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Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG. 3
2. DER BERICHT DER HISTORIKERKOMMISSION UND DIE NEUKONZEPTION DER
AUSSTELLUNG. 5
3. DIE BEIDEN AUSSTELLUNGEN IM VERGLEICH. 8
3.1 DIE THEMEN. 8
3.2 DIE KOMMUNIKATIVEN KONZEPTE. 9
3.3 DIE „BILDFRAGE“ 10
3.4 „KONTROVERSEN ÜBER EINE AUSSTELLUNG“ 11
4. KRITIK AN DER NEUEN WEHRMACHTSAUSSTELLUNG 13
5. SCHLUSSBETRACHTUNG 15
LITERATURVERZEICHNIS 16
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1. Einleitung
Die vom Hamburger Institut für Sozialforschung im Rahmen des Forschungsprojekts „Angesichts unseres Jahrhunderts. Gewalt und Destruktivität im Zivilisationsprozess“ konzipierte Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944“ wurde von 1995 bis 1999 in 34 Städten der Bundesrepublik Deutschland und Österreichs gezeigt und von ca. 900.000 Menschen besucht. Die so genannte „Wehrmachtsausstellung“ wurde zum Gegenstand einer breiten öffentlichen, außerordentlich intensiv wie kontrovers geführten Auseinandersetzung mit den Verbrechen des national-sozialistischen Regimes während des zweiten Weltkriegs und der historischen Rolle der Wehrmacht in diesem Zusammenhang, einer Auseinandersetzung, die nicht nur im öffentlich-politischen Raum, sondern auch in Familien und Freundeskreisen geführt wurde. Die Ausstellung wurde in der Öffentlichkeit als Tabubruch hinsichtlich d es weit verbreiteten Bildes von der „anständigen“ und „ unpolitischen“ Wehrmacht, den „unschuldigen“
Wehrmachtssoldaten, wahrgenommen. Ein für viele gültiger und wichtiger vergangenheitspolitischer Grundkonsens wurde damit von den Ausstellungsautoren angegriffen und in Frage gestellt (Pollak 2002:56).
Nachdem den Ausstellungsmachern von Kritikern einige gravierende Fehler bei der Zuordnung und Deutung von Fotos nachgewiesen worden waren, wurde sie im November vom Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Jan Philipp Reemtsma, geschlossen. Die von Reemtsma mit der Überprüfung auf Fehler und Mängel beauftragte unabhängige Historikerkommission veröffentlichte Anfang November 2000 einen weitgehend entlastenden Bericht, der den Aussagen der Ausstellung wissenschaftliche Korrektheit attestierte und nur einige wenige Fotos bzw. deren Bildunterschriften beanstandete. Trotz dieses entlastenden Berichtes wurde vom Hamburger Institut für Sozialforschung eine völlig neue Ausstellung mit dem Titel „Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944“ konzipiert, die Ende November 2001 in Berlin eröffnet wurde.
In der vorliegenden Arbeit wird kurz der Bericht der Historikerkommission präsentiert. Anschließend werden die beiden Wehrmachtsausstellungen nach Themen, kommunikativen Konzepten und der Präsentation der Bilder verglichen.
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Zum Schluss wird auf wesentliche Aspekte der Kritik an der neuen Ausstellung vom ehemaligen Ausstellungsleiter Hannes Heer eingegangen.
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2. Der Bericht der Historikerkommission und die Neukonzeption
der Ausstellung
Nachdem den Machern der Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944“ von Kritikern teils gravierende Fehler bei der Zuordnung und Deutung von Fotos nachgewiesen worden waren, wurde sie, wie schon oben erwähnt, im November 1999 vom Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Jan Philipp Reemtsma, geschlossen. Reemtsma entschied, eine unabhängige Historikerkommission mit der Überprüfung auf Fehler und Mängel zu beauftragen.
Volker U llrich (2000) schreibt: „In das Gremium wurden hervorragende Wissenschaftler berufen: der amerikanische Historiker Omer Bartov; Manfred Messerschmidt, der Nestor der deutschen Militärgeschichte; Reinhard Rurüp, Leiter der Gedenkstätte Topographie des Terrors; Gerhard Hirschfeld, Direktor der Stuttgarter Bibliothek für Zeitgeschichte; Friedrich Kahlenberg, der ehemalige Präsident des Bundesarchivs; der Münsteraner Historiker Hans-Ulrich Thamer; Cornelia Brink, eine Expertin auf dem Gebiet der historischen Bildanalyse. Im Januar 2000 stieß Christian Streit, Autor des Standardwerks über die Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen, dazu.“
Durch den Kommissionsbericht zur Begutachtung der Wehrmachtsausstellung vom November 2000 wurde der Ausstellungsmacher Hannes Heer vom Manipulations-Vorwurf entlastet. Bei weniger als 20 der 1433 Bilder, von denen die Kommission zirka 60% begutachtete, gab es Interpretationsprobleme. Nur zwei Fotos wurden nachweislich falsch zugeordnet. Bei wenigen musste die Zuordnung überhaupt offen bleiben (vgl. Klundt 2003:91).
Die Gutachter resümierten so: „Die Ausstellung enthält (jedoch) keine Fälschungen im Sinne der leitenden Fragestellungen und Thesen. Die Ü berprüfung der verwendeten Bild- und Tondokumente in den benutzten Archiven hat zwar manche Ungenauigkeiten und in einigen Fällen auch falsche Zuschreibungen zu Tage gefördert, insgesamt aber die Intensität und Seriosität der von den Ausstellungsautoren geleisteten Quellenarbeit bestätigt.“ (Bartov, O. u.a. 2000:75; zitiert nach Klundt 2003:91). Auch die grundlegende These der Wehrmachtsausstellung wurde von der Kommission nachdrücklich bestätigt. Demnach „bleiben die Grundaussagen der Ausstellung über die Wehrmacht und den
Arbeit zitieren:
Maxim Pimanyonok, 2004, Die Ausstellung 'Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944', München, GRIN Verlag GmbH
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