Inhaltsverzeichnis
I Einleitung 3
II Grundlagen 4
1. Begriffsdefinition Videokonferenzen 4
2. Anwendungsgebiete 5
3. Klassifizierung der Systeme 6
3.1 Desktopsysteme 7
3.2 Kompakt- bzw. Gruppensysteme 8
3.3 Raum- bzw. Studiosysteme 9
III Bewertung 11
1. Soziale Kommunikationssituation 11
2. Verhalten während der Konferenz 14
3. Übertragungsqualität 17
4. Teilnehmeranzahl 19
5. Kosten 20
IV Fazit und Perspektiven 21
Literaturverzeichnis 23
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I Einleitung
„Im digitalen Leben ist es nicht wichtig, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein, da eine Übertragung der Orte möglich sein wird.“ 1 Nicholas Negroponte, Total Digital.
Angesichts der zunehmenden weltweiten Vernetzung der Märkte und Gesellschaften gilt es immer weitere Entfernungen zwischen Kooperationspartnern zu überbrücken. Globale Unternehmen, entfernte Geschäftspartner stellen die Notwendigkeit für eine räumlich getrennte Kommunikation auf, da die örtliche Nähe nicht mehr gegeben ist oder aufgrund zu hoher Reisekosten und dem damit verbundenen Zeitaufwand alternativ gelöst werden soll. Dieser Bedarf hat zum Voranschreiten der technischen Entwicklung im Bereich des Einsatzes 2 Eine telematischer Systeme zur zeitlich synchronen interpersonellen Kommunikation geführt. Möglichkeit ist der Einsatz von Videokonferenzsystemen, deren Bedeutung zur Realisierung von 3 räumlich verteilter Kooperation stetig zunimmt.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, einen Überblick über das Gebiet der Videokonferenzsysteme zu geben und diese auf Vor- und Nachteile zu bewerten. Dabei gliedert sich diese Arbeit in drei Hauptteile. In Kapitel II werden zunächst Grundlagen von Videokonferenzsystemen vermittelt. Einleitend zum Thema soll dargestellt werden, wie Videokonferenzen definiert werden und in welchen möglichen Anwendungsgebieten sie zum Einsatz kommen. Danach erfolgt eine Klassifizierung der Systeme. Anschließend werden im Kapitel III Kriterien aufgeführt, nach denen die Systeme im Hinblick auf Kosten, Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten etc. im Vergleich zu herkömmlichen Konferenzen beurteilt werden. Abschließend wird ein Fazit aus den Erkenntnissen gezogen.
Die Arbeit basiert auf Sekundärliteratur wie z.B. Dissertationen sowie Quellen aus dem Internet, welche sich mit dem Einsatz von Videokonferenzsystemen allgemein, der Wissenskommunikation und speziell Mehrpunktkonferenzen am Beispiel von Desktopkonferenzen befassen.
1 Nicholas Negroponte: Total Digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder Die Zukunft der Kommunikation.
Bertelsmann Verlag, München, 1995, S. 204
2 Vgl. Lutz Grüneberg: Ein System zur Übertragung multimedialer Echtzeitdatenströme über Internet-
Zugangsnetze. Hannover, 1998, S. 3
3 Vgl. Julia Härder: Wissenskommunikation mit Desktop-Videokonferenzsystemen: Strukturierungsangebote für
den Wissensaustausch und gemeinsame Inferenzen. Freiburg, 2003, S. 19
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II Grundlagen
1. Begriffsdefinition Videokonferenz
Eine Videokonferenz ist eine Telekommunikationstechnologie, die es räumlich getrennten Gesprächspartnern ermöglicht, über Ton und bewegte Bilder sowie Text miteinander zu 4 Die einzelnen kommunizieren, Daten auszutauschen und diese gemeinsam zu bearbeiten. Videokonferenzteilnehmer werden bei der Besprechung per Videokamera bzw. Webcam gefilmt. Diese Audio- und Videodaten sowie ggf. Anwendungsdaten werden über Datenleitungen mit hoher Bandbreite zum Beispiel über das Internet an die Bildschirme der anderen 5 Gesprächspartner in Echtzeit übertragen.
