Ausarbeitung zum Hamburger Persönlichkeitsinventar
Einleitung ...................................................................................................................................2
1. Testmaterial und Grundkonzept........................................................................................2
2. Testdurchführung und Auswertung ..................................................................................4
3. Gütekriterien.........................................................................................................................5
4. Literaturverzeichnis .............................................................................................................6
Einleitung
Die vorliegende Arbeit versucht eine kurze Darstellung des Hamburger Persönlichkeitsinventars von Burghard Andresen. Dieses beruht auf dem Konzept der so genannten BIG- Five, das sich seit Beginn der 1980er Jahre zu einem der führenden Modelle in der faktorenanalytischen
Persönlichkeitsforschung entwickelt hat. Im Vortrag erfolgte, in der ausufernden Tradition des Testhandbuches stehend, eine umfassende Einführung in diesen Problemkreis und soll hier die Geduld des Rezipienten nicht unnötig durch Wiederholung strapazieren. Dennoch soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass auch dieses Modell mit der Anerkennung der ihm zugrunde liegenden, aus der Sprache geschöpften Konstrukte steht und fällt. Konstrukte entziehen sich jedoch ihrer Natur gemäß jedem empirischen Falsifikationsversuch und lassen sich erst recht nicht verifizieren. Dies steht natürlich nicht im Widerspruch zu ihrer möglichen Nützlichkeit.
Die Intention der Ausarbeitung soll die Beschränkung auf das Wesentlichste sein, sodass eine abschließende „Zusammenfassung“ dieser Zusammenfassung entbehrlich scheint. Auf einen der Kritik vorbehaltenen Gliederungspunkt konnte ebenfalls verzichtet werden, da diese direkt an den passenden Stellen Eingang fand.
1. Testmaterial und Grundkonzept
Im T estpreis von 78,- € sind ein 184- seitiges Handbuch sowie zehn Fragebögen mit den dazugehörigen Antwortformularen und Profilbögen enthalten. Unautorisierte Kopien denunzieren den Anwender durch ein robustes Sicherheitsmerkmal.
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Ausarbeitung zum Hamburger Persönlichkeitsinventar
Der HPI versteht sich als sinnvolle Ergänzung zu den etablierten Big-Five- Inventaren, vor allem durch die Hinzunahme eines weiteren Faktors. Das Problem, dass ein detaillierteres Modell sich zwar womöglich der Wirklichkeit anzunähern vermag, aber dabei an Erklärungswert verlieren kann, scheint hinter dem Vorzug zurückzutreten, dass der neue Faktor reichlich Varianz auf sich vereinigt, die sich nicht schon einem der etablierten fünf Faktoren verpflichtet fühlt. Andresen nannte seine Schöpfung „Risikobereitschaft“ und rechtfertigt ihre Einführung durch umfangreiche und zahlreiche empirische Studien mit insgesamt 4000 Teilnehmern.
Darüber hinaus versucht der Autor im Zuge seiner Optimierung der Big-Five- Verfahren das Orthogonalitätsproblem durch rigorose Einhaltung der Selbstbeschränkung auf Rohwert- Korrelationen von maximal r= . 30 in seinen Stichproben von über 500 Teilnehmern zu lösen. Dieses vorbildliche Vorgehen steht im krassen Widerspruch zu dem von Andresen konstruierten virtuellen Oktaeder, dessen Ecken die sechs Faktoren bilden und deren Kreuz- und Querverbindungen die von ihm eigentlich ausgemerzten Korellationen zu drei bidimensionalen Subsystemen verdeutlichen sollen. Diese Inkonsistenz wird zwar von Andresen als Problem erkannt, dem Leser aber optimistisch wie folgt vermittelt: “…Ein Problem dieser Theorie liegt auch dahin, dass sie mit dynamisch- funktionellen psycho-biologischen Vorstellungen umgeht, während die eigentlichen strukturkonstituierenden Relationen korrelativer Natur sind. Dennoch kann diese Strukturvorstellung für zukünftige Forschungen fruchtbar werden…“ (Andresen, 2000, zitiert nach Andresen, 2002, S. 77)
Das erste Subsystem heißt „Emotion, Befindlichkeit und Stimmungen“ und vereint die opponierenden HPI- Skalen „Extraversion, Lebhaftigkeit und Kontaktfreude“ und „Nervosität, Sensibilität und emotionale Labilität“. Das zweite nennt sich „Kognition, Weltanschauung und Denkweisen“ und setzt sich aus den gegensätzlichen HPI - Skalen „Kontrolliertheit und Normorientierung“ sowie „Offenheit für Erfahrungen“ zusammen.
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Arbeit zitieren:
Heiko Böttcher, 2004, Hamburger Persönlichkeitsinventar HPI, München, GRIN Verlag GmbH
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