Ausarbeitung zum Thema Drogenprävention im Jugendalter
0 Einleitung S. 4 1. Begriffsklärung 1.1 S. 4 Drogen 1.2 S. 4 Prävention S. 4 1.3 Sucht 1.4 S. 4 Jugendalter S. 5 2. Drogen als Regulativ in sozialen Systemen 2.1 S. 7 Das Ursachendreieck der Sucht S. 9 3. Life-Skills Programme 3.1.1 S. 9 Fähigkeiten im Umgang mit sich selbst 3.1.2 S. 10 Soziale Fähigkeiten 3.1.3 S. 10 Informationen zu Alkohol und Drogen 3.2 S. 10 Das Projekt „Stark im Leben. Geschlechtergerechte Gesundheitsförderung“ von Dr. Arnold Hinz 3.2.1 S. 11 Die Interventionsziele 3.2.2 S. 12 Die Unterrichtseinheiten 3.2.3 S. 12 Die Interventions- und die Kontrollgruppe 3.2.4 S. 13 Durchführung 3.2.5 S. 13 Evaluation 3.2.6 S. 15 Kritik S. 16 4. Zusammenfassung S. 17 5. Literaturverzeichnis
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Ausarbeitung zum Thema Drogenprävention im Jugendalter
0. Einleitung
Die vorliegende Ausarbeitung versucht sich dem Problemkreis der Drogenprävention im Jugendalter anzunähern. Während im Vortrag die praktische Arbeit mit den jungen Menschen im Vordergrund stand, wurde der Schwerpunkt hier auf den Aspekt des Drogenkonsums als einer möglichen Form der Meisterung von Entwicklungsaufgaben gelegt. Sie versucht anzudeuten, dass staatliche Einrichtungen der Suchthilfe als Reparaturwerkstätten gesellschaftlicher Verschleißerscheinungen
überfordert sein könnten. Sie sollten vielmehr in einem größeren Rahmen als nützliche Ergänzung bei der Sozialisation mitwirken, als die vorletzte Instanz auf der schiefen Bahn vor der endgültigen Kriminalisierung durch Polizei und Justiz darzustellen.
Die Sicht auf Drogen als Gegenstand der Selbstmedikation und als Entwicklungshilfsmittel soll den Blick auf ihre funktionale Aufgaben freilegen und erlauben, die ihrem Gebrauch zugrunde liegenden Widersprüche freizulegen um sie durch adäquatere Mittel aufzulösen. Es werden als Lösungsbeistand von Entwicklungsaufgaben so genannte Life- Skills- Programme vorgeschlagen und es wird eine Einführung in dieses Präventionskonzept geboten. Am Beispiel des Projektes „Stark im Leben. Geschlechtergerechte Gesundheitsförderung“ von Dr. Arnold Hinz wird die praktische Umsetzung eines solchen Programms skizziert.
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Ausarbeitung zum Thema Drogenprävention im Jugendalter
1. Begriffsklärung
Der literaturübergeifend mitunter etwas willkürlich anmutende Gebrauch der entsprechenden Fachtermini, lässt es angeraten erscheinen, die Bedeutung der zentralen Begrifflichkeiten im Sinne der vorliegenden Ausführungen festzulegen. 1. 1 Drogen
Unter Drogen sind im Folgenden alle stoffgebundenen Mittel zu verstehen, deren Einnahme eine psychotrope Wirkung nach sich zieht, und damit zu mindest nach lerntheoretischen Modellen ein gewisses Suchtpotential entfalten kann. Auf die juristische Differenzierung nach Legalität wird weitgehend verzichtet. 1.2 Prävention
Von Prävention wird im Folgenden gesprochen, wenn es sich um Maßnahmen handelt, die vor einem Auftreten von Sucht ergriffen werden. Die etwas missverständliche Einteilung in Primär,- Sekundär- und Tertiärprävention, je nach Zeitpunkt der Einflussnahme vor, während und nach der Sucht, wird, M. Perrez folgend, analog zugunsten von Prävention, Behandlung und Therapie aufgegeben.(Perrez, 1998, S.367) Die Prävention kann zielgruppen- und substanzspezifisch bzw. unspezifisch, also global erfolgen. 1.3 Sucht
Sucht stellt ein durch den Verstand kaum regulierbares Verlangen zur Einnahme von Drogen dar und ist mit sozial oder gesundheitlich als negativ einzuschätzenden Folgen verbunden. 1.4 Jugendalter
Als Jugendalter soll der Zeitraum der Adoleszenz gefasst werden, also der etwa zehnjährige Zeitraum der mit dem Eintritt in die Pubertät ab dem Alter von circa 11 Jahren beginnt (Steinberg, 1993, zitiert in Oerter und Dreher, 1998, S. 259).
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Ausarbeitung zum Thema Drogenprävention im Jugendalter
2. Drogen als Regulativ in sozialen Systemen Betrachtet man die Population der Menschen im Jugendalter, so unterscheidet sich diese vom Rest der Grundgesamtheit Mensch vor allem durch den Umstand, dass sie sich in einem weniger fortgeschrittenen Alter befindet. Die Therapeuten und Sozialarbeiter sind in unserem Fall bei der Sozialisation behilfliche Gesandte der Elterngeneration. Anders als bei vielen anderen Präventionsmaßnahmen interveniert hier eine doppelt nicht betroffene Gruppe. Doppelt nicht betroffen, da sie sicher kein Suchtproblem hat und ganz sicher nicht mehr jugendlich ist. Da Systeme grundsätzlich bestrebt sind, sich selbst zu stabilisieren, würde eine absolut erfolgreiche Sozialisation durch das System der älteren Generation völligen sozialen Stillstand bedeuten. Junge und ältere Leute differieren in ihrem Drogenkonsumverhalten nicht zuletzt deswegen, weil sie verschiedene Daseinszustände von verschiedenen Daseinsformen aus für erstrebenswert halten. Unter Zuhilfenahme bestimmter Substanzen lässt sich die Diskrepanz zwischen wahrgenommenem Ist-und erwünschtem Soll- Zustand leichter ertragen, ist sie jedoch scheinbar oder tatsächlich dauerhaft unüberbrückbar, kann der Zugriff auf besagte Mittel verheerende Auswirkungen zeitigen. Dies gilt über alle Altersgrenzen hinweg. Da die Parental- der Filialgeneration zeitlich vorgelagert ist, bestünde die beste Drogenprävention darin, die eigenen Werte glaubhaft zu machen und vor allem glaubhaft zu vermitteln. Sie also auch selbst in Frage zu stellen und ihre Veränderung nicht allein den Partiallösungen des Generationskonfliktes zu überlassen. Weiterhin ergibt sich daraus notwendig, dass der Jugend die zu ihrer Erreichung erforderlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen sind. Da das Problem bekanntlich sehr komplex ist, lässt es sich selbstverständlich nicht einfach auf diese idealistische Art lösen. Gerade weil „…Lebensalter keine psychologische […] sondern eine physikalische Variable…“ (Heckhausen, 1975, S90) ist, und die Gesellschaft außerhalb der Alterssegregation noch in Klassen, Schichten, Ethnien,
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Arbeit zitieren:
Heiko Böttcher, 2004, Drogenprävention im Jugendalter, München, GRIN Verlag GmbH
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