenden Kapitel werden die wichtigsten Finanzierungsinstrumente im Mezzanine-Finanzierungsbereich einzeln erörtert. In diesem Abschnitt sollen die spezifischen Finanzierungsmodalitäten und die geeigneten Kapitalgeber benannt und B ilanzierungs-und Ausgestaltungsmöglichkeiten sowie mögliche Beeinträchtigungen im Geschäftsführungsprozess beschrieben werden.
Die Arbeit schließt in einer Zusammenfassung der gewonnenen Ergebnisse sowie in gedanklichen Anstößen für die zukünftige Bedeutung von Mezzanine-Kapital in Finanzierungstheorie und -praxis.
Ziel dieser Arbeit ist es, Aussagen darüber zu erhalten, für welche Unternehmen und in welcher Unternehmensphase eine Mezzanine-Finanzierung sinnvoll erscheint und was unter Berücksichtigung von Vor- und Nachteilen, dann die geeigneten Finanzierungsinstrumente sind.
4 Vgl. Fischer, M. (2004), S. 225.
6
2. Unternehmensfinanzierung in Deutschland
2.1 Unternehmensklassifizierung und Umfeld
“Deutsche Unternehmen weisen im internationalen Vergleich „traditionell“ eine niedrige Eigenkapitalquote aus, was schon in den 80er Jahren in verschiedenen Studien aufgezeigt und mit einer schwachen Gründungsneigung und hohen „Sterblichkeit“ junger Unternehmen in Verbindung gebracht wurde“ 5 . In Deutschland lag die durchschnittliche Eigenmittelquote aller Unternehmen im Jahre 2001 bei 17,5 %. Für kleine und mittlere Unternehmen mit Jahresumsätzen bis 50 Mio. Euro und maximal 499 Beschäftigten lediglich bei 7,5 %, also 10 %-Punkte niedriger. 6
Warum der deutsche Mittelstand tendenziell die geringsten Eigenkapitalquoten aufweist, kann damit erklärt werden, dass die Großunternehmen wesentlich leichteren Zugang zu den Kapitalmärkten besitzen. Außerdem sind die meist als Einzelunternehmen oder kleine GmbH geführten Betriebe, in den ersten Jahren nach der Gründung, bedingt durch das geringe Gründungs- bzw. Eigenkapital, insolvenzgefährdet. 7
In Deutschland gehören ca. 99,7 % aller Unternehmen und damit auch ca. 70,2 % aller Beschäftigten dem Mittelstand an. 8 Aufgrund der oben genannten Gründe rückt damit diese Zielgruppe in den Blickpunkt der Finanzierungsbetrachtung.
2.2 Kreditvergabepolitik der Kreditinstitute
Viele Kreditinstitute versorgten in der Vergangenheit relativ unproblematisch ihre mittelständischen Kunden mit langfristigen Investitionskrediten. In den letzten Jahren haben sich die Einstellungen der Hausbanken jedoch grundlegend geändert. Kontinuierlich steigende Insolvenzen, konjunkturelle Flaute und nicht
5 Vgl. Bundesministerium der Finanzen (2004), S. 67.
6 Vgl. Bundesministerium der Finanzen (2004), S. 68-70.
7 Vgl. IfM (2002), S. 155.
8 Vgl. IfM, http://www.ifm-bonn.org/index.htm?/dienste/daten.htm , Stand 26.09.2005 17:59 Uhr.
7
zuletzt die Umstellung des gesamten Finanzgewerbes auf das neue Regelwerk von Basel II haben zu einer Zurückhaltung bei der Kreditvergabe geführt. 9
„Im Fokus [der Banken] steht zunehmend die Minimierung von Kreditausfällen sowie die professionelle Kreditportfoliosteuerung, wie sie auch in Verbindung mit den neuen Eigenmittel-Unterlegungsvorschriften nach Basel II gefordert ist“ 10 .