Im Gegensatz zu anderen computervermittelnden Kommunikationssystemen unterstützen Videokonferenzsysteme die Kommunikationsprozesse der Teilnehmer durch o.g. Gegebenheiten am besten, da diese der äußerlichen Konstellation wie z.B. der sichtbaren Anwesenheit einer klassischen Besprechung am ehesten gerecht werden. Ein kleiner Exkurs verdeutlicht diese These:
Asynchrone Kommunikationsmittel wie z.B. Fax und E-Mail eignen sich für den Austausch von Informationen, Arbeitsergebnissen, der Verteilung von Aufgaben etc. Der Sender und der Empfänger stehen nur indirekt in Kontakt, da eine zeitliche Versetzung zwischen dem Verfassen und der Rezeption einer Botschaft vorliegt. Absprachen, die von einer zügigen Klärung und dem Feedback des „Gesprächspartners“ abhängig sind, können somit nicht über asynchrone Kommunikationsmedien wie E-Mail abgewickelt werden. Um Absprachen zu treffen und Beschlüsse zu fassen, kommen Telefongespräche bzw. Telefonkonferenzen, welche zu den synchronen Kommunikationsmitteln zählen, in Frage. Die Teilnehmer können direkt auf Äußerungen und Informationen reagieren und stehen in wechselseitiger
Kommunikationsverbindung. Für umfangreichere Besprechungen, bei denen es wichtig ist, zusätzlich visuelle und textuelle Informationen auszutauschen, unterstützen Videokonferenzen 6 die Kommunikationsprozesse am besten.
4 Vgl. Karl Weidner: Videokonferenzen. Online im Internet: URL: http://www.lrz-muenchen.de/services/
peripherie/vc/. [letzte Änderung 07.05.2002; letzter Zugriff 13.05.2005];
Vgl. o.V. (a), Easynet GmbH: Glossar. Online im Internet: URL: http://195.180.208.19:8080/support/glossar/#V.
[letzte Änderung o.A.; letzter Zugriff 13.05.2005]
5 Vgl. o.V. (b): Glossar. Online im Internet: URL: http://www.e-teaching.org/projekt/suche?SearchableText
=videokonferenz. [letzte Änderung o.A.; letzter Zugriff 19.05.2005]
6 Vgl. Mario Zühlke: Verteilt organisierte Mehrteilnehmer-Videokonferenzen für geschlossene Gruppen im
Internet. Cottbus, 2004, S. 14; Vgl. Julia Härder, 2003, S. 24f
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Über die visuelle Komponente von Videokonferenzen ist verhandeln, überzeugen und auch kennen lernen viel besser möglich, da man den Gesprächspartnern im virtuellen Raum gegenübersitzt und sich ansehen und beobachten kann.
Videokonferenzen zählen zu den Telekommunikationstechnologien, die Informationen über mehrere Kommunikationskanäle (auditiv, visuell, textuell) verbreiten und werden als multicodal bzw. multimedial bezeichnet. Der Vorteil gegenüber monocodalen Technologien ist die Beibehaltung von nonverbalen Signalen wie Gestik und Mimik. Die Gesprächspartner stehen somit in direktem Kontakt zueinander. Unterstützt wird dies durch eine annähernd synchrone, d.h. zeitgleiche Verbindung ohne Zeitverzögerung, so dass sich die Teilnehmer aktiv miteinander verständigen können und zeitgleich auf die Informationen und Aussagen anderer Mitglieder eingehen können.
Videokonferenzsysteme werden in Punkt-zu-Punkt-Videokonferenzen und Mehrpunktkonferenzen differenziert. Während bei Punkt-zu-Punkt-Videokonferenzen
Gesprächspartner von lediglich zwei Standorten miteinander verbunden werden können, bieten Mehrpunktkonferenzen die Möglichkeit, Besprechungen über mehrere Standorte zu durchzuführen.
Je Standort können mehrere Gesprächspartner an der Konferenz teilnehmen, allerdings ist die genaue Anzahl von den jeweiligen Produkteigenschaften des benutzten Systems abhängig. Defizite in Bezug auf die Kommunikationsqualität sowie die Koordination und die Darstellung sind nicht auszuschließen.
Auf die Punkt-zu-Punkt-Videokonferenzen wird n icht näher eingegangen, da sich diese Hausarbeit speziell auf Mehrpunktkonferenzen bezieht.
2. Anwendungsgebiete
Videokonferenzlösungen finden in verschiedenen Gebieten wie z.B. der Lehre, Forschung, in der Medizin, der Beratung, bei Hotlines etc. Einsatz. Sie können lokal, regional, national bis international durchgeführt werden.
Es werden Videokonferenzen für offene und geschlossene Benutzergruppen differenziert. Zu den offenen zählen Videokonferenzdienste im Internet, die z.B. die Übertragung von Veranstaltungen wie Vorlesungen, Schulungen und Trainings für Mitarbeiter, Präsentationen etc. unterstützen.
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Die Hausarbeit bezieht sich im Folgenden ausschließlich auf Videokonferenzsysteme, welche in geschlossenen Benutzerkreisen angewendet werden.
Geschlossene Gruppen zeichnen sich dadurch aus, dass sich die Teilnehmer untereinander kennen bzw. in einem bestimmten Kontext z.B. in einer Geschäftsbeziehung zueinander stehen. Die Teilnahme erfolgt aufgrund einer expliziten Einladung. Unternehmen, die durch Filialstrukturen geprägt sind, nutzen diese Kommunikationslösung, um interne Besprechungen mit Kollegen anderer Firmenstandorte durchzuführen sowie um Besprechungen mit Kunden bzw. Partnern an entfernten Standorten abzuwickeln.
Berufsgruppen, welche auf die Telekommunikationstechnik der Videokonferenz zurückgreifen, sind z.B. Ärzte und Manager. Ärzte nutzen dieses Medium, um Ferndiagnosen zu stellen, gemeinsam medizinische Fragestellungen zu klären etc. Solche Meinungsaustausche sind aufgrund der regionalen Entfernung zwischen den Spezialisten sehr gut mit Videokonferenzen möglich, da sie auch Datenblätter der Patienten, Röntgenaufnahmen etc. durch Dokumentenkameras übertragen können und gleichzeitig darüber diskutieren können. Lt. Zühlke 7 halten Videokonferenzsysteme daher verstärkt Einzug in Kliniken und Krankenhäusern. Weitere Anwendungsfelder sind Präsentationen, Prüfungs- und Bewerbungsgespräche etc.
Der Hauptgrund, weshalb auf Videokonferenzen als Kommunikationsmittel zurückgegriffen wird, ist die Ersparnis an Reisekosten für Fahrt, Unterkunft und Verpflegung, die bei einer klassischen persönlichen Besprechung anfallen. Der Faktor Zeit stellt ebenfalls Kosten dar und kann mit Videokonferenzen auf die Vor- und Nachbereitung der Konferenz und die Gesprächszeit beschränkt werden.
Die Hausarbeit befasst sich vordergründig mit Videokonferenzen, welche zu Geschäftsbesprechungen zum Einsatz kommen.
3. Klassifizierung der Systeme
Videokonferenzsysteme lassen sich in drei Klassen einteilen: Desktopsysteme, Kompakt- bzw. Gruppensysteme und Raum- bzw. Studiosysteme. Diese unterscheiden sich aufgrund des jeweiligen Aufbaus. Im Folgenden wird näher auf die Klassifizierung der Systeme eingegangen:
7 Vgl. Mario Zühlke, 2004, S. 14
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Arbeit zitieren:
Steffi Brandau, 2005, Videokonferenzen: Bewertungskriterien am Beispiel von Mehrpunktkonferenzen der Systemklasse der Desktopvideokonferenzsysteme, München, GRIN Verlag GmbH
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