Gliederung Seite
1. Einleitung 3
2. Begriffsbestimmungen 3
2.1 Sozialer Wandel 4
2.2 Modernisierung 4
3. Die Modernisierungstheorie nach W. Zapf 5
3.1 Theoriefehler von Transformationsgesellschaften 6
3.2 Ansätze zur Erklärung unterschiedlicher Entwicklung 8
3.2.1 Die Sonderwegstheorie der OECD Welt 8
3.2.2 Das Modell der Scheidewege 8
3.2.3 Der Ansatz von Gösta Esping-Andersen 9
3.2.4 Die Institutionelle Ökonomie 9
3.3 Das Drei-Ebenen Modell der Weltgesellschaft 9
3.4 Bewertung der gegenwärtigen Modernisierungsdiskussion 10
4. Kritik an der Modernisierungstheorie 10
5. Kritik an der Kritik der Modernisierungstheorie 12
6. Schlusswort 14
Literaturliste 15
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1. Einleitung
Sozialer Wandel hat bereits die Klassiker der Soziologie beschäftigt. Das Thema dieser Hausarbeit „Sozialer Wandel als Modernisierung“ legt nahe, dass Modernisierung das Element ist, dass den sozialen Wandel bestimmt. In der Literatur zu den Modernisierungstheorien treten dann neben dem Begriff der Modernisierung auch immer wieder die Begriffe Rationalisierung, Fortschritt und Industrialisierung auf. Das diese Begriffe nicht wertfrei stehen erschwert den Umgang mit den verschiedenen Theorien zum sozialen Wandel. So denkt man bei Rationalisierung zum Beispiel an wegrationalisierte Arbeitsplätze und bei Fortschritt an den technischen Fortschritt der für die Ausbeutung der Natur verantwortlich gemacht wird. Neben der Möglichkeit sozialen Wandel als Modernisierung zu begreifen, gibt es daher auch noch andere Theorien, die eine andere Herangehensweise an das Thema sozialer Wandel haben. Zu nennen wären hier marxistische Theorien und Differenzierungstheorien. Beginnen werde ich die Hausarbeit mit einer kurzen Beschreibung der Begriffe sozialer Wandel und Modernisierung. Dann werde ich exemplarisch eine Modernisierungstheorie herausgreifen und näher erläutern. Schließlich werden auch noch kritische Stimmen an den Modernisierungstheorien ihren Platz in dieser Hausarbeit finden.
2.Begriffsbestimmungen
Um nun die Begriffe sozialer Wandel und Modernisierung näher zu bestimmen, werde ich die Definitionen von ihnen heranziehen. Ich verspreche mir davon eine besonders deutliche Herausarbeitung des Kerninhalts dieser beiden Begriffe.
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2.1 Sozialer Wandel
Zuerst möchte ich die Definition von wikipedia.de erwähnen. Der Soziale Wandel beschreibt die Veränderungen, die innerhalb einer Gesellschaft über einen längeren Zeitraum vor sich gehen. Zur Beschreibung dieser Entwicklung wurden verschiedene Begriffe wie Entwicklung, Fortschritt oder Evolution benutzt. Allerdings haben sich viele von ihnen als problematisch erwiesen, da hier einerseits der Eindruck von einem unabdingbar notwendigen Geschehen entstehen kann und andererseits eine Veränderung hin zu einer höheren Ebene suggeriert wird. Um einen neutraleren Begriff zu verwenden, wurde von Ogburn der Begriff des „sozialen Wandels“ in die Soziologie eingeführt. Ralf Dahrendorf definiert besonders rapiden und radikalen sozialen Wandel als „Revolution“, Lars Clausen besonders rapiden, radikalen und magisierten (dämonisierten) (=“krassen“) sozialen Wandel als „Katastrophe“.
Die Ursachenbestimmung von sozialem Wandel ist recht komplex. Versuche, den Wandel monokausal durch einen einzelnen Faktor zu erklären (z.B. durch technische Entwicklung, ökonomische Basis, Kultur, Religion etc.), gelten unter vielen Wissenschaftlern als ungeeignet. Man geht vielmehr von einer weitreichenden Interdependenz der sozialen Handlungsfelder und Bereiche aus, wobei einzelne Bereiche anderen Bereichen vorauseilen können. Damit ist der soziale Wandel in eine Gleichzeitigkeit von Veränderung und Statik eingebettet.
2.2 Modernisierung
Auch hier möchte ich zuerst die Definition von wikipedia.de nennen. Modernisierung bezeichnet einen Typus des gesellschaftlichen Wandels, der zu einer zunehmenden Anpassungsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber Veränderungen führt, gleichzeitig aber selber zahlreiche, häufig als Krisen
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empfundene Umbrüche verursacht. Historisch orientiert sich der Begriff ursprünglich an der Entwicklung europäischen Geschichte seit der frühen Neuzeit und umfasst insbesondere die Prozesse der Industrialisierung, Säkularisierung und Rationalisierung.
3. Die Modernisierungstheorie nach W. Zapf
Wolfgang Zapf ist der prominenteste Vertreter der neueren Konzepte der „Modernisierung“ in der deutschen Soziologie. In ihnen steht man der Modernisierungstheorie im engeren Sinne, die Zapf als „eine amerikanische Erfindung der 50er Jahre“ bezeichnet, kritischer gegenüber. Sie ist weniger ethnozentrisch und pfadabhängig und ist auch den Misserfolgen und Schattenseiten gegenüber sensibel. (wikipedia.de) Er versucht die evolutionäre Perspektive konvergierender Entwicklungen mit der Perspektive unterschiedlicher Entwicklungspfade zu verbinden. (Zapf 1996) Um diesen Satz zu verstehen ist es notwendig zu wissen, dass die Konvergenztheorie eine These ist, die von einer strukturell bedingten Annäherung zwischen kapitalistischen und sozialistischen Systemen ausgeht. Und dies zwar aus dem Grund, weil sie beide mit den gleichen Anforderungen der modernen Industrieproduktion konfrontiert sind. Daher werden sich Kapitalismus und Sozia lismus organisatorisch, technisch und wirtschaftlich angleichen. Die moderne Gesellschaft kann also auf verschiedenen Wege erreicht werden. Genau das meint aber auch die Perspektive unterschiedlicher Entwicklungspfade. Zapf sieht, dass das Modell der modernen Gesellschaft auf einer begrenzten Anzahl unterschiedlicher Entwicklungspfade erreicht werden kann. Zapf sieht Modernisierung in einem dreifachen zeitlichen Bezug: Erstens als Prozess in denen sich die heute modernen Gesellschaften seit der Industrialis ierung entwickelt haben. Zweitens als Aufholprozesse der
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Arbeit zitieren:
Achim Strahs, 2005, Sozialer Wandel als Modernisierung, München, GRIN Verlag GmbH
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