Die Baseler Eigenkapitalvereinbarung von 1988, kurz „Basel I“ genannt, setzte für die Beurteilung der Eigenkapitalunterlegung primär an den Markt- und Kreditrisiken an. Vernachlässigt wurden aber die verstärkt in den Fokus tretenden operativen Risiken. Daher war eine Überarbeitung notwendig, mit dem Ergebnis der im Juni 2004 verabschiedeten neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung „Basel II“, die nun auf die Höhe der Eigenkapitalunterlegung, gestaffelt nach Bonität des Schuldners, abstellt. 11
Eine Bonitätseinstufung durch die Kreditinstitute erfolgt ausschließlich mit Hilfe von Ratings. Diese standardisierten Einstufungen der Kreditwürdigkeit sollen dem Gläubiger jenes Risiko einschätzbar machen, das er bei Vergabe eines Kredits eingeht. Banken bedienen sich entweder externer Ratings (Standardansatz) unabhängiger Rating-Agenturen oder führen eigene Bonitätsprüfungen durch und vergeben ein internes Rating (IRB-Ansatz). Die vorgeschriebene minimale Eigenmittelunterlegung wird nach Ratingstufen gestaffelt. Bei guten Bonitäten sind daher niedrigere, bei schlechten Bonitäten dagegen deutlich höhere Unterlegungen vorgesehen als der bisherige einheitlich geltende Unterlegungssatz von 8% bei Basel I. 12
9 Vgl. Gaugusch, J., Wainig, W. (2004), S. 80.
10 Zt. Gaugusch, J., Wainig, W. (2004), S. 80, Hervorhebungen nicht im Original.
11 Vgl. Perridon, L., Steiner, M. (2004), S. 401-402.
12 Vgl. Gaugusch, J., Wainig, W. (2004), S. 80-83.
8
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm. Jörgen Hofmann, 2005, Mezzanine-Finanzierungen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Mezzanine-Finanzierung als Möglichkeit der alternativen Finanzierungsf...
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 28 Seiten
Bilanzierung von Mezzanine-Kapital nach HGB und IFRS
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hausarbeit, 61 Seiten
Auswirkung von Basel II für die Kreditfinanzierung der mittelständisc...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Seminararbeit, 22 Seiten
Mezzanine-Kapital als Finanzierungsalternative für den Mittelstand
BWL - Investition und Finanzierung
Diplomarbeit, 81 Seiten
Die betriebswirtschaftliche Bedeutung des Mezzanine-Kapitals für mitte...
BWL - Investition und Finanzierung
Diplomarbeit, 86 Seiten
Work-Life-Balance aus personalwirtschaftlicher Sicht
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 21 Seiten
Work-Life-Balance als Effizienzkriterium nach Chester Barnard
BWL - Personal und Organisation
Hauptseminararbeit, 38 Seiten
Die amerikanische Immobilienkrise
Ursachen und mögliche Auswirku...
BWL - Investition und Finanzierung
Studienarbeit, 35 Seiten
Mezzanine Finanzierung - auch eine Finanzierungsquelle für den Mittels...
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 34 Seiten
Mezzanine Finance – äquivalente Finanzierungsmöglichkeit im Mittelstan...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Seminararbeit, 33 Seiten
Bilanzierung von Genussrechtskapital
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Studienarbeit, 31 Seiten
Die Bilanzierung von unmittelbaren Pensionsverpflichtungen nach HGB un...
Darstellung, Vergleich und kri...
Diplomarbeit, 83 Seiten
Financial Covenants in der Bilanzanalyse von Firmenkunden
BWL - Investition und Finanzierung
Hauptseminararbeit, 38 Seiten
Die Bewertung von Pensionsrückstellungen nach dem (Bilanzrechtsmoderni...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Masterarbeit, 68 Seiten
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 35 Seiten
Jörgen Hofmann's Text Mezzanine-Finanzierungen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Jörgen Hofmann hat den Text Mezzanine-Finanzierungen veröffentlicht
Jörgen Hofmann hat einen neuen Text hochgeladen
Praxishandbuch für individuell...
Jürgen Brokamp, Dietmar Ernst, Karsten Hollasch, Georg Lehmann, Klaus Weigel
Hybride und mezzanine Finanzierungsinstrumente
Möglichkeiten und Grenzen
Christoph Banik, Matthias Ogg, Maurice Pedergnana
Mezzanine-Kapital für den Mittelstand
Finanzierungsinstrumente, Proz...
Eberhard Brezski, Holger Böge, Thomas Lübbehüsen, Thilo Rohde, Oliver Tomat
Mezzanine-Kapital in der HGB- und IFRS-Rechnungslegung
Ausprägungsformen, Bilanzierun...
Ulrike L. Dürr
0 Kommentare