INHALTSVERZEICHNIS
1. SACHANALYSE 4
1.1. Allgemeine Einführung 4
1.2. Bewegungsbeschreibung und -analyse des Schlagwurfes 4
1.2.1. Halten und Tragen des Balles 4
1.2.2. Anlauf 4
1.2.3. Abwurf 5
1.2.4. Abfangen 6
2. DIDAKTISCHE ANALYSE 7
2.1. Thema 7
2.2. Lehrplanbezug 7
2.3. Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung 7
2.3.1. Außerschulische Bedeutung 7
2.3.2. Innerschulische Bedeutung 8
2.3.3. Gesundheitliche Bedeutung 9
2.4. Exemplarische Bedeutung 9
3. ANALYSE DER RAHMENBEDINGUNGEN 10
3.1. Klassensituation 10
3.2. Sozial- und Arbeitsverhalten 10
3.3. Thematischer Bezug 11
3.4. Materielle und situative Bedingungen 12
4. LERNZIELE 12
4.1. Stundenziel 12
4.2. Grobziele 12
4.3. Feinziele 12
2
5. METHODISCHER GANG DER STUNDE 13
5.1. Einstieg 13
5.2. Hauptteil 13
5.3. Abschluss 15
6. STRUKTURSKIZZE 16
7. LITERATUR 17
3
1.1 Allgemeine Einführung
Beim Werfen handelt es sich im Gegensatz zum Laufen und Springen um echte ganzkörperliche Bewegungsabläufe. Neben Beinkraft werden auch Rumpf- und Armkraft in beträchtlichem Maße gefordert.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass zusätzlich zum eigenen Körpergewicht ein Fremdgewicht (Schlag-, Wurfball) beschleunigt werden muss. Der Schlagwurf (= Kernwurf = gerader Wurf) wird mit leichten handlichen Geräten durchgeführt (z.B. Tennisball) und stellt die zweckmäßigste Form des Weit- und Zielwurfs dar.
Er verkörpert eine geradlinige, peitschenförmige Abwurfbewegung mit Unterarm und Hand. Er kann in Abhängigkeit vom Abflugwinkel in Tief-, Flach- und Hochwurf eingeteilt werden. All diesen Ausführungen ist gemeinsam, dass die Schlagbewegung sich oberhalb der Schulterachse vollzieht (s.o.)
Die Tiefwürfe, die zwangsläufig den Aufprall des Wurfgerätes z ur Folge haben, werden auch als Prellwürfe bezeichnet (vgl. KRÄMER 1987, 43). Flachwürfe mit positivem als auch negativem Abwurfwinkel finden in der Regel beim Werfen auf Ziele ihre Anwendung.
1.2 Bewegungsbeschreibung und -analyse des Schlagwurfes
(vgl. Haberkorn/ Plaß 1992)
1.2.1 Halten und Tragen des Balles
Der Ball wird mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger gefasst. Der Ringfinger stützt seitlich ab. Der Ball liegt nur auf den Fingergliedern, nicht in der hohlen Hand. Beim Anlauf wird er ungefähr in Brusthöhe getragen.
1.2.2 Anlauf
Er stellt einen Steigerungslauf von ca. 5-7 Schritten dar und wird in einen zyklischen und azyklischen Abschnitt unterteilt: Zyklischer Anlaufabschnitt:
Funktion: Vorbeschleunigung des Systems Werfer- Ball.
4
Er besteht aus 2-4 Schritten; damit wird zum einen ein ausreichendes Geschwindigkeitsniveau erreicht und zum anderen die Beherrschbarkeit für die Adressatengruppe (Kinder!) gesichert. Der Lauf sollte verhalten, aber rhythmisch durchgeführt werden.
Azyklischer Anlaufabschnitt (3-Schritt-Rhythmus): Funktion: Schaffung einer optimalen Wurfauslage.
Er umfaßt die letzen 3 Schritte und dient der unmittelbaren Wufvorbereitung. - Es gibt mehrere nahezu gleichberechtigte Möglichkeiten, diesen Anlaufteil zu gestalten. Dies betrifft sowohl die Ballrücknahme als auch den Impulsabschnitt. Ballrücknahme:
• Der Ball wird durch eine schwunghafte Ausholbewegung nach hinten geführt. Dies geht mit einem Drehen der Schulterachse in Wurfrichtung einher. • Die Rücknahme vollzieht sich in der Regel mit Beginn des 1.Schrittes (linkes Bein) des 3er- Rhythmus.
Entscheidend ist, dass der Wurfarm im Ellbogengelenk nahezu gestreckt ist und konsequent in Verlängerung der Schulterachse fixiert wird (Abb. 232 aus Haberkorn/ Plaß 1992, 149). Impulsschritt (vorletzter Schritt):
• Das rechte Bein überholt dynamisch, flach und raumgreifend das linke. • Variante „Impulshopser“: Das rechte Bein führt einen weiten, aber flachen Hüpfer durch; Abdruck und Landung erfolgen rechts. Diese Schrittgestaltung wird von vielen Anfängern intuitiv ausgeführt. Der dabei auftretende Abfall der Anlaufgeschwindigkeit ist beim Ballwurf unerheblich.
Beide Schrittkombinationen haben die Aufgabe, den Oberkörper in eine deutliche Rücklage zu führen, um anschließend eine günstige Wurfaus lage zu erzielen.
1.2.3 Abwurf
Funktion: - maximale Beschleunigung des Balles - Erzielung des optimalen Abwurfwinkels
Das Einnehmen der optimalen Wurfauslage ist die Voraussetzung für einen guten Abwurf. Die Merkmale der Wurfauslage:
• Oberkörperrücklage mit Körperschwerpunkt über dem gebeugten rechten Bein • Schulterachse mit nahezu gestrecktem Wurfarm zeigt annähernd in Wurfrichtung
5
Arbeit zitieren:
Benjamin Gill, 2000, Unterrichtseinheit: Einführung in den Schlagwurf (2. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